Archive for the ‘Umwerfer/ Schaltwerk einstellen’ Category

Kleine Bastelstunde/ 51.066km/ 15.04.2022

April 16, 2022

Bikebasteln/ Schaltwerk/ Bikebilder: die werte Frau Mutter weiß es ja schon, aber hier sei gesagt, ich war gestern dann doch schon unterwegs um mein treues aber auch inzwischen betagtes Fahrgerät, auch bekannt unter CAADX oder The Cure – Forest, ab zu holen.

Einleitung zu einer mittelschwere bis fast total Krise

Nach dem gesundheitlich bedingten Arbeitsausfall stand also die Rückholung des CAADX an. Soweit so gut. Zeitfenster war mehr als günstig und auch das Wetter war ganz nach meinem Gusto. Zudem bot sich ein „Taxi“ mit jener Fahrtrichtung an, wo auch der Sitz der Arbeitsstätte ist. Praktisch also im großen und ganzen.

Also fix den Beutel für die Arschrakete kontrolliert und umgepackt, angezogen und Abfahrt. Nach der Ankunft dann erneut sich umgekleidet und dann auf de Sattel geschwungen. Ja war nett, lief zwar nicht ganz so rund, aber nach den paar Tagen Auszeit auch kein großes Ding. Aber…

…schon in den letzten Tagen war mir aber immer wieder aufgefallen, daß es am hinteren Schaltwerk nicht unbedingt rund lief. Hier und dort harkten mal die Gänge, vielleicht hatte ich den Schalthebel doch nicht so betätigt wie es sollte?

Egal, also heute nach der Ankunft mir die Sache mal genauer nachgeschaut. Aufgefallen war mir dann, daß die Kette auch nicht auf den „Pizzateller“ (abfällige Bezeichnung für ein großes Bergkettenblatt weil man ein Schwächling ist und sowas braucht *lach*) wollte. Hatte sich da was verstellt?
Kann man ja mal eben nachjustieren. Pustekuchen, weder die eine Kuh wollte von Eis, noch die andere. Da hatte ich zwei störrische Esel an der Leine und beiden zogen in eine andere Richtung, als ich wollte und dies auch noch entgegen gesetzt.

Gut, kurze Pause und erstmal hier und dort mit dem Putzlappen rum. Ein wenig die Seele abspannen lassen. Dann ein neuer Versuch…

…mit dem in Grunde gleichen nicht-Ergebniss.

Also die Kiste mit den laufenden Onlinebildern bemüht. Ach du ahnst es nicht, die Kette kann gar nicht auf den „Pizzateller“, man hat die falsche Schraube gedreht (was sich dann nach der auch im weiteren Arbeitsgang rächte).
Logisch, wenn schon in die Kacke greifen, dann gleich volles Programm.

Nach ein paar weiteren Handgriffen und immer wieder tief Luftholen, ich glaube Gangschaltungen und ich – wir werden nie so eins, kam mir eine Art Gedankenblitz.

Ja auch ich kann sowas haben! Eigentlich sah das Schaltauge ja gut aus, aber wenn der Schwung zum „Pizzateller“ nicht reicht…

Hab dann das Reserveschaltauge montiert. Zuvor mal aber beide auf dem flachen Tisch verglichen, konnte da aber nix ausmachen und siehe da, läuft.

Unglaublich was so ein winziger Bruchteil von einem Millimeter ausmachen kann. Da werd ich mir wohl ein neues auf die Bank legen müssen. Kette & Kleinigkeiten sind ja auch bald fällig.

Jetzt wird sich der eine oder andere fragen:“was zum Geier ist ein Schaltauge?“ Zurecht, aber dem sei geholfen. So schaut das aus…

Ist im Grunde ein Passtück zwischen dem Fahrradrahmen, da wo das Hinterrad reinkommt, auch als Ausfallende bezeichnet, also da wo das Hinterrad reinkommt und dem Schaltwerk. So ein Schaltauge soll verhindern, wenn das Rad umfällt oder man stürzt, daß der ganze Rahmen verbogen wird oder eben das Schaltwerk abreißt.

In diesen Fällen stellt das Schaltauge eine Art Sollbruchstelle da. Leider kommt das dann aber auch mal vor, daß sich so ein Tel verbiegt. Warum auch immer. Hatte ich am CAADX übrigens schon mal.

So jetzt aber genug vom langweiligen Technikgelaber, der Rest von der Rückfahrt inklusive Besuch der Halde Humbert. Also Vorgeschmack könnte ich eine Link zum Tagesalbum <klick> durchreichen.

Morgengruß: ansonsten wie immer, Euch einen schönen Tag und bleibt bitte gesund!  😉

Schöne unglaubliche Welt/ 28.02.2022

Februar 28, 2022

Bikealltag/ Alltag/ Bilder: es sind manchmal diese Momente die man nicht in Bildern und eigentlich auch nicht in Worte fassen kann (vielleicht ist es die bessere Ablenkung vom politischen Geschehen).

Am Freitag bin ich so auf dem Nachhauseweg und passiere gerade die Oldtimer Remise – Gut Keinemann e.V. als ich plötzlich einen großen Vogel rechts von mir bemerke. Er sitzt, oder saß kaum drei Meter neben meiner Fahrbahn und gerade als ich ihn bemerke, fliegt er los. Ein recht stattlicher braungescheckter Vogel, aber ich kann aus Unwissenheit nicht ausmachen was für einer.
Erstaunt bin ich, daß er nicht wirklich weit wegfliegt, sondern sich auf einem Ast am nächsten Baum nieder lässt. Das sind kaum drei-vier Meter weiter, außerdem noch näher an der Straße. Ich versuche so unauffällig wie möglich ihm zu folgen, aber er hatte mich wohl gut im Visier. Leider ist mein Winkel auch extrem ungünstig, ein Bild zu machen brauche ich erst gar nicht zu überlegen.

Erstaunt war ich auch schon die Tage, als ich weiter westlich auf der gleichen Verkehrsachse nur kurz vor Lünen, ebenfalls einen Greifvogel bemerke. Auch er hockt auf einem Baumstumpf, kaum wenige Meter von der Fahrbahn entfernt. Ich rausche vorbei und erst als ich bremse weil ich ihn bemerkte, zieht er sich mit ein paar Flügelschlägen in ein Areal zurück, wo ich unmöglich folgen könnte.
Ich dachte nur: warum zum Geier hockt er sich so dicht am Fahrbahnrand hin, wo er es doch so gemütlich und leise woanders besser haben könnte?“

Ja gut, wollte ich nur mal so erzählt haben.

Ein wenig mehr Motivation hatte ich dann am Samstag, natürlich erst nach einer guten Tasse Caffee. Zuvor waren wir, also die Burdame und meiner-einer auf eine Runde im dörflichen Kurpark unterwegs.

Mein Plan eventuell hinterher noch auf eine Tasse Caffee bei der Kaffeemanufaktur Pohl´s Mühle vorbei zu schauen wurde geknickt. Der holden Burgdame war nicht so danach und nur für mich alleine… .

Damit ich aber nicht unterkoffeiniert sein würde, hab ich mich in der netten Sonne im Burggarten eingerichtet.

Frisch gestärkt und mit einer Veranschaulichung…

Bikebasteln/ Kette & Antrieb/ Umwerfer einstellen: …praktischerweise passend für das auch bei mir montierte Shimano GRX RD-RX810-GS von Fahrrad.org (Video) ging es dann ans Werk.
Also, die neu montierten Kassetten taten so ihren Dienst, auch erst recht nach dem Eintreffen der Spacer. Aber irgendwie war das beim Schalten selbst nicht immer so präzise, wie man sich das vorstellt.

Und so hab ich dann im zweiten Handgriff erst mal die Kette gewechselt. Nach 3.508km war sie so aufgelängt, daß die Kettenlehre schon fast durchgefallen ist.

Unter Zuhilfenahme des oben erwähnten Video in Sachen Schaltwerk einstellen wurde also geschraubt.
Vorab erst mal geschaut, ob die Kette wirklich auf dem kleinsten Ritzel sauber läuft. Und genau das war so nicht der Fall. Dank dem Video hab ich jene Handgriffe aber gut gebacken bekommen und mich dann mit dem Rest befasst.

Also immer wieder in Schritten hoch- & runter geschaltet und ganz aufmerksam gehört und-oder geschaut ob die Kette eventuell doch Tendenzen zeigt sich wo in eine andere Richtung schon aufzumachen, oder eben am nächsten Ritzel schleift.

So hab ich mich dann Ritzel für Ritzel hoch gearbeitet, ich am größten 36 Zahn Ritzel angekommen war.
Die Einstellung am oberen Begrenzerschrauben brauchte ein wenig mehr Feingefühl und nachdem ich die Umschlingung eingestellt hatte, mußte jene am größten Ritzel wieder herunter reguliert werden.

Der erste kurze Fahrtest in einer hier vorhandenen Nebengasse zeigte soweit erst mal keine besonderen Auffälligkeiten. Bis zum kleinsten Ritzel hab ich aber in der Gasse nicht schalten können. Muß ich halt mal auf dem offenen Land machen. Wenn überhaupt, den rein theoretisch ist das nur was für full-speed.

Damit hatte ich dann diese Aufgabe erst mal abgeharkt.

Bikeklamotten/ Bike Jacke/ Meine Bike-Jacke: ach ja, was mir noch eingefallen ist. Ich hatte ja die Tage eine nette kleinere *hüstel* Rückfahrt mit dem Rad vom Job aus gemacht. Das es dabei mal wieder zu einem gewissen Niederschlag gekommen war, hatte ich ja auch berichtet. Ebenfalls Berichte ich ja immer wieder von gewissen Erscheinungen in Sachen Wasserdichtigkeit sowie Feuchtigkeit im inneren meiner Jacke.

Nun ist es tatsächlich also so, daß ich auf dieser Fahrt keinerlei Feuchtigkeit von innen in der Jacke hatte. Natürlich komm ich nicht umher darüber meine Begeisterung zu äußern.

Denn noch betrachte ich die Sache auch gerne sachlich und muß dann an dem Punkt sagen, daß wenn die Jacke von innen feucht ist, dies wohl ausschließlich Wasserdampf, also Schwitzfeuchtigkeit sein wird.
Denn wie es mir ja auch von Bergans geschildert wurde, kann Schwitzfeuchtigkeit nur bis zu einem gewissen Temperaturgefälle optimal nach außen dringen.

Nochmals klar dargestellt. Auf der letzten Regenfahrt sank das Thermometer auf 2c°. Diese Temperatur wird damit zweifelsohne dafür gesorgt haben, daß der Wasserdampf von innen optimal nach außen diffusieren konnte.
Je höher die Außentemperatur dann ist, des so weniger wird dieser Effekt möglich sein.

Eine genau Grenze wann das ab nicht mehr optimal einzustufen ist, kann man natürlich nicht bestimmen. Ich wage denn noch mal den Versuch und setzte eine Marke bei 10c°.

Morgengruß: und so verabschiede ich mich mit diesen Zeilen von Euch, wünsche einen angenehmen Tag und auf das Ihr von genug Gesundheit den Tag über begleitet werdet!  😉

46.861km/ 31.08.2021/ Felgenriss I

September 1, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bikebilder: und wieder ein GO für die nächste Woche, auch wenn es mit den Regentagen mehr als herbstlich ausschaut, Radfahren wird Fakt sein.

Montag: mit diesen ersten Zeilen hockt man noch in der Küche am Stammplatz und nippt an dem Muntermacher. Zunächst geht es mit dem Ziel vor Augen auf den Monatsabschluss August, was ja aber nur zwei läppische Tage sind.

Die Umstände draußen sind der Jahreszeit entsprechend. Mit der Abfahrt noch dunkel, von der Temperatur her eher mild-warm und auch Wind sowie der nicht vorhandene Niederschlag sind gnädig. Es rollt sich gut.

Den Tag über, außer der Nummer des Milchkaffee keine besonderen Vorkommnisse. Die Rückfahrt wurde schon im Kopf abgesteckt. Dann ma‘ los nach‘ m Feierabend.

Das Wetter mit einem gesunden Sonne-Wolken Mix bestens. Auf ein paar Meters am Channel entlang, westwärts.

Dann der Wechsel der Uferseiten mit anschließender Weiterfahrt zunächst in Richtung Norden. Altstedde wurde durchfahren um dann gut unterhalb von Cappenberg entlang zu rollen. Ein wenig rauf, ein wenig runter, so könnte man die Topographie bezeichnen. Dabei eine Mischung aus bestem Asphalt und bei Gott lob, auch arg zerschossenem Privatweg in öffentlich nutzbar und zugänglich.

Auf der Karte schaut das dann so aus…

Am Ende stehen 30km auf dem Habenkonto, ein guter Zeitpunkt nochmals die Grünstreifen vor der Burg auf Vordermann zu bringen. Abwechslung in der Bewegung tut gut.

Dienstag: letzter Aufruf für den Monat August, nach dem Heißgetränk und dem Restankleiden geht die Reise los. Die äußeren Umstände noch besser als am Vortag. Es ist kühler aber sehr angenehm und von Wind & Niederschlag gar keine Spur.

Die 35mm breiten Reifen drehen ungehindert ihr Kreise um die Achsen. So macht Radfahren unendlich Spaß. Warum kann das nicht immer so sein? Ich könnte gedankenfrei fast ewig so fahren, wenn da nicht der Arbeitstag wäre.

Aber auch der hat seine guten Seiten. Denn mit dessen Anbeginn hab ich die Möglichkeit, daß CAADX noch mal bei Wütec rein zu reichen.

Wahrscheinlich muß der frisch montierte Umwerfer (Schaltwerk vorne an den Pedalen) nur noch mal nachjustiert werden.
So jedenfalls der Herr des Schraubenschlüssel letzter Woche. Dies ist eine Feinarbeit die ich schon auf Grund der fehlenden Regelmäßigkeit nur unzureichend, also gar nicht beherrsche. Er wird das wohl als Service mal eben zwischendurch machen.

Gut das es so Leute gibt.

Wenn es fertig ist, könnte ich das CAADX auf der Jobrückfahrt aus dem Megadorf einsammeln und gut iss.

Pläne für die Rückfahrt? Ach ja, ich bin da gerade an einem von mir noch nicht wirklich begutachteten Stichweg vorbei gefahren. Wären mal so‘ n Ding… . *smile*

Feierabend und GO.

17:44Uhr nach der heimischen Ankunft: ja nix war mit – und GO. Wie angedacht sammelte ich das CAADX bei Wütec ein und der gute Mann lud mich mit recht eindrücklichen Blicken zu einer Besichtigung ein.
Momente die keiner braucht. Innerlich wollte ich da gar nicht mit, denn mir schwante nix gutes.

Der Umwerfer war nicht das Problem, da zeigte er mir zwei kleine Einstellschrauben die ich jederzeit auch in Eigenregie betätigen könnte. Dazu aber gleich unten mehr.

Bikedefekte/ Laufräder: dann wies sein Finger am hinteren Laufrad auf eine Speiche, welche er mit einem Kabelbinder markiert hatte. Am Eingang der Speiche, also Speichennippel zu Felge war gut sichtbar…

…ein in Längsrichtung verlaufender Riss!

Hier mal ein Foto nach der Ankunft hier aufgenommen. Das diese Nummer ein finales Aus für das Hinterrad ist, war mir klar.

straßen riss_ergebnis

Da kann man nix reparieren. Und selbst wenn, übernimmt kein Schrauber dieser Welt eine Garantie darauf. Also macht es auch keiner. Finanziell würde sich wohl auch eine neue Felge mit der Werktätigkeit des Einspeichen selbst, sowie einer frischen Nabe und Speichen nicht lohnen. Da bekommt man besser ein komplett neues Laufrad.

Wenn man es denn bekommt…

…also in diesen Zeiten.

Natürlich hat die Geschichte an diesem Punkt noch nicht das Ende erreicht, aber ich mache hier mal einen Schnitt. Nun zum Umwerfer…

Bikebasteln/ Umwerfer einstellen: …und nun die Geschichte hinter der eigentlich gedachten Heimfahrt.

Die angedachten Heimfahrt wurde also aufgrund von Defekt nur einfach über Asphalt abgehandelt. Wie groß ein Risiko eines Felgenbruchs mitsamt Sturz ist, kann niemand sagen.

Die gute Nachricht, am neu angeschafften und ja nun auch montierten Shimano GRX FD-RX810 Umwerfer 2×11-fach (so die komplette Bezeichnung) soll kein Akt sein.

Ich hoffe das Foto zeigt es gut genug. Da wo der gelbe Inbusschlüssel drin steckt ist die vordere Einstellschraube.
Dreht man jene, kann man gut sehen in welche Richtung sich des Kettenleitblech zur Führung der Kette bewegt. So ist es also relativ einfach, also gut für mich als Grobmotoriker das Kettenleitblech oder auch Kettenführung, schleiffrei einzustellen.

Die direkt dahinter liegende Schraube ist dann für die korrekte Stellung des Kettenleitblech wenn die Kette auf dem kleinen Kettenblatt liegt.

Dann hab ich noch den Topeak X-15 Bottle Cage Adapter demontiert und den Flaschenhalter wieder einfach mit einer Inbusschraube in Schräglage fixiert. Die Aufgabe der zweiten Halterung übernehmen zwei Kabelbinder. Erprobt hatte ich da ja schon. Bewährt hatte es sich auch.
Nette wären jetzt noch schwarze Kabelbinder, die ich aber nicht im Hause hatte. Zumindest nicht in der notwendigen Länge.

Ja so war dann der Tagesabschluss einmal anders als gedacht. Monatsabschluss 1.060km im Sack und auf dem Jahreskonto stehen 7.753 Kilometer. Kann man mit leben.

Dann wünsch ich mal der Leserschaft einen nette Tag und macht das Beste draus. Die Portion Gesundheit wird von mir natürlich auch gewünscht!  😉