Archive for the ‘Biketouren’ Category

24.699km/ 14.08.2018

August 14, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Bikebilder/ Biktouren Bilder: also nach dem das Wochenende gelaufen ist und ich etwas zu kämpfen hatte mit der Motivation und die älteste Tochter in einer Nacht & Nebelaktion zum Flughafen gefahren wurde, was dann auch einen gewissen negativen Wachheitsgrad einbrachte, war etwas chillen auf dem CAADX an. Heute früh stand aber erstmal fett frühstücken gehen im bekannten schwedischen Möbelhaus an.

IKEA kann man immer mal machen, ist ja auch Urlaub und ich finde, daß Frühstück geht. Blöd war nur, daß wir von der falschen Seite am Buffet „eingestiegen“ sind und ich das erst kürzlich erspähte Premiumfrühstück nicht vorfinden konnte. Auch egal, noch eine Frikadelle extra mit auf den Teller gepackt und den Lachs von der Holden, den sie eh nicht mag, gegen die Marmelade getauscht und gut war.

Nach dem Frühstück stand dann Rundgang an, der allerdings von uns Männern, also Schwiegerdad und mir, abgekürzt wurde. Wir positionierten uns strategisch gut direkt an der…

…Hotdog Bude. Natürlich ist auch noch einen kleinere Anzahl an Frühstückskalorienlekerli mit abgefallen. Ein wenig Brennstoff sollte schon sein.

Nach diesem Ausflug mußte ich „leider“ feststellen, daß das Wetter geradezu nach einer entspannten Ausfahrt schrie. Und so wurde das dann auch angegangen.

Eine kleine Auswahl an Bildern…

…der Rest wie immer in einem Album. Die Runde konnte ich ganz entspannt unter dem Titel House-Lap abspulen. Denn darunter gibt’s eine ganze Reihe an Streckenvariationen und lässt sich vorwärts sowie rückwärts fahren. Je nachdem wie man Bock hat, oder auch mal der Wind steht.
Landschaftlich ist das eher ländlich gemixt. Hinter Werne, der einzigen nervigeren Ortsdurchfahrt, streift man mehrere kleine Städte und kann so hier und da „aussteigen“ oder eben daran vorbei fahren. Natürlich sind da auch die eine oder andere bekannte Lokalität als Ziele aus zu machen.

Neu entdeckt wurde…, nein eigentlich habe ich es nicht entdeckt, sondern ich wurde darauf aufmerksam gemacht. Als ich gerade so durch Ascheberg rolle, sehe ich an einer rechtsseitigen Querstraße ein Hinweisschild mit Fahrtrichtung Herbern. Ich zücke mal wider die Navikrücke und entschließe mich dann, dem Weg zu folgen. Kurz nach der Einfahrt in diese Straße erspähte ich dann Frye´s Fahrradhof und drehte nochmal bei. Mit dem guten Mann kam ich in´s Gespräch und er empfahl mir halt die Milchpause.

Also, die Milchpause diente mir dann auch passgenau dazu, meinen dahinverdampfenden Wasservorrat auf zu füllen. Das Prinzip ist recht einfach. Eine schöne Gartenlaube mit Kühlschrank und Kühltruhe steht in einem grob eingezäunten Eckchen eines Hofes, direkt an der Straße.
Dort sind dann diverse Milchgetränke in abgepackter Form, aber auch Alkoholfreies für eine geldliche Gegenleistung zu bekommen. Die Preise stehen an der Auslagen. Man nimmt sich was und schmeißt das Geld dann in die Klingelkasse. Beruht also auf Freiwilligenbasis. Eis und Kaffeemaschine war auch dort und sah alles sehr gepflegt aus.

Für die kleinen Gäste standen diverses lebendes Kleinvieh zur Begutachtung zur Verfügung, sowie ein bisschen Spielkram wie ein Ast-Tippi.

Insgesamt hab ich diese heutige Ausfahrt bei einer guten Brise aus westen gemacht, hatte also zunächst fast nur Gegenwind. Lief aber trotzdem nicht schlecht und der Topspeed war mir eh egal. Einfach nur raus und die Luft einsaugen. Hauptziel war ein nette Spaghettieis in  Mel´s Café, was dann aber leider Dienstag Ruhetag hat. Hatte ich nicht auf dem Schirm. Zwar wurde mir die andere Eisdiele noch empfohlen, aber auch jene hatte geschlossen. Blöd fand ich, konnte aber bei einer Bäckerei noch ein kalorienreiches Stückchen für die Hand käuflich erwerben.

Kurz nach der Ausfahrt aus Herbern raus blickte ich auf die Uhr und beschloss recht direkt gen Heimat ab zu drehen. 17:00 war spät genug und noch einen Harken weiter östlich rausfahren wollte ich auch nicht. Denn inzwischen war meine Buxe am kochen. Grundsätzlich hätte ich nur mit der Radunterhose, welche sich ja optisch in nix von einer normale Radhose unterscheidet fahren können.
Dummerweise hatte ich aber noch die Baggy drüber gezogen, da es zum Zeitpunkt der Abfahrt noch etwas kühler schien. Durch diese Kombi war es dann aber langsam viel warm geworden und mein Gesäß verlangte schon nach etwas mehr Frischluft. Ganz blöd war jetzt, ich hätte ja einfach die Baggy ausziehen können. Nur was dann ? Wohin mit dem Teil ?

Da ich nur mit schmaler Staumöglichkeit, dem  Ortlieb Accessory-Pack unterwegs war und jener voll war, hatte ich keinen Stauraum über. Also musste ich da jetzt irgendwie durch. Ging dann aber auch noch und zu Hause angekommen habe ich auf der Burgterrasse gleichmal die Bux fallen lassen.

War eine schöne Runde, habe nur zu wenig gesüppelt. Das wurde dann aber just nachgeholt und ich denke, jetzt geht’s.

 

24.629km/ 11.08.2018

August 11, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: ja was soll ich groß erzählen, viel ist ja nicht passiert, aber…

…in den letzten drei Tagen hat sich das Wetter hier doch arg beruhigt. Hatte es am Mittwoch noch mächtig mit 40c°! auf mein Hirn gebrutzelt, war das am nächsten Morgen schon fast „kalt“. Zumindest ging es. Doch am Freitag war es so, daß ich tatsächlich vor der Abfahrt nochmal in den Kleiderschrank gegriffen habe um mir ein Langarm-Shirt überzuziehen. Die Windstopperweste war genauso mit von der Partie wie die Knielinge.

Endlich wider schönes Wetter.

Mal am Job ankommen ohne im Slow-as-you-can-drive Modus trotzdem schon leicht verschwitzt anzukommen. Einfach mal wider die Lungen öffnen und die erfrischende Luft durchströmen lassen. Am…

Donnerstag: … nachmittag sollte es dann soweit sein. Das abkühlende Unwetter wurde uns angekündigt. Aber ganz ehrlich, ich hab da nicht eine Minute lang dran geglaubt.

Das was kommen würde ja, aber wann, wie und in welcher Menge, daß hatte ich für mich in den letzten Wochen ausgemacht, daß könnten die Wetterfrösche nie im Leben genau voraussagen.

Und so stand ich zunächst noch leicht verwundert vor der Tür des Brötchengebers, in kurzer Regenhose, freute mich innerlich, daß doch Regen dem Grün endlich in ausreichender Menge zuteil werden sollte.

Doch der Traum währte nicht lange. Schon am Preußenhafen angekommen, keine fünf Fahrminuten, ebte der Regen doch erheblich ab. Nur der sturmartige Wind blieb, welcher gut kühlte, mir aber auch mächtig Schub leistete. Mit konstant über 30km/h und nicht selten eher an die 40km/h, flog ich über die Rennbahn. Strava-Segment-Jagd lässt grüßen.

Kurz vor dem Erreichen des ersten Dorfes war mir das dann doch zu blöd, beziehungsweise zu warm. Ich entledigte mich der kurzen Regenhose. Die paar Tropfen sollten mich schon nicht erweichen lassen. Und genauso war es dann auch. Nur die Bikeschuhe mußte vor den Heizlüfter zum trocknen. Am…

Freitag: …war es dann so frisch geworden, das der Griff in die Kleiderkammer…. Aber das erwähnte ich ja bereits.

Da das Wetter auch freitagnachmittag noch lecker war, gönnte ich mir eine Heimfahrt am Channel entlang.

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Endlich mal eine andere Strecke als das ewige dahinkriechen um Schatten zu suchen und bloß nicht zu schwitzen. Jetzt hoffe ich mal, daß das Wetter dieses Jahr an Hitzextremen einen Schlussstrich zieht. Braucht kein Mensch und vor allem…

…wird echt ma‘ wieder Zeit für Tour und wenn’s nur eine verlängerte Heimfahrt ist.

Biketouren/ Touren-Ansage: und in die Heimat will ich auch noch.

Bikealltag Stahl Renner/ Bikebasteln: hatte ich doch die Tage festgestellt, daß am Stahl Renner die hintere Bremsflanke durchgebremst ist.

Da das Wetter wieder ein echtes Nachdenken und einen gewissen Teil an Motivation zulässt, ich außerdem wegen motorisierter Fahrdiensttätigkeit mobil war, wurde das heute in Angriff genommen.

Und so hatte ich am Freitag nach der Ankunft, die Laufräder des Stahl Renner schon mal der Pellen entledigt. Dabei war mir aufgefallen, daß an der vorderen Felge sogar noch das original Felgenband von „damals“ verbaut war. Ein Felgenband, was den Namen noch wert ist, da jenes tatsächlich aus Band besteht.

Innerlich hatte ich mich darauf eingeschossen, unabhängig von den Konsultation in den Online-Fahrrad-Plattformen, unter anderem in dem dafür auch immer gut zu gebrauchendem ( was jetzt nicht bedeuten soll, daß es sonst zu nix zu gebrauchen ist, aber ich bin eben kein „echter“ Rennradfahrer, von daher… ) Rennrad-News Forum, einem Fachschrauben anzuvertrauen.

Da sich Megabike Unna sehr nah bei mir befand und sich bei der letzten Pressfitlager Aktion bewährt hatte, wollte ich eigentlich in diese Richtung abbiegen.

Uneigentlich aber fiel mir ein, und da sogar im logischen Zusammenhang, das hier quasi um die Ecke ja noch ein Schrauber war. Bei der Pressfit Aktion mußte Fahrrad Schricke, ob des fehlenden Werkzeug passen, machte aber auf mich einen durchweg guten Eindruck.
So wie jemand dem man auch mal mit einer Aufgabenstellung kommen kann, die zudem noch an seinem Schätzchen ist. Er wirkte auf mich nicht wie jemand, der nur noch den letzten Hyp aus dem Laden an den unwissenden umsatzbringenden Kunden bringen wollte oder gar müsste !

Also auf dem ersten Drittel des Weges die Route neu im Kopf berechnet… *lach* nein, einfach nur geändert und stand dann recht fix bei ihm im Laden.

Für die Aufgabenstellung blieben nur zwei Wege. Weg Nr.1. alles in neu oder eben Weg Nr.2. die alten Naben belassen und den Rest neu einspeichen.

Ja ich weiß, ich reite das jetzt hier zum x-ten mal auf meinem Blog aus, aber beachtet werden muß die 120/ 123mm Achseinbaubreite, Singlespeed-Antrieb und brauchbare Qualität in Dauernutzung.

Er hörte mir aufmerksam zu, gab auch seinen Senf dazu, was sich durchaus als richtig anhörte, benannte eine preisliche Option, die ich als noch vernünftig einstufen würde. Er würde nochmals genauer schauen was für Felgen für mein Liebhaberstück in Frage kommen würde und sich dann final melden. Hört sich gut an, Prinzip Hoffnung.

Hoffnung ist ja immer, es fragt sich halt nur wie ? Denn eine Felge hatte er schon da, nur die Nabe, auf meine Nachfrage hin, würde nicht annähernd an die vorhanden Qualität reichen. Damit wurde klar gestellt, wohin die Reise geht.

Und somit wird die Schrauberliste um eine weitere Adresse erweitert.

…und sonst ?: hatte ich die Tage wider eine Meldung von meinem Mailprovider, das sich jemand versucht hat in mein offizielles Mailfach einzuklinken und er das geblockt hatte. Also der Mailanbieter. Das hatte ich, ich meine sogar dieses Jahr, schon mal. Ist zwar blöd, aber ich mußte mir wieder ein neues Kennwort einrichten. Dabei hab ich mal wider alles gegeben, denke mir aber, wird kaum helfen.
Denn der Nachteil eine offiziellen Mailfaches ist, irgendwie ist da der offizielle Name drin. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie kommt er an diese Email ? Nicht durch Zufall denke ich.

Zum anderen denke ich aber auch, wenn er einmal die Mailadresse hat, kann man dort ein entsprechendes Programm laufen lassen, was immer wider und dies ganz automatisch, verschiedene Logins generieren und eben testen wird. Es ist also nur ein Frage der Zeit.

Anderseits müßte man doch die IP des Jemand herausfiltern können und sich so „netterweise“ mal bei ihm mit einem ebenso „netten Dankeschön bedanken“. Irgendwie wünscht man sich doch da Hacker zu sein. Die IP dürfte nicht das Problem sein, denn der Mailprovider kann den Angriff sogar auf einer Karte anzeigen. So wird er, oder auch das automatische Sicherheitsprogramm wissen, daß ich eben nicht von dieser Örtlichkeit aus agiere.

Ja so war das, mehr gibt es für heute nicht zu berichten. Nur das es gleich zur Geburtstagsfeier des Kumpel aus´m Claim geht. Hatte heute Vormittag noch alkfreie Getränke eingeholt, ist halt Mitbringparty und werde so nachher dann auch wider mit der motorisierten Familienkutsche anrücken. Eigentlich schade, denn so eine Nightride hätte mal was.

 

24.439km/ 05.08.2018

August 5, 2018

Morgengruß: ich kann’s kaum glauben, draußen bedeckt und nur 18c°. Was auch erklärt warum mir letzte Nacht sogar noch eine einfache Wolldecke in die Finger kam. Und ja, der Wetterfrosch plaudert was nur maximal 27c° und die auch erst am Nachmittag. Könnte also heute von der Hitze her ein eher angenehmer Tag werden. Da werd ich wohl auch gleich das Sonnensegel erstmal einholen, denn das hatte ich gestern hängen lassen. Aber schauen wir ma´…

Bikealltag/ Hitzefahrten +20c°/ The Cure – Forest/ Biketouren Bilder/ (Bike) nachgedacht: zu den Tagen vor heute, die Welt drehte sich weiter, wenn auch für mich in einem anderen, deutlich gemächlicherem Tempo, halt dem Wetter angepasst.

Ganz klar, Radfahren machte im Grunde keine echten Spaß mehr. Morgens geht’s noch, sodenn man einigermaßen ausgeschlafen ist. Nachmittags aber ist das schon „gefühlsecht“. Am Freitag bin ich quasi mehr nach Hause geschlichen als gefahren und hab mir auch ein vermeintlich mehr schattige Strecke ausgesucht. Ob es geholfen hat, vermag ich nicht mal zu sagen. Das wäre auch nicht von Relevanz, denn…

…im Grunde kann man eh nix ändern. Und das ist es auch, was mir mehr zu schaffen macht.

Meine Gedanken gehen nicht nur einfach so weit, das ich sagen: „wann wird es endlich wieder erträglicher ?„, sondern, warum ist das so ? Jeder weiß das der Mensch in den Vergangenheit viel rumgesaut hat, sprich die Umwelt belastet, verdreckt hat und oft ist es so, daß dies aus reiner Profigier ( im richterlichen Deutsch gilt dies glaube ich als niedriger Beweggrund und wird nicht mit Bewährungsstrafen belegt ) geschehen ist.

Wenn ich mir so jeden Tag den Himmel anschaue, dann sah ich nicht einfach Sonne oder eben nur Wolken. Ich sah Wolkenformationen die hier und er Region meines Wissens nach nie oder nur sehr selten so aufgetreten sind. Da sah ich nicht ganz unweit Wolken die normalerweise auf einen Regenguss wenn nicht sogar auf ein Gewitter hindeuten. Aber es kam nichts. Es blieb trocken.
Ich beobachtete thermische Erscheinungen die wohl in den nächsten Jahren auf Windrosen hinauslaufen werden. Das Klima hat sich hier in meinen Augen nachhaltig geändert und keiner sagt was !

Was will man auch sagen ? Die üblichen Verbände die was sagen werden auf der einen Seite belächelt, von der großen Mehrheit ignoriert und sei es nur aus Unwissenheit und von der restlichen Menge als Spinner abgetan.

Leiden wird nur erstmal nur die große Masse. Jene die sich keine Klima leisten können, die schwitzen müssen weil es heiß ist, große Rücksicht wird da eh nicht drauf genommen. Leiden werden auch die alten Menschen, als ob sie nicht schon genug mit ihren Wehwehchen zu tun hätten. Leiden tun aktuell aber auch schon die Landwirte.

Wenn demnächst die Lebensmittel teurer werden, dann geht’s weiter an´s Eigemachte. Die die eh schon haben, werden nur kurz aufstöhnen, wie schwer sie s doch haben. Nichts ahnend von den Schwierigkeiten derer, die anfangen müssen beim teurer Brot zu sparen. Oder was wird demnächst die Kiste Wasser kosten ? Ich denke mir da kommt noch was auf uns zu.

Wir als Hauseigentümer, oder zumindest ich, mache mir auch Gedanken über das Dach zum Beispiel. Sollte man doch die Dachpfannen gegen Sturm sichern lassen ? Praktischerweise könnte man noch schnell ein paar Sonnenkollektoren auf´s Dach pflastern.
Ach ja, in der BRD geht das ja nicht so einfach, Vorschriften & Genehmigungen braucht man. Und da sich das ja nicht alles rechnet…

Falsch gedacht ! Es ist doch egal was es kostet, wenn dadurch unsere Zukunft ein Stück besser wird ! Genug gejammert. Trotz dieser ganzen Geschichten, hilft ja alles nix, etwas Bikepflege war angesagt. Zuerst wurde mal…

Bikealltag Volotec: …das Volotec frisch gemacht und in dem Atemzug auch die fette Schlammwühlbereifung am Hinterrad wieder zurück getauscht. Für die Zuckelrunden hier im Dorf tut das keine Not.

Das CAADX wurde aber auch mal mit dem Lappen etwas fein gemacht. Hat ja auch in der letzten trockenen Hitzewoche so einiges an Kanalstaub aufgesammelt.

Erstbefahrungen: hatte man doch die Tage die Rennbahn neu gemacht, habe ich mich schon gewundert, wenn auch nicht wirklich, das die kleine Stichstraße, die Nördliche-Lippestraße außen vor gelassen wird. Jene noch unter der Rubrik Straßen zu betiteln war schon grenzwertig. Und so hatte ich den zwar noch nicht offiziell frei gegeben Abschnitt mal unter die Räder genommen.

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Mensch war das ein Gefühl, oder besser gesagt, ein Nichtgefühl. Denn früher mußte man immer aufpassen wo man da lang fährt. Jetzt kann man da einfach entlangdüsen.

Der zweite Streckenabschnitt der gemacht ist der Lünen-Süd Track/ Friedhof Track.

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Da bin ich eigentlich im Herbst, Winter oder Frühling oft gerne unterwegs. Dann kann ich von zu Hause aus kommend am Preußenhafen noch ein Stück am Kanal entlang fahren und dann eben schräg-quer rüber um auf die Trasse zum Brötchengeber zu kommen.
Bisher war dieses jetzt neu gemachte Teilstück ein 2 bis nun sagen wir mal 0,7m breiter Naturweg, verfestigt durch die Nutzung, hier und da eine leichte Delle drin, ein wenig wellig und im Ausgangsbereich, wenn man wider das freie Feld sieht, mit ein paar Nettigkeiten bestückt. Etwas Obacht mußte man dort schon haben, denn sonst hätte man sich gut und gerne einen Reifen zerschießen können. Im Erdreich drin lagen ein paar gute seicht scharfkantige Brocken. Halt ein kurzer Fun, aber eben auch lecker.

Jetzt hat man den Weg durchgängig auf 2m gebracht, begradigt und schon den Schotter verfestigt. Ich denke da kommt dem nächst noch eine wassergebunden Oberfläche drauf, eventuell sogar Asphalt ?

Ja so war das. Die Hoffnung liegt auf der nächsten Woche, möge sie von den Temperaturen her milder werden. Ich wünsche der Leserschaft noch einen schönen Sonntag !

NightOfThe100Miles by biking tom

Juli 16, 2018

Biketouren/ NightOfThe100Miles/ lesenswert: moin zusammen, nur kurz rein gereicht Biking Tom hat nun seinen Bericht zur gelaufenen Nacht der Nächte online gestellt <klick> !

23.851km/ 15.07.2018

Juli 15, 2018

Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 52-16/ Urlaub/ Biketouren: nachdem der Freitag erst mit dem Einholen der Neuteile für den Stahl Renner erledigt war, dann der gestrige Tag zum schrauben genutzt wurde, war heute mal wider eine entspannte aber auch intensive Test-u. Erlebnissfahrt angesagt.

Sport & Alltag: am gestrigen frühen Abend konnte ich mich noch zu einem Crosstraining aufraffen, was aber schon grenzwertig war. Denn, da meine holde Gattin von der Frühschicht kam, wurde das Mittagessen erst recht spät zu sich genommen. Jenes bestand noch aus Gyros aus der Pfanne und den standesgemäß dazu gehörigen Pommes. Ja kann ich auch mal gerne zu sich nehmen.
Das dumme war dann aber, ich fiel hinterher in ein echtes Fresskoma. Mit voller Plautze lungerte ich, haarscharf an der Wegdösgrenze auf der schattigen Terrasse rum. Echte Motivation ? Komplette Fehlanzeige. Wenn man so ein Mahl verdauen will, dann dauert das eben lange. Sehr lange ! Aber watt mutt, datt mutt und also selbst in den Arsch getreten und los !

Und um genau diesen Zustand nicht nochmal einreißen zu lassen, stand heute wider etwas mehr Selbstdisziplin an. Das ganze sah dann so aus, daß ich schon um 06:51 hochgeschreckt, aber auch ausgeschlafen in der Küche hockte ( ich berichtete bereits kurz ). Nach einem Frühstück mit Tomatenbrot, Scheibe Gaudakäse drauf und Spiegelei drüber holte ich den Stahl Renner aufgefrischten aus der Fitness-Garage und kurbelte frohen Gemutet los.

Leider aber erstmal nicht sehr weit, denn die Kette rutschte wider durch. Und da ja nun das Kettenblatt neu war, konnte jene nur noch an der Singlespeed-Kassette ihre Aufgabe unter Nachdruck nur widerwillig aufnehmen. Ne´war schon nervig. Ich bin dann nochmal kurz zurück und hab mir einen Schlitzschraubenzieher in´s schmale Gepäck geworfen, falls ich mich doch nochmal dazu entschließen würde, daß Kettenspanner-Schaltwerk nach zu stellen. Und dem war dann auch so.
Denn kaum einen Kilometer gerollt fand ich auf der einen Seite die nötige innere Ruhe, die aber auch der ebenfalls innerlichen Genervtheit gegenüberstand und versuchte es halt nochmal. Da ließ sich aber leider so nix machen. Nach ein paar weiteren Gedankenzügen kam es mir so, war das nicht letztes mal auch so ? Mußte sich das Pärchen nicht erst einspielen ? Und so packte ich wieder alles ein und rollte wieder los.

Wirklich besser wurde es aber zunächst nicht. Wie auch ? Denn als nächstes mußte ich über neue Kanalbrücke. Und um da, auch mit dem neuen „kleinen“ Kettenblatt hoch zu kommen, sollte schon etwas mehr Dampf auf die Pedale. Gehört war das schon grenzwertig, aber irgendwann war ich „über den Berg“ und konnte weiter rollen.

An dem Punkt wurde auch meine ersten Streckenkopfplanung verworfen die da so ausschaute, daß ich eigentlich irgendwie an der Lippe entlang gen Osten fahren wollte. Statt dessen beschloss ich erstmal bis Drensteinfurt zu fahren und dann wieder auf Westen umzuschwenken rüber nach Herbern. Jetzt dürft Ihr mal raten wohin in Herbern ?

Klaro ! Ziel war ganz klar Mel´s Café.

Nachdem ich dort beim ersten mal das Eis verköstig hatte und selbstverständlich für sehr gut, ach was sag ich, für ausgezeichnet goutierte, beim letzten mal dann der hauseitig angebotene Kuchen, mit dem gleichem Ergebnis, sollte es diesmal die frischen Waffeln mit Sahne sein. Ziele braucht der Mann !

Die Fahrt verlief genauso ausgezeichnet, wie die Waffeln, nebst dem standesgemäßen Cappuccino mundete. An dem Cappuccino müssen andere erstmal ran kommen. Auch der Service war wie man es nur noch sehr selten in Deutschland erlebt. Sowohl die Bedienung kam raus und fragte ob alles gut sei, als auch der Chef !

Es war wider wie ein kleiner Sonderurlaub. Schön entspannt wo hin radeln, was auch gut lief, übrigens, die Kette und die Singlespeed-Kassette kamen immer besser miteinander aus, sich dann wo hinsetzten und einfach was Einfaches genießen. Ich freue mich schon auf die nächsten Tage, wenn es wider da hin geht. Und ich werde mich um so mehr freuen, wenn ich den bekannten Radlern die Strecken und eben auch Mel´s Café zeigen kann.

Ich bin ja nicht so der Mann der großen Worte, wir sprachen jetzt nicht von den langen Sätzen und Textzeilen, aber ich versuch es mal. Da ich ja zur Zeit keine Bilder hier direkt hochladen kann ( Bilder sind hier im Album ), wie war die Fahrt ?

Man rauscht durch das Land, die kleinen Landstraßen sind leer. Hin und wider ein anderer Radler, mal entspannt, mal motiviert. Die Sonne wärmt die Haut, der frische Wind kühlt diese wieder. Die Wärme dringt durch die Haut, bis in das Herz. Eine stete kühle Brise treibt zaghaft dennoch vehement den Duft der Felder und Wiesen in die Nase. Wohlgefallen mit jedem Atemzug.
Es duftet nach Natur, nach Freiheit. Die Augen nehmen die Welt anders wahr, der Geist schwebt dahin. Noch eine Umdrehung und du bist in einer anderen Welt wider ein Stück weiter. Zeit ?

Zeit spielt keine Rolle. Ob es gut voran geht, mit Sturm & Drang, oder man sich im Kampf der Winde stählen muß. Leben pur !

Die meisten Menschen ahnen nicht was ihnen entgeht.

Und so war es dann auch. Die Fahrt von Drensteinfurt nach Herbern rüber verging wie im Flug. Große Fragen nach der Strecke hatte ich nicht, nur den Abzweig kurz vor Ortseingang, den muß ich nochmal optimieren. Die „offizielle“ Route führt unverständlich-unsinnig erst drumherum, kurz vorbei, dann wider drumherum um von der anderen Seite dann doch irgendwie ein Ziel zu erreichen.
Aber apropos Streckenführung, ich werde mir noch eine leckere Einfahrt auf der Karte suchen und jene dann ausprobieren.

Und da ich die  Rückfahrt diese mal rückwärts, also so wie ich letztes mal gekommen bin, gefahren bin, hatte ich auch dort noch einen mir unbekannten Waldweg gesehen. Auch das werde ich, dann mit geeignetem grobstelligem Fahrgerät, rückwärts angehen. So prägt man sich, Stück für Stück die Strecken in´s Hirn ein. Was ist ein Navi, wozu braucht man das ?

Im Dorf-Claim wider angekommen ging’s noch beim Kumpel vorbei, der sein Wohnzimmer frisch gemacht hatte. Vor drei Wochen war ich schon dort, aber da stand er noch auf der Leiter, mit der Putzkelle in der Hand. Heute hatte er dann mal für paar Worte Zeit, war aber auch echt erschöpft. Klar nach zwei sehr langen Monaten Umbau mit alles… .
Das kennt man ja. Ist aber wirklich toll geworden. Seine neuen Boxen konnte ich dann auch mal bewundern. Alder Falter, was für Klopper. Natürlich hat er, mit innerlichem Stolz, auch diese mal vorgeführt. Männerkram halt. Für das Geld hätte ich auch ein sehr schönes Fahrrad bekommen. Im Carbon-Rahmenbau und technischer Bestückung nach Wunsch.

Gut, nach dem kurzen Besuch dann wider zur Burg und dort noch das Krafttraining gemacht. Diesmal vor dem Essen. Und, danach gab´s auch nur Nudeln und etwas Obst als Nachtisch. Ja so war mein Tag heute.

Sattel-Fest Hamm 2018

Juli 15, 2018

Biketouren/ Sattel-Fest Hamm-Soest-Hamm: auch wenn ich selber aufgrund terminlicher Überschneidungen nicht selbst vor Ort sein werde, das Sattelfest Hamm gibt sich wider die Ehre !   Zunächst mal den Link zur Homepage, wo man auch einiges an Infos abrufen kann…

Sattelfest Hamm – Soest <klick>

( Leider kann ich der Homepage keine konkreten Zeiten außer dem Tag entnehmen, oder ich bin zu blöd die aus der Homepage raus zu filtern. Ich habe deshalb mal den Zeitraum zwischen 08:00 und 18:00 angenommen.)

Ein paar Kurzinfos von mir so aus Erfahrung, das Sattelfest bedeutet, gemütliche hin- u. herfahren auf abgesperrter Strecke ( 42km one-war, was mir jetzt aber ein wenig lang vor kommt, kann aber auch täuschen ) zwischen Hamm und Soest. Startpunkt in Hamm wird wider der Kurpark sein ( auch sonst nett an zu schauen ). Endpunkt ist natürlich wider die Innenstadt von Soest, welches sich in weiten Zügen als sehr schöne Altstadt empfiehlt.

Da die Strecke abgesperrt ist und zudem noch über diverse Dörfer ( 11 mögliche Zwischenstops ) führt, in denen man dann übrigens auch immer wider mal nett anhalten kann um Wegzehrung aufzunehmen, ist mit großem Stress durch Kraftfahrzeuge nicht zu rechnen. Natürlich wird am Start und im Ziel auch einiges für den geneigten Radler geboten.

Wer nicht genug Sitzfleisch hat, der kann sich an einem der jeweiligen Start- oder eben Zeitpunkte mit Bus & Bahn-Shuttel den Rückweg ersparen.

NightOfThe100Miles – complet turn

Juli 10, 2018

The Cure – Forest/ crasy Fahrten/ Biketouren/ NightOfThe100Miles/ Heimattouren/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: noch auf dem schattigen Balkon bei Muttern die ersten Zeilen getippt, komme mir vor wie im Urlaub. Viele Gedanken aus dem Radforum entnommen, werden aber ergänzt beziehungsweise umgebaut.

Freitag: ich bin dann mal los ( ca. 46km/ 2:16h ), das erste Ziel fest vor Augen, die alte Heimat. Noch ein letztes Goodie im Abverkauf geschnappt,  der Mann in mir konnte nicht die Finger davon lassen. Ein Anhänger mit Minikompass, Mini-Thermometer und einen Mini-LED Funzel.

Der „Turm“ ein erster kurzer Fotostop, ist auf der Emscherradroute kurz hinter DO-Mengede. Halt dort ab wo man jetzt durchfahren kann. *freu*

Die weitere Zeilen zum gelaufenen Tag, es war noch gut warm geworden, ging so an die 27c° heran, die Strecken staubtrocken, entsprechenden sah das CAADX aus. Der Plan am Tag vorher jenes nicht zu putzen war nicht ganz unklug. Mutter hatte ein Händchen in den Ofen geschoben, mein Onkel kam auch zum Essen.

Der Mitfahrer stellte sich angesichts meines voll bepacktem Rades, was er im Radforum-Thread auf dem Bild gesehen hatte, die Frage, ob wir an der selben Tour teilnehmen ? Nun gut kann ich verstehen. Ich spiele den Versuch der Aufklärung ein, indem ich klarstelle, daß ich von Freitagfrüh bis eben gemutmaßt Sonntagmittag unterwegs sein werde. Zudem habe ich keinen Bock auf Überraschungen oder morgens um drei wo an der Zielhalde zu stehen, auf den Kaffee zu warten und mur dabei den Arsch abzufrieren.

Samstag: erste Zeilen getippt, Frühstück bei Muttern ist durch, Rührei mit Bacon, Brötchen mit Lachs und den obligaten Kelch an koffeeinhaltigem Heißgetränk gab’s. Jetzt, nach ein paar Handgriffen, etwas chillen auf dem noch schattigen Balkon.

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Wird doch ein langer Tag. Um eins werden wir beim Chinaman aufschlagen, vorher/ hinterher noch kurz in der Stadt vorbei. Mein grober Plan ist, so ab 17:00 los zu rollen ( 16,3km/ 51min. ). Denn für die kurze Runde ( 80km ) ist der Start erst um 22:00 Uhr. Eine Zeit wo ich normalerweise schon in der Horizontalen schlummere.

Am Start: war schon gut was los, auch wenn, auch wenn auf Grund von Krankheit, eine Aktion ausfallen mußte. Interessant fand ich, das ein junger Bursche aus Dortmund dabei war, der bei Last Bikes arbeitet. Muß ich doch mal meine neugierige Nase reinhalten, zumal der Laden genau an einer Straße ist, die mir sehr wohl bekannt ist.

Also ich an der Meldung stehe, trifft der Kolege mit dem Naiv ein. Ich grüße winkend, dann erfolgt die offizielle Meldung. Im Hintergrund sehe ich den Chef of Night-Deasaster – Biking Tom himself! So in echt kommt er genauso rüber, wie er bisher in meinem Schädel umschwebte.

Ich löse das Ticket und entrinne suchend nach dem Naviman. Wir grüßen uns kurz, dann bekomme ich auch Tom zu greifen, grüße nur kurz, da er gerade im Gespräch ist. Doch er löst sich, man tauscht ein paar Worte. Will ihn ja auch nicht aufhalten, hat bestimmt noch tausend Hände zu schütteln und sich um einiges zu kümmern.

Mit dem Mitfahrer, den ich auf ein alkoholfreies Schaumgetränk einlade, mensch bin ich froh so einen vor mir zu haben, da muß man sich irgendwie erkenntlich zeigen, oder einschleimen *lach*. Nein ich war in guter, auch was bester Laune, sozusagen Spendierlaune. Wer weiß was noch in der Nacht kommt ? Man plauscht, beratschlagt was man noch essbares zu sich nehmen sollte. Flammkuchen schlägt er vor, ich strebe eher was mit Baguette an. Es kommt aber ganz anders.

Dann kommt das Briefing, komme mir vor wie ein Profiradsportler der sich den Scheiß gar nicht mehr anhören will. Wie soll die Pace sein, welche Gegner hat man vor der Brust, wo sind die haarigen Stellen auf der Rennstrecke ? Ist natürlich alles quatsch.
Tom hält eine kleine Ansprache und erklärt auch, warum der Start so spät ist. Fußvolk mit Nachkommen kreuzen die Route und je später, deso weniger… . Leuchte jedem ein. Überhaupt…

…die Stimmung ist total relaxed. Gemisches Volk ist anwesend. Der Bikefreak, der Hipster ( bitte im positiven Sinne ), der Normalo. Bikes fast jeder Kategorie sind anwesende, nur an Klapprad kann ich mich nicht erinnern. Und ich dachte man sollte was fixes mit zumindest leichten Stollenreifen zur Hand, oder besser unter dem Hintern haben. War wohl nicht so. Zumindest nicht für die kurze Bummelrunde.

Apropos Bummelrunde. Der geneigte Wochenende-Baggersee-Radler würde wohl schon bei den angesagten 80 Kilometern kollabieren. Die Jahresfahrleistung an einem Tag ? Nein, noch schlimmer, in einer Nacht ? Beim Anblick der gesammelten Mannschaft neige ich zu dem Urteil zu kommen, das da keiner auf der Strecke hängen bleiben wird.
Und, was mir erstmalig so aufgefallen ist, waren auch viel Weibsvolk ( in Anlehnung an Das Leben des Brian ) anwesend. *like !* Ich meine, das lockert immer irgendwie die Stimmung, nimmt wohl auch hier und da den Speed raus. Auch wenn sich wohl der eine oder andere dadurch angespornt fühlt. Cool ist das Mädel mit den bunten Socken. Scheinbar fährt die Truppe wohl auch Cannondale Bikes mit Monofedergabel. Sehen zwar cool aus die Bikes, wollte ich aber haben wollen.

Nach der Ansage nehmen wir in der Sonne platz, genau vor der Liegewiese für die Bikes samt „Wachhund“, der keine Zweifel daran aufkommen lassen wird, das da einer unbefugt zugreift. Ich vertraue ihm, bin aber auch locker genug. Meine staubige und sperrig-vollbehackte Schleuder wird sich keiner freiwillig greifen. Seine Bemerkung, daß ich bei der Strecke nur einen Gabelbruch bekommen könnte, konter ich. Da gab´s doch mal den MTB-Runde mit den beiden Kolleginnen. Die mit einem HT bewaffnet die ander mir einem Fully. Ich gondel durchs Gelände, die beiden guten schieben lieber.

Genug der Beweihräucherung, heute ist kleine Fische backen angesagt. Wie fährt es sich im Windschatten des Naviman, wie ist die Strecke in echt, sind technische Ausfälle zu befürchten, als da wäre mein schon berüchtigter Plattfußteufel ? Und, die wichtiges Frage, passt die Pace im Zusammenspiel mit dem unzweifelhaft auf einen zukommenden toten Punkt ?

In dem Augenblick merke ich, das ich innerlich sehr ruhe, aber auch andersrum wie ein gespannter Bogen darauf warte abgeschossen zu werden. Ich werde nicht schnell sein, aber gründlich. So wie damals, also wir noch die eine oder andere Baustelle abgerissen haben.
Dann werden wir so langsam unruhig, die lange Strecke mit den 160 Kilometern sind schon gefühlt vor einer Ewigkeit gestartet. Es juckt, beim letzten Blick war es was mit Halbneun, wir beschließen abzurollen, fahren aber vorsichtig los. Dann sind wir auf dem Track ! Und GO !!!

( Der grobe Streckenabriss, vom Nabviman angesagt, welcher, also der Streckenabriss, mich dann auch zum Start veranlasste.

RS1/ Radschnellweg nach Mühlheim, Ruhrradweg, Duisburger Hafen. Über Duisburg Ruhrort ( Schimanski Heimat ) die Rheinseite wechseln, am Rhein entlang zur A42. Wieder Seitenwechsel ( hat man gute Aussicht auf das gut beleuchtete Thyssen Werk ). Alte Emscher, Landschaftspark Nord, dann asphaltierten Bahntrasse nach Oberhausen. Irgendwie nach Bottrop an den Rhein Herne Kanal – den bis Gelsenkirchen ZOOM und dann zur Halde. Fettich iss. Für uns auf der Bummelrunde nur zwei ARAL Tanken als Kontrollpunkt. )

Der Kollege gibt gleich mal gut Stoff, der RS1 ist aber auch wie eine Landebahn. Zu Anfang halte ich noch mit, brauche aber ja aber auch sonst immer ein wenig um warm zu werden. Das ich den Speed nicht halten werde, teile ich ihm dann aber doch mit. Er lässt Milde walten, doch schon bald ist auch Schluss mit lustig. Der RS1 zu ende, jetzt geht’s interessant durch urbanes Gelände. Hier und da ist Schritttempo angesagt.

In Mülheim an der Ruhr sitzen die Leute bei sommerlichen warmen Temperaturen draußen und lassen es sich gut gehen. Das uns in den letzten Minuten vor dem Start schon fast kalt war, vergessen wir schnell. Kleidung wird abgelegt. Es rollt gut und irgendwie geben wir uns ein Stell-dich-ein mit einem verheiratetem Paar. Sie auf einem HT-MTB oder auf einem Trecker und wohl auch nicht ganz so fix unterwegs.

Als wir über der Ruhr drüber sind geraten wir an den Anfang einer Kirmes. Der Naviman beschließt, das wir umfahren. Das Pärchen tut es uns gleich und so rollen wir eine ganze Weile gut zusammen. Ich glaube bis zur ersten Kontrollstelle.
Natürlich ist das Umfahren mit suchen verbunden und zu guter letzt latschen wir die Bikes schieben durch eine Baustelle. Was soll man auch sonst machen ? Umleitung für Radfahrer, insbesondere für die Teilnehmer der NightOftThe100Miles gab es nicht. Abenteuer pur.

Der erste Stop an einer ARAL. Toll das ich das mal so erleben durfte, kannte es ja nur von den Randoneur-Bildern.

Da stehen sie an der Tanke und räumen die Regale leer. Nein ganz so schlimm war es nicht. Nach knapp etwas weniger als einem Drittel der Strecke hält sich das in Grenzen. Ich fülle eine Wasserpulle komplett auf und futtere nur einen Marsriegel. Die Mädels an den Kassen waren sehr freundlich und fragten sogar nach, was es sich mit dem Radleraufgebot auf sich hat.

Dann steigen wir beide wohl als einer der ersten wider auf´s Bike und fahren wieder in die Nacht hinein. Es geht durch viele Straßen und Häuserschluchten, weiß der der Geier woher. Ich bleibe am Vordermann, vertraue ihm voll und ganz. Was sollte ich auch machen ?
Der einzige Trick den ich gerne mache, ich fahre seitlich versetzt, sodass ich wenigstens teilweise die Strecke und deren Beschaffenheit erspähen kann.

Irgendwann kurz nach diesem ersten Zwischenstopp zwinkert mein Akkulicht und geht in den 15 LUX Modus. Verstehe ich nicht ganz, forsche aber nicht groß nach. Akkuwechsel und gut ist.

Und schneller als gefühlt rollen wir die zweite Tanke an. Diesmal ist niemand vor uns dort. Ein wenig wundern wir uns schon. Der Zeitpunkt ist gut, denn da ich ohne Tacho ( der Kabelbruch beim Geber ) und somit ohne Uhrzeit am CAADX fahre, habe ich zum einen kein Zeitgefühl, fühle aber auch so langsam das da was bei mir am kommen ist. Könnte es Müdigkeit sein ? Wir greifen in die Regale…

…ich fülle wieder eine Wasserflasche auf, wir haben viel geschwitzt, wenn auch unmerklich. Denn ist ist frischer geworden. Wir legen wieder etwas Kleidung an, eine gute Wahl will getroffen werden. Kurz vor Abfahrt wechsel ich abermals die Akkubatterien. Was ist da los ?

Wir rollen noch durch etliche Reviere, die Ortsschilder sagen mir was, aber ich habe das Gefühl, daß ich auf dem gigantischen Ozean Ruhrpott dümpel aber nicht den blassesten Schimmer habe wo ich bin.

Dann endlich Licht am Ende des Tunnels, wir passieren zunächst den Nordsternpark, dann sind wir am Gelsenkirchner Kanal. Das Ziel ist quasi greifbar und so rollen wir als erste ein. Wir stellen die Fahrgeräte in einen großzügigen Hauseingang, trinken etwas, legen aber sogleich den Rest an Kleidung an. Jetzt kommen bei mir auch Beinlinge, warmen Wollsocken und die Fleece-Jacke zum zuge. Mein Naviman ist ein wenig neidisch. Nimmt zwar Unmengen an Stauraum weg aber wärmt halt mehr. Ich trage die paar Gramm dann gerne mit mir rum.

Leicht gezeichnet von der Fahrt hocken oder stehen wir nun da. Der „fliegende Beton“ an der Trinkpulle ist überall. Am CAADX, wo man den Radforum-Aufkleber nur noch schemenhaft erkenne kann, in den Klamotten und überall auf der Haut. Passt aber alles soweit.

Irgendwann trifft der Rest der Truppe ein, nicht alle, aber sehr viele. Der Platz füllt sich, der ersehnte Kaffee- u. Brötchenwagen rollen auf den Platz. Erleichterung tut sich auf. Der Sturm der Bastille, nein sorry, der Sturm auf die Versorgung bleibt aber aus. Man stellt sich sogar in Reihe an – ein Bild für die Götter. Der gute Deutsche. Ich drehe derweilen ein paar Runden auf dem CAADX auf dem Platz. Wer sich bewegt friert deutlich weniger und wird vor allem noch weniger müde. Der Plan geht auf.

Dann kommt der Haldenanstieg. Ich wähle zunächst die Treppe, das CAADX geschultert. Den Versuch den regulären Fahrweg mit den Spitzkehren bergan zu fahren, kann ich mir klemmen. Meine Grobmotorik liegt schon lange im Bett. Aber irgendwann ist das Plateau ( 83,45km/ 4:35h ) erreicht…

Der Sonnenaufgang sieht nett aus, aber ganz ehrlich, ich sehe soviele Sonnenaufgänge…, hängt schon ein wenig zum Hals raus, geschmunzelt gesagt. Nein, ich bekomme nicht so richtig den Punkt der Ruhe um das jetzt noch zu genießen, das wird‘ s wohl gewesen sein.
Nach dem Sonnenaufgang und Frühstück ob auf der Halde, beschließe ich mich auch vom Acker zu machen.

Es fährt sich irgendwie zäh, aber ich habe ja schon ein Ziel vor Augen. Jenes erreicht…

…wird der Feuchtigkeitsgrad des Holzes geprüft, ein paar Dinge auf die Seite gelegt, der Beutel mit den Restklamotten gegriffen, welcher als Kopfkissen herhält und dann für einen Zeitpunkt X auf die Seite gelegt. Ich nicke kurz weg, ein Besucher kommt und man ist wieder wach & fit. Also so was man wach & fit nennen kann. Es geht mir auf jeden Fall deutlich besser, als vorher. Nach einem kurzen Plausch wird im nächsten Dorf ein bekanntes Café angefahren,…
…heißer Apfelstrudel mit Sahne und einen ordentlicher Cappuccino geordert. Ich sitze draußen zwar im Schatten, aber die Sonne wärmt das Gemüt. Ein weiteres Gespräch mit einem alten Griechen ergibt sich. Dann geht es in die vorletzte Etappe bis zum Preußenhafen.

Dort wird in der Sonne auf einer Bank am Seepark die letzte Wasserreserve umgefüllt und wieder, diesmal mit einem bekannten Gesicht, ein kurzer Plausch gehalten. Das Endziel vor Augen, ran an den Start !

Und natürlich mußte dem CAADX hinterher der eine oder andere wohltunende Handgriff zugetan werden. Alle Bilder von der Fahrt sind im Album zu sehen. Nochmal in Zahlen…

 

Biketouren Navigation/ Blaupunkt Bikepilot: jo und das Gerät hat ansich recht gut funktioniert. Nur hatte sich der Akku nach etwas mehr als zwei Stunden gemeldet, daß er nur noch 20% hat. Er lief zwar noch eine Zeit weiter, hab ihn dann aber doch bei einem kurzen Stop ausgeschaltet.

Biketouren „After-Show-Party“: der Sonntag verläuft nach dem Eintrudeln auf dem heimischen Burghof noch gut. Ich bin hellwach und fühle mich gut. Ich schneide noch den Rasen, mache das CAADX wider fahrbereit, haue die Wäsche in die Maschine und dusche noch. Dann kommt der erste Hammer, kurz vor dem Mittagmahl lege ich mich plötzlich todmüde auf dem Sofa sitzend auf die Seite.
„Leider“ gibt es Mittagessen, aber ich schaffe es noch mich bis zum Schluss wach zu halten. Es ist hart, dann klettere ich in´s Bettchen. Irgendwann um halbsechs werde ich wach und tiegere schlafwandelt in die Küche und werfe das MacBook Air an. Viel kann ich nicht reißen, ein paar Textzeilen, die Bilder ein wenig sortieren und Kalorien zuführen.

Sechs oder sieben Stück Wikinger ( Cremrollen in Biskuit-Teich, ummantelt mit Marzipan und die Enden in Schokolade getaucht ) aus Holland müssen dran glauben. Dann gehe ich abermals in´s Bett und penne bis zum nächsten morgen durch.

Biketouren „After-Show-Party“/ Bike nachgedacht: ganz ehrlich die Nummer war schon crasy ! Und ob ich nochmal starten würde ?

Jaein !

Es war schon toll so durch die Nacht zu gondeln, ja hatte was. Aber für mich war das von der Logistik her schon eine Hausnummer. Was könnte ich besser machen ?

  • Ich hätte gerne die Strecke selber im Kopf gehabt oder ein brauchbares Navi nebst genügend Erfahrung damit.
  • Mehr Zeit haben, zum einen für die Vorbereitungen, weil ich ja auch mit dem Bike anreisen müßte ( da Brumbrumkiste für mich immer schwer zu bekommen ist ) aber auch für die Nummer selbst ( da könnte ich mir dann auch vorstellen die 160 abzureißen ). Denn nach der Fahrt…
  • …hätte ich am liebsten wo meine Hängematte aufgespannt und mich erstmal ausgepennt. Auch hätte ich was zum kochen eines Espresso mit dabei gehabt. Dinge die demnächst angegangen werden.
  • Ich könnte mir vorstellen, daß man mit meiner Streckenkenntniss so eine Nummer auch in Richtung Osten fahren könnte ( ich kann mir sogar vorstellen, daß das dann auch von der Navigation einfacher wäre, weil man nicht soviel durch Städte fahren müßte ) !
    Ja das kann man als Aufforderung sehen. Da gibt es genug Trassen und Radrouten. Ideen hätte ich da schon genug, müßte man nur mal zusammen basteln. Wäre nur die Frage ob das mit Sonnenaufgang auf der/ einer Halde sein muß, oder es da Alternativen gäbe ? Startpunkt könnte ich mir aber durchaus die Radmosphäre vorstellen.

Montag: die Nacht war bestens ich bin gut erholt, den Tag über begleitet mich nur ein gesegnet Appetit. Morgens schon Burgen im Stall und nachmittags dann noch was kalorienreiches, typisch Ruhrpott und in bekannter Gastronomie.

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„Mädels“, wir leben im Pott, ein hoch auf die Currywurst-Pommes-Mayo. Jetzt geht’s uns gut !

Finish !

Juli 8, 2018

The Cure – Forest/ Newsticker/ Biketouren/ NightOfThe100Miles: 03:35 Uhr mit und auch dank meines Mitfahrer sind wir heile am Ziel angekommen.

Die Fahrt selbst war, bis auf sehr wenige Streckenpunkte navigationstechnisch gut zu machen.

Toten Punkt von der Müdigkeit her hatte ich eigentlich nicht. An der letzten Tanke, dem Checkpoint wegen Quittung erwerben, praktischerweise zum Nachfassen von Essbaren und bei mir ja auch immer wichtig Wasser, gab’s so einen Ansatz.
Ich könnte meinen Mitfahrer davon überzeugen, daß durchfahren besser ist. Solange man in Bewegung ist, ma(n)n nicht so müde wird. Der Plan ging wohl soweit auf.

Jetzt warten wir auf Brötchen und dann Kaffee. Jene gibt’s aber wohl oben auf den Halde. Dort dann Sonnenaufgang schauen und…

NightOfThe100Miles final run

Juli 4, 2018

Biketouren/ NightOfThe100Miles: ich muß jetzt ganz ehrlich sagen, nachdem am Sonntag der GPX-Track eingetroffen war, sank eine Stimmung irgendwie gen null. Ich konnte mir nichts unter diesem Streckenverlauf vorstellen und hatte für mich die Nummer schon…

…abgeharkt. Also nur zum Start kommen und Startflagge schwingen.

Am Dienstagmorgen erreichte mich dann aber eine PN im Radforum wo sich ein weiterer Mitstreiter fand der zum einen was navigationstechnischesGerät zur Hand hat und zudem mir was zu der Strecke verraten konnte. Das schmeckte mir wider besser und ich klärte noch etwas mit meiner Mom, also auch beim Mitstreiter. Von daher ist die Sache jetzt rund.

Morgen werd ich mal ein paar Sachen zusammen raffen und das CAADX für den Freitag startklar machen.

  • lichttechnisch habe ich mit einem weiteren Akkupack nachgerüstet, das sollte also bei 80Lux für mindestens 9h reichen. Rücklicht wird kein Thema sein und die 220Lumen Helmfunzel wird dann jetzt auch noch frisch gemacht.
  • Powerbank und Kaffeetasse einpacken
  • Schlafsack mal testen ob der mitkönnte ?
  • Dann wird Thema Wetter im Verbund mit Packliste anstehen. Also mit was für´n Wetter ist zu rechnen, was sollte also mit in´s Gepäck ? Die Tage war es ja noch gut frisch morgens, so könnte es ja auch nachts sein. Zumal wenn man die Nacht durchkurbelt, dann der tote-müde Punkt kommt, da kann einem nochmal frischer werden. Und aus etlichen Jahren Arbeit über Nacht weiß ich, das man man müde ist, ist nicht das Problem. Das einem dann so kalt wird… . Einfach nur ätzend.
  • Beim Thema Klamotten ist das dann auch so, das ich ab Freitag nach der Schicht zu meiner Mom rüber düse, und ab dort am Samstag dann zum Start rolle. Ich werde also von Freitag früh bis Sonntag irgendwann mittags on the road sein.
  • …was zum essen hab ich heute eingeholt…

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Noch ein paar Fakten so für mich.

  • •Ab 12 Uhr (Samstag): kleines Rahmenprogramm vor der Radmosphäre. Folgende
    Unterstützer der Radtour sind vor Ort: HNF-NICOLAI – Premium E-Bikes, ADFC Essen,
    lifecycle BIKESERVICE, Bikeshop TRETOBRATZE
  • •Ab 17 Uhr: öffnet die Registration in der Radmosphäre, wo sich jeder Teilnehmer melden
    muss! Dort MUSS, falls noch fehlend, der Haftungsausschluss unterschrieben werden.
    Außerdem bekommt jeder dort seinen Zipper-Beutel von SHIMANO für die
    einzusammelnden Kassenbons ausgehändigt! Denkt bitte an eure ausgedruckte
    Startnummer!
  • 20 Uhr: kurze Fahrerlager-Besprechung
  • 20:40 – 21 Uhr: OFFENER START der 160,9 Kilometer-Runde. In diesem Zeitfenster frei
    wählbare Startzeit der großen Runde.
  • 21:45 – 22 Uhr: OFFENER START der 80 Kilometer-Runde. In diesem Zeitraum frei
    wählbare Startzeit der kleinen Runde.
  • Ab 4:45 – 7:30 Uhr (Sonntag): Frühstücksausgabe am Fuße der Halde Hoheward.
    Lageplan dazu weiter unten! Der Frühstücksbeutel muss selbständig auf die Halde befördert
    werden, die Getränke

 

  • Startnummer nicht gefunden ! Master of the night desaster angetextet… = 119

Biketouren Navigation/ Blaupunkt Bikepilot: der Vorbauhalter für den Bikepilot ist immer noch nicht eingetroffen, inzwischen ist auch das Tracking nicht mehr einsehbar. Dumm gelaufen die Nummer. Bei Amazon hab ich dann auch gleich mal ein paar Worte dazu verloren.

…und sonst ?/ WordPress Probleme: ja irgendwie hält das Log-in bei WordPress seit gestern. Nachdem ich mich eingelogt habe switcht es nicht automatisch in das Dashboard. Merkwürdig ?

23.587km/ 01.07.2018

Juli 1, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Hitzefahrten +20c°/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: der Tag begann, wohlausgeruht um halb acht in der Frühe. Ich lungerte mal wider bei Café con Leche und aus dem Backofen gehüpfte Croissants in der Küche und brauchte eine Weile bis ich dann doch aufbrach. Denn diese Runde hatte ich einfach im Kopf. Und einen Sonntag, ohne das hier was zu Hause los ist, einfach so verstreichen lassen, das wollte ich nicht. Um die werte Leserschaft jetzt nicht wieder mit unendlichen Textzeilen zu malträtieren, ich kürze das ab – ehrlich.

 

Es war einer der besten Tage die ich je auf dem Rad erlebt habe !

 

Es war Urlaub pur, auch wenn die Strecke ( hier bei Strava <klick> samt Fahrwerte ) in weiten Teilen bekannt war. Das Wetter war einfach nur knalle, wie man halt so sagt. Klar die Sonne bimmelte die ganze Zeit vom Himmel und in den offenen Landschaften war es schon gut warm.

Aber, die ganze Zeit gab es eine ordentliche Brise aus Osten, die zudem noch gut kühlend war. So halt wie auf Fuerteventura. Und wie das dann eben so ist, ich war ja viel im und durch den Wald unterwegs. Dabei habe ich einen für mich für mich wichtigen Streckenabschnitt „geknackt“, also gefunden weil ich jenen letztes mal nicht finden konnte, aber auch einige wirklich nette und durchaus auch technisch fordernde Wald-Trails gefunden.
Selbstredend habe ich jene auch befahren. Dabei gab´s aber auch die eine oder andere Brennnessel-Kur für die Waden. Und zweimal hat mich ein Viech in die Waden gestochen. Dank das man aber irgendwie immer in´s schwitzen kommt, ist das schon wider alles Geschichte.

Und jetzt werd ich mal, ungeachtet der Uploadvolumen beim kostenlosen Blog, ein paar Bilder sprechen lassen.

Dieser erste Bilderblog zeigt die Anfahrt zum Naturschutzgebiet Ichterloh, natürlich wider über Herbern wo es im Mel´s Café eine Cappuccino und ein Stückchen Kuchen gab. Die Zufahrt ist zwar schmal, aber recht passabel fahrbar.

In diesem Bilderblog sieht man die schon teilweise recht gefühlsechten Landwirtschaftswege die wohl eher was für´s HT-MTB der eben für einen Cyclocrosser sind. Der nächste Pausenpunkt mit himmlischer Aussicht über die wellige Landschaft war dann die 1.000 jährigen Eiche. Es war solange ruhig bis eine Kleinfamilie hinzukam. Das dürfen die aber auch.
Das eine Bild zeigt den Weg der hinter der 1.000 jährigen Eiche herführt. Jener war aber schon arg eng und eben Brennnesseln gesegnet.

Hier ist es grob aus dem NSG Ichterloh heraus, quasi am Eingang zum Hirschwald Richtung Nordkirchen. Am Wegkreuz wurde die nächste Pause gemacht, aber auch nur weil ich noch Obst im Gepäck hatte. Jenes wollte ich aber eigentlich schon an der 1.000 jährigen Eiche futtern, hatte es aber vergessen.
Vorab habe ich aber die gefundene Strecke erkunden können. War also nicht ganz umsonst die Pause. Die Hütte nennt sich Spatzenlaube und ist quasi kurz vor Schloss Nordkirchen. In den Bildern sind noch ein paar Aufnahmen und ein kurzer Film dazu zu sehen.

Nach diesem Endpunkt machte ich mich zunächst auf um über bekannte Strecke gen Burg zu fahren. Dann aber schoss es mir durch den Kopf: „warum soll ich wider die gleiche Leier fahren, wenn es da noch was zu erkunden gäbe ?“ Und so bin ich wide umgedreht und im Hirschwald noch den Gorbach Weg gefahren.

Vorletzter Bilderblog, „leider“ hatte ich beim passieren von kurz vor Capelle noch Stichwege links ab in den Wald entdeckt. Da ich einen jungen Mann traf, hatte ich mich diesbezüglich bei ihm erkundigt. Und jetzt fuhr ich also genau darauf zu. Es kam wie es kommen mußte, ich bin durch den Wald geeiert, habe die Fahrtechnik wieder ein Stückchen geschult, aber auch wieder eine Kur mit Brennnesseln verabreicht bekommen.

Danach wurde es dann aber fast unfein. Herbern hatte ich schnell passiert und wollte nun eigentlich über bekannte Strecke wider in Richtung süden. Ich mußte aber leider feststellen, daß man sich nun auch die zweite und eigentlich letzte Brücke über den BAB Zubringer vorgenommen hatte. Ich konnte da also verdammt noch mal nicht rüber fahren und mußte so eine auch noch nicht ganz so schöne Schleife in Richtung osten fahren.

Dort stieß ich dann aber auf die Freigehege mit den „Wildschweinen“. Natürlich sind da auch Rehe drin, also getrennt von den Wildschweinen. Früher als meine Kids noch klein waren, sind wir oft dahin und sie durften dann die Rehe füttern. Da wurden dann doch bei mir Erinnerungen wach. Und so gönnte ich mir dort auch noch ein letztes Päuschen.

Irgendwie fand ich durch Zufall dann doch noch eine passierbare Brücke und konnte so ein paar Meters abkürzen. Jetzt hatte ich den osmanischen Drehspießgrill des Vertrauens im Auge, auch weil es bei mir so langsam mal Zeit wurde für Brennstoff nachlegen. Als ich gerade so wider in Schwung war, spürte ich ein extrem unangenehmes Stechen unterhalb der linken Brust.
Teufel dachte ich, irgendein Viech hatte mich voll erwischt ! Ich griff intuitiv an die Stelle und erwischte das Stechtier auch direkt, hatte es also nun zwischen T-Shirt und Fingern. Ich holte kurz Luft, schaltete das Hirn wider ein, und rollte auf einen recht hohen rechts liegende Bordstein zu. Dort konnte ich das rechte Bein abstellen, während ich mit der rechten Hand den Lenker weiter halten konnte. Die linke Hand war ja noch am T-Shirt. Ich wendete das T-Shirt und sah die Biene ( nehme ich jedenfalls mal an, denn für alles andere wäre sie zu klein gewesen ).

Natürlich war sie schon gut platt, also schüttelte ich sie aus dem T-Shirt raus und holte abermals gut Luft. Das stach schon gut. Aber ich dachte, halt wie bei den Stechviechern im Wald, weiter fahren, nicht dran denken und eventuell würde der eigene Schweiß etwas herausspülen. Irgendwie klappte das auch recht gut und so landete ich beim à la Turka und konnte die Bestellung aufgeben. Draußen im Schatten sitzend wurde dann das wohlverdiente Mahl zu sich genommen. Der Kanal glänzte immer noch im Sonnenlicht.

Alle Bilder und ein paar kurze Filmaufnahmen sind in jenem Album <klick> deponiert. Jo und wenn der Tag schonmal so radtechnisch gelaufen ist, der übliche Blick in die Zahlen zum laufenden Jahr.