Archive for the ‘Biketouren Bilder’ Category

19.724km/ 19.01.2018

Januar 19, 2018

Biketouren/ Biketouren „After-Show-Party“: …also Fakt ist, gestern war ich nach dem Eintreffen von der Heimattour hier doch gut leer gebrannt. Ob ich jetzt trotz Trinkdisziplin zu wenig Flüssiges zu mir genommen hatte, oder im Kontext dazu doch mehr geschwitzt als ich es wahrnahm, was ja bei einer gewissen kalten Temperatur schnell passieren kann, oder ob schlichtweg der Brennstoff alle war ? Egal. So richtig voll- oder noch besser aufgeladen fühlte ich mich erst heute am späten Mittag, als ich mir jenes kleines Mahl zu mir nahm…

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Die Lokalität, wohl bekannt und wieder immer wieder mal gerne aufgesucht, sodann es der zeitliche Ablauf hergibt. Meist ist ja Brückenzeit/ Wartezeit bis zum „Zugriff“. Die Currywurst gibt alles her was der Name so sagt. Kalorien ergo Brennstoff pur.

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biktouren Bilder: der Rest vom Montag lief eigentlich wie gehabt. Gut ausgeschlafen, ein zweites Geheimmittel wenn es mal anstrengend war, wurde das Morgenritual abgehandelt und dann ging’s auf´s CAADX. Mit nur knapp was unter 4c° war es recht frisch, ich aber passend gekleidet. Das Tempo hatte ich gezielt geruhsamer angesetzt. Brachte dann auch wider die volle Winterpokalstunde.

Auf der Heimfahrt am Preußenhafen sah ich dann die weiße Gans. Jene sitzt dort in den letzten Tagen öfters, auch schon morgens. Man sieht sie im dunkeln recht gut, klar sie ist ja weiß.

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Die Heimfahrt wurde am Kanal abgehandelt mit einer kleiner Extraschleife bis zur Kippenbrücke ( Am Lausbach ). War einfach nur schön, es rollte gut mit dem Wind im Rücken. Ich hoffe die nächsten Tage wird das immer irgendwie gut gehen. Sturm ist angesagt, von Windböen reden sie woanders, für morgen früh ist aber auf jeden Fall mal Regen angesagt. Test für die neue Jacke ?

Dienstag: nach dem Morgenritual auf in die Fitness-Garage und schon dort die warmen Handschuhe in den Ortlieb Seat-Pack gepackt. So wirklich kalt war es dann doch nicht. Ich bin in einem Höchstmaß unzufrieden mit den aktuellen Wetterfröschen. Kam noch hinzu, wo ist der verdammte Regen ? Statt dessen gab´s nur eine gute ständige Brise von vorne. Das bisschen Luftfeuchtigkeit was da runterkam, braucht man gar nicht zu erwähnen.

Nachmittags war es dann teils heiter, teils bewölkt. Es gab ein schönes Wetter-Wolken-Spiel.

 

Mit nur 3c° passte die Vorhersage zumindest am Nachmittag, aber das Thema Regen war wieder eher mau. Zwei kleine Schauer hatte es gerade mal. Wie soll man bei so einem „Dreckswetter“ eine Regenjacke auf Herz & Nieren testen ? Geht gar nich !
Gut, zu Hause angekommen, noch fix eine Trainingseinheit nach geschoben. Für morgen noch eine kurz Erkundung – Wanderweg – Langern, zurecht gelegt. Praktischerweise werden so auch wieder ein paar extra Winterpokal Punkte dabei abfallen.

Dann war heute noch ein wenig Basteltag.

…und sonst ? / Newsticker: hatte ich doch versucht den frisch erworbenen Ortlieb Trinkschlauch  Januar Heimattour 2018 mal zu testen. Klappte ja irgendwie so gar nicht. Das was mir am meisten durch den Kopf ging, der Zuführschlauch der eigentlich in ein Trinkgefäß reinreichen sollte, war scheinbar zu kurz. Und zwar deutlich zu kurz.
Jetzt hab ich Döspaddel gerade ma´an dem Zuführschlauch gezogen und siehe da, er lässt sich mühelos rausziehen und kann so problemlos jeden Boden eines Trinkgefäßes erreichen. Ich werd mir das Teil nochmal mit Flasche irgendwie an ´s Bike pappen und probieren.

Bikeklamotten / Bike Jacke/ Reflexmaterial: dann ist da ja noch die neue Bergans Letto Jacke. Nettes Teil doch wer mich kennt, mir leider etwas zu unauffällig. Und dies gerade im Dunkeln. Also mal eben wieder schnell die noch im letzten Jahr bestellten Kleiber Reflexstücke aus der Schublade gezogen, hier und da ein wenig geschnipselt und dann eingemessen…

Einmal mit Blitz bei Zimmerlicht und einmal mit Blitz bei Zimmer dunkel. Das sollte erstmal reichen. Hoffentlich lösen sich die Reflexaufkleber nicht so schnell. Denn das hatte ich bei der letzten angeblichen Dermizax Jacke. Weiter im…

Bikealltag/ Erstbefahrung: also mit dem…

Mittwoch: der begann, wie gewohnt mit der Morgen-Szeremonie und endete genauso wie gewohnt mit argem Gestrampelt gegen den Wind auf dem CAADX. Ich mecker nicht, ich sag das nur so. Irgendwie war aber heute früh vielleicht auch nicht genug Saft in den Beinen. Was weiß der Geier.

Für den Nachmittag hatte ich mir dann die schon erwähnte Streckenerkundung vorgenommen. Das war dann auch wieder richtig nett. Im ganzen die Strecke gefahren hatte ich so wieder gute 26 Kilometer nebst 113hm gemacht, wobei mich die Nummer gute 1:26 kostete. War ich erst nicht letzte Woche dort ?

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Auf jeden Fall habe ich wieder meine Spässekes gehabt. Ist einfach nur schön durch so Waldetappen zu fahren, über die leeren Feldwege zu rollen und den Wind zu hören. Dabei langsam den Sonnenuntergang zuzuschauen und den Einzug der Dunkelheit erleben zu dürfen.

Leider ar auch heute wieder „Dreckswetter“ also nix mit Regenjacke testen. Noch eine kleine Besonderheit für heute. Ich hatte kurz vor dem erreichen des Claim, genauer gesagt in den  Lippeauen, Wildwechsel. Bei ca. Kilometer 21 lief ein kleines Reh, nehme ich mal an, einfach quer über den Weg. Von links kommend, einem Feld, nach rechts rüber in Richtung weiteres Feld, wo dann aber „oben am Hang“ ein kleines Wäldchen liegt. Wild hatte ich hier schon mal gesehen. Nur eben auf dem Freien Feld.
Heute hatte mich das Reh aber wohl nicht wahr genommen. Also weder mich, noch den voreilenden Scheinwerfer. Es es ergriff nicht die Flucht oder wurde schneller, sondern lief ganz ruhig einfach über den Weg. Als ich knapp vorbei war, konnte ich noch das helle Leuchten des Schwanzes im Dunkeln erhaschen. Toll, einfach toll sowas so nah zu erleben.

Donnerstag: irgendwie der Tag der einem Weltuntergang gleich werden sollte. Nicht mit mir. Erstmal Espresso nippen, Süßkram futtern und dann ab auf´s CAADX. Weltuntergang fiel erstmal aus. Auch wenn ich gerne die Rennbahn-Nebenwindschutzstrecke nutze, es war Gefühl deutlich weniger Wind als am Vortag. So richtig traurig war ich darüber nicht.
Besser gefallen hatte es mir aber, daß kontinuierlich Wasser von oben kam. Das es irgendwie nass unter der neuen Jacke geworden wäre, kann ich nicht behaupten. Volle Zufriedenheit also erstmal in dem Punkt.

Den Tag über war dann natürlich viel los. Darüber irgendwelche Buchstaben niederschreiben mag ich nicht. Hat ja auch so jeder irgendwie mitbekommen.

Nachmittags auf der Heimfahrt war auf jeden Fall wieder alles gut. Blöd für mich war nur, daß ich doch noch eine Nachmittagsrunde übernehmen mußte. Eine Mutti mußte ihr Kind aus der Schule abholen, also hab ich ja gesagt. Was soll’s, dafür kann ich dann eben morgen früh raus aus dem Job.

Freitag: der Tag beginnt wie immer, außer das es draußen doch etwas arg weiß war. Nicht mal richtig Schnee, sondern mehr so eine Art Eispampe. Ich prüfte sorgfältig die Oberflächen der Straße, entschied mich dann aber doch den Laufradsatz mit den Conti Nordic Spike Reifen zu montieren. Es war einfach so ein Gefühl.

Die Strecke selbst war aber recht gut befahrbar. Es war nur so eine Pampe, nicht mal glatt. Natürlich passte ich besonders auf, aber da war nix. Zum Glück. Nur eine kleinere Unannehmlichkeit. Dazu aber nur was im Anhang.

Nachmittags ging es dann wider auf die Erstbefahrungsstrecke der Erkundung – Wanderweg – Langern. Diesmal konnte ich es mir aber nicht klemmen, den kleinen Trampelpfad recht hoch in den Wald zu testen. Allerdings, wohl getroffene Entscheidung, schiebend. Denn groß was mit fahren wäre gar nicht gegangen.

Schon im Eingang viele Wurzeln und enge Umfahrungen von den Bäumen auf dem Trampelpfad. Ob man das, eventuell im Sommer, wenn es halbwegs trocken ist, meistern könnte ?

Hilft aber alles nix. Überall lag Totholz rum und ein fetter umgestürzter Baum. Zudem ist der Trampelpfad mit Wasserläufen und feuchten Tiefungen, gerade im ersten Drittel, gesegnet. Im mittleren Abschnitt wird, wenn es trocken ist, also Sommer, das Grünzeug, vorzugsweise in Form von Stachelzeugs nur so sprießen. Durchkommen ? Geschätzt – nein.

War aber mal interessant zu wissen wo’s da so hergeht. Wo der Weg auskommt hatte ich ja schon am Mittwoch erahnt-gesehen. Ist überhaupt eine interessante Ecke, so rund um Cappenberg. Jedenfalls bin ich dann weiter wie gewohnt, also so wie im am Mittwoch schon Heim bin. Der Himmel war aber zu schön um nicht nochmal die Mobilcam zu zücken.

Natürlich habe dem CAADX auch nach dem Einrollen auf der Burg eine Pflegeeinheit gegönnt.

Und sonst so ? Der Monat läuft irgendwie – verdammt gut. Für mich liegen noch acht volle Arbeitstage an. Sagen wir mal 40 Kilometer pro Tag im Standard, wären das gute 320 Kilometer. Bis jetzt habe ich aber schon 795 auf der Uhr stehen. Das wären dann am Monatsende satte 1.115 Kilometer. Also, wie schon gesagt, ohne das ich einen einzigen Etxrakilometer mache.

Zum Schluss noch den kleinen Anhang.

PKW vs. Bike: auf der morgendlichen Anfahrt kam es dann zu folgender Situation. Fahre ich so bei dem Wetter über die Kamener Straße auf den Kreuzungsbereich Zwolle Allee ein. Normalerweise nutze ich dabei die regluäre Fahrbahn. Eine Radwegbenutzungspflicht besteht nicht, da auch kein Radweg vorhanden ist. Im Standard tue ich so als das ich links in den Brückenkamp einbiege. Naja, in Wahrheit tut ich das ja auch. Dabei schwenke ich von der rechten Fahrspur auf die linke, wo es dann in den Brückenkamp geht.

Heute früh war aber ungewöhnlich viel Verkehr, die Straße dort noch nicht ganz so schneepampenmatschfrei, ich entschloss mich also rechts abzubiegen und dann über den Radweg, welcher aus der Zwolle Allee über die Fußgängerampel eben in den Brückenkamp führt.
Stehe ich also da, nutze die Zeit bis es grün wird um mir die Nase zu schnäupen. Die Ampel wird grün und was macht man da ? Ja klar, losfahren.

Blöd war jetzt, das die Linksabbieger aus der Zwolle Allee auch grün hatten. Also jene, die mal eben mit Vollgas ganz gerne noch bei dunkelgrün über die Kreuzung huschen. Jetzt war die Ampel also ausnahmsweise auch für jene grün geworden. So grün, das der Porsche Cayenne ( WAF – BT?  ??/ Kennzeichen konnte ich dann doch nicht mehr ganz lesen ) Fahrer wohl meinte, mit gutem Gas über die grüne Fußgängerampel brettern zu müssen. Also jene wo ich mich gerade darauf bewegte.

Selbst der PKW-Lenker hinter ihm hielt an und schüttelte den Kopf. Der hat MICH überhaupt nicht gesehen. Nicht mal ansatzweise wahrgenommen. Oder, er hat voll gepennt. Zwischen mir und seiner Fahrertür waren eventuell noch zweieinhalb 28″ Reifenmaße.
Was soll man dazu sagen ? Einfach Wegschnupfen und vergessen.

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19.508km/ 14.01.2018

Januar 14, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Heimattouren/ Biketouren Bilder: so wieder im Lande, ein paar Zeilen zur gelaufenen Heimattour.

Die Hinfahrt: …ich habe gestern dann doch mal länger in der Pofe ( Bett ) gelegen, das frühere Aufstehen der letzten drei Tage saß irgendwie noch in den Knochen. Nachdem ich die Café con Leche und die Samstagszeitung durch hatte, lugten meine Glubschen aus dem Küchenfenster.
Irgendwie war da weniger Sonne als der Wetterfrosch am Vortag verkündet hatte. Auch die Temperaturen waren weit weg von dem was angesagt war. Da es aber schon recht spät war, machte ich mir noch zwei Bütterkes mit Tomate, packte meinen Kram zusammen und hockte mich auf das CAADX.

Leider klappte das mit dem Trinkschlauch irgendwie nicht. In den Ortlieb Accessory-Pack konnte ich den Schlauch samt Trinkfalsche noch verstauen, nur trinken klappte nicht. Ich lud die Flache dann leicht schräg ein, es kam aber immer noch nix raus.

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Außer das es aus dem Druckausgleichventil in den Accessory-Pack tröpfelte. Also wieder alles zurückgebaut, die Pulle so mitgenommen und los.

Die neue Bergans Letto Jacke machte dagegen eine sehr guten Eindruck. Wie ich schon sagte, bei der Abfahrt war es dann doch noch recht frisch. Nach etwas mehr als drei Kilometern hielt ich dann aber doch an der Seite an und entledigte mich des zusätzlichem Funktions T-Shirt. Dann immer schön an der Rennbahn entlang, bin dann aber recht früh zum Kanal hoch gefahren.

Dort lugte inzwischen die Sonne mächtig über den Horizont und ich begann…

…heißzulaufen ! Also wieder rechts ran, diesmal unter einer Brücke und das warme Funktionsshirt gegen ein normales getauscht. Am Preußenhafen stellte ich dann aber fest, das war’s auch nicht, also das als erstes ausgezogene Funktions T-Shirt wider rausgeholt und übergezogen. Dann passte das. Und so radelte ich bis zur Bushaltestelle kurz vor DO-Mengede. Erste kurze Pause, Banane, gut an der Wasserpulle nuckeln, etwa die Beine vertreten dann aber wider los.

Letzter, aber auch nur kurzer Stop, ein Riegelstop, war dann kurz vor dem Aussichtsturm. Den Riegel kramte ich nur raus, entpackte ihn und verzehrte ihn dann im gemütlichen Tempo. Überhaupt Tempo: viel war da nicht drin bei mir. So rollen lassen wie geht, nicht zu heiß werden, aber auf Temperatur bleiben. Es schien zwar die Sonne und das Thermometer zeigte in der Spitze sogar 9c° an, aber irgendwie war da ein kühler Hauch in der Luft. Gefühlt hatte es maximal 6c°. Letzter Fotostop, die Brücke über den Kanal zum ZOOM

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Ab da lief es zwar noch etwas zäh, aber was soll’s halt. Die frisch gemachte Trasse ist asphaltiert, geht aber erstmal gaaaanz leicht bergan. Zieht sich halt.

Die Rückreise: da geht es immer naturgemäß relaxed voran. Man könnte auch sagen, ich komme da nur schwer in Schwung. Warum da so ist, habe ich noch nicht herausgefunden. Mit dem Start um kurz vor elf war auf jeden Fall das Wetter schonmal sonniger als am Vortag. Aber irgendwie machte mir dann auch noch so einen seichte Brise zu schaffen. Die Brise war nicht nur seicht, also eigentlich kaum spürbar, aber aus Süd-Osten komment, gefühlt rattenkalt.

Großes Tempo baute ich erst gar nicht auf, ich ließ mich eigentlich nur bis zum Aussichtsturm – schleppen. Dort wurde dann die erste Stulle eingeworfen, aber nicht lange gehalten. In der Sonne war es zwar schön, aber diese Süd-Ost-Brise…

Bis zum Turm brauchte ich auch etwas länger als eine Stunde. Ab da wider eine gute Stunde um die Stadtgrenze Lünen bzw. deren Ausläufer zu erreichen. Irgendwo kurz davor wurde auch die zweite Stulle nachgeschmissen. Aber auch wieder während der Fahrt. Wenn man schon so wenig Schwung hat, dann will man den nicht auch noch verlieren, so war mein Gedanke. Motto: bloß in Bewegung bleiben.

Am Preußenhafen ( oh eine aufgefrischt Homepage ) gönnte ich mir dann aber doch noch ein kurzes Päuschen. der Grund war recht einfach. Es war recht viel Betrieb am Preußenhafen und so mußte ich ein kuzes Stück rollen lassen. Dabei bemerkte ich…
…der Wind war dort nicht präsent ! Also schnell auf die erste freie Bank, die Wasserpulle wieder gegriffen und noch einen Riegel verzehrt. Die kurze Pause tat richtig gut, ich hätte nich gerne länger dort gehockt. Aber mit noch gut 40 Minuten Fahrzeit vor der Brust wollte ich die nicht bei Sonnenuntergang machen. Denn dann würde es mal so richtig frisch werden. Also wieder „auf auf ihr müden Krieger„, ab nach Hause gestrampelt.

Viel war nicht mehr los mit mir. Zudem zippelte es in der Hüfte, was aber schon das ganze Wochenende so war. Halt ma´ mehr, mal weniger und manchmal auch gar nicht.

Zu Hause auf der Burg angekommen das CAADX entladen, schnell rein, eine schöne heiße Milch gemacht, die Brockens verstaut beziehungsweise in die Waschmaschine gestopft und dann…
…ab unter die heiße Dusche. Jetzt tippe ich den Beitrag, hab mein Mittagessen um kurz nach vier zu mir genommen, eine Pizza brutzelt gerade im Ofen und wird gleich noch nachgelegt. Alt werde ich heute nicht. War aber trotzdem sehr schön bei meiner Mom und auch die Fahrten. Egal wie ! Bis zum nächsten mal.

19.378km/ 12.01.2018

Januar 12, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren Bilder/ Bikebilder: also…

…der Montag: als erster Urlaubstag startete jetzt etwas konfus. Da ja das CAADX einen Steuerlager-Schaden hatte, mußte ich mir was einfallen lassen. Ich bin erst um 06:00 aus den Federn, hab ein Ruhe meinen Espresso geschlürft und dann mit dem Auto meiner Ältesten jene zum Job gebracht, das CAADX im Kofferraum und bin dann nach der Wegbringaktion zum Onkel im weißen Kittel.

Dort war die Bude so voll, das haben die selbst gesagt, daß ich nun für morgen Vormittag einen Termin bekommen habe. Bin dann also von dort direkt nach Wütec weiter gerollt. Dort wurde ich per Handschlag begrüßt, die Sache kurz erläutert und insofern positiv beantwortet, daß alles kein Problem sei. Die Lager hätte man wohl schon im Hause ( wobei mir ein Beispielloger gezeigt wurde ), aber ob das wegen der laufenden Inventur „noch heute klappen würde ?
Mit „morgen“ war ich aber auch sehr zufrieden, da ja wegen Termin beim weißen Kittel ich sowieso die Blechkutsche haben würde und somit die Abholung nicht sonderlich trickreich sei. Gebongt !

Dann bin ich ab nach Hause, einigermaßen erleichtert. Leider wird das dann aber so nix mit der Einladung zum Erzählabend am Donnerstag. Und das obwohl mir Biking Tom sogar einen Track hat zukommen lassen. Den werd ich mir jetzt mal anschauen.

*schau an*

Schaut ja gar nicht mal schlecht aus. Ob man das wohl auf dem Bryton sauber angezeigt bekommen würde ? Natürlich grübel ich schon wieder ob ich das nicht doch noch… . Erstmal die Strecke nach archivierter Anweisung auf den Bryton gespielt. Hat wohl auch geklappt.

Derweilen war ich dann ja auch mal wider zu Hause. Der Autoschrauber des Vertrauens hat sich die Familienkutschen-Geschichte genauer angeschaut und uns zu einem kurzen und erklärenden Gespräch gebeten. Man ist noch im unter vierstelligen Bereich, wird also fertig gemacht. Wie günstig Radfahren dann doch ist, wenn es beim Auto für eine Reparatur auf den vierstelligen Bereich zugeht. Zu Hause angekommen habe ich dann vor bezieheungswiese beim dem Essenzubereiten nochmal einen kleinen Schwarzen fertig gemacht.

Scheiß drauf ob ich heute Abend gut einschlafen kann. Hab ja Urlaub, da darf man sich ja mal was gönnen. Ja, und jetzt tippe ich den Beitrag und nachher werd ich mich noch draußen etwas austoben gehen. Ganz „ohne“ geht nicht, muß auch nicht sein.

Dienstag: der Tag der großen Erkenntnis. Der neue Herr im weißen Kittel war von der ganz flotten Sorte. Das Thema Alter konnte ich ihm nur mühsam nahebringen und habe so auch nur zwei der eigentlich drei Punkte mit ihm geklärt. Ja und das das CAADX ja bei Wütec heute fertig wurde ist auch so eine eigene Geschichte.

Eine weitere, dann aber auch letzte Feststellung nach der ganzen Schrauberaktion seinerseits:„die hinteren Bremsbeläge im Auge behalten.“ Das sicherte ich ihm natürlich auch zu, Reseservebeläge liegen ja schon hier. Habe gerade nachgeschaut und nachgerechnet, zur Zeit haben die Bremsbeläge mit 2.036km Nutzkilometern zweidrittel der wahrscheinlichen Nutzdauer erreicht. Bis Ende Januar ?

Nach dem Mittag samt etwas sacken lassen, bin ich aber nochmal für eine kleine Runde am Kanal entlang.

Mittwoch: wieder ein Arbeitstag und auch für den Rest der Woche. Es war nicht mal richtig kalt, ich schon fast zu warm angezogen und es war windstill. Und so war mit fast 45 Minuten zu schnell am Job. Dem musste ich am Nachmittag was entgegen setzten.

Im Kopf hatte ich plötzlich eine Strecke die ich mal vor langer Zeit gefahren bin. Irgendwie erst am Kanal gen Westen, dann über den Kanal rüber und dann so genau keine Ahnung wie hoch nach Schloss Cappenberg. Nur fiel mir die Querung nach Cappenberg nicht ein. Ich hatte zwar ein paar Bilder im Kopf, aber eben keine Strecke. So lange war ich diesen Part nicht mehr gefahren.
Jetzt hätte ich mich auch einfach dahin rollen lassen können. Irgendwann kommt einem dann wider der wieder Streckenplan im Kopf und dann geht’s weiter. Ich wollte aber diesmal keine unnötige Zeit mit rumsuchen vergeuden. Also wurde mal in einer kurzen Standzeit Googlemaps bemüht und siehe da… ! Und so konnte ruhigen Gewissens und vor allem ohne großes rumsuchen radeln. Zwei drei kleinere Alternativen hatte ich noch auf der Strecke dann vor Ort gecheckt, das hielt aber nicht groß auf. Es war wunderbar, aber seht selbst.

Natürlich war das Wetter bei der Abfahrt zunächst nicht ganz so schön. Aber schön genug und vor allem warm. Das Thermometer zeigte satte 10c°. Nur der recht frische Wind, der machte die Sache etwas anders vom Feeling her.

Die gefahrene Strecke dient als Grundstock für die nächste Attacke. Denn dann soll es mal über Cappenberg und den dortigen Wald rüber nach Nordkirchen gehen. Von dort dann rüber nach Ascheberg, dort hindurch und dann mal sehen… . Da war noch was, was ich gesehen hatte, aber eben nich nicht gefahren. Nächste Woche ? Außerdem habe ich da noch eine Weg im Kopf, den ich zwar schon optisch wahrgenommen hatte, aber noch nie gefahren bin. Es gibt also immer noch was zum spielen hier.

Donnerstag: keine besonderen Vorkommnisse, ein Tag wider jeder andere auch. Selbst das Wetter blieb mal stabil. Nachmittags war irgendwie nicht voll da, mußte mich selbst ein wenig viel in den Arsch treten um mich nicht irgendwo auf die Bank zu setzten und der Landschaft zuzuschauen. Aber dafür wär es auch zu frisch gewesen.
Zum Glück hatte ich nich genug „Saft“ um auf der Terrasse noch eine Trainingseinheit hinzulegen.

Freitag: letzte Tag der Woche, wollen doch mal sehen was geht. Außnahmsweise mal gut kalt morgens. Die dickeren Handschuhe waren keine schlechte Wahl. Sonst lief es aber ganz manierlich. Windstill war es auch wieder. Leider alles wolkenverhangen.

Auch Nachmittags immer noch gut frisch, zwar nicht mehr so wie morgens, aber immerhin. Ich entschied mich für eine Heimfahrt an der linken Kanalseite inklusive der Umfahrung des Kraftwerks am Hügel. Gedanke war gang klar, Fahrzeit schinden. Etwa im letzten Viertel der Strecke wurde ich aber so richtig warm und entsprechend flott. Mußte mich bremsen.

Reichte dann aber trotzdem nicht und so entschied ich mich die letzten Meters fast einrollen lassen. Bin auch wieder vorgefahren bis zur Discounterecke und erst dort links rein. Im Schleichtempo auf dem Gehweg, der für´s Radfahren frei gegeben ist. Da bekommen mich sonst keine zehn Pferde drauf. Wobei man sagen kann, der ist hier gar nicht mal richtig schlecht. Dann passte das.

Das Burgtor geöffnet, schnell das CAADX reingeschoben, die Klamotten rausgefrickelt, Fleecjacke vorab übergeworfen und rein in den Empfangsaal. Ich hatte am Morgen vergessen die Schuhe für das Training danach mir rauszunehmen. Deshalb mußte ich dann rein. Noch einen warme Mütze samt Halstuch gegriffen, schnell eine warmem Mütze über und ebenso…
…schnell den Karton mit der Bergans Letto Dermizax Jacke gegriffen und erwartungsvoll, wie ein kleines Kind Weihnachten, aufgerissen. Dann aber doch raus. Draußen war’s dann wider angenehm. Klar ich war ja für drinnen viel zu dick eingepackt. Erstmal die wenigen Sachen für das Training rausgepackt und mir dann die Jacke angeschaut. Sieht lecker aus und passt. Kann also morgen auf der Heimattour getestet werden.

Jetzt kann man mich Jacket-Maniac nennen. Ich habe jetzt vier Jacken für das Radfahren. Die erste ist die Gore Pacelite, die ich schon für 50,00 Euro von einem User aus dem Radforum, er hatte schon die gleiche Jacke und hat nich eine geschenkt bekommen, geschossen hatte. Kurze Zeit später kam dann die Löffler auf den Markt. Jene hatte ich bestellt zum Orignalpreis und ebenso teuer bezahlt. Aber was tut man nicht alles…

Naja, und dann war da noch die angebliche Dermizax-Jacke von Protective. Die Jacke ist nicht schlecht, zum Glück habe ich auch nicht den ehemaligen vollen Preis gezahlt, hatte neu auch was mit über 200 gekostet, aber hätte ich mir gerne gespart. Und jetzt eben die Bergans. Schaut wer´ma´.

19.216km/ 06.01.2018

Januar 6, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren Bilder: mal wieder ab von den schon gelaufenen Beiträgen diese Jahr. Der…

Mittwoch: …startete recht unfein. Das es kein schönes Wetter draußen geben würde ist um diese Jahreszeit normal. Doch wenn ich in der Küche am Stammplatz hocke und der Wind pfeift derart um das Haus, daß er selbst im eher windgeschützten Garten zu hören ist… .

Nicht nett ! Der Hammer kam dann als ich mich gerade ankleiden wollte. Also den Rest der Radfahrsachen, nicht das jemand denkt, ich würde nackt durch‘ s Haus rennen. Deutlich hörbar kam ein Gewitter. Es blitzte und donnerte schlagartig. Es donnerte so, daß unsere Haustür im Schloss klapperte. DAS hatte ich noch nie.

Also wurde kurzentschlossen zur motorisierten Blechbüchse gegriffen, denn da hört der Spaß auf.

Donnerstag: ein neuen Tag, das Wetter hatte sich weitgehendst beruhigt. Wind war aber noch genug da. Ich verstehe auch nicht was der alternative Wetterfrosch unter seichte Böen aus Süd-west versteht. Wenn ich im relativ kleinen Gang mit knapp über 18km/h daherkrieche, dann sind das nicht nur seichte Böen. War mir aber auch egal, hauptsache Radfahren. Und ja, die eine Stunde Fahrzeit war so auch kein Problem.

Auf der Heimfahrt sah die Sache schon wieder ganz anders aus. Ich rollte recht manierlich daher und dachte noch so:“wie bekomme ich jetzt die eine Stunde Fahrzeit noch voll ?„, da roll ich doch so auf einen Rechtsabhang zu, der nur in den Nichterntezeiten auf einem Trampelpfad zu fahren bzw. zu begehen ist. Deep-wet-green hab ich dann das Teil genannt.

Heute war da nicht sehr viel zum machen, also in Sachen durchgängige Fahrbarkeit. Selbst im kleinsten Gang versackten die Stollenreifen in der Wise. Auch Versuche etwas abseits des Trampelpfades zu fahren scheiterten. Tja, so braucht man halt etwas länger…

…und die Stunde Fahrzeit war voll. Hätte man mal gut einen Continental Mud KingProTection ausprobieren können. Ist nur 1,8″ breit, also 47-622, könnte also noch passen.

Freitag: letzter Aufruf für diese Woche. Erstmal im Standard wieder zum Job hin und es war wie in letzter Zeit schon oft, die Wetterfrösche irren sich gewaltig oder wollen nicht die Wahrheit sagen. Die Temperaturen sind nicht gefallen, tagsüber hatte wir hier über 9c° !

Und so kam mir dann auch die passende Heimfahrt in Kopf wo ich dann auch gleich mal wieder mächtig am Dreck geschnuppert hatte. Kurze Bemerkung nur dazu: wieso zum Teufel hatte ich dem CAADX noch vor der Abfahrt eine kleine Trockenreinigung verpasst ?
Das war sowas von sinnlos ! Denn keine 15 Minuten später sah das Bike „schlimmer“ als vorher. Kein Wunder bei den Strecken…

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So insgesamt bin ich eine mir gute bekannte Strecke gefahren. Bin da halt schon länger nicht mehr her, eine Passage die dort hinführt geht auch zur Zeit nicht, man muß eine Umleitung fahren und so kam dann die heute gemachte Strecke zum Zuge, die einen weiteren Harken auf der Karte macht.

Natürlich hätte ich auch den eine oder anderen dreckigen Abschnitt weglassen können. Aber gerade den zweiten, denn davor hatte ich schon einen, der aber noch etwas milder war, den konnte ich nicht auslassen. Parallel dazu führt eine Asphaltpiste. Die geht aber stetig bergan und außerdem bläst dort ganz gerne der Wind von vorne. Da kann ich mich dann auch gleich durch die Pampe wühlen, hab dann aber noch Spaß dabei !

Ansonsten etwas durch den Wald, die Aussicht genießen…

…dann an Scharnhorst vorbei auf den Naturlehrpfad gewechselt und von dort aus eben nach Südkamen rüber. Normalerweise wechsel ich dann ja auf den Alten Bahndamm Stockum-Werne-Unna, aber da ist ja zur Zeit mächtig Baustelle. Ist alles verrammelt bis dorthinaus, da hat man sich echt Mühe gegeben. Man kennt die Pappenheimer wohl die einfach Bauzäune auf die Seite schieben und Schilder ignorieren. Ich hoffe nur, daß das schnell im Frühjahr fertig macht wird.

Also musste ich mir was einfallen lassen. Und wie man ja am Streckenverlauf bei Stava sehen kann, ich bin dann mal meine ganz alte Arbeitsstrecke gefahren. Geht erst ein bisschen stadtauswärts, dann auf Landstraße mit noch brauchbarem Randstreifen bis…

…mir dann noch eine ebenfalls alte mir bekannte Abzweigung einfiel. Ab Kilometer 28 geht’s einmal quer runter zum Haus Reck. Da war natürlich schon alles stockduster. Aber mit dem richtgen Licht…

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…rockt das schon. Die Strecke dort ist ein wahres Schlaglochparadies. Ich denke aber die Traupaare werden so zum Haus Reck gelotst das sie davon nix mitbekommen. Denn wenn sie sonst den Weg nehmen würden den ich rausgefahren bin, dann würde bei der Braut so ziemlich alles verrutscht sein.

Ich fand aber gerade diesen letzten alten Arbeitsweg mal wieder richtig schön zu fahren. Was war ich damals stolz als ich schon regelmäßig die knapp 13 Kilometer einfach geradelt bin. Wobei regelmäßig noch lange nicht täglich bedeutet. Heute lache ich mich darüber kaputt.

Biketouren: ja und wie das Leben nun mal so ist, ich hoffe die Wetterfrösche sind sich für morgen sicherer als heute, der Kumpel aus dem Claim wird hier so gegen zehn eintrudeln und dann geht’s hoch zur Aussichtsbank.

Samstag: um 08:00 Uhr mWeckerte der Bimmel…, ääähhhmm, bimmelte der Wecker, Samstagsmorgenritual mit Café con Leche & Samstagszeitung blättern folgte. Als Frühstück gab´s noch eine Pfanne Rührei mit Tomate und zwei Gewürzgurken dabei, dann war schon umziehen angesagt.

Bis der Kumpel hier verrollte konnte ich mit dem trocknen Pinsel und Zahnbürste noch den einen oder anderen Krümmel am Bike wegmachen. Dann klopfte es schon am Burgtor. Und los ging die Reise. Komplett entspannt rollten wir auf bekannten und auch eher stillen Wegstrecken daher. Nach knapp etwas mehr als einer Stunde standen wir an der Bank hinter Unna nach Mühlhausen und es gab den ersten wenn auch kurzen Zwischenstop.

 

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Ab dort ging dann der Einstieg in das Bimbergtal/ Lünerner Bach. Es war wunderbar zu durchfahren, wenngleich man auch sagen muß…

…das Wetter hatte dort mit all den Niederschlägen in den letzten Wochen ganze Arbeit geleistet. Je weiter man in das Tal hineinfährt, des grober, aufgerissener und letztendlich schlammverspühlter wird der Weg. Forstfahrzeuge gaben dann dem Ganzen noch ein I-Tüpfelchen. Ich für meinen Fall habe da ja nix anderes erwartet und der Kumpel aus dem Dorf ist da auch hart im nehmen. Er kennt ja einen Großteil meiner Strecken. Ganz unwirklich, oder anders gesagt, nicht fahrbar oder nur im Ansatz, war dann die Steigung hoch zum Wendepunkt kurz nach der Kurve. Ich kam vielleicht 20 Meter weit.
Der Kumpel hatte da etwas mehr Glück mit der gewählten Spur und zog noch ein gute Stück an mir vorbei. Was mich jetzt ein wenig fuchste, er hatte nichtmal grobstellige Bereifung !

Aber Absteigen mußte er dann trotzdem ! *hihihi* Erst im letzten Drittel der Rampe konnte man wieder aufs Bike steigen und gen Bank trampeln. Dort wurde dann Position bezogen, Teechen getrunken, geplauscht, die Aussicht genossen und „Beweisbilder von der Leistung“ gemacht.

Wir saßen eine gute Weile dort, bis ich dann doch wieder den Rückweg einläutet. Was bei der schönen geselligen Pause gefehlt hat, war die eigentlich angekündigte seichte Sonne. Davon war leider nix zu sehen. Aber, wir wollen ja nicht klagen, es war fast windstill und vor allem trocken.

Der Rückweg geht dann, von da hoch oben am Berg, immer recht fix runter. Bei Gut Borgmühl packte mich nochmal kurz die Erkundungslust und der Kumpel zog mit. Iss jetzt nicht der Burner, man war mal dort, ist da also hergefahren, aber eine Erleuchtung sieht definitiv anders aus.

Aber ! die nächste Erkundung stand an. Rollen wir so über die Bahngleise, die heimische Burg quasi schon in Griffweite, halt südlich der Halde Sundernrücken, war mir schon letzten und aktuell heute auf dem Hinweg eine Straßenbautätigkeit aufgefallen.

Erstbefahrung/ Biketrassen/ neu entdeckt: neugierig wie wir halt sind, nahmen wir uns mal die Freiheit raus… . Unweit von uns kamen schon Spaziergänger entgegen. Vor zwei oder drei Jahren hatte man einen Bahnübergang geschlossen. Von Osten her führt hinter der Halde ein Weg zu jenem Bahnübergang. Oder sollte ich sagen, Ex-bahnübergang ? Egal, der zukünftig neue Weg schließt genau da an und so kann man praktischer weise wider zur Halde rüber kommt.

Leider ist man aber am logischen Ende dieser Strecke, eine reguläre Straßenzuführung ( so ab Kilometer 49 ) mächtig was am buddeln. Keine Ahnung was, auf jeden Fall mal mächtig. Nun standen wir da, hatten kurz vorab beschlossen den heimischen Drehspießgrill des Vertrauens – a la Turka – aufzusuchen. Umdrehen war also nicht die Option. Männer und Essen, da gibt es keinen Halt mehr.

Die Basisidee einfach durchfahren schien zwar logisch und ob des schon geschnupperten Dreckschlamm an diesem Tag kein sonderlich erwähnenswertes Hindernis.

Ja Pustekuchen ! Zwei drei Meter konnte man einrollen, dann war nix mehr zu machen. Die Reifen waren derart schnell mit der Lehmtonpampe zugeklebt, das man nur noch schieben konnte. Und jetzt kommt es ! Selbst schieben war nach nur wenigen Radumdrehungen keine Option mehr. Es klebte förmlich alles zu. Klar, auch die Schuhe wurden von Schritt zu Schritt immer schwerer und man fühlte sich an jenen Taucher aus der Frühzeit erinnert. Also jenen die mit Bleischuhen und Bleigürtel zum Meeresgrund hinabtauchten.

Ich schulte kurzerhand mein CAADX und auch der Kumpel hatte keine andere Chance. Doch was dann ? Einfach so weiterfahren war auch nicht möglich. Die Lehmpaste klebte so an den Rädern das jeder für sich versuchte das Zeug irgendwie wieder los zu werden. Ich hatte dann noch die Aufgabenstellung meine Schuhe von unten frei zu machen. Denn die komplette Sohle war mit einer mindestens 1cm dicken Schicht zugekleistert. Die Kleats waren gar nicht mehr zu sehen.

Ich suchte mir einen noch zu gebrauchenden kleinen Ast, hockte mich an die Seite auf den Randstein und popelte langsam den Siff raus. Schuh für Schuh, immer wieder mal ausgeklopft und dann das CAADX noch grob fahrfertig gemacht. Adler ! war das ein Erlebnis. Sowas hatte ich definitiv in all den vielen Jahren Radfahren noch nicht. Und ich kenne ein paar ganz üble Dreckstrecken, gerade zu dieser Jahreszeit. Das aber der Dreck so an den Klamotten oder am Fahrrad hängen bleibt…
…das hatte wohl noch keiner von uns beiden. Ne, war aber auch mal lustig, wenn man sich mit soetwas beschäftigen muß.

Der Rest der Fahrt war dann aber wieder relaxed. Schön nach a la Turka gefahren, so ein Leckerli verzehrt, noch ein wenig sacken lassen und dann trennten sich unsere Wege. War ein schöner Tag, wenngleich…

…so ein wenig Sonne hätte schon sein dürfen.

Natürlich war dann diesmal wieder eine gründlichere Reinigung des Fahrgerätes fällig. Auch wenn es unsinnig erscheint. Auf dem Stück Wise, wo ich das CAADX immer mit dem Wasserschlauch abspritze, muß inzwischen gut 2cm mehr Erdreich sein. Zumindest aber nach der heutigen Aktion.

19.064km/ 02.01.2018

Januar 2, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ volle tausend Kilometer/ Biketouren/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: es ist mal wieder soweit, ich habe den nächsten Tausender voll geradelt. Fangen wir mal von vorne an.

Heute früh im Grunde alles wie gehabt. Espresso kippen, Süßkram als Unterlage einwerfen, den „Motor langsam hochfahren und warm werden“ und dann ab. Keine besonderen Vorkommnisse auf der Anfahrt, es war warm-frisch, also temperaturmäßig ideal beziehungsweise ich war passend gekleidet, der Wind hielt sich in Grenzen. Bravo !

Auf dem Job angekommen, mich kurz gemeldet, dann umgezogen & frisch gemacht um mich dann nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Es war alles im grünen Bereich, ich brauchte keine Tour übernehmen und im Grunde war ich…

…überflüssig !

Also den schon vorab gedanklichen Joker aus dem Ärmel geholt und einen spontanen Tag Urlaub eingereicht. Der Joker sah so aus, das ich zum einen eine mit Sicherheit längere Heimfahrt machen würde, aber dabei gleich eine der Winter Pokal Classic Strecken abgrasen würde. Und da sollte es dann die WPC Unna Bahndammflitzen sein. Diese Strecke weil sie wohl aus dem Kopf eine der längsten „Events“ ist und ich ja nun reichlich zeit hätte. Also wurde das mal ganz geschmeidig angegriffen.

Dank seichter Brise von hinten rollte es ganz gut. Kleines Leckerli hatte ich am Hinterreifen. Gerade eine halbe Stunde unterwegs wurde er weich. Hat also Luft verloren und ich hab dann einfach nur nachgepumpt. Während der Fahrt lugte ich immer wieder nach hinten und bei fast jedem Stop wurde der Druck kurz mit dem Daumen kontrolliert.

Beinahe wäre ich an der Seseke weiter gefahren, hätte dann so aber die Querung rüber nach Unna verpasst. War aber alles soweit gut. Nach grob einer Stunde stand ich am Bahndamm.

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Kurz nach der Ankunft auf dem Alten Bahndamm Unna wurde mir das aber zu bunt mit dem Hinterreifen. Jetzt hatte der Reifen eine Unwucht. Ich kramte alles Notwendigkeiten raus, drehte das Rad auf den Kopf, kontrollierte noch mal den Druck und drehte dabei das Hinterrad…
…da hatte es sich doch glatt ein dickerer Stein im Profil gemütlich gemacht. Also raus mit dem Miststück und wieder ohne Schlauchtausch weiter.

Recht weit am Ende des Alten Bahndamm Unna dachte ich noch so an die Greifvogelattacken die schon mal in der Zeitung standen. Kurz vor Illignen schaue ich so in einen nackten Baum und denk noch so:“was sitzt denn da ?“ Und es war ein Greifvogel ! Was das jetzt für einer war, schlagt mich tot. Er hatte einen recht weißen Bauch/ Brust und der Rest war ein schönes braun.
Das wär was für Linsenfutter gewesen. Erst also ich schon fast unter ihm war, flog er von dannen. Was für ein Anblick. Aber auch der Rest der Strecke war inzwischen vom Wetter her sehr ansehnlich…

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Immer weniger Wolken machten es der Sonne leicht ihren Schein zu entfalten. So kann das immer bleiben ! War dann aber leider doch nicht so. In Welver gab´s dann den ersten kurzen Stop und ein Posting im Radforum

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Jetzt war ich im Claim vom Kumpel hier aus´m Dorf. Und wer weiß, vielleicht würde er Langeweile haben ? Ich hielt kurz inne und machte mich dann wieder auf. Im Kopf braute sich aber so langsam die Idee zusammen, wenn man doch eh schon am Channel nach dieser Strecke rauskommt, kann man doch gleich via Ahlen rüber nach Drensteinfurt. Praktischerweise hätte ich so gleich zwei WPC´s abgeradelt. Und der Tag hatte ja noch genug Zeit für mich über.
Bis dahin wurde aber erstmal in Dinker ein erster richtige Stop gemacht. Eine Bäckerbude am Rande der Strecke schaute verlockend aus und das Radlerherz brauchte mal ein wenig Kaffee oder eher Kakao, Süßkram und eventuell auch mal einen normalen Stuhl unterm Arsch.

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Gut Kakao gab´s nur aus der Kühlung, also nahm ich dann doch den Kaffee und ein Stückchen Kuchen. Der Kaffee ist, nun sagen wir mal es mal den Worten meiner Mom: „eher was für Herzkranke.“ Kann man bedenkenlos trinken, war schön warm, mein Hauptaugenmerk, aber wer wirklich aromatischen Kaffee bevorzugen würde… .

Ist aber auch egal, denn die ganze Rutsche hatte mir gerade mal zweisechzig aus dem Portemonnaie entlockt. Passt ! Also weiter, mit dem sich wieder aufheiternden Wetter…

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Am Kanal ( = Channel in Memory of the Channel Challenge ) angekommen stand der Plan. Ab rüber nach Ahlen. Denn in Dinkern sagte Freundchen Google-Maps ist nur ne´ Stunde gekurbel, geht also. Und wir stehen ja eh schon am Kanal, kann also nicht mehr so heftig sein. Auf dem Weg dorthin wurden dann die 19.000 Kilometer voll gemacht…

Leider kam der Wind jetzt nicht mehr von hinten, sondern schon von quer. Kurzer Zwischenstop um den Wasserhaushalt grundlegend zu renovieren.

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Bis Ahlen und da durch war ja kein Ding, das spulte ich recht gut ab. Also wurde die Schleife rüber nach Drensteinfurt angegangen.

Byrton: in Weelver am alten Scheunentor hatte sich ja schon der Bryton via Meckerpipston gemeldet. Der Akku ist nicht mehr ganz voll. Ich dachte mir nur:“nun gut, wird sich zeigen. Den normalen Tacho hab ich ja immer noch mit dabei.“ Dann war’s aber doch soweit.

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Der Akku hält also noch gute eine Stunde plus ab dem Meckerpipston. Leider ist so aber die gefahrene Strecke auf Strava dort dann auch „abgerissen“. Juckte mich aber herzlich wenig, ich hatte in den offenen Abschnitten rüber nach Drensteinfurt genug mit den Windattacken zu tun. Und, ich spielte schon die Gedanken durch, ob ich im Eishaus noch Brennstoff fassen könnte. Dem war nicht so, wie man sieht…

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Geht erst wieder im Februar los. Ja blöd gelaufen, was machte dann jetzt hier in Drensteinfurt ? Keine Läden, der Dönermann spricht mich nicht so an, wäre auch eine Nummer zu heftig gewesen. Bin dann rüber zum Radladen um dort eventuell noch ein paar Riegel schnappen zu können. Da war aber noch geschlossen. Drinnen lief man zwar schon rum, aber potentielle Kundschaft sichtbar außen, scheint dort niemanden… . Lassen wir das. Ich beschloss dann mich also einfach durchzubeißen.

Brauchte ich aber nicht, denn passgenau an der Abbiegung wo’s wieder auf Streck geht ist ein Metzger samt Bäcker und die hatten schon geöffnet. Das passte dann wie Arsch auf Eimer. Ich hockte mich drinnen hin, wärmte mich noch etwas auf und stopfte mir das Blätterteigteil ganz leckerer Güteklasse, ich steh ja auf so´n Mist, und das Puddingplätzchen in den Fresscontainer.

Hier muß man sagen, die Bedienung war sowas von freundlich und die Auswahl auch nicht schlecht. Klar Kuchen und Kaffee, diesmal mit der gleichen Maschine zubereitet wie wir sie in der Firma haben, dann noch was belegtes vom Metzger nebenan. Kann man sich immer auf den Schirm holen. Dann ging’s in den Endspurt, frisch gestärkt läuft es…, eigentlich besser. Umeigentlich hockte ich jetzt schon eine gute Weile auf dem Bock und der Gegenwind tat sein übriges. Ich kam zwar vorwärts, aber so richtig flott oder motiviert war ich dann doch nicht mehr. Aber man muß ja ankommen.

Auf dem Weg in meinen Claim dachte ich noch eine gute Streckenkombi aus meinem Kleinhirn auf die Räder. Befestigter Untergrund in Nebenstraßen mit Windschutz, was will man mehr ?

Befestigter Untergrund war mal ein guter Plan, denn inzwischen sah das CAADX und ich aus, als wären wir seit Novosibirsk auf der Piste. Die Leute schauten schon so. Ich gönnte mir aber noch einen letzten kurzen Stop an einem Lippearm jenseits des Kanal, schoss noch zwei Bilder, eines vom sauigen CAADX, nur mal so um einen Vorstellung davon zu bekommen…

Naja, und weil das CAADX aussah als wie eine Drecksschlampe, habe ich mich dann doch dazu aufgerafft mal wieder eine kleinere Pflegeeinheit samt Kettenölung durch zu führen.

18.934km/ 31.12.2017

Januar 1, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Biktouren Bilder: der Tag war angebrochen und der Wetterfrosch munkelte was von Regenpause bei sehr guten Temperaturen. Also mal um irgendwo nach elf in die Bikesachen geschlüpft und das CAADX aus der Fitness-Garage gezerrt. Die Strecke die ich dann auch gefahren bin hatte ich schon grob im Kopf. Feinheiten würden sich ergeben. Ausgelassen habe ich nur die Haldenauffahrt zur Halde Kissinger Höhe. Jene aber auch nur, weil die Uhr schon gut weiter war als ich dachte.

Denn, nicht ganz unwichtig, also eigentlich letzten Zwischenstopp, hatte ich den osmanischen Drehspießgrill-Man im Hinterkopf. Bis zum traditionellen Abschlussfuttern beim Griechen würde es noch lang werden, also muss da mittags was eingeworfen werden.

Die Fahrt selbst stand unter einen extremst entspannten Stern und so tuckerte ich mehr gemächlich erstmal los. Hier eine Schlammpiste gewählt, dort einen gröbere Schotter oder Schlaglochpist, dann mal wieder so oder eben so. Schnell wurden zwei Dinge klar !
Da wo’s keinen befestigten Untergrund hatte, da war Schlickrutschen vom feinsten angesagt. Immer wider kurbelte ich konzentriert im Berggang durch die feuchten Untergründe, um Haftung ringend.

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Der zweite Part war der Wind. Alder ! der bließ mal ganz übel aus süd-west-west. Bei dem Wind große Rennradpisten abschrubben kann überhaupt nicht nett sein. Aber zum Glück hatte ich das ja nicht vor. Also gab es weiterhin immer wieder Kombinationen mit den Nettigkeiten die ich so hier in meine Claim kenne. Hier zum Beispiel am Ende, oder Anfang, je nachdem wo man einsteigt, die Stairway to heaven, wo es schön an ein paar Felder vorbei geht, ein schmaler Trampelpfad und mit Wald am Ende.

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Aber scheinbar kenne ich wohl nicht alle Nettigkeiten alleine. Denn ich war recht erstaunt das ich…

…in einem mir als nur sehr gut bekannten Abschnitt jede Menge Breitreifenspuren fand. Recht eindeutig machte sich hier wohl gleich eine ganze Heerschar an MTB´ler den Spaß die Strecke zu nutzen. Die Reifenspuren waren recht frisch, Teile der Strecke so ausgefahren, das man echt schon das Gefühl bekam, hier sei eine ganze Kolonne durchgefahren.

Was mich jetzt aber noch mehr wunderte, im Sommer, also als ich mir diese Abschnitte mal vorsicht angeschaut hatte, war da nix von zu sehen. Nein, es war ja sogar so, daß man dort teilweise nur schiebend durch´s Unterholz kam. Ich hatte dort den einen oder anderen Ast von diversen Sturmschäden bei Seite geräumt. Macht sonst keiner, auch von den sonst unzähligen Hundegängern nicht. Erst im Frühherbst hatte sich die Lage dort wieder in Richtung fahrbar geändert. Es ist also so, nutzen tun sie das wohl alle gerne, nur wenn mal etwas Pflege angesagt ist…

Ich hatte jedenfalls meinen Spaß und so ging es noch ein Stück am Kanal entlang. Und, oh Wunder, es tat sich ein echtes Sonnenfenster auf.

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An dem Punkt schaute ich auch mal auf die Uhr und beschloss noch einen kleine Sightseeing-Runde über den Lippepark zu machen und von dort aus eben die Möglichkeit des Mittagmahls in Angriff zu nehmen. Anders gesagt: für den Haldenaufstieg rannte mir etwas die Zeit davon. Man will ja oben angekommen auch noch etwas die Aussicht genießen.
Al la Turka hatte geöffnet, ich stellte mein CAADX draußen bei den Bänken sichtbar ab und bestellte mir mein Mittagessen. Noch ein Uludag mit dabei ein wenig sacken lassen und dann wieder aufs CAADX geschwungen und noch ein paar zarte Streckenmeters durch eine spontan erinnerte Buschschleife gefahren. Die nochmals kleine Runde über die hier im Block liegenden Spielplätze konnte ich mir auch nicht verkneifen. Aber auch dort zeigte sich, die Rasenflächen, speziell die am Hang, waren vom Wasser der letzten Tage so vollgesogen, daß es zumindest an der letzten und dann auch noch kniffeligen Steigung schwer war, den Reifen im Rasen zu halten.

Natürlich gab´s hinterher noch eine aber auch dringend notwendige und zünftige Bikewäsche. Cool war dann, reibe ich das CAADX gerade so trocken, klopft ein vermeintlicher Unhold an´s Burgtor. Und siehe da, der Kumpel aus dem Claim war gerade auf dem Weg nach Werne und vernahm wohl optisch meine Wenigkeit aktiv im Burghof. Und so ließ ich ihn ein, wir plauschten noch ein wenig bis wir uns mit einem guten Wunsch-Gruß fürs neue Jahr verabschiedeten.

( Die restlichen Bilder von der Runde sind wie immer auf Flickr zu bewundern. )

Und weil das Jahr ja nun auch beendet ist, die Zahlen für das gelaufene Jahr. Mit insgesamt 10.932 Kimoteren knapp an den 11.000 Kilometern pro Jahr vorbei ist auch daneben. Ist doch alles gut, mehr war auch nicht mein Ziel. Ich finde, 10.000 Kilometer pro Jahr ist genug. Realistisch gesehen fehlen aber nur 68 Kilometer, aber ganz ehrlich, so die Motivation hatte ich heute nicht. Denn ich wusste ja was da draußen für ein Windchen bläst.

Und was mache ich heute so… ? Noch keinen großen Plan, war dann doch wider zu spät für mich gestern, habe zu lange im Bett gelegen…

 

Rumgelaber 09:27Uhr/ 25.12.2017

Dezember 25, 2017

Bikealltag/ Biketouren Bilder: ein Bild als Einstand…

…also nach dem gestrigen Tag, heute früh erstmal einen zünftigen Espresso double und noch etwas Christstollen. Das muß & wird reichen als Frühstück.

Gestern schön das Fundue in den Schlund gekloppt, hat wieder bestens gemundet, nur leider bin ich dann nach zwei Weinschaumcremé als Nachtisch ein wenig ins Fresskoma gesunken. Da ging nix mehr. Ich war derart fettich wie Brötchen, daß ich echt überlegte mich schon in die Horizontale zu begeben. Nach einer innerlich gefühlten Ewigkeit bin ich dann aber wieder „bei gekommen“ und war guter Dinge.

Aber, auch wenn’s wirklich schön war, ich werde wohl gleich nach dem Frühstück mich etwas draußen auf meiner Terrasse dem „Pumpen“ hingeben. Ich muß mich einfach bewegen. Denn nachher kommende Schwiegereltern und dann geht Das große Fressen weiter.

Und somit, als Tagesgruß, allen einen schönen Tag noch !

18.695km/ 15.12.2017

Dezember 15, 2017

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: erste Textzeilen vom…

Montag: Schnauze voll, aber sowas von ! Von vorne erzählt, also morgens. Da war die Welt noch in Ordnung. Draußen hatte es arg getaut, ich machte ein zwei Probeschritte auf der Straße und montierte dann wieder den Laufradsatz mit den Cyclocrossreifen. Anders gesagt, ich mußte nicht mit den klotzschweren Spike-Reifen zum Job rollen. Zudem hatte ich wohl noch eine gute Brise von hinten, was den Schnitt mal mächtig anhob. Das mit der Heimfahrt war dann eine andere Geschichte.

Den Tag über hatte ich in Wuppertal zu tun. Kurz bevor ich auf die von mir ausgesuchte Umleitung einbog, bimmelte das Mobil. Chef meinte ich solle die andere Runde in Wuppertal auch noch machen, weil… . Iss auch egal. Das hatte dann zur Folge das ich anschließend von Wuppertal Elberfeld bis nach Dortmund Zentrum gute vier Stunden unterwegs war.
Gefahren bin ich quasi nur überland, das sowohl die A43 als auch die A1 vom Stau derart dicht waren, das ich nicht mal in die Nähe einer Auffahrt gekommen bin.

Leider waren aber auch inzwischen alle, aber wirklich alle Neben- u. Umleitungstrecken voll bis oben hin. An jeder Ampel staute sich das. Selbst die Nebenstraßen, oft ja 30ziger Zonen, waren voll mit roten Lichtern vor mir. Als ich dann mal ein Stückchen bei Herdecke auf der B54 fuhr, mit gewagten 50-60km/h, kam mir das vor als würde ich wahnsinnige 300km/h fahren. Naja, und so kommt es, daß ich heute da etwas ungehalten bin. Mal sehen wie das morgen so wird.

Dienstag: ein neuer Tag, eine neue Chance. Und ja, man kann sagen, es lief deutlich besser als am gestrigen Tag. Morgens erstmal einen Espresso double, dann, super ungewohnt für mich, mit der Blechkutsche zum Job.

Nach der Schicht dann aber wieder aufs CAADX gestiegen und erstmal ein paar Meters gerollt,…

…das war die Welt wieder super in Ordnung !

Das sind dann so Momente, wo man, also gerade ich merke, wie sehr das Radfahren inzwischen in meinem Leben ein festern Bestandteil ist. Und auch am nächsten Morgen merkte ich das noch deutlicher. Dazu aber gleich mehr. Jedenfalls schob ich nach der Ankunft auf der Burg noch eine Trainingseinheit hinterher, ebenfalls schön draußen auf der Terrasse. Ich war zwar gut angezogen, aber die frische Luft pustet meinen Laib nur so durch. Den Stress vom Vortag wurde ich nicht ganz los, erschossen sank ich ins Bett.

Mittwoch: an jenem Morgen machte sich mein Kreislauf bemerkbar ( jetzt also zu dem „gleich“ ). Also eher macht er sich nicht bemerkbar. Denn als ich nach dem Weckerbimmeln mich aufrichtete, spielte er mir eine Streich. Mußte ich doch tatsächlich erstmal ein paar gute Minuten auf der Bettkante hocken, weil mir wohl etwas schwindelig war. Nicht ganz so tragisch, aber es war so, also sei mein Körper schon aufgestanden, mein Kreislauf würde aber noch im Bett liegen. Mit ein paar guten Atemzügen, also aktiv ausgeführt, kam dann aber alles zum laufen und der Tag konnte beginnen.
Vielleicht war es aber sich nur wegen dem „Mittwoch“. Denn schon letzte Woche Mittwoch hatte ich einen kleineren Hang-Over.

Nachmittags entschloss ich mich eine kleinere Verlängerung als Heimfahrt einzuberaumen. Wetter war zwar nicht so prickelnd, immer wieder mal etwas Regen, aber wirklich viel war das auch nicht. Hat sich gelohnt die Heimfahrt, war schön. Hier ein Bild wo ich unter der A2 herfahre…

Donnerstag: der vorletzte Tag dieser Woche. Heute früh klappte mal alles besser. Espresso mundete, ein paar restliche Dominosteine dazu und dann ab aufs Rad. Vorher noch mal zwei Stöße Luft auf´s Vorderrad, dann ab durch den Regen. Auf gut der Hälfte der Strecke guter Niederschlag, angekommen war’s nun doch leicht feucht. Die Drive-Time konnte ich auf 1h+ strecken. War aber nur eine kleine Schleife.

Nachmittags war es zunächst noch fast warm, Extra T-Shirt und U-Buxe wurden im Gepäck verstaut. Zudem hatte ich noch Rückenwind, was der Fahrt eine gewisse Speedlastigkeit verlieh. Zunächst war mir das noch gut egal, doch dann machte ich mir so eine Kopf. Wie die Fahrtzeit bei der Strecke überhaupt nahe der 1h bringen ?

Ein Plan B mußte her, Streckeninspektion wurde gemacht. Zuerst wurde der Kraftwerk-Hügel ( ca. Kilometer 9 bis ca. 11,8 ) genutzt um jenes zu umfahren. Reichte immer noch nicht. Also erstmal weiter am Kanal gebrettert. Lief verdammt gut, reichte also immer noch nicht.
Ab Kilometer 19,5 bis ca. Kilometer 20 hatte ich noch die Strecke des Kanal-Cross Teil 1. zur Inspektion. Als das Wetter noch besser war, bin ich da schonmal durch. Ging da ganz gut. Heute war an der ersten Steigung schieben angesagt. Der Boden war derart aufgeweicht, das die Schuhe mit der kompletten Sohle gut im Boden Stecken. Schieben war eh besser, denn wenn es dort so nass ist, haben die Reifen fast keinen Trip. Kommt dann noch hinzu, das etwa auf halben Weg der ersten Steigung ein paar üble große Brocken fest im Boden lungern. Will man da rauf, und sind jene nass, dann rutscht der Reifen drauf ab. Kommt man von oben runter, kann es dort einem den Reifen arg wegsemmeln oder gar zerhauen. Wegsemmeln hatte ich schon mal.

Oben im Weg hatten wieder ein paar Deppen Stämme quer über den Weg gezogen. Hab ich dann auf die Seite geschafft. Jedenfalls reichte so die Fahrtzeit. Alle gut, noch eine Trainingseinheit hinterher und der Tag konnte in der heißen Dusche ausklingen.

Freitag: der letzte Tag der ereignisreichen Woche, da dachte ich mir, da geht noch was. Morgens aufstehen klappte fast gut, den Rest erledigte der Espresso und die Routine.

Nachmittags war es dann soweit. Im Kopf hatte ich recht klar eine Strecke die ich fahren wollte. Außerdem hatte ich endlich den Titel für diese Fahrten, Strecken oder eben nur Ziele gefunden. Jene laufen jetzt bei mir unter der Bezeichnung WPC, wie Winter Pokal Classic. Strecken oder eben Ziele die ich schon seit Jahren, meist im Rahmen des Winterpokal, anfahren oder zurücklege.
Und so stand für heute die Strecke via Sesekeradroute, durch Bönen durch, dann noch das Industriegebiet bei Bönen passieren um dann Richtung Dorf zu kurbeln. Hier die WPC Seseke-Bönen-Dorf-Kanal Strecke im ganzen.

Beim Start hatte noch gute 5 bis 6c°, es war recht windstill und trocken zudem. Also Idealbedingungen für eine nette verlängerte Heimfahrt. Mein Vorhaben noch schnell in der Family-Gruppe breitgetreten wie in etwa: „drehe noch eine kleine Extrarunde„, und dann los.

Schon am Abend vorher hatte ich ein paar Vorbereitungen getroffen. Eine zweite Trinkflasche, noch eine kleine Extraflasche Wasser und noch eine weitere mit etwas Fruchtsaft. Ein paar Riegel in die Lenkertasche geschmissen, Wechselhandschuhe, noch ein Mützchen, ich war also gut vorbereitet. Nach ein paar wenigen Kilometern der ersten kurze Stop, Abendhimmel ablichten…

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Dann ging es über besagte Strecke. Es passt wirklich alles, man muß auch mal Glück haben. Ich kam gut voran, durchfuhr schnell noch Kamen, dann mal eben Bönen, was ja nicht so super zu durchfahren ist, schaut da auch nicht so nett aus, landete dann aber nach knapp eineinhalb Stündskes plus im Industriegebiet Bönen.

Dort entschloss ich mich, schnell einen Riegel in den Mampfaparat zu schieben, nochmal gut an der Pulle nuckeln und direkt danach überschüssiges Nass in der Natur abzulassen. Muß ja auch mal sein. Das CAADX durfte sich liegend ausruhen…

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…dann ging’s wieder weiter. Kurz vorm Ortseingang Dorf war mir aber langsam etwas frisch geworden. Also ein letzter kurzer Stop, die Sturmhaube wurde über den Würfel gezogen, dann die Helmmütze wieder drüber und alles war gut.

Insgesamt rollte ich zwar vom Schnitt her nicht sonderlich fix über diese Runde, aber das täuscht. Hier und da war ich richtig schnell, dafür aber in einigen vielen Abschnitten, ja da hab ich halt ein wenig getrödelt. Macht ja nix, einfach nur für schön rollen lassen, so durch die Dunkelheit.

Natürlich war am Ende der Fahrt noch eine Pflegeeinheit fällig. Dann kam auch ich die Dusche, die Klamotten in die Wäsche und der Bauch wurde wieder angefüllt. War doch eine nette Tour.

Und jetzt bin ich hundemüde, war eine anstrengende Woche, Bauch voll, zwei alkoholfreie Bierchen noch drauf gegossen, eine kleine Schale Chips als Nachtisch und gerade noch eine Tafel Schokolade als Betthupferl. Ich kann mir das ja leisten. Schönes Wochenende noch !

Home of mude/ 18.491km

Dezember 8, 2017

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: …naja, und dann war eben Freitagnachmittag. So grundsätzlich war ich etwas demotiviert. Denn ursprünglich dachte ich könnte ich mal was längeres daherzaubern.
Erst am Kanal entlang, an der heimischen Burg vorbei, weiter hoch und dann recht ab bis nach Ahlen und eben über Ahlen rüber nach Drensteinfurt. Von dort aus denn wieder nach Hause. Wäre grob ein guter Hunderter geworden, mit entsprechender Strampelzeit. Ja, ich hatte sogar schon diverse Trinkvorräte für unterwegs bereit gelegt. Doch der Wettergott sprach nicht gerade von Idealbedingungen. Niederschlagwahrscheinlichkeit jenseits der 65% dazu Temperaturen…

Gut, ich habe gekniffen, bin eingeknickt, ja verweichlicht und habe mich auch wenig dem Schicksal hingegeben. Andersrum dachte ich mir, es müßte was entspannteres her, nach fünf Tagen mitten in der Nacht aufstehen und dann on Tour gehen. Ob das also dann eine so gute Idee war zu kneifen…

…denn wie ich so daher rolle, fallen mir dann immer recht spontan die Streckenabschnitte ein, wo ich schon lange nicht mehr war. Also muß man da doch mal wider hin. Schauen wies dort ausschaut.

Also erstmal zum einrollen etwas Sesekeradweg, dann noch ein Stückchen Kuhbachtrasse und dann begann der Scheiß schon. Erstmal eine bei dem Wetter gröbere Verbindung rüber zur Halde großes Holz. Volle Pfützen, grobes  Steinzeugs hier und da und immer wieder Schlammpes !

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Aber noch alles locker… . Denn die nächste Einspielrunde gab´s dann am Fuß der Halde großes Holz. So langsam stieß man auf einen den wohl mir bekanntesten aber auch verrücktesten Streckenabschnitt zu.

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Der No-Grip-Area ! Seht Euch das genau an…

 

Und ja, der Name ist Programm, aber sowas von. Hier hat man den Spaß, den man früher als kleiner Junge nicht haben durfte, weil Mutti sonst mit dem Nudelholz hinter einem her wäre. Wie man sieht ist diese Strecke kaum 1.000 Meter lang aber…

Das ganze ist ein relativ breiter „Trampelpfad“, jedenfalls wenn man aus der eher südlichen Richtung vom offiziellen Weg leicht schräg links auf den Pfad stößt. Der Untergrund ist kaum verdichtet oder gar bewachsen und liegt zudem am Fuße eines rechtsseitigen Hanges. Dort kommt dann bei entsprechender Niederschlagsdichte das ganze Regenwasser in diese Senke, ergo auf diesen Weg.
Jener saugt sich dann voll und man diese Untergrundbeschaffenheit. Über felgentiefe Schlammkuhlen, aber on top, noch mit Fahrspuren drin. Da sind also ein paar Kollegens mit breiteren Grobstollenreifen unterwegs. Ich mutmaße aber mal, jene rollen vom anderen Ende her an.

Denn dort ist eine Steigung. Blöd nur, wenn man aus der meiner Richtung anfährt. Denn dann muß man diese Steigung noch hoch. Groß Schwung holen geht aber nicht, da die Reifen um Haftung im Untergrund ringen. Auch wenn das mit dem Schlamm zur Steigung hin weniger wird. Diese Nettigkeit von Steigung hat aber noch eine sehr lehmhaltigen Untergrund und, da jener wohl nicht nicht schmierig genug ist, das feuchte Laub lungert da auch noch drauf.

Also ich mußte da heute absetzten und den Bock hochschieben. Aber selbst das Hochlaufen kann etwas rutschig sein. Macht aber voll Bock bei dem Wetter. Ich denke, nächste Woche…

Am Beversee bin ich auch vorbei gefahren, aber nicht die volle Runde, um dann anschließend via Verbindung Waldspielrunde – Beversee & Schacht 3 rüber noch einen Teil…

 

…der Waldspielrunde zu machen. Auch dort lungerte tiefer Schlamm in mir bekannten Manier im Waldboden. Hier ist das aber eigentlich immer arg feucht, da ein Wasserlauf die Strecke überquert. Oder überquert die Strecke den Wasserlauf ? Egal. Ganz blöd ist aber, das noch reichlich Wurzelwuchs im Boden auf die Reifen wartet. Wer die Strecke fahren möchte – biddöschööö. Ich war ja schon länger nicht mehr dort, und bin dann auch erstmal abgestiegen und hab mir die Sachlage genauer angeschaut. Dann habe ich mich dazu entschieden, den wirklich brisanten Teil tragen-schiebend zu umgehen. Hier mit der Hackfresse lang im Schlamm zu liegen oder sich noch was getan zu haben ist kein Leckerli.
Das bei den Zuständen hier Hundegänger vorbei kommen halte ich gelinde gesagt, für schlichtweg sehr unwahrscheinlich. Lottogewinn ist da wohl eher drin.

Es gibt auf der linken Seite eine Möglichkeit recht gut um das Wurzelzeugs rum zu kommen. Der Pfad war aber heute so spontan nicht auszumachen. Auch lagen überall ein paar fettere Äste, oder eben dünnere abgebrochene Stämme rum. Da hüpft man mit dem Bike auch nicht ma´ eben so drüber. Könnte ich mir nächste Woche nochmal in Ruhe anschauen. Wenn das dann nicht schon zu dunkel sein könnte.

Aber leider wurde es Zeit nach Hause einzurücken, die Uhr rückte dem Fahrende und einem „Termin“ immer mehr entgegen.

Zu guter letzt mußte natürlich noch eine kleinere Pflegeeinheit gemacht werden. Bei so einem Wetter kommt das übrigens öfters vor.

18.270km/ Channel Challenge 2017/ Nachtrag !

Dezember 2, 2017

…und sonst ?/ Newsticker: habe ich gerad via dem Blogroll-Reader aufgeschnappt, die nette Mitfahrerin Sonne_Wolken hat nun auch ihren Bericht von der Fahrt veröffentlicht. Sind ein paar tolle Bilder mit drin.

Bikealltag/ The Cure – Forest/ crasy Fahrten/ Biketouren/ Channel Challenge/ Bike & Biketouren Bilder: und ab ging die Post, ungefähr 110-120Kilometer bei dem Wetter. Wobei…

…ganz so easy fühlte ich mich nicht. Eigentlich war ich zu spät im Bett, der Espresso am Mittag halt, dann war die Nacht noch irgendwie unruhig, mir war kalt, was auch wieder klar war, da ich fast den ganzen Tag nur vor´m MacBook Air gehockt hatte und irgendwelchen Scheiß bearbeitet-macht oder eben mal wieder Bilder sicherte.

Dennoch gelang es mir nach dem sehr frühen – 06:20 Uhr – Weckerbimmeln und einem kurzen Umdrehen den Arsch in die Küche zu bewegen. Dort hab ich mir dann erstmal einen guten und ebenso doppelten Espresso in´s Kleinhirn geschraubt. Dann lief mein Körper an.

Erstmal die Nase vor die Tür gestreckt, puh, recht frisch aber scheinbar kein Wind. Also in die restlichen Brockens gehüpft, hosentechnisch nochmal kurzfristig umdisponiert, mit Niederschlag war in keinster Weise zu rechnen und dann ab ums Haus rum in Richtung Fitness-Garage. Am Straßenrand saß in geparkter motorisierter Blechkist Sonne_Wolken, also kurz angeklopft.
Während ich noch das eine oder andere am CAADX verstaute, bastelte sie ihr Fahrgerät, aus dem Kofferraum entnommen, zusammen. Kurz noch ein paar Worte gewechselt, dann ging es aber nun wirklich los.

Erste Lagepeilung, knapp oberhalb von 0c°, kaum Wind und wenn nur ein leichter Hauch. Aber, und das war ganz wichtig, überhauptgarkeinen Niederschlag. Bingo. Pünktlichste kamen wir am Treffpunkt an und drehten dort ein wenig Runde, hielten Ausschau nach den anderen beiden „Mädels“. Noch waren sie nicht angekommen, also kurz geparkt, ein paar Worte gewechselt und da kamen sie dann auch schon. Auch hier ein kurzes: „hallo„, kurz die ersten Streckemeter erläutert und schon die scharrenden Füße auf die Pedale gestemmt.

Es lief ganz gut, hier und da noch ein paar kleinere Streckenabstimmungsprobleme, wobei ich auch gar keinen Bock hatte immer vor zu fahren, aber wir kamen am Kanalanfang an. Dort wurde dann kurz pausiert…

…es war ja recht frisch, um alsbald wieder loszurollen.

Der nächste Stop wurde als recht offizielle Frühstückspause vereinbart und befand sich am neuen Brückenschlag. Dort gibt es in einer recht großen Nische mit Sitzgelegenheiten und so wurden die eingenommen.

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Ich für meinen Fall muß sagen, nach draußen wo gemütlich hinsetzten bei der Kälte war noch nicht zumute. Mein Kreislauf geht ja recht fix wieder in der Ruhemodus, es wird kalt und bis ich dann wieder warm werde…

Naja, und dem war dann auch so. Der Trick ist ja der, solange man in Bewegung ist, alles gut. Diese Bewegung sollte so sein, das man zwar warm ist, aber eben auch nicht schwitzt, oder eben nur wenig. Schwitzen bei Kälte fängt irgendwann an echt ungemütlich zu werden. Denn der Schweiß, was ja bekanntlich mehr oder weniger Wasser ist, kühlt einen recht fix aus. Und gerade beim Radfahren, wo dann noch der Faktor des Fahrtwindes hinzu kommt, kann das schneller gehen als man glaubt.

Funktionskleidung hilft da, zumindest bis zu einem gewissen Grad an aufkommender Flüssigkeit, aber eben auch nur über einen gewissen Zeitraum. Blöd ist dann, wenn man aber noch gute 3 bis 4 Stündskes vor der Brust hat und ein Auskühlen droht. Maßhalten ist also angesagt.

Der clever Mann hatte zwar Wechselwäsche mitgeführt, aber die zieht man sich auch nicht ganz so freiwillig draußen in der dann ja oft ungeschützten Natur über. Selbst dann nicht, wenn man unter dem zu wechselnden Kleidungsstück noch ein weiteres in warm hat.

Gut des Rumgejammeres, ein paar Bilder der Fahrgeräte. So unterschiedlich die Räder, so unterschiedlich die Leute. Eine schöne bunte Mischung.

Jedenfalls habe ich dann nach dem wieder losfahren irgendwo unter einer Kanalbrücke mal wieder die Arme kreisen lassen, damit warmes Blut in die Fingerspitzen schnellt. Dann ging es recht gut. Das Tempo kam mir, auch wenn wir einen Schnitt von unter 20km/h fuhren, recht fix vor. Ein Kaffe-Stop am Preußenhafen wurde aber noch gemacht.
Da war ich jetzt aber konsequent, ich habe mich in die Hafenmeisterei zurückgezogen. Dort war’s warm, man konnte nicht auskühlen, guter Plan.

Die anderen Herrschaften genossen Pommes draußen ich begnügte mich nur mit einem Limogetränk, aber bitte nicht aus dem Kühlschrank. Schade das man oft nirgends einfaches Mineralwasser in Raumtemperatur bekommt. Limo war aber auch o.k., hatte Zucker, also Material zum verbrennen.

Kurze Pause beendet, wieder auf den Sattel geschwungen und alsbald standen wir am Kanalende. Wobei man ja sagen muß, so nach der Pause, da war schon ein wenig die Luft raus. Wird einfach an den eher gemäßigt guten Streckenabschnitten gelegen haben, da wird’s ja stellenweise arg holperig, gerade gegen Ende. Und hier und da war dann dieser kalte fiese Wind, der einem von vorne kackfrech ins Gesicht bließ. Gut für mich nix neues, ist ja quasi meine Hausstrecke. Und was habe ich schon geflucht am Kanal…

 

Auch dort wurde ob des Wetters wohl nicht all zulange verweilt, im grunde nur „Beweisfotos“ gemacht, natürlich an den Penguin-Kumpel der in Dänemark mit dem Radeln sein Unwesen treibt verschickt, ein Schluck aus der Pulle, der obligate Riegel und dann wider los. Nächste Ziel stand fest, Preußenhafen. Wie konnte es auch anders sein. Ebenfalls gab es wider gewohnte Nahrung, wobei ich mir diesmal auch ein Portzönchen gönnte. Nur die mitfahrende Dame gönnte sich eine frische Waffel. Sah auch lecker aus, hätte gut als Nachtisch gepasst.
Übrigens, sie hockte dann auch diesmal mit mir drinnen beim Hafenmeister. Hier auch mal meinen besten dank für den warmen Unterschlupf. Ein paar Bilder vom letzten Pausenensemble.

Ja aber auch diese letzte Pause ging zu ende, wobei ich ehrlich gesagt ruhig noch etwas klönen hätte können. Aber man will ja auch irgendwann nach Hause. Und so sind wir wider los. Diese letzte Etappe verging auch wie im Fluge und so standen wir alsbald wieder unterhalb jener Brücke, wo wir den Einstieg machten. Noch eine kurze Danksagung meinerseits, ein paar letzte Streckenmeters in kompletter Gruppe, dann das Ausschwenken der eine einen Zweiergruppe und wir dann eben wieder zur Burg zurück.

Natürlich mußte am Ende der Tour mal ganz gründlich der Wasserschlauch an unsere Bikes. Also das von Sonne_Wolken und eben das mir. Bei mir hatte im vorletzten Abschnitt das Schaltwerk oder waren es die Schaltröllchen, schon hier und da rumgezickt. Da lag ja auch wider diese herrliche leicht lehmige Klebepampe am Kanal…