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…bei schön Wetter kann jeder/ 28.303km/ 18.10.2019

Oktober 20, 2019

Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Biketouren/ Bike & Biketouren Bilder: ja wie schon gesagt, Langeweile am Samstag ist nicht mein Ding, also den Stahl Renner aus der Fitness-Garage geholt, beladen und los. Im Kopf hatte ich jenen Aussichtspunkt der unter dem Titel Im Winkel an den östlichen Lippeauen liegt.

Da die Wetterlage mit immer wiederkehrenden Schauern und Regen am Vormittag eher unbeständig war, hab ich die angedachten Tour auf den Zeitpunkt nach dem Mittagessen verlegt. Die Wetter-App als auch meine bescheidene Wettersichtung versprach dann ein trockenes Zeitfenster. Und so kam das dann auch…
…also fast.

Ich geb’s zu, die ersten Meters auf der Strecke die ich mal wider aus dem Kopp-Navi-Fundus und spontan zusammen gebastelt habe, waren etwas zäh. Grund dürfte wohl die nach-dem-Mittagessen-Zeit gewesen sein, aber auch daß ich zunächst südlich leicht gegen den Wind strampelte. Und mit einer Überzug von 54 zu 16 geht das nicht mal eben so.
Aber angesagt war ja nicht Tempo machen, sondern eher gemütlich chillen und die Natur genießen. So what !?

Und so stand ich dann irgendwann an Bönen vorbei auf dem Unna Alter Bahndamm der ja recht punktgenau bis nach Scheidigen führt ( und ich sehe gerade, in dem verträumten Nest gibt es sogar ein Hotel ). Auf dem ehemaligen Bahndamm rollte es gut, nur leider kamen immer wieder Regenschauer in fein bis fast grob runter. Ich hatte zwar die Regenhose mit, die verweilte aber noch im Ortlieb Seat-Pack.
Die Regenjacke hatte ich aber schon an. Durch abtasten konnte ich aber gut ausmachen, das meine eigentliche Bikehose nur ganz leicht feucht war. Klar, ich beugte mich ja beim Fahren quasi dadrüber und der Regen kam mit dem Wind eher von hinten. Zudem bietet diese Streckenführung ja einen recht guten Schutz vor dem Wetter. Ging also befand ich und fuhr weiter.

Es gab wider viel zu sehen, ein paar Bilder wurden gemacht. Hinter Scheidigen befuhr ich dann aber eher offenes Land und der Regen machten sich immer mehr bemerkbar. Die Lüftungen an der Jacke wurden etwas zu gezogen, es wurde frisch und nach Welver rein entdeckte ich noch einen kleinen Trampelpfad. Der wurde mir zwar als Weg zum Bahnhof bestätigt, aber mit den Reifen… ! *lach* Ne´, war genau mein Ding und nur eine leichte Steigung, sonst kaum dramatisch vom Untergrund her.
In Welver angekommen brauchte ich natürlich wider eine kurze Zeit um mich in dem dortigen Wald zu orientieren. Irgendwann, also wirklich irgendwann, schau ich mich da mal ganz genau um und kundschafte das aus. Denn es kann ja nicht sein, daß ich da quasi jedesmal entweder wider vorne an der Straße stehe, oder mich orientieren muß bezieheungsweise mit den Eingeborenen plausche um herauszufinden wo ich da gerade bin.

Das macht mir zwar nix aus, finde ich sogar irgendwie klasse und jener Wald ist auch sehr schön. Habe dann auch einen kurzen Film von dem Waldregen gedreht.

Ach ja, der Bäcker in Dinkern hatte leider schon geschlossen. Da hätte ich mir gerne ein Stückchen Kuchen für die anstehende Pause geholt. Und, ich habe in Dinkern Radpunk Cycles angeschaut. Den Laden hatte ich schon des öfteren auf´n Schirm, wie man ja so sagt, war aber noch nie dort. Sah nett aus und führt wohl auch GIANT Bikes, welche ich ja schon seinerzeit mal im Auge hatte.

Irgendwann traf ich dann am Ziel an, machte ein paar Bilder von der Location und setzte mir erstmal Wasser auf um mir ein heißes Instantsüppchen zum trinken zuzubereiten. Zu meinem Glück stand der Wind nicht auf ost, sodaß es eben nicht durch die Fensteröffnungen reinzog.
Das hätte ungemütlich werden können, denn inzwischen waren meinen Schuhe nass, die Socken sowieso, die Jacke fühlte sich auch so sitzend irgendwie klamm an. Und so tat die hieße Brühe recht gut. Nach der kurzen Pause mit anschließenden Regenhose überstreifen, vorher natürlich die andere feuchte Buxe ausziehen, zog ich wider von dannen.

Da ich den Hinweg zu der Hütte hinter Dinkern nicht ganz so gefunden hatte wie seinerzeit ausgekundschaftet, hatte ich eigentlich vor, die Nummer nochmal rückwärts zu fahren.
Apropos rückwärts. Normalerweise fahre ich ja entweder am Channel zum Im Winkel hin, oder ab dort wider am Channel zurück. Doch mit dem ganzen Niederschlag hatte ich so gar nicht Bock am Kanal. Dreckschlamm vom feinsten… . Also beschloss ich einfach die ganze Strecke wider zurück zu fahren.

Den Ansatz das nicht gefunden Streckenstück doch noch rückwärts zu machen, kippte ich. Mir war nicht ganz so warm und dann noch Experimente machen ? Ne´du ! Also drehte ich im Ansatz wider um und gurkte über bekannte Strecke zurück. Dabei nervte mich mal wider das eine Radroutenschild, was wohl definitiv falsch montiert ist. Und natürlich bin auch da wider drauf rein gefallen.
Man landet dann an der Landstraße nach Dinkern rein. Am gestrigen Tag zwar kaum befahren, aber als Radstrecke, zumal bei dem Wetter befand ich das eher suboptimal. Ach was sag ich da, ist generell Murks. Muß da mal etwa Werkzeug mitbringen und das mal gerade machen.

Doch dank Googlemaps konnte ich schon in der abknickenden Vorfahrt einen landwirtschaftlichen Weg ausmachen, der zu der eigentlichen Strecke führt. Und so rollte ich recht fix weiter. Mit dem fixen rollen wurde es auch wider wärmer und meine Kleiderwahl bestätigte sich.

Auf halben Weg zwischen Dinkern und Welver ist mir immer schon ein Stück aufgefallen, wo ich mich stets fragte: „was hat es damit auf sich ?“ Rein vom Geländeverlauf schaut das aus, wie eine alte Burganlage. Da führt ein Graben drumherum, in der Mitte ist ein Hügel und es gibt sogar eine Zufahrt die zumindest durch ein Tor für Kraftfahrzeuge unzugänglich gemacht ist. Zu Fuß kann man da aber eher ungehindert rein. Offiziell steht da aber nix, müßte man sich mal schlau machen. Leider ist auf der Karte nix ausgewiesen.

Mit dem Weg auf Welver zu war Licht am Stahl Renner angesagt. Der Wald bei Welver wurde astrein durchfahren. Merkwürdigere weise ist jener Wald für mich rückwärts kein Problem. *lach* Und um so schneller stand ich wider auf dem ehemaligen Bahndamm wo es dann noch eine kurze…

( Restbild- u. Fimlmaterial im Album )

…Trinkpause gab. Frisch war mir inzwischen nicht mehr, ich zog sogar die Unterarmbelüftung an der Jacke wider etwas auf. Das rollen durch die Nacht war wider superfein und die-meine LED Lenser SEO 7R Helmlampe ( muß da mal den Testbericht online stellen ) machte sich zum zusätzlichen ausleuchten der Bahntrasse bestens. Denn auf der Hinfahrt lag so einiges an ungemütlichen und teilweise fetten Astzeug rum. Da bei wenig Licht mit gut 25 bis 27km/h draufbaseln sollte keine gute Idee sein.

Nach der Ankunft gab die große Runde für den Wasserschlauch mit anschließenden Kurzpflege für den Stahl Renner. Für mich dann heiße Dusche nicht aber ohne vorab die Wachmaschine mit den Brockens zu befüllen. Anschließend Pizza in Ofen, noch einen Vorspeisenteller mit Tomate, Käse und Gewürzgurke. Dann den Abend ausklingen lassen.

Newsticker: da ich ja dort war und im ursprünglichen Beitrag zu meinen Treffpunkten/ Pausenpunkte noch zu der oben genannten Location Bilder nachreichen wollte…
…da hab ich dann mal gemacht und können nun angeschaut werden. Viel Spaß dabei und dann auch hoffentlich bei einem Besuch.

09:40 Uhr/ 20.10.2019

Oktober 20, 2019

Morgengruß: der Tag hat begonnen, wenn auch recht spät für meine Verhältnisse. Der Grund oder die Gründe…

…zunächst mal bin ich gestern recht spät für meine Verhältnisse ins Bett gehüpft. Das war schon gut nach 23:00 Uhr, bevor ich nach oben bin. Doch vor dem Zähneputzen stand noch Wäsche aufhängen an, denn ich hatte meine Gewänder in die Waschmaschine gesteckt. Ein nicht ganz unwesentlicher Teil davon, war noch von der am gestrigen Tag gemachten Radtour. Und meine Bikeschuhe. Die müffelten so ein wenig, also hab ich sie mal mit reingsteckt.

Naja und heute früh war ich natürlich schon mehrfach wach. Doch jedesmal dachte ich: „dreh dich noch mal rum, ist eh noch nicht hell draußen.“ Irgendwie hatte ich aber ausgeblendet, daß es um diese Jahreszeit, zumal mit dem Wetter draußen und hell sein nicht ganz so iss.
Dann war da noch die gestrige Tour, die ich erst am frühen Nachmittag gestartet habe. Da sind mal eben 90 Kilometer auf der Uhr gestanden. War aber schön, doch so mal eben, nach nur wenigen Tagen Einfahren und den vielen Tagen davor eher ohne echte Radfahrstrecken, sitzt das doch wohl etwas in den Knochen. War aber richtig schön, genauso wie ich das mag.

Einsam, unwirklich und nicht immer so nett vom Wetter her. Und so bin ich halt spät raus.

Jetzt hab ich einen doppelten Espresso getrunken, die Dosierung klappt inzwischen wieder eins-a und dazu gab´s ein Stückchen Kuchen. Fertig ist die Schose mit dem Frühstück.

Ich wünsche noch einen schönen Sonntag, ich werde jetzt den Bericht zur gestrigen Tour tippen. Anschließend vielleicht noch was richtiges frühstücken und sehen was der Tag so bringt ?

36.818km/ 04.10.2019

Oktober 4, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Volotec/ Biketouren/ Bike- u. Biketouren Bilder: es war heute Zeit für eine zweite Ausfahrt. Ich musste RAUS! Die Holde machte keinerlei Anstalten sich auch bei jedem Vorschlag von mir aus der Burg heraus zu bewegen. Also bin ich alleine los. Die Decke fiel mir schon nicht mehr auf den Kopf, sie lag quasi schon zu meinen Füßen.

Dem Wetter entsprechend gekleidet und mit dem Trinkrucksack umgeschnallt gings los. Fahrgerät – Volotec. Alles andere war mir zu schade bei dem Wetter, weil auch auf Hochglanz poliert. Oder so. Den ersten Stop under the dealers bridge zum Luft auffüllen an der Gabel. Natürlichem auch sofort einer an, quatscht mich an, schenke mir aber keinen Glauben, das ich nur die Luft an der Gabel auffüllen wollte.
Also fragte der ob ich von der Polizei bin. Die Antwort nahm er mir natürlich auch nicht ab. War aber nicht mein Problem, hab ich ihm auch so gesagt.

Insgesamt führte meine Route immer ostwärts, Ziel war der Hügelbank oberhalb von Dolberg. Das Wetter bis dahin, nun ja, eher durchzogen. Oder was pflegt der englische Buttler beim aufziehen der morgendlichen Vorhänge seinem Herren zu sagen ? „It´s a soft morning sir.
Regen in Dauerform, mal in seichten Ergüssen, dann in Sprühregen aber auch immer wider mal Regenpause. Untermalt wurde das dann von einer seichten Brise aus süd-ost. Aber auch da gefragt, wie war das noch mit dem falschen Wetter ? Gibt’s nicht, nur falsche Kleidung. Regenhose und Regenjacke waren Pflicht.

Ansonsten war die Hinfahrt Wenger aufgeregt. Ich stöberte mich über bekannte Strecke so zum Ziel, leistungsmäßig eher im ruhigen flow, keine unnötige Hast. Tat mir auch gut, die Luft, die Bewegung und die Sicht über die Felder sowie die Waldruchfahrten. Nach etwas mehr als einer Stunde stand ich am Ziel, recht entspannt. Geht doch noch. Nach der Ankunft das Volotec angestellt, eine Riegel hervorgekramt und ein wenig zu Fuß die Zielregion erkundet. Aber auch dieses mal keinen wirklich geeigneten Platz zum abhängen gefunden.

( Restliche Bild- u. Filmmaterial im Album <klick> )

Nach dem Riegel noch ein bisschen was arm Radforum abgesetzt, eine wenig Müll aufgesammelt und dann wider aufgesattelt. Lange rumstehen mit den feuchten Klamotten war bei der Windlage nicht die beste Idee. Die Rückreise ging dann auch etwas mehr durch’n Wald. Dabei bin ich auch erstmalig mehr durch den Heessener Wald gefahren. War dann auch nett. Schön fand ich auch die dortige Wanderhütte. Gut in Schuss, gepflegt und auch sogar sauber. D macht man doch gerne mal ein Päuschen.
Hab ich dann aberzieht gemacht, war zum einen bis dorthin nicht anstrengend und zum anderen hatte ich eine schmalen Pfad erspäht. Der mußte natürlich erkundet werden.

Letzter Luxusausflug war die Befahrung des Heessener Schlosses. Das Tor stand sperrangelweit offen, also mußte der Alex seine neugierige Nase da rein halten. Sieht ja nicht chic aus da drin. Nicht zu sehr renoviert, ansieht also noch echte alte Bausubstanz. Ich konnte bis über das Wehr fahren und landete so sogar auf der Insel.

Danch war dann aber Heimfahrt ohne Zwischenstop angesagt. Ohne Zwischenstop ? Das ging dann doch nicht. Denn am Radbodsee hatte ich einen weiteren Trampelpfad gesehen. Also mal wider flus rein. Diesmal aber zu Fuß, das Volotec wurde geschoben. Ich fahr ja nicht auf Dunst in ein unbekanntes Gebiet ein. Jedenfalls nicht dann, wenn man kaum zwei Meter geradeaus schauen kann. Über diesen Pfad landet man direkt am alten Radbodsee. Zwei Schwäne waren dort zu Hause. Die Location selbst war auch nett.
Leider aber auch zu nett, den Fundstücke wie Zigarettenschachtel und Leergut waren auch zu finden. Abhängen ginge dort aber auch.

Ja und nach diesem dann aber auch wirklich letzten Ausflug ging es fast direkt zur Burg. Die weitere Fahrt führte nur och an der örtlichen Dorf-Apotheke vorbei. Zu Hause angekommen wurde dem Volotec noch eine schnelle Schlauchwäsche mit trockenreiben und Kettendeo gegönnt.

Ja, der Ospreys Viper Rucksack hat dann auf dieser Fahrt mal auch sein Fett abbekommen. Aber keine Angst, auch er hat genug Wasser mit dem Schlauch abbekommen.

Newsticker: ansonsten habe ich die gestern noch einen Beitrag zum Thema Outdoorgeschichten abgesetzt. Wer also mag kann da mal gerne reinschauen.

Und auch zum Ospreys Viper Trinkrucksack habe ich ein paar Zeilen getippt.

28.079km/ 22.09.2019

September 22, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ volle tausend Kilometer/ Bike & Biketouren Bilder/ Biketouren/ Heimattouren: und wieder ein Überblick über das was ich so in der letzten Woche getrieben habe. Zunächst mal, viel ist nicht passiert. Außer halt das was ich schon geschrieben habe, war der Bikealltag eher normal bis unaufgeregt.

Halt nur die kleinen Highlights die man sich selbst erarbeitet in dem man mal die oder jene Strecke fährt. Und so ging es mal nur am Channel entlang, am Mittwoch bin ich dann ein Stück Stockum-Werne Trasse gefahren um mir die dösige Umgehung der Baustelle zu ersparen. Dabei entdeckte ich dann einen weißen Schwan, also mußte ich am Donnerstag runter zum Lippewehr kurz vor Rünthe/ Werne.

Ansonsten ist es teilweise morgens schon ehr frisch gewesen. Ich mag das ja, aber die nur 2c° am Donnerstag waren schon heftig. Gut das die auch nur überland auf dem Tacho standen und ich schon warm gekurbelt war. Lange anhalten wäre aber nie mein Plan gewesen. Ein paar Bilder hab ich gemacht, wie man sehen kann.

Das Bild im dunklen ist am Dienstag entstanden wo ja noch Vollmond, hier hinter den Wolken, war. Ist einfach nur ein gutes Bild und die Szene hat mich gereizt. Das andere Bild zeigt das oben erwähnte Lippewehr und die Ansicht des Wolkenhimmel empfand ich als klasse Lichtspiel. Das Bild erinnert mich übrigens sehr haarscharf an das Plattencover von Depesche Mode/ a broken frame.
Gut, da ist jetzt niemand mit einer Handsense, vielleicht auch gut so *grins* aber sonst…

Naja und übers Wochenende hab ich mich dann endlich mal wider auf in die alte Heimat gemacht. Mit dem Stahl Renner versteht sich. Einfach mal wider entspannt mit dem Radel die grob 70km one-war zur Mutter fahren um sie zu besuchen. Das die 70 Kilometer keine Distanz für mich sind, hatte sich ja in den letzten Tagen gut gezeigt.

Also auf zum Bericht zur Heimattouren, den ich versuche werde kurz zu halten. Netter Versuch. Das erste war, kaum hat der Herbst begonnen, ist es schon wider ungewohnt im Hellen auf die Kühltürme zu schauen. Kein Wunder, bin ja auch gut eine Stunde später losgefahren, als eigentlich gedacht.
Ich war um kurz nach sechs wach, hab mich kurz frisch gemacht mir dann aber gedacht, zum aufstehen ist das zu früh. Also nochmal Augenpflege. Naja und dann so Morgenespresso & Samstagszeitung sowie eine kleinen Frühstück hinterher… . Dauert halt.

Dafür rollte es dann aber recht gut an. Nach zwanzig Minuten war ich wider in meinem Element und konnte die Kilometer purzeln lassen. Mit recht knapp über 30 Minuten stand ich oben am Kanal und bei etwa 40 Minuten am Preußenhafen.
Bis hierhin war mir klar, daß die leichte Brise von hinten angenehm schob. Was mich aber keinesfalls dazu veranlasste jetzt auf eine Pace-Time aus zu sein. Nur groß aufhalten auf der Strecke wollte ich mich auch nicht. Und so wählte ich die etwas fixere Route. In DO-Mengede gar nicht groß die Doppel-S-Strecke genommen, sondern hoch und am Friedhof vorbei. Das kostet ich zwar wider ein paar Minuten, wo ich über Schotter langsamer rollen würde, sparte mir bei dem Wetter aber auch viele andere Radler.

Denn inzwischen war es gut warm. Die Windweste ließ ich aber noch an, denn mit dem Fahrtwind war das dann doch noch teilweise frisch. In Ickern angekommen  schlug ich mich dann auch via Radschutzstreifen bis zum neuen Dücker durch. Geht dann zwar über Straße Beziehungsweise am rechten Rand entlang, aber so allgemein habe ich auf dieser Strecke keine schlechten Erfahrung gemacht.

Vor allem aber würde mir das die äußerst nervigen Umleitungen auf der Emscherradroute sparen, vermeintlich. Aber dazu später mehr. Kurz nach dem Dücker ging es dann wider via Emscherradroute fix bis zum Walkway-Turm, wo man lecker Pause machen könnte.
Hier hatte ich eigentlich eine zumindest kurze Pause eingeplant. Statt dessen gab´s nur einen nochmal kräftigen Schluck aus der Wasserpulle, welche im gleichen Atemzug auch aufgefüllt wurde. Zu wenig trinken stand diesmal nicht bei mir auf dem Plan. Ich hielt mich also eisern an die Trinkdisziplin. War zwar nicht ganz so leicht, klappte aber.

Ach ja und noch schnell eine Lidel-Riegel ausgepackt und dann wider die Pedale kreisen lassen. Riegel kann man auch während der Fahrt futtern. Und Mutter wartet bestimmt schon auf die Ankunft. Da will man ja nicht zu spät kommen.

( Restbild- & Filmmaterial wie immer im entsprechenden <klick> Album )

Und da es so gut lief, das gab die laufende Uhr auf dem Byrton-Tacho wider, kam ich mehr als super gut von der Stelle. „Das könnte was fett unter 3h Stunden für die Anfahrt werden„, so die kurze Kalkulation im Kopf. Nach knapp zwei Stunden passierte ich die beiden Halden in Recklinghausen und huschte noch schnell die Brücke am ZOOM hoch. Eine kurze Poserpause würde also noch drin sein.

Dann aber doch Endspurt, ab auf die alte Bahntrasse in asphaltiert mit Endziel Bochum. Da war natürlich inzwischen ob des guten Wetters einiges los. Radfahrer ohne Ende. Dennoch flog ich auch da nur so hoch bis zu Holgers Erzbahnbude, wo es dann ja stets für mich rechts raus, mit einem erneuten Trassenwechsel mit Fahrtrichtung Zollverein, geht.

Und schwups stand ich an der alten heimatlichen Burgpforte. Strava hat 63,58 Kilometer in 2:30h dokumentiert, was dann einen Schnitt von 24km/h ausmacht. „Alder Falder„, dachte ich nur, so fix war ich noch nie ! Das beste war mal was mit ganz knapp über 3h für die wohl gleiche Strecke. Macht nix, kurz Luft holen im setzten, die Daten ziehen, Wasserpulle leer machen und dann die Glocke läuten.

In den mütterlichen Gemächern angekommen, herzliche Begrüßung, das eine oder andere ausgeladen, ab in die Dusche gehüpft und frisch riechend am Esstisch platz genommen. Mein Onkel kam noch zum Essen und so wurde lecker gefuttert, Espresso hinterher und gut war.

Nach dem Essen sind wir, also meine Mom und meiner-einer noch auf einen kleinen Spaziergang raus in den nahen Entenpark ( Bilder im Album ). Natürlich heißt der nicht wirklich Entenpark ( eigentlich Von-Wedelstaedt-Park ), aber wir nennen ihn seit der frühen Kindheit so, weil halt damals Enten in dem kleinen Tümpel waren. Damals sind wir oft zu fuß dorthin, Spaziergänge machen. Ja so war das damals, wir als Kröten.

Und den Hof habe ich auch ( oben ) abgelichtet. Dort habe ich mit allerlei Fahrgeräten meine Runden gedreht. Schon seinerzeit übles Pflaster, heute beim Gang zur Mülltonne eine gefühlter Balanceakt. Ja auch in der Vergangenheit waren die Zeiten mordsgefährlich draußen…

…oder die Mütter prakmatischer. Vom Balkon aus konnte man schnell mal runtersehen, ob der Bube noch da ist, oder keinen Mist macht. Oder wenn die Balkontür nur aufstand, konnte man auch hören, ob alles gut ist. Die Eltern unter uns kennen das ja. Wenn Kinder leise sind, machen sie gerade irgendwas was sie besser nicht machen sollten.
Damals war die Welt im Hof aber auch noch durch den Taubenzüchter bestimmt. Kamen jene reingeflogen, also nicht die Taubenzüchter sondern deren Tauben, gerade bei Wettkämpfen, mußte man totenstill sein. Waren die Vöglein im Stall, war wieder alles gut.

Ja so war das, womit dann auch der Bericht zu diesem Tage endet. Ist doch wider viel geworden. Der nächste Tag, nach einem noch nich ganz opulenten Frühstück irgendwann startklar gemacht. Bevor es wider auf die alte Bahntrasse ging, noch schnell beim Onkel vorbei gefahren. Jener hatte sich ein 20 Kilometer „gebrauchtes“ E-Bike geholt, das wollte begutachtet werden. Da er aber sehr spät ins Bett kam, entfiel eine kleine gemeinsame Ausfahrt. Kann ich verstehen.

Der Weg hoch zur Bahntrasse führt einmal quer durch unseren Block. Also da wo damals der Kumpel wohnte und wir im großen und ganzen unser Unwesen trieben. Ich überfuhr jene Asphaltkurve, die ich seinerzeit nicht ganz so gut nehmen konnte.

Wir fuhren ein Rennen mit den Rädern um den Block. Ich mit den Klapprad, die Kumpels alles was Besseres. Auf der Geraden konnte ich den Speed halten, nur in den Kurven war das so´n Ding. Dank Rücktrittbremse hinten und Stempelbremse vorne…
…ging die Fahrt für mich auch schon mal auf den Knien und Ellenbogen rutschend weiter geradeaus ! Was sah ich aus und was hab ich geheult. Das brannte wie Mist und triefte entsprechend. Damals hab ich mich oft mit dem Fahrrad gemault. Kein Wunder bei den Bikes und den Stunts die wir gezaubert hatten.

Genug der Wehmut. Jedenfalls fuhr ich auf dem Weg zur Trasse auch ich an meiner alten Grundschule vorbei. Schon damals verstand ich den Film nicht der da gelaufen ist. *lach* Endlich auf der Emscherradroute wieder angekommen wurde es mir rasch zu warm. Kleidung ablegen war also wider angesagt und diesmal nicht nur Trinkdisziplin sondern auch Tempokontrolle, also nicht zu schnell fahren.

Beides klappte ganz gut. Wieder am Walkway-Turm wurde die erste Pause gemacht. Ich wollte mal wider abhängen und das hab ich dann auch gemacht. Zwar nicht lange, dafür aber entspannt in schön. War schon klasse so. Die Leute gucken, ich gucke. Meine Hängematte wurde wohl neugierig aus der Ferne beäugt. *freu* Anders rum, worüber sich die Leute so unterhalten… .

Nach dieser Pause ging es dann wider weiter. Als ich dann wider die Brücke am neuen Dücker genommen hatte, erfasste es mich kurz und ich bog tatsächlich auf die offizielle Emscherradroute ab. Und zu meinem äußerst angenehmen Überraschen, die Streckenführung ist nicht nur offen, sondern auch durchgängig fertig gestellt. Hatte ich am Vortag noch die – vermeintlich – schnellere Route via Schutzstreifen und Straße gewählt, wäre das gar nicht nötig gewesen. Und so…

Newsticker: wie gerade eben geschrieben, der Emscherradweg 6. DO Mengede – Henrichenburg ist fertig gestellt.

…hab ich diese Strecke ma´ so richtig genossen. Keine nervigen Umleitungen über schlaglochübersähte kleine, zudem noch teilweise sehr mies einsehbare und zugeparkte Nebenstraßen mehr. Einfach nur nett rollen lassen. Man hat sogar abgesenkt Bordsteine an der B235 eingebracht. Wie oft hatten mich die gefühlt kniehohen Bordsteinkanten geärgert.

So motiviert kam ich auch wider gut vom Fleck. Viel Speed wollte ich aber trotzdem nicht aufbauen. Das Thermometer stand teilweise bei 28c° ! Viel zu warm für meinen Geschmack.

Hinter DO-Mengede schlug ich mich tapfer am Randstreifen bis nach DO-Lindenhorst durch, dann gab es aber netten Wald für mich. Und so stand ich nach knapp 2h+ wider am Preußenhafen zu Lünen. Auch wenn ich so meine Befürchtungen hatte wegen einem weitere opulenten Streckenmahl in Form einer Currywurst-Pommes-Mayo den Blutzucker nochmal ins Fresskoma fallen zu lassen, auch das dort viele Leute das gleiche machen wollte, ich konnte nicht anders.
So im Schatten sitzend ging das dann aber recht gut von der Hand und nach dem verbringen des Pfandleergut konnte ich wider erstaunlich gut anrollen. Den Plan nur via Rennbahn gen heimatlicher Burg zu rollen setzte ich aber gnadenlos um. Auf Channel und viele andere Radler hatte ich keinen Bock. Ich wollte einfach nur noch im Stall ankommen.

Und das bin ich dann auch. Das übliche halt, Klamotten ausladen, ein großes Glas Flüssigkeit in den Hals gekippt, noch fix etwas Laub auf dem Grünstreife gemacht. Der Herbst kommt.

Ja war wider nett, vor allem die Zeit mit meiner Mom.

Ganz nebenbei hat der Stahl Renner nun die 28.000 Kilometermarke durchfahren. Und die 1.000 Kilometer für diesen Monat hab ich auch schon im Sack.

27.794km/ 16.09.2019/ nicht Fisch, nicht Fleisch

September 16, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Bike- u. Biketouren Bilder/ 100km+/ Hund vs. Bike: irgendwie muß der Mann ja seine Zeit sinnvoll gestalten.

Zwischen dem gestrigen Tag und heute liegen mal wieder 100 Kilometer und ein paar Kaputte, aber auch gut zwei Kilo Körpergewicht. Diese, so meine Mutmaßung vorzugsweise im Flüssigkeitsverlust.

Weiter auf der Strecke geblieben sind am heutigen Folgemorgen in der Fa. zwei Discounter Burger, eine 0,33l Coke noch Morgen am Preußenhafen eingeholt und eine Nektarinen. Für’s erste. Den Tag über folgen werden noch eine Birne, ein Apfel und die obligatorischen Schnittchen. Drei an der Zahl, aber Knäckebrot. Einmal Roggenvollkorn als Doppel und zweimal in Klassik als Doppel. Ach ja, eine Laugenstange ist auch noch aufgeschnupft worden.

Bis etwa elf Uhr, oder kurz danach lief mein Körper irgendwie unrund. Dann ging es wieder bergauf. Die nachgeschobenen Lebensmittel konnten da wohl ihre Wirkung entfalten. Warum das diesmal so war, kann ich noch nicht sagen ? Nun zum gestrigen Tage.

Nicht Fisch, nicht Fleisch

…besagt, das die gestrige Radtour für mich zwischen zwei Welten lag. Wahrscheinlich auch die eine oder andere Radtour in der Vergangenheit aber auch in der Zukunft.

Klar, des Mannes Reiz liegt im Spiel mit dem Feuer. Schwachfug, mein einfacherer Gedanke war, wenn man zwischendurch ein Hungerchen bekommt, kann man sich auch einfach eine kleine Mahlzeit in Eigenregie warm machen. Also wurde der Esbit-Topf und der Spiritusbrenner eingepackt. Viel Geraffel, aber in der Ortlieb Arschrakete kein Problem. Außerdem kann man es sich so unabhängig von irgendwas gemütlich machen. Kostet dann auch oft weniger ( sieht man mal von der Anschaffung der Ausrüstung *hüstel* ab ).

Und so rollte ich daher. An meiner bekannten Location kam die erste Verschnaufpause. Gute zwei Stunden Tretarbeit an der Kurbel, da kann man es sich schon für einen Augenblick gemütlich machen.

Naja, da war er wieder der Schnittpunkt zwischen Radtour in lang und einer Bikepacking Tour. Die Location lud förmlich zum längeren Verweilen ein, doch das war ja nicht mein Ziel. Wird also Zeit das ich mal in Sachen Schlafsack weiter komme. Dann kann man auch ma‘ eine lange Radtour machen. Unabhängiger.

Nach einer Banane, einer Birne und etwas chillen nebst Ausblick genießen erfolgte ein kleiner Rundgang um die Beine wieder auf Trab zu bringen und dann ging es weiter. Genug gelabert, ein paar Bilder zu diesem Fahrabschnitt.

( Restbild- & Filmmaterial im Album <klick> )

Die Testgebiete

Eigentlich hatte ich im Kopp die genauere Streckenführung am Dortmund-Ems-Kanal zu erkunden. Da gab es diese zwei Stellen, die bei der letzten gemeinsamen Radtour zwar nicht zur Stolperstelle wurden, dennoch aber für Fragezeichen sorgten. Und da am gestrigen Sonntag nix anderes anlag, bin ich diese Stellen angegangen. Am Dortmund-Ems-Kanal kommend von Süden aus, wo es gilt das für den Radverkehr abgesperrte Industriegebiet, auf der östlichen Uferseite liegend, in Lüdinghausen zu umfahren. Drei Brücken gibt es in Höhe Lüdinghausen. Von Süden kommend eine kleine-schmalere, dann noch zwei normale.

Ich hatte mich entschieden auf der östlichen Kanalseite fahrend gleich die erste schmale Brücke als Querung zu probieren. Die Mutmaßung das eine schmale Brücke weniger vom Kraftverkehr frequentiert wird, hatte sich auch bestätigt. Dann ging es am westlichen Kanalufer bis zur letzten großen Brücke, da rechts rüber anschließend links die Straßenseite gewechselt und direkt am Hafen an den Uferweg gefahren. So einfach ist das.

Also auf zur zweiten Stelle. Letztes mal sind wir ja aus Norden gekommen und hatten das Sackgassenschild vor uns. Unschön dekoriert mit dem Verweis „Durchfahrt verboten.

Ärgerlich weil es halt von Norden aus kommend dann auch keine Radroutenbeschilderung vorhanden ist. Wir sind da ja dann etwas kreuz und quer, aber ich erspähte eindeutig Radfahrer auf der ursprünglichen Seite.

Naja und von Lüdinghausen kommend entschlüsselt sich das fast von selbst. Durchfahrt verboten sollte man ersetzten durch: „Durchfahrt gerne du Depp, wenn Du im Wasser landen willst.“ Des Rätsels Lösung ist, das dort ein kleiner Yachthafen ist. Und mit einem Rad kommt man halt sehr ungünstig über das Wasser. Ein Radroutenschild wäre natürlich noch einfacher.

Die wohl gedachte Wegführung ( von Süden aus kommend ) ist recht einfach. Man umfährt den Yachthafen und hat dann die Möglichkeit zunächst entweder am Alten Düker ( der alte Kanalarm ) oder ein Stück weiter eben am Kanal selbst entlang zu fahren. Das hab ich dann auch gemacht. Dücker hatten wir ja letztes mal schon. Und dann war da noch die…

Story von Mensch & Hund

Erstaunlich was man da immer so zu hören bekommt ! Fahr ich also so am Dortmund-Ems-Kanal entlang, Strecke frei, es rollt gut. In Sichweite eine dreiköpfige Familie samt Hund. Ich werde langsamer, beobachte die Szene. Der Herr des Hauses nimmt mich optisch wahr und weist den Hund an links im Grün Platz zu nehmen. Zunächst steht die kleine Family rechts am Wegrand. Ich werde noch langsamer und fahre so auf die Gruppe zu. Mein Ziel ist die Gasse zwischen Hund und Family. Ich fahre fast durch…

wechselt er die Seite ! Ich werfe den Anker und komme nur Zentimeter hinter der Familie zum stehen. Alles gut denke ich, bis ich höre: „ja langsamer fahren.

Ich hole kurz Luft und wende mich um, nehme Blickkontakt auf und grüße erstmal. Meine Frage an die holde Dame war dann: „ob sie mir erklären könnte warum sie den Hund nur an die Leine nimmt, wenn ich langsamer fahre und wie sie das so schnell machen könnte ?

Kurze Funkstille, Verwunderung in den Gesichtern, man sah ihnen die Ratlosigkeit ob der Frage an. Nein, kann sie natürlich nicht. Ich gebe aber zu verstehen, das ja nix passiert ist und frage nach, warum er plötzlich die Seite gewechselt hätte ?

Er erklärt mir, das sonst der Hund eventuell rüber kommen könnte. Das leuchtete mir auch ein. Wir wechseln noch ein paar durchaus freundliche Worte, bis ich dann doch losreiße und weiter fahre. Abharken, man ist wieder schlauer.
Interessant wäre noch gewesen zu fragen woher sie denn wusste wie schnell ich war ? Aber auch das hätte nur innere Leer verursacht. Und das wollen wir ja nicht.

Rest der Fahrt

Insgesamt war es dann doch nett. Kurz vor Senden entdeckte ich noch ein eventuell zugängliches Waldstück. Müßte man mal genauer erkunden. Überhaupt Senden, da sind wir vor ein paar Jahren ja auch schon durch gefahren und da war ein nettes Schloss. Könnte man ja auch mal schauen wie das so ist ?

Ab dem Stück vor Senden hoch bis Hiltrup war dann auch wieder viel Volksverkehr. Plauschende Fußgänger in Formation, pausierende Radler mit ihren Rädern mitten im Weg, das übliche halt. So wie man Auto fährt, läuft oder fährt man halt auch Fahrrad. *strinrunz*
Dann kam die Hütte für die zweite Pause, wo ich mir erstmal einen Reistopf gemacht habe. Aber nur eine kleine 400ml Dose. Irgendwie hatte ich nicht den Hunger, dachte mir auch reicht. Denn mit voller Wampe radeln iss auch nich so mein Ding.

Nach der kleinen Mahlzeit hätte ich mich auch glatt ein halbes Stündchen weglegen können. Fresskoma machte sich breit. Online war nix los und rundherum gab´s auch nix wirklich neues zu sehen. Also raffte ich mich wider auf, packte alles zusammen und schwang mich auf den Stahl Renner.

Bis zum Hiltruper See waren es gefühlt nur ein paar Kurbelumgdrehungen. Also mal fix runter zum See, kurz geschaut, Beweisbild gemacht und weiter. Auch die Bank wo wir letztes mal eine gute Zeit lang saßen wurde in Augenschein genommen. Insgesamt muß ich mir diese Hohe Ward auch mal genauer anschauen. Man sieht, Pläne für demnächst gibt es genug. Auch hatte ich vor der vorherigen Pause noch eine Radroutenschild mit Ascheberg/ 15km gesehen. Ist mir ja auch ein Begriff.
So könnte man mal die Anfahrt variieren oder eventuell auch eine kürzere Runde daraus generieren ? Wäre ja für Erkundung besser wenn weniger Zeit mit Fahren drauf geht.

Half aber alles nix, die Uhr tickerte langsam gegen Abendessenszeit und ein paar Meter hatte ich ja noch vor mir. Also wieder ab in die Pedale und mit Richtung Süd ab gen Drensteinfurt. Das ging auch gewohnt gut, hier und das die leichte Brise wie vom Wetterdienst verkündet, wobei ich mich ehrlich frage, welches Gras rauchen die ? Denn mit leichter Brise hatte das mit Sicherheit nix zu tun.

Und so rollte ich mit exakt 100 Kilometer über das Ortseingangschild Drensteinfurt. Wobei… ? Da trügt mich meine Erinnerung, kann gar nicht sein, denn bis Drensteinfurt sind es fast 20 Kilometer. Egal, weiter im Text… Jetzt hatte ich Durst und zwar nicht auf Wasser. Jenes hatte ich fast genug verdrückt, schmeckte irgendwie fade inzwischen. Also suchte ich die ortseigenen Tanke auf und hoffte auf eine schöne eiskalte Sprite.
Denn Zuckerwasser würde nicht nur den Mund oder frei spülen, sondern auch wider Energie einbringen. Doch Sprite war aus, also gab´s einen Multisaft. Der wurde dann am Kirchplatz kurz vor der FuZo eingenommen. Ging runter wie Öl.

Im Ortskern war großer Auflauf. Geschäfte hatten geöffnet, etwas Trödelmarkt war auch angesagt. Ich schob sogar den Stahl Renner durch die Menge. Ich dachte mir: „das kannst´e jetzt nicht bringen, die vielen Leute, alle vom Dorf und dann noch die Baustelle.“ War ja auch nur ein kurzes Stück, bis ich über bekannte Wegstrecken, leicht zusammen variiert die heimatliche Burg mit knapp 110km erreichte.
Geschafft und irgendwie auch gut leer gebrannt verlud ich meine Klamottens, schob den Stahl Renner in die Fitness-Garage, schmiss die Waschmaschine an und hüpfte nackich *lach* unter die Dusche. So eine Dusche kann schon was feines sein.

Das Preload mit Nudeln und noch ein wenig Mehr war dann wohl nicht genug. Auch die Trinkmenge hinter konnte das über den Tag entstandene Defizit nicht ausgleichen. Die Falle ist fast immer die gleiche. Sonnen und warm, gut warm, Fahrtwind und eigentlich eine erfrischende kühle Luft. So richtig schwitzt man nicht, hat also kaum Durst und trotz Trinkdisziplin schaffe ich es nicht genug zu süppeln.

Ja so war das, war nett und aufschlussreich, die nächste Fahrt kann kommen.

27.646km/ 14.09.2019/ ruhig Blut…

September 14, 2019

…der Kollege Linselnfutter. 😉

Bikealltag/ Bkealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Bike- & Biktouren Bilder: zur gelaufenen Woche dann mal ein paar Worte, auch weil man sich schon wunderte, daß ich mich ungewohnt kurz gefasst hatte. Das lag aber auch an der kurzfristigen Planung des Ehelebens, man möge mir das nachsehen.

Zunächst mal zum Verlauf der Woche. In der Frühe war es zunächst angenehm erfrischend, dann hat da aber wohl der Herr Petrus die Heizung angedreht. So sah ich mich genötigt, bei etwas mehr als der Hälfte meines täglichen Murmeltiergefahrens Kleidung ab zu legen. Höchstemeparturn von 16c° am Morgen sind ja nicht so mein Ding. Netterweise entdeckte ich so eine fotografische Location.
Bekannt war mir die Stelle bisher, da ich dort schon den einen oder anderen Schlauchwechsel bei Plattfuß abhandeln konnte. Abseits der Flugbahn motorisierter Gefährten, Licht von oben und eine praktische Verkehrsinsel mit eben dem lichtspendenden Laternenpfahl. Da kann man also sein Rad anlehnen. Nun entdeckte ich eben Stelle als Fotospot.

Lange Rede kurzer Sinn. Die nun am Stahl Renner lungernde Übersetzung von 54 Zahn auf 16 Zahn wurde die Woche über an diversen Steigungen ausprobiert die man so kennt und dann natürlich auch gelegentlich fährt. Da ist die Kraftwerksumfahrung am Kraftwerk Rünthe, wo man aus Westen kommend zunächst durch eine Waldzufahrt fährt, quasi genau press auf den Zaun vom Kraftwerk zu, dann abbremsen muß, weil da eben eine 90° Kurve ist, grob bei Kilometer 9.
Das raubt einem sämtlichen Schwung für die Anfahrt und man muß quasi aus dem Rollen heraus die Steigung hoch. Die ist leicht wellig und hat in der Mitte gerne auch etwas losen feinen Schotter. Also Obacht das die Reifen da nicht rein kommen, denn sonst ist die Haftung gleich null. Passte aber.

Am gestrigen Freitag, der ja eigentlich etwas anders verlaufen sollte, dazu aber gleich mehr, genehmigte ich mir nur die seicht verlängerte Rückfahrt via Cappenberg. Knapp vor Kilometer 11 ist da eine ebenfalls etwas fiese Steigung. Jedenfalls dann fies, so denn man keine Gangschaltung am Rad hat. Aber auch da kam ich hoch.

Ich denke somit das die Übersetzung dann doch noch gut fahrbar ist, auch wenn es natürlich bei Gegenwind der Klasse A schon mal langsamer zugehen wird.

Zu Freitag und dem eigentlichen Plan…

…eigentlich war mir so nach einer netten aber eben auch langen Heimfahrt. Sollte dann ab dem Ort des Arbeitsplatzes zunächst nach Lüdinghausen gehen, auch was, man ist ja so selten dort. *lach* Das wäre eine knappe Stunde Fahrt gewesen, egal welchen Weg man wählt. Ich dachte zunächst an den guten alten Channel, schwenkte dann aber doch auf eine Möglichkeit um mich mehr landüber rollen zu lassen. Da fand ich aber auf den Onlinekarten keinen wirklich brauchbare Wegführung. Mag es geben, aber gerade Onlinekartenmaterial ist sehr geduldig.
Jedenfalls sollte-wollte ich die kanalseitige Strecke bei Lüdinghausen erkunden. Man kann nicht ohne die Kanalseite zu wechseln an Lüdinghausen vorbei fahren. Ich finde solche geplanten Lösungen immer sehr… . Ach komm lassen wird das.

Man schwenkt dann auf die westliche Kanalseite, lässt das reizvolle Seppenrade links liegen um dann an der nächsten Kanalbrücke wieder auf die östliche Seite zu wechseln. Das wollte ich dann auf jeden Fall nochmal ausprobieren auch um das fahrsicher zu machen und in meinem Navihirn abzuspeichern.

Ab da sollte es dann via Senden links liegend hoch bis zum Hiltruper See gehen und dann wider via Drensteinfurt über bekannte Strecken gen Burg. Da die Strecke zwischen Lüdinghausen und Drensteinfurt aber schon gut 45 Kilometer zählt, wäre das ein gutes aber eben auch nettes Unterfangen von mindestens 4 bis 5 Stunden geworden. Je nachdem wie gut es rollen würde.
Denn bis nach Lüdinghausen zählt es auch nochmal grob derer 20 Kilometer und ab Drensteinfurt würde die gleiche Distanz fällig. Unter dem Strich also gute 84 Kilometer.

Zur Sicherheit hatte ich schon den neue zugesendeten Ortlieb Accessory-Pack an mein Gefährt geheftet. Dorthinein sollten dann zwei 1 Liter Trinkflaschen verschwinden, ein paar Riegel hatte ich schon vorab eingebunkert. In Drensteinfurt hätte ich ja auch nochmal einkehren können, also denke ich.

Dann aber kam es anders als gedacht, im Capitol in Werne, meinem Lieblingskino lief der Film Gut gegen Nordwind. Von dem Hörbuch hatte ich schon vor Jahren im Radio gehört ( und jenes parkt seit dem auch bei einem bekannten Onlineversandkaufhaus auf der Wunschliste ). Zum Film aber eventuell später mehr. Die holde Burgdame meinte dann den könne man sich ansehen und ich ließ mich nicht gleich zweimal bitten.

Die lange Heimfahrt wurde verschoben, auf wann ist noch nicht raus, aber eben verschoben. Statt dessen gab´s dann die Rückfahrt via Cappenberg. Auch immer wider nett. Und weil die letzten Wochen für den Stahl Renner doch einen gewisse Nutzen bedeuteten, habe ich ihm am heutigen Samstag eine kleine-gründlichere Pflegeeinheit verabreicht.

Ja und jetzt hocke ich hier im heimischen Burggarten und harre der Dinge, während ich diese vorläufig letzten Zeilen auf das virtuelle Papier bringe.

Eigentlich ist mit der Holden eine entspannte Fahrt nach Bergkamen zum dortigen Römerfest geplant. Und so hab ich das gute alte Volotec aus der Ecke gezerrt, Luft in den Reifen angepasst, und den Trinkrucksack mit fettem Schloss und etwas Luftpumpe, Reifenheber und Ersatzschlauch bestückt. Was jetzt daraus wird… ? Ich werd gleichmal nachfragen.

Ansonsten werde ich mir wohl. morgen etwas die Zeit auf dem Radeln schön verstreichen lassen. Im Kopf ist was von Lieblingsaussichtpunkt an den östlichen Lippeauen, von Interna auch gerne Am Winkel genannt. Café und Kuchen selbst herbeigeführt wäre da ein Plan.
Doch wenn ich hier so gerade tippe, könnte ja auch die Nummer die am Freitag nicht gefahren wurde abziehen. Was zum Futtern für unterwegs kann man ja trotzdem mitnehmen, Käffchen ginge auch. Ich werd das mal sacken lassen.

 

 

 

…viel lieber hätte ich schon einen brauchbaren Schlafsack, würde schon heute Abend losfahren und mich dann wo einnisten und den frühen Morgen abwarten.

27.441km/ 08.09.2019

September 8, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 52-16/ Biketouren/ Bike- & Biketourenbilder: es ist mal wider Zeit ein wenig die Woche in Schriftform passieren zu lassen. Richtig viel ist nicht passiert, der Stahl Renner rollt nach wie vor bestens und bereitet viel Freude.

Mailings: doch die kühle Jahreszeit nähert sich, ein wenig mehr Rückmeldung seitens Cannondale fänd ich jetzt schon klasse. Doch da kam bis jetzt nix, mal sehen wann ich Nerv habe bei den Edelhelfern nach zu harken. Sie selbst werden ja auch nur in der Warteschleife hängen und für die Handhabung nix können. Ich will mich da aber auch nicht zu sehr dran aufreiben, also erstmal auf die Wartebank…

Montag – Freitag: hat viel Spaß gemacht, die eine oder andere verlängerte Heimfahrt mit dem Stahl Renner fand statt. Zu erwähnen wäre, daß ich wider an der Sesekeradroute entlang gen Heimat gerollt bin und natürlich wider in bekannter Streckenführung. Einfach nur so. Da ich vom Job her via A2 an einem Industriegebiet in Bönen in der Frühe vorbei gefahren bin, juckte es auch dort mal wider…

…was dann am Freitag zu eine kleine *hüstel* 50km/ 2:20 Heimfahrt gereichte. Mal ein paar Impressionen vom Freitag

Lustig war, kurz vor dem Burghügel traf ich meine MTB-Arbeitskolleging die mir entgegen kam. Wir quatschten ein wenig und fuhren dann gemeinsam zum Burghügel. Ich wollte einfach mal schauen was die Bautätigkeiten dort machen. In der Zeitung hatte ich schon ein wenig darüber gelesen, wollte ich dann aber auch mal sehen.

und im Verlauf der Woche könnte ich mal schnell in die Radbude hüpfen um ich mit einem Fünfersatz frischer Kettenblattschrauben versorgen.

Insgesamt war ich vom Job her letzter Woche wider im Sauerland unterwegs, also zumindest am Vormittag. Die Gegend um den Sorpsee beziehungsweise Weise von Sundern rüber nach Menden hat es mir dabei angetan. Nicht ein Tag ist vergangen wo ich wider eine neue Strecke ausprobiert habe. Am Freitag gab es dann den vorläufig letzten Höhepunkt was die Streckensichtung anging.

Von Sundern aus zurück nach Hachen und dort dann via Enkhausen der B229 folgend ging es dann rechts raus über den Berg, die Magerweide passierend. Nächstes Ziel war Holzen, welches durchfahren wurde, schaut übrigens sehr nett dort aus und brachte mir das ich die wegführungstechnische Umfahrung des Dorfes sparen konnte.
Jedenfalls stieß ich durch Holzen fahrend wieder auf die Bieberstraße die genau an diesem auf dem Hügel liegenden Luerwald. Das reizt natürlich – also landschaftlich. Jetzt galt es noch die Durchfahrt von Lendringesn zu sparen und so erkundete ich die Strecke über das kleine Dorf Oesbern, was sich quasi an den Wald schmiegte. Ich bin natürlich nicht direkt nach Oesbern rein gehfahren, sondern vorab links raus nach Menden. Dort landete ich dann wider auf bekannter Strecke. Die Zeit vom Kunden in Sundern bis Kunden in Menden würde ich ohne nochmaliges Nachschauen bei Googlemaps mit 35min. aufrufen. Ist hier aber uninteressant.

Interessant ist, daß der Luerwald eine gute Menge bieten könnte. Am nördlichen Außenteil ist ja auch der Wildwald Voßwinkel, wo wir auch mal mit den Kids waren. Ursprünglich zum Besuch des Wildwald, aber wie das eben so ist, die Kids entdeckten den Kletterwald… . Hat aber auch super Spaß gemacht, damals.

Heute würde ich mal gerne auf dem Rücken der Erhebung den Wald naturnah durchfahren, die Luft aufsaugen und die Landschaft genießen. Das ich die Strecken und somit die Landschaft auf den anderen Passagen, wie zum Beispiel über Asbeck auch gefahren habe, dabei „leider“ einige kleine Waldwege entdeckte, versteht sich von selbst. Also zumindest wer mich kennt. *grins*
Das ich schon vor Jahren oberhalb von Langschede eine nette Strecke mit der Längsachse am Schloss Melschede passierend bis nach Balve rein entdeckte hatte, sag ich dann auch mal so. Balve ist ein auch ein nettes Städtchen. Man sieht, es gibt viel zu entdecken.

Da das ja aber alles nicht mal eben um die Ecke ist, bedarf es da noch etwas Planung, insbesondere eines Zeitefenster und ein wenig Ausrüstung. Das ist aber wieder eine andere Baustelle.


Samstag: …und dann kam die Tour. Im Hinterstübchen hatte meine House-Lap II die da mit guten 100km an Strecke in meinem Naviarchiv liegt. Losgefahren bin ich erst recht spät, genau genommen nach dem Mittag. Die holde Burgdame hatte Mittagschicht und so wollte ich am Vormittag zugegen sein. Das war natürlich ein wenig pokern mit dem Wetter, denn immer wider wurde mit Regen gedroht.

Gedroht vor allem von den Leuten, die sich nur auf Wetter-Aps verlassen, oder im besten Fall auch Nachrichten. Wie das Wetter draußen Wirkloch wird, wissen aber diese Fachleute kaum. Oder, sie können es kaum voraussagen, jedenfalls nicht mehr so, wie vor Jahren.
Ich für meinen Fall habe mir die elektronischen Vorhersagen angeschaut, die Nase vor die Tür gehalten und dann eine Auswahl an Kleidung getroffen. Zur Sicherheit waren noch die Regenüberschuhe und die gute alte kurze Regenhose mit im Gepäck. Das mußte reichen, ganz zur Not würde ich abkürzen und Heim fahren.

Ebenfalls mit im Gepäck war ein wenig Biwakzeug und ein Linseneintopf in der Dose. Die Strecke ist ja nicht gerade kurz, man kennt sich und ein wenig in gemütlich durfte es gerne sein. Schnell alles verstaut, inklusive der zwei 1l Pullen Trinkwasser, neben der üblichen XL Trinkflasche. Durst haben ist nicht schön, dann noch was einholen müssen ist auch nicht immer gerade prickelnd und nervt mich zudem oft. Dann aber los…

Als erstes rüber über den Channel, dann rüber über den Hügel mit Fahrrichtung Nord und wider den schönen Weg an den freien Schweinen vorbei. Da muß ich mal separat hin, zur Not mal die Burgherren fragen ob ich da mal näher ran kann. Denn dieses mal konnte ich nur ein Schwein sehen, was aber sehr weit hinten auf einer anderen Freifläche stand. Schön rosé und was für ein Prachttier. Das konnte man sogar auf die Entfernung sehen.

Es ging weiter über einen Streckenführung, die ich seinerzeit mit der MTB-Arbeitskollegin von Nordkirchen kommend gefahren bin. Dort stand ich bald im Nichts. Nichts weil es dort Totenstille hatte ( sieht & hört man im Film ). Unglaublich und einladent. Leider fährt das dort angesiedelte Volk dicke SUV´s. Das hat dann den Vorteil, das man sie a. von einen kommend schon sieht, klar so ein Kleiderschrank, und b. auch hört. Vorbei mit der Stille. So wartet ich an der Stelle, ließ die Monsterkutsche passieren und fuhr erst dann weiter.

( Restbild-u. Filmmaterial im Album <klick> )

Der erst der Strecke wurde eher im Flowmodus bei sehr wenig Wind und guten Sonneneinstrahlung gemacht. Es lief einfach bestens. In Nordkirchen war ich so fix wie noch nie und selbst kurz vor Lüdinghausen brauchte ich kaum eineinhalb Stunden. Jene Ortschaft wurde aber von mir nicht besucht, ich bog kurz vorher in einer Schleife wider um und machte mich direkt auf den Weg zum angepeilten Pausenpunkt.

Ab jetzt ging es noch fixer vorwärts, da der Wind nun vorzugsweise von schräg hinten bließ. Ascheberg wurde quasi durchflogen. Bis dorthin fiel mir auf, daß man einige Wegstrecken der schmalen Landstraßen mit einer neuen Asphaltdecke versehen hatte. Ich erwähne das, weil das gepflasterte Stück im Ortseingang Ascheberg immer noch ist ! Ich mag dieses kurze Stück, auch wenn es einem das Gebiss aus dem Mund fallen lässt !

Hinter Ascheberg kam ich dann super fix zu jener Wanderhütte an einer Wegkreuzung und bezog „Stellung“. Eigentlich hatte ich für diesen Zeit-u. Pausenpunkt ein Biwak eingeplant. Man kennt sich ja, so mitten auf den angepeilten 100km, man hat schon gute 50km abgespult, da kann man schon mal Hunger haben. Hatte ich aber nicht !
Das einzige was ich hatte war Durst, jenen aber auch nicht übermäßig. So beschloss ich den Eintopf in der Dose zu belassen, futterte statt dessen zwei Riegel, etwas Brennstoff braucht es ja, nuckelte aber vor allem kräftig an der Wasserpulle. Jene wurde dann auch wider aufgefüllt und als es dann vom sitzen etwas frisch wurde, machte ich mich wider auf den Weg.

Kaum auf den Stahl Renner gehüpft zog eine kurze Regenfront von hinten rein. Links am Wegesrand war eine kleine nette Kapelle und bot Unterstellschutz. Dort verkroch ich mich dann für eine nette Weile. Die wenigen Regensache jetzt rauskamen und anlegen könnte sich nicht lohnen und überhaupt, würde der Regen mich wieter begleiten ? Dem war nicht so, bis auf die paar Minuten kam nichts mehr vom Himmel. Der Rest der Fahrt verlief die regenfrei.

Von der Pausenhütte bis Drensteinfurt sind’s ja nur ein paar Meter, also zumindest in dem Tempo. Aber auch wenn man langsamer fährt. Drensteinfurt wurde ohne großen Stop durchfahren, doch halt…

…in Drensteinfurt gibt es eine Werseinsel ! Ich weiß jetzt nicht wie oft wir durch Drensteinfurt gefahren sind und auch genau daran vorbei, aber das hatte ich noch nie entdeckt. Ein Beweis dafür, daß es immer wider was Neues im nächsten Umkreis zu entdecken gibt. Ein weiterer kurzer Stop wurde eingelegt, die Szene abgespeichert und dann heiter weiter.

Die Strecke bis nach Ahlen rein ist ja auch kein Geheimnis für unsereins. Der Wind und das Wetter spielten mit und so sah ich recht fix den Kirchturm von Ahlen in der weiten Ferne. Ahlen wurde durchfahren ohne nochmal groß an zu halten, nur am Ortsausgang gönnte ich mir nochmal eine kleine Trinkpause nicht auf dem Stahl Renner sitzend. Leider mußte ich den Pausenplatz vorab mal wider etwas vom Müll beseitigen. Ich kann das einfach nicht haben. Überlegungen sich mal extra ein paar Handschuhe mit zu nehmen kamen mir in Kopf. Denn gerade bei Glassplitter ist das immer so´n Ding.

Ja und so komme ich zum Rest der Strecke, über den es im Grunde nix zum erzählen gibt. Die alte Bahntrasse bis zum Channel rein wurde durchrollt, noch ein paar super Bilder von der Sonne, Wolken und der daraus entstehenden Szenerie gemacht. Am Channel angekommen gab´s ein wenig Gegenwind, der war aber noch gut verkraften. Das Ziel vor Augen…

Nervig finde ich nur die Umleitung hinter dem Flugplatz, wo man partout nicht geradeaus über die Straße fahren kann. Der Kanaldamm hier im Ort wird ja umgelegt und teilweise der Lippe Überlaufbecken und Nebenarme gegönnt. Im östlichen kurzen Abschnitt schaut das schon recht gut aus. Bin mal gespannt wie das kommt, wenn alles fertig ist ?

Ich trudelte zufrieden ein, packte meine Sachen aus, verstaute alles wider und ließ den Abend auf mich zukommen. Zum Abschluss wurde ein Pizza in den Ofen geschoben, zwei alkoholfreie Radler in den Rachen gekippt und gut war.

Ja war schön, gerne wider. Ideen zur Streckenführung habe ich ja noch.

Ja und sonst hatte ich noch unterschlagen, daß ich mir in Menden bei Magic Mount noch ein paar Merinosocken, diesmal in 400er Ausführung und einen Satz Kettenblattschrauben für den Stahl Renner geholt habe. Im Kurztext, es wurde wider ein wenig Geld investiert.

27.103km/ 30.08.2019/ 1.209km per August

August 30, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 52-16/ Bike- u. Biketouren Bilder: viel ist in dieser Woche nicht mehr passiert. Warm war’s trotzdem noch ein paar Tage, wenn auch nicht mehr so viel. Nur in den Nächten war das bei der Wärme mit dem Schlafen nicht ganz so pralle. Tagsüber hatte ich mir oft vorgenommen meinen Sonnenhut mit zu nehmen um diesen dann auf der Rückfahrt zu tragen. Erst gestern hab ich dann daran gedacht…

…und prompt regnete es auch. Zum Glück nur wenige Meter auf der Hinfahrt zu Job, aber so ist das eben. Wirklich nass bin ich nicht geworden. Unglücklich war ich darüber aber nicht und Mutter Natur hat so auch wider mal etwas abbekommen. Am…

Freitag: … war es dann so weit. Die Heimfahrt wurde entspannt angegangen. Ein wenig am Channel entlang gondeln, die Aussichtsplattform gegenüber der noch in Arbeit befindlichen Haven-City Bergamen in Augenschein. nehmen und schauen was der Lieblingsaussichtsturm so macht.

( Alle August Fahrradtourenbilder sind im Album <klick> )

Hatte gleich mal wider etwas Müll aufgesammelt. Der Ausblick ist wie immer, ehr unaufgeregt, weil halt auch schon spät am Tag. Heute hab ich mal darüber nachgedacht, warum das so ein Lieblingsaussichtsturm ist ?

Natürlich weil man so praktisch nah dran ist, auf dem Weg zum Job oder zurück. Ich finde die Bauweise vom Turm auch klasse. Natürlich könnte man dort auch mit der Hängematte abhängen, was ich auch mal irgendwann für länger machen werde.
Blöd ist halt nur der Autolärm. Der ist jetzt nicht so heftig, aber man hört ihn halt. Aber, und jetzt kommt’s, es ist gerade dieser Autounterton. Man läuft oder fährt mit dem Rad nur wenige Meter von der Straße weg und schaut in diese friedliche Natur. Der Alltag mit seinen Geräuschen ist beim Blick in die Landschaft hinter einem. Und das nicht nur im räumlichen Sinne.

Auch die restlichen Meter habe ich ehr im Entspannungsmodus nach Hause rollen lassen. Denn genug ist genug, noch nie hatte ich in einem Monat soviel Kilometer zusammen getrommelt. Aber um ehrlich zu sein, ich habe nicht den geringsten Schimmer wieso ? Kurzresume für das Jahr was ja noch nicht zu ende ist, kommt unten.

Und weil ich schon gut was auf dem Tacho hatte, es aber auch aus organisatorischen Gründen besser passt, entfällt die ( angekündigte ) Heimattour zumindest mit dem Fahrrad.

Ja und so komm ich auch wider auf die trockenen Zahlen ( Blick dorthin bitte hier entlang –>Klick ) zu sprechen, mit dem Abschluss dieses Monats stehen dann mal satte 5.485km auf der Uhr. Wenn ich jetzt noch in den nächsten vier verbleibenden Monaten je weitere 1.000km pro Monat drauf packen würde, käme ich den 10.000km per Jahr beachtlich nahe.
Theoretisch wird das aber kaum klappen. Hab noch eine Woche Urlaub, wo Radfahren nicht auf dem Plan steht. Dann hätte ich noch eine „Baustelle“ die gemacht werden sollte, wo ich auch mal von ideal-mindestens zwei Wochen Auszeit ausgehe. Anderseits geht die Nummer mit dem Winterpokal wider los. Nicht das mich das zusätzlich anspornen würde, es ist ja doch mehr die Freude am Fahren selbst. Und die geht gewohnheitsgemäß bei mir eher und er herbstlichen bzw. kühlen Jahreszeit los.

Die Strecken sind dann frei, das Wetter biete wieder mehr Schauspiel anstatt nur Sonne und alle ist einfach nur herrlich. Lange Rede, kurzer Sinn, ich mache einfach weiter wie bisher und dann schauen wir mal was rumkommt. Soll ja nur Spaß machen.

27.025km/ 28.08.2019

August 28, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 52-16/ Bike &  Biketouren Bilder: so…

…es ist halt wie es ist. Bei der Wärme, zumal ja nach den gestrigen Niederschlägen auch heute noch mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit, penn ich wohl nicht so ganz eins-a. Entsprechend zerschossen wandel ich dann runter zum Küchenstammplatz um mit mein koffeeinhaltiges Dope einzuverlaiben.

Doch just wenn die Kurbel ein wenig kreist, geht’s dem Herren wieder deutlich besser. Devise beim Radfahren heute, bloß nicht stehen bleiben. Denn dann machte sich das eher unangenehme Wetter umgehend bemerkbar. Dennoch ein kurzer Stop mitsamt Shot…

Le Channel lässt grüßen ( die beiden kleinen Bilder sind von heute nachmittag ). Was mich anspornt ? Die Bewegung ansich und die Szenerie der Natur, die einem jeden Tag einen neuen Film, ein wieder frisches vorher noch nie gesehenes Bild liefert.

Und so hab ich mich heute auch wieder auf der eigentlich üblichen Jobrunde im Sauerland satt gesehen. Uneigenteitlich weil ich wieder eine andere Strecke von Sundern nach Menden gefahren bin. Da müsste man mal mit dem Radel hin…

*Notiz in die to-do-Liste: Karte sichten und einholen*

Natürlich müsste man für deratigen Radreisen ein bergfähiges Rad haben ( Gangschaltung mit entsprechender Übersetzung )

Unter dem Strich hat der Stahl Renner heute wieder eine Tausendermarke durchschlagen. *like*

Rollt immer noch gut das Teil. So langsam sollte ich ihm mal wieder etwas Kettendeo gönnen, sauber machen ginge auch ma‘. Wird aber überbewertet. Nur die Sache mit dem Fett an der Kurbel, die sollte ich auch ins Auge fassen. Da kann zwar nix anbrennen, aber so geräuschentwickelungstechnisch… . Vielleicht sind es aber auch nur die Pedale. Wird sich aber zeigen, wichtiger ist, das es mit dem Monatswechsel auch endlich das Wetter in schön gibt. Sprich: bitte 8 bis 10c° weniger.

Einen schönen Tag noch !

30.926km/ 17.08.2019

August 17, 2019

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Outdoor/ Bike- & Biketouren Bilder: ungeachtet der Sachlage, auch ein krankes Tier muß mal an die Luft. Die Idee zu der heutigen Tour hatte ich schon gestern auf der Rückfahrt vom Job. Eigentlich ging es nur darum, einfach mal wider raus zu kommen.

Hört sich jetzt blöd an, von einem der jeden Tag draußen ist, also zumindest mit dem Rad. Das draußen sein sollte aber eigentlich mehr entspannter sein und ein wenig rumspielen sollte auch mit drin sein. Die Grundvoraussetzungen waren fast bestens. Zu Hause eh keiner, Klamotten für unterwegs hat man genug, mußte nur noch ein passenderes Rad her. Ich dachte mir, auch mit dem Aua sollte das CAADX mit seiner Gangschaltung die Passage über die wider fertig gestellte Brücke besser meistern, als der Stahl Renner. Noch wichtiger war, am CAADX könnte auch mit Gepäck zwei große Trinkpullen platziert werden. Auf einer grob kalkulierten Tour von mindestens drei Stunden nicht ganz unwesentlich.

Rein vom Fahrplan her sollte es zunächst nach Lüdinghausen gehen. Warum hatte ich ja schon erwähnt. Nein hatte ich nicht ? Ich wollte im örtlichen Northland Store nach einer besser tauglichen kurzen Radhose schauen.

Irgendwie bin ich dann nach dem Frühstück nicht ganz so fix in die Schuhe gekommen und das CAADX wollte auch noch gepackt werden. Sollte man auch in Ruhe machen, damit nicht erst beim anvisierten Stop merkt: „oh da fehlt was, Mist !“ Eigentlich eine gute Voraussetzung um auch entspannt los zu fahren.
Hab ich dann auch gemacht, aber…

…quasi nur hoch bis zur Rennbahn. Dort dann man an die Reifen gefasst und gedacht: „Luft könnte auch mal wider rein.“ Also wider Kehrum und Luft drauf gemacht, dann wider los. Als nächste mußte ich feststellen, daß ich zwar auf dem CAADX gefühlt gut vom Fleck kam, das mir aber eine mehr als nur seichte Brise, wie vom Wetterdienst prognostiziert, entgegen bließ. Gut, sie hatten zeitgleich zur Abfahrt auch 100% Regenwahrscheinlichkeit vorher gesagt. So what !?

Und so stand ich nach recht mühseligen 38min. kurz vor dem Bauernhof, wo ich letzten Sonntag die frei laufenden Schweine gesehen habe.
Da es so nett warm mit 20c° war, also draußen, ich sowieso schon gut auf Fieber abgestrampelt habe, fiel meine Flecktarn-Bikebuxe auf den Boden und wurde anschließend noch am CAADX verstaut. Aber keine Angst, drunter trage ich eine gepolsterte Radbuxe. So ganz ohne…

So ging es dann etwas erfrischender weiter. Im Kopf hatte ich die eigentlich tolle, weil recht gut-flott zu fahrende Strecke, die uns-mir ebenfalls letzten Sonntag der Kumpel aus dem Claim gezeigt hatte. Der Grund war recht einfach, ich wollte nur einfach fix nach Lüdinghausen kommen. Wenn ich schon so spät weg komme, wollte ich wenigsten zackig den To-do-Plan abarbeiten um genug Zeit am Pausen Spot zu haben. Jenen hatte ich auf einer Fahrt entdeckt und war das Hauptziel dieses Tages.

Überraschender Weise klappte dieser Plan auch recht gut. In Nordkirchen bin ich sogar durch´s Dorf gefahren um beim örtlichen Bäcker nochmal eine kleine Pulle Wasser nach zu fassen. Denn das sollte Thema bleiben diesen Tag. Der Himmel war zwar gut bedeckt, zumindest einen Großteil des Tages, aber durch die eher drückende Wärme hatte ich quasi ständig Schwitzwasser, was mir von der Stirn lief. Ein Zustand den ich nur sehr selten, um nicht zu sagen, eigentlich gar nicht kenne. Also mußte wieder was nachgefüllt werden.

Und so stand ich nach nur knapp etwas mehr als zweier Stunde tatsächlich an den Toren vor Lüdinghausen. Also denke ich. Ist aber auch egal. Vor dem Northland Store angekommen holte ich mal tief Luft, das CAADX dann angekettet, was in Lüdinghausen bei dem dort verweilenden Gangstervolk mal sicher…
…nicht von Nöten ist. Fahrräder sind dort so selbstverständlich wie sie in jeder Stadt sein sollten. Und das dort jemand ein Rad klauen müßte, kann ich so auch nicht glauben.

Also kurz nochmal draußen über die Ständer geschaut, nichts gefunden, also rein in den Laden. Kurzer Streifzug in eine Ecke, sehr nette Sachen, dann rüber in die ander Ecke. Auf dem Weg dorthin die freundliche Verkäuferin angesprochen ob meines Wunsches, woraufhin sie mit mir zur passenden Auslage ging. Nett war auch wider die Größen bzw. Bundweiteneinschätzung. Man sieht mir die zur Zeit anliegenden 90kg nicht wirklich an. Ich wäre bei der von ihr getroffenen Größenwahl wohl nur mit einem Bein da rein gekommen.

Leider war dann wegen der angesagten Größe die Auswahl auch nicht mehr so riesig. Die gereichte Hose war wohl auch jene die ich die Tage draußen auf dem Ständer erspähte. Doch die Haptik sprich Stoffprüfung meinerseits überzeugte mich nicht wirklich. Doch schlimmer war, mir lief wider der Schweiß von der Stirn. Und so verabschiedete ich mich wider.

Ma(n)n hat ja noch ein echtes Tagesziel, vor allem in viel entspannter. So trudelte ich erstmal hoch zum Dortmund-Ems-Kanal wo dann heraus zu finden war, ob die Zufahrt auf der richtigen Seite, welche das auch immer sein mag, vom Zentrum aus zu machen sei.
Dem war leider nicht so, was mich aber diesmal, im Gegensatz zu letzten Sonntag, nur einen kleinen Harken kostete. Dann hatte ich aber Gewissheit, der Wind blies sowas von steif aus Süden, daß ich die nächsten Meters, so kurz sie euch sein mögen, eher am Limit fahren würde. Wo genau mein Pausenspot war konnte ich auch nicht wirklich in meinem Navihirn aufrufen. Also fahren in den Dunst.

Doch das Glück war mir holde und ich ahnte es schon, denn irgendwie hatte sich in meinem Hirn die Topografie des Spots eingeprägt. So stand ich nach kaum weiteren, wenn auch mühseligen dreißig Minuten am Spot. Tagesziel erreicht.

( Restbilder und ein kurzes Filmchen wie immer in einem Album )

Den Zugang zu der leichten Erhöhung hatte ich zu Fuß gemacht. Letztes mal bin ich ja noch runter gefahren, was gut klappte. Doch hoch fahren wollte ich jetzt nicht. Man weiß ja nie was da so auf einen wartet.

Ja und wie das eben so ist, da ist mal ein netter Ort, man kann es sich dort gemütlich machen, was dann aber leider mehr als offensichtlich auch von anderen Leuten wahr genommen wird. Eine Grillschalen, diverse Getränkeflaschendeckel, Papierreste und und und. Nicht wirklich viel, aber an einem so schönen Ort fällt halt gleich jeder Fitzel schnell in´s Auge. Also mir zumindest.

Ich richtete mich etwas weiter hinten drin ein. Also wieder mehr in Richtung Lüdinghausen. Mein Ort hatte den Vorteil, daß dort nichts rumlag, also zumindest nicht offensichtlich, dabei aber auch noch etwas mehr windgeschützter war. Meine Hängematte wurde aufgehängt und dann hab ich mir erstmal Ravioli warm gemacht. Bei dem Wind auch mit Windschutz war der Verbrauch an Spiritus nicht gerade gering. Klappte aber trotzdem.

Der Esbit Kochtopf tat seinen Dienst, aber ich mußte dann doch feststellen, daß er mit seiner Größe so gerade eben gut auf dem Trangia Triangel  Platz fand. „Der Durchmesser könnte doch einen guten Tacken größer sein„, dachte ich. Innerlich war damit der Weg frei zum Topf von Sea-to-summit aus Alu oder Edelstahl, oder was vergleichbares.
Die 1,9l Variante soll einen Durchmesser von gut 16,5cm haben, was ich ja live im Shop testen ließe. Dann würde der Topf groß genug sein für ein ordentliches Mahl, aber noch gut auf dem Brenner stehen, parallel dazu aber auch den Holzvergaser aufnehmen können. Praktisch dachte ich.

Nach dem Mittagessen wurde in der alten Heimat angerufen. Dann wurde der Espresso gekocht um anschließend eigentlich noch etwas in der Hängematte zu chillen.
Uneigentlich ging der Plan so mal gar nicht auf. Die aus der alten Heimat angekündigten Regentropfen kamen schneller an als gedacht, der Espresso konnte noch in die Tasse gegossen werden, dann packte ich schon die Hängematte zusammen. Schadensbegrenzung war angesagt. Irgendwie ruhig aber dennoch unkoordiniert ja fast hektisch kramte ich die einzelnen Dinge zusammen, schlüpfte wider in meine Flecktarn-Bikebuxe und streifte mir auch wider die Windstopperweste über. Mit dem Regen kam auch einen frische Brise und nass in Kombination mit kalt stand nicht auf meiner Wunschliste.

Passte aber alles so noch und ich streifte noch ein wenig durch den dortigen Wald, in der Hoffnung eine vermeintlich andere Zufahrt zu finden. Eventuell eine mit Richtung Lüdinghausen. Denn in meinem Kopf sollte es genauso fix via Lüdinghausen wider gen Heimat gehen. Erschien mir als einfachster Plan. Den ursprünglichen Plan am Dortmund-Ems-Kanal bis zum Datteln-Hamm-Kanal zu fahren klemmte ich mir. Bei dem Gegenwind nebst Regen erschien mir das als kein sehr guter Plan.
Doch eine weitere Zufahrt, für mich dann als Ausgang, könnte ich so auf schnell nicht finden, also doch nochmal bei Googlemaps reingeschaut. Dann stand mein Plan fest, ein kurzes Stück gegen den Wind bei Regen am Kanal entlang, dann links raus und mit Richtung Selm, damit konnte ich leben. Via Selm würde es nach Werne und dann eben zur Burg gehen.

Leider mußte ich auf Grund des eher überhasteten Aufbruchs auch eine kleinere Müllsammelaktion absagen. Ich hatte mir für meinen Müll extra eine Mülltüte mitgenommen. Da hätte noch gut was rein gepasst. Aber so ist das eben.

Die eher kurze Fahrt am Kanal entlang hielt sich in ihrer Dramatik auch in Grenzen. Auch der Regen war nicht so schlimm wie gedacht, zumal es immer noch recht warm war. Ob ich jetzt dann tatsächlich die Strecke nach Selm gefahren gefahren bin wie auf Googlemaps, kann ich nicht mal sagen. Passte aber trotzdem. Glatter Asphalt, eigentlich erstmal gar kein Verkehr, was will man mehr ?

Selm selbst hab ich rechts liegen lassen und dann mehr oder weniger straight auf Nordkirchen zu. Da bin ich aber nicht direkt durch den Ortskern gefahren, sondern habe, wie ich gerade sehe, sogar noch einen Extrabogen gefahren. Blöde Sache, hätte aber auch keinen großen Zeitvorteil gehabt. Denn außen rum kam ich gut vom Fleck und im Ortskern kann das mal schnell anders aussehen.
Hinter Nordkirchen ging es dann wider über die gleiche schnelle Strecke zurück. Landschaftlich, also recht nah bei einer Landstraße nicht ganz so prickelnd wie ich das sonst bevorzuge, aber mein Gott…

Bei etwa Kilometer 67 hielt ich nochmal an der B54 wo eine Bushaltestelle ist, halt gegenüber „Zum letzten Wolf“. Der Regen hatte sich wider verkrochen, ich hatte genug gestrampelt, braucht mal eine kleine Pause. Dann setzte ich die Fahrt wider fort, passierte die freien Schweine, rüber über die neue Brücke, alles so Schlagworte die nur mir was sagen. Wobei…
…paraell hinter den Schweinen ist noch ein Wald, dort waren Wegstrecken zu erkennen. Könnte man nochmal wie hinfahren und schauen was da lecker sein könnte. Rein von der Karte her, müßte ich da sogar schonmal gewesen sein. War wohl auf einer Rückfahrt von Herbern, so ich das im Kopp habe.

Ich rollte also so wider in meinem Trott vor mich dahin, erklomm die letzte Ebene, wo es wider dieses Fotolicht gab und schaffte es fast bis zur Burg. Kurz vorher bemerkte ich aber, ich sollte nochmal kräftigst an der Pulle nuckeln und vor allem auch noch einen Riegel zwischen die Kiemen schieben ( was ich so verbrenne lässt wohl so manche Frau vor Neid erblassen ). Irgendwie war mir so ein wenig merkwürdig.

Frisch gestärkt erreichte ich dann die heimische Burg, schaffte alle Sachen weg vom CAADX, prickelte den Ortlieb wieder an den Stahl Renner, schmiss die Wäsche an und hüpfte unter die dringend notwendige Dusche. Tja, und so war die Tour auf der einen Seite fast entspannt. Wobei das mit meinem Zeitmanagement nochmal geübt werden sollte. Auch das mit dem Gekurbelt gegen den Wind war nicht wirklich entspannend. Spaß hatte ich aber trotzdem.

Ja so war das.

Ach ja, mit dieser Fahrt habe ich für dieses Jahr die 5.000km Marke durchrollt. Mit noch verbleibenden vier Monaten könnte ich also verdammt nah an die 9.000 bzw. 10.000 Kilometer pro Jahr ran kommen. Denn alleine der August hat ja noch satte zwei Wochen, was ja nüchtern runter kalkuliert noch zwei mal 200km machen würde. Da der August aber schon bei 799km steht, käme ich ohne große Mühe schon alleine im August auf 1.200km. Sollte mir das zu denken geben ?