Archive for the ‘Biketouren’ Category

28.516km/ 18.01.2019

Januar 18, 2019

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Biketouren/ Bike & Biketouren Bilder: wohlwissend hatte ich gestern schon den Spikereifen LRS ins CAADX gleiten lassen, was dann auch heute früh mehr als notwendig war. Vor dem Burgtor sah und war die Straße noch gut manierlich. Auch die Strecke bis zur ersten Ampel, inklusive Angebotsstreifen war kein Ding.
Was nach der ersten Ampel mit den Streufahrzeugen los war, entzieht sich meines Wissens ??? Nur die PKW Fahrspuren, also da wo die Reifen drauf rollen, waren zu benutzen. Daneben ein paar gute Millimeter Eispanzer. Und so radelte ich bis ins nächste Dorf.

Da ich auf den Spikereifen noch Maximaldruck fuhr dachte ich mir, fahr mal rechts ran, geh auf den Gehweg und lass noch etwas Luft ab. Praktischer Weise war die nächste Ampel eh rot. Also los.

Doch oh Wunder ! auf dem Gehweg im fetten Ampelbereich war die Wirkung von Streusalz wohl irgendwie verdampft. Ich legte also das CAADX zwischen meine Beine hin, hielt mich irgendwie am Ampelmast fest und konnte so über das Bike „absteigen“.

Hölle war das da arschglatt.

Ich ließ also Luft ab und tastete mich zu Fuß über die Gehwegampel. Schöne kleine Schritte, gut am Rennradlenker festgehalten und so das Bike als Krücke genommen. Dann noch ein paar Meter zu Fuß, bis ich wieder aufsteigen konnte. Erst ab dem Dorfausgang wurden die Verhältnisse wieder besser und es fuhr sich gut. Ja man hatte sogar den erst neu angelegten Fuß- Radwegkombi gestreut. Sehr zu meiner – positiven – Überraschung.

Was da heute früh passiert ist, oder besser gesagt nicht passiert ist, wird mir ein Rätsel bleiben. Denn normalerweise ist diese Hauptachse des allgemeinen Verkehrs ( BAB Zubringer ) im Winter gut und ausreichend gestreut.

Außerdem habe ich heute am Fahrbahnrand zwei Füchse gesehen. Der erste versuchte wohl gerade sich an die Fahrbahn zu tasten um diese zu queren. Als er aber mein Scheinwerferlicht sag, ergriff er die Flucht. Gut so, denn er zweite Fuchs lag schon regungslos ein gutes Stück weiter am Wegesrand. Den hatte wohl gestern Abend noch jemand erwischt. Schade.

Ansonsten aber alles sehr schön heute früh. Wenig Gegenwind, sternenklarer Himmel, einfach nur toll. Mal sehen wie das heute Nachmittag so wird.


Erwähnen möchte ich aber noch die PKW-Ochsen die schon am Ortseingang von Rünthe sehen konnten das die Ampeln jener schlecht bis gar nicht gestreuten Kreuzung auf rot springen, dennoch aber ungehemmt Gas gaben um ja nichts zu verpassen. Erstaunlicherweise blieb die Ampel aber auch rot und man mußte tatsächlich bremsen. Gut, kann ja vorkommen.
Nur blöd ist, wenn der Untergrund der vermeintlichen Bremswirkung – sprichwörtlich – eiskalt gegenüber steht und sagt: juckt mich doch nicht. Gleich der zweie Kraftfahrzeuge konnte ich beobachten wie sie auf die Kreuzung zuschlitterten und so gerade eben noch zu stehen kamen. Der Typ der rechts abbiegen wollte, stand sogar etwas quer.

Auch noch am träumen war wohl der Berufskraftfahrer des LKW mit Anhänger der erst kurz vor Schluss, mittels einer heftigen Bremsung, einen Auffahren auf den vor ihm stehenden PKW verhindern konnte. Na gut, so eine an einer roten Ampel stehende Autokolonne kann man ja mal übersehen.
Ganz ehrlich, manchmal frag ich mich, geht da überhaupt noch was in so Köpfen vor ? Wahrscheinlich waren wider alle komplett überrascht, daß es heute früh doch tatsächlich glatt sein könnte. Hatte man ja auch nicht am Tag vorher in allen Medien ordentlich breit getreten, oder ? Und überhaupt, wie kann das im Januar kalt und glatt werden ? Hatten wir ja so noch nie. Denke ich.


Am Nachmittag schien hier immer wider die Sonne, der wenige Wind war immer noch da, also quasi Windstille. So mag man das als Radler. Schnell hatte ich in meinem Hirnnavi eine brauchbare Strecke ( <klick> auf Strava ) zusammengesucht, also wurde jene angegangen.

Schon kurz nach dem Start gab es die erste Extrarunde. In der Fa. hatte ich meine Gürteltasche mit dem Mobil und ein paar Kleinigkeiten hängen lassen. Also wieder kehr um und holen. Die zweite Extranummer dann etwas schräg gegenüber der Fa. wo ein Wald ist. Den mir bekannten Querungsweg wollte ich nicht nehmen, weil ich weiß das da ein paar üble Schlammlöcher und Furchen warten. Also bin ich zu dem Punkt gefahren, wo man den Wald auf ebenfalls einem Trampelpfad durchqueren kann, welcher aber am nördlichen Rand liegt.

Ja Pustekuchen ! Auch da gibt es inzwischen ein paar eher enge Abschnitt, teilweise gespickt mit Wurzelwerk, was um diese Jahreszeit etwas feucht ist. An zwei Stellen bin ich dann runter vom Bike und habe geschoben. Dann ging’s rüber zum Channel und ab da dann natürlich wider über bekannte Wegstrecken in Richtung Cappenberg.

Hoch nach Cappenberg wollte ich aber nicht. Die große Runde geht weit rüber und führt über bei dieser Witterung zu Schlammschlachten erstarrende Strecken. Also fahre ich unterhalb/ südliche von Schloss Cappenberg vorbei. Nach der Jugendherberge nehme ich eine irgendwann mal genommenen Weg mit Abzweig noch weiter südlich. Dann taucht ein Trampelpfad auf, er führt in einen in Sichtweite stehenden Wald.
Ich erinnere ich an damals, also als ich schonmal diesen Weg genommen hatte, aber aus Zeitgründen nicht in diesen Wald gefahren bin. Heute ist es soweit.

Den breiten Holzsteg nehme ich mit dem CAADX zwischen den Beinen im Gang. Holz was lange im Regen stand kann ja so schon arg rutschig sein. Das lupft man erstmal besser nicht sein Bike so drauf. Und bei den Temperaturen kann das noch zu einer Schlitterbahn geworden sein.
Ich merke unter meinen Winterbikeschuhen, das ich Recht hatte mit meiner Entscheidung. Den Waldboden wieder unter den Füßen schaue ich mich kurz um und entscheide mich für die Linksabbiegung. Ich komme gut vorwärts, der Boden ist zwar feucht, aber auch hart genug das die Reifen nicht durchdrehen. Leider ist der Wald nicht sonderlich groß und so stehe ich schnell an der östliche Seite an einem weiteren Trampelpfad. Jener führt auf ein Feld. Könnte man machen, will ich aber nicht. Rechts von mir sehe ich jenen Bahndamm den ich als Orientierung nutze. Man kennt ihn, da will man hin. Also wider kehrum und noch ein paar Meters durch den Wald.

Dann stehe ich abermals an einem Acker. Nun folge ich dem groben und mit Furchen durchzogenen Weg. So ein Cyclcrosser ist schon was feines. Da man am Rande des Weges Holz gemacht hat, gibt es riesige Pfützen. Da jetzt nichtwissend was sich unter der Wasseroberfläche noch so verbirgt eintauchen – rockt definitiv nicht. Also schön zart mit ruhiger Hand umfahren. Das Ende ist eine Straße, wo ich mich wider orientiere. Schnell hab ich’s und biege wider ab. Nun geht es Richtung Wanderweg Zufahrt.

Es sind nur ein paar Meter über den Asphalt. Aber er ist eisfrei und das lob ich mir nach der Attacke von heute früh.  Und so komme ich wieder auf bekannte Wege und folge denen. Es geht hoch bis hinter Cappenberg, östlich, dann rüber über die Straße auf den Radweg. Mal ein Radweg der schön ist. Man hat den ganzen Cappenberger Wald zur linken Seite. Unterlegt mit ein paar Feldern, dann den Himmel vor sich. Es wird dunkel, Sterne ziehen auf. Die Luft ist so klar wie ein Glas Gebirgswasser frisch aus der Quelle.
Auch wenn es meinen Füßen langsam frisch wird, ich leibe diese Szenen. Und so rolle ich weiter bis ich via dem nahen Dorf in den Lippeauen stehe. Dort gibt es genug schattige Wege wo der zarte Schnee der letzten Nacht ruhen durfte. Die Spikereifen knistern hindurch. Alles wirkt so hell und jungfräulich, reflektiert vom weißen Puder, im Schein des Fahrradlichtes. Kein Wild zu sehen.

Natürlich mußte ich dem CAADX hinterher noch eine nette Pflegeeinheit gönnen. Streusalz und Biketechnik mögen sich nicht so sonderlich.

28.341km/ 12.01.2019

Januar 12, 2019

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Bike- & Biketouren Bilder: recht spontan gab es heute eine nette Ausfahrt. Mit dem Kollegen aus dem östlichen Teil des Claim via dem Radforum ins Gespräch gekommen, kurz ein, zwei mögliche Runde abgesteckt, dann noch Treffpunkt, Datum und Uhrzeit abgemacht. Passte und war mir nach gestrigen Runde sehr recht.

Mit dem Kollegen hier durch die nahen Gefilde zu rollen ist immer nett und entspannt, bringt hin und wider auch das eine oder andere Abenteuer mit sich, aber auch hier und da mal eine frische Strecke. Und mit dem Letzteren war’s dann auch heute so.

Pünktlich am Treffpunkt angekommen, kurz shake hands, ein zwei Sätze rübergereicht um die Neuigkeiten auszutauschen und dann quasi im fortlaufenden Gespräch losgefahren. Ich reichte dann mündlich meinen Wunsch einer Erstbefahrung rüber und es sprach nix dagegen. Und so zogen wir dieses mal nicht direkt nach Drensteinfurt rein, sondern über Waldstedde via Ameke. Nettes Dörfchen dieses Ameke. Die Strecke als auch die Streckenführung war mehr als gut, ja gerne nochmal.
Ist auch nicht der Umweg nach Drensteinfurt rein. Vom Punkt ab, wo wir/ ich normalerweise spätestens nach Drenstfurt einbiegen, würde ich mal sagen grob was mit 30 maximal 40 Minuten bis Waldstedde. Ab da dann wider bis Drenstfurt auch noch mal zirka den gleichen Zeitraum. Einzig blöd finde ich das Stück Landstraße aus Waldstedde raus, weil man da eben über die schmale Landstraße fährt. Dort gibt’s keinen Randstreifen und vom Kraftverkehr her wird das auch immer frequentiert. Müßte mal die Karte studieren, ob es da nicht eine Alternative gibt ?

Jo und so erreichten wir dann auch mit den ersten Frontwindattacken, Drensteinfurt. Dort hatte zu meinem Erstaunen sogar noch die Bäckerei Zimmermeier offen. Der Cappuccino ist dort super gut und die Backwaren erstmal… . „Leider“ hatten wir kurz vorher abgesprochen, daß wir zu bekannter Holzunterstand oder eben Hütte fahren würden. Und so standen wir an der Kreuzung und ich hatte etwas mit mir zu kämpfen. Doch noch auf ein leckeres Stück mit Irgendwas wie Schokolade reinhüpfen ?
Aber nein, ich blieb tapfer ! Und so rollten wir weiter. Zwar wider gegen den Wind, aber wir-ich wussten das unser Pausenpunkt nicht weit hinter Drensteinfurt liegt. Und so kurbelten wir ein wenig hamsterlike ( ich schon auf den Bergkettenblatt ) gen Westen. Wir wurden belohnt und es machte uns auch kaum was aus. Ich denke das ich das so vom Kumpel aufgenommen habe. Er ist ja zum Teil noch wetterfester wie ich. Also zumindest in den letzten Tagen hat er deutlich mehr gefahren als ich.

Kurz vor der Hütte stand da dieses wollhaarige Pferd auf der Weide. Ich dachte nur – wow ! Frieren würde dieses Pferdchen mit Sicherheit nicht. Kein Wunder, bei soviel Haarpracht. Ich hielt also an, mußte ein Bild machen und schon kam der Zosse ans Gatter gelaufen. Aber wir hatte keine Leckerli für ihn da. Müßte ich mal dran denken, also für nächstes mal.

Gut, so erreichten wir die Hütte und jene lag genau im Windschatten. Drinnen einen soliden Tisch, Bänke und alles regengeschützt. Jemand hatte sogar ein paar Sitzkissen von einem Gartenstuhl liegen lassen. Das nahm ich gerne an, wohlgleich ich auch was als Unterlage mit dabei hatte. Apropos dabei, dabei war natürlich auch wider die Bordküche. Und wie man sehen kann wurde jene eingerichtet, schnell entzündet und wider eine warme Tasse Brühe zubereitet. Während wir so quatschten zog die Zeit dahin und warm gekleidet ließ sich das da gut aushalten. Ich hatte meine Daunenjacke im Gepäck und die dann eben gegen die Bergans Letto getauscht. Meine Windstopperhandschuhe waren inzwischen aufgeweicht und wurden vor der Weiterfahrt gegen meine Goretex-Winterhandschuhe gewechselt.

 

Nach dem Plausch und einer Stärkung ging es dann wider los. So etwas aufrappeln mußten wir uns schon, wussten wir doch zu genau, kurz hinter der Hütte würde es stellenweise wider übelst blasen. Und so war es dann auch. Zwar bot uns die eine oder andere Hecke, Buschwerk oder Baumreihe noch etwas Windschutz, aber immer wenn eine bessere Rechtskurve kam, welche dann ja knall in Richtung West führte, war wider Hamsterstrampeln angesagt. Mindestgeschwindigkeit die ich optisch auf dem Tacho wahrnehmen konnte – 14 und ein paar Kaputte.

Erst mit dem Schwenk rüber parallel zur B54 war der Spuk vorbei. Es ging immer besser, ja sogar das fette Kettenblatt kam wider zum Zuge. Also glaube ich. Nein, bis Herbern rein zog es sich noch etwas, Mel´s Café hatte geschlossen, stand aber ohnehin nicht auf unserer Liste. Hinter Herbern schlugen wir dann auf meinen Vorschlag hin auf jene Strecke ein, die wir Ende letzten Jahres noch gemeinsam aber mit Fahrtrichtung nach Herbern hin gemacht hatte. Fand ich gut, kann man also auch gerne nochmal machen.

Und wie wir da so herholen, hin und wider sogar mit der Tachonadel nah an der 30km/h. Ich schlug dann noch vor den Weg über die Geneggequelle zu machen. Ist zwar nur ein Trampelpfad, aber nicht sehr lang als Ganzes und sollte so zu machen sein. Der Kollege kannte das auch nicht, also noch ein Grund da mal herzufahren.

Ja und das war dann so unser letztes Tagesziel. Außer das hinter diesem letzten Abschnitt auch dingfest gemacht wurde, daß wir uns beim osmanischen Drehspießgrill des Vertrauen angemessen stärken würden. Diese dann aber wirklich letzte Tagesziel wurde auch recht fix von uns erreicht.
Tendenziell geht es bis dahin ja fast nur bergab, große Windattacken waren aufgrund der falschen Richtung, sprich der besseren Fahrtrichtung auch nicht mehr zu erwarten. Das einzige Hobby was uns noch verblieb war der Regen. Und jener gab immer wieder mal sein bestes. Hier und da etwas derangiert und angefeuchtet genossen wir unser Mahl und machten uns dann wider auf. Ich bot noch an, das Kollega noch mit zu mir kommt um ihm dort ein paar Gummihandschuhe noch zu vermachen. Die die er trug waren schlichtweg auf – und sowas von feucht, ach was, triefend nass !

Und so trudelten wir noch bei mir in der Fitness-Garage ein. Dort wurde dann das Päckchen überreicht, er streifte sich noch sein Regenkondom über und wollte nicht mit rein kommen um seine Sachen ansatzweise zu trocknen. Hart im nehmen der Kollege. Aber er beteuerte auch ganz klar, er habe sich daran gewöhnt und es sei ihm auch nicht kalt. Nun gut, mehr kann man nicht machen.

Ich für meinen Fall habe dann wider klar Schiff gemacht, alles umsortiert, die Waschmaschine etwas gefüttert und gewartet bis ich in die Dusche konnte. War doch ein klasse Tag !
Zumindest für mich die erste längere Tour in diesem Jahr, wo dann auch mal was an Fahrzeit und Kilometer zusammen gekommen ist.

Und wie immer, die von mir als CAADX Regen-Windstrecke Rundfahrt betitelte auf dem Strava Portal zu sehen. Mehr Bilder als hier sind auch nicht im Album. Gut das eine von dem Lahmacun…

Bikedefekte: leider versagte nach der Abfahrt vom Dönerman mein Rücklicht. Ist wohl etwas feucht geworden. Hab’s erstmal etwas trocken gewischt und auf die Heizung gelegt. Werd morgen mal schauen was damit los ist.

36.607km/ 11.01.2019

Januar 11, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Volotec/ Rumgelaber/ Outdoor/ Bilder- & Biketouren Bilder: ja also, am ersten spontanen Urlaubstag – Mittwoch – fühlte ich mich wider so fit, daß ein Besuch des Rehasport als sinnvoll angesetzt werden konnte. Getoped wurde das dann noch durch das eher schöne Wetter. Es war zwar nicht gerade gemütlich warm, aber gut gekleidet ließ es sich sehr wohl draußen aushalten. Die Wolkendecke war auch mehr als aufgerissen, die Sonne konnte also ihre wärmenden Strahlen fast ungehindert freien Lauf lassen.

Die Entscheidung die Fahrt zum Rehasport mit einem Einrollen auf dem Volotec zu machen fiel mir nicht sonderlich schwer. Natürlich wurde wider etwas in der Kleiderkammer getrickst, lohnte sich aber. Und ebenfalls natürlich, wurde die Fahrt hin als auch zurück nicht straight zurück gelegt, sondern führte via einer größeren Schleife durch den Heimatwald ( hier die Strecke bei Strava <klick> so wie gefahren ). Man kann gut sehen, gerade auf der Rückfahrt gab es noch die eine oder andere Extraschleife. Erstaunlich wie schnell man sich wider wohl auf dem Bike fühlt und  wie aufgehoben in der Natur. Spaß pur und das selbst im Fastkriechtempo.

Donnerstag: der nächste Urlaubstag startete nach dem üblichen Espressofrühstück mit einem Besuch jenes sagenumwobenen schwedischen Möbelhauses. Frühstücken konnten wir, also die holde Burgdame und meiner-einer dort dann auch. Streifzug durch die Ausstellung, etwas die Zeit vertreiben und gut war.

Nach dem Besuch eines weiteren Möbelhauses, ja wir waren da wohl gerade auf einem Trip, ging es aber wider Heim. Mittagessen, noch ein kleiner Espresso, dann bin ich rüber zu den Schwiegereltern um denen zwei LED-Funzeln aus dem Discounter zusammen zu montieren. Die Gattin zog weiter zu einem anderen Kurztermin und wollte mich dann wider einsammeln.
Doch oh Wunder, das motorisierte Gefährt versagte kurz vor der Stätte meines Verweilens den Dienst. Die zunächst noch fragende Situation glitt über die seichte Panik dann fast in Vollpanik über. Der Sohn samt Abschleppseil und einer fahrtüchtigen Gerätschaft wurde mobilisiert um das defekte Stück französischer Automobilbaukunst einzuschleppen. Ziel: der Haus & Hofschrauber. Jener war leider nicht mehr anwesend, wird sich also sicher morgen früh freuen eine weitere Aufgabe vor dem Garagentor stehen zu haben.

Nach der Nummer mit Muttis Kraftfahrzeug ging es dann aber doch an eine nette Crosstrainingeinheit. Gut eingepackt stand ich bei 0c° und Dunkelheit auf der Burgterrasse und legte entspannt los. Der in den letzten Tage gut stehende Wind, gerade aus den kalten Richtungen wie Nord oder Ost, war gar nicht mehr vorhanden. Und so konnte ich dann diese Trainingseinheit auch gut runterspulen.

Die Outdoorgeschichte/ 11.01.2019 wo ich das Erlebte niedergetippt und im Nebenblog platziert hatte kann man eben dort <klick> nachlesen. Würde hier wider zuviel Platz wegnehmen. Viel Spaß beim lesen.

Biketouren: und so kam der Freitag. Der startet erstmal mit dem Aufstehen nach dem Wecker. Denn der Autobastelschrauber mußte kontaktiert werden. Nach dem Part wurde noch ein Rämchen bleifreies Bier eingeholt und noch ein schnelles Sandwich gemacht.
Dann juckte es zu sehr und ich mußte ausrücken. Also sattelte ich das Volotec, schmiss die Bordküche in meinen alten Ortlieb Packsack und den steckte ich in meinen alten Macpack Ultramarathon Rucksack. Im Grunde war es also ein Radausflug der ganz alten drei. Ich als Lenker mit über fünfzig auch schon angeschlagen, das ebenso ausgelutschte Volotec und dann noch die Kombi Rucksack & Packsack. Die beiden sind auch nicht mehr ganz frisch.

So eine richtigen Plan woher hatte ich jetzt nicht. Der erste Anlaufpunkt war halt der Autoschrauber des Vertrauens, mal horchen was oder besser ob sich überhaupt was ergeben hatte. Leider nicht, der Tag war und ist für ihn gut gebucht. Nun gut, heiter weiter.

Bin dann wider Richtung Heimatwald abgebogen und hab einfach mal laufen lassen. Nach und nach spielten sich fahrbare Strecken abschnittweise in meinem Hirnnavi hoch und konnte so Strecke machen. Aber immer schön alles im total relaxeden Modus. Das Volotec gibt ja eh nicht soviel her und groß Bock auf pumpen hatte ich auch nicht. Zumal so mit Rucksack hinten druff kommt man bei besserer Aktivität doch zu sehr ans schwitzen. Nicht mein Plan.

Zunächst ging’s durch´n Heimatwald, schauen ob man immer noch da herfahren kann, wo letztes Jahr noch die fetten Bäume lagen. Das war dann leider nicht so, denn inzwischen hat man zwar die große Baumsperre beseitigt, aber es liegt schon wider ein neu umgestürzter Baum quer. Natürlich ein richtiger Klopper.

Fußvolk hatte zwar inzwischen eine Umgehung getrampelt. Da dort der Boden aber eh schon megafeucht ist und es auch eine aus jenem Erdreich bestehende kleinere Rampe hochging, war für mich schieben angesagt.

Als nächste hatte ich eine Verbindung im Kopf wo es durch einen ehemaligen Flakwald geht. Ja Flakwald, weil man dort im WWII versucht hatte Deutschland an der Heimatfront gegen Luftangriffe zu verteidigen. Natürlich sieht man davon heute nix mehr, ist aber reizvoll da auf den Spazierwegen her zu fahren.

So kam ich zu den Lippeauen, wo ich dann noch am Lippe- Wehr Track nach dem Rechten schaute. Wenn wir hier bald nicht eine geschieten Winter bekommen, dann wird dieser Lippe- Wehr Track ab dem Frühling komplett zu wuchern. Denn noch jetzt ist dort satt Grünzeug.

Nächstes Ziel war die Erkundung eines zumindest auf Kartenmaterial potentiell existierenden, aber mir bisher noch nicht bekannten Strecke entlang der Lippe.
Quasi südwestlich unterhalb von Werne. Ich also rein in die Zufahrt, kurz innegehalten und frisch gemacht, dann los. Leider haben wider irgendwelche Deppen dort wild Müll abgelagert. Und ebenso leider, nach nur ein paar hundert Metern geht’s nicht mehr weiter. Links hat man einen Hochstand im Blickfeld, geradeaus nur Grünzeug und alte Zäune. Passieren unmöglich. Schade, denn auf den Karten sah das schon lecker aus. Ich drehte wider um und blieb erstmal über die Weiterfahrt sinnierend an der Zufahrt stehen.

Schnell wurde der Entschluss gefasst, sich wider in Richtung Lieblingsaussichtsturm zu begeben. Kann man ja ma´ machen – und go ! Dieses Etappenziel erreichte mit einem weiteren Schwenker über die Hundehalde. War wenig Betrieb dort, lief also gut. Oberhalb der Lippe bin ich dann wider in Richtung Westen und somit Etappenziel eingebogen. Unten an der Lippe entdeckte ich einen alten Kahn der da wohl brach lag. Aus der Ferne betrachtet sah das mit der Farbe noch gar manierlich aus. Ich fragte mich, wie kommt so ein Kahn da hin und was macht er da ? Vielleicht mal so für demnächst schauen gehen ?

Am Lieblingsaussichtsturm angekommen deponierte ich das Volotec unten in der „Garage“ und tigerte mit geschultertem Rucksack ins Obergeschoss. Ein kurzer Gruß zu weiteren Besuchern, die dann aber recht fix das Feld räumten. Hatte ich gestört ? Kann ich ja so nicht wissen. Ich schaute mich kurz um und beschloss dann mir eine Tasse warme Brühe zu machen.
Praktisch das mein guter oller Macpack Ultramarathon ein herausnehmbares Rückenpolster hat. Darauf kann man schön sitzen und bekommt keinen kühlen Bobbes. Die Bordküche wurde eingerichtet, der Spiritus vorgewärmt und dann Wasser heiß gemacht. Leider hatte ich immer noch keinen Deckel für meine frische Tasse ( das Problem löste ich aber dann zu Hause in der Fitness-Garage ). So hockte ich dann eben dort, nippte am Heißgetränk und ließ die Zeit einfach so vergehen. Wobei ich sagen muß, im Obergeschoss vom Lieblingsaussichtsturm war es schon etwas zugiger. Also brach ich bald wider auf.

Der Rest der Rückrunde führte quer über die Ökostation, dann rüber zum Channel und ab dort mit einer Brise im Rücken gen Hematclaim. Dabei wurde noch ein kleiner Track am Channel-Rand gefahren. Die Auffahrt war aber derart glitschig, das wider absteigen und schieben angesagt war. Erstaunlicherweise fand ich dort recht eindeutige Breitreifengrobstollenspuren. Sind wohl noch ein paar MTB Freude unterwegs dort. Hufspuren vom Reitervolk waren aber auch zu sehen. Dann war aber auch genug und so trudelte ich, mit einziehender Dunkelheit, durch das Burgtor hindurch. Noch etwas klar-Schiff machen, dann ab in die Dusche.

Ja passte soweit, hatte irgendwie Spaß dabei und konnte mich ein wenig bewegen. Soll ja gut sein. Und wie immer als Anhang, die Strecke auf Strava gebannt und das Fotoalbum zum heutigen Tag.

 

 

 

28.262km/ 01.01.2019

Januar 2, 2019

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Bike & Biketouren Bilder: …ganz ehrlich, ging nicht anders, der Alex mußte raus !

Die Nacht war ob des Reinrutschen eher kurz und ich so ein wenig aus dem Rhythmus. Dann aber doch irgendwie wach, eine seichte Unruhe verspürte ich, gepaart aber auch mit einer gewissen Trägheit. Café con Leche und die etwas zu lange im Backofen verweilten Croissants, ich mag sie ja lieber hell, nicht so cross, verschafften die erste Grundlage.
Alkohol gab´s bei mir ja nicht, sehen wir mal von dem eher winzigen Gläschen Sekt zum Anstoßen ab.

Ich mußte also was mit dem Tag anfangen, irgendwas was mit draußen zu tun hätte. Frische Luft und Bewegung, daß war so ein Ziel. Fahrradfahren kann da recht praktisch sein, zumal wenn man zu Fuß eher mies aufgestellt ist. Die Großwetterlage verriet zwar nicht die besten Bedingungen, aber zumindest war es nicht sonderlich kalt. Temperaturen im fast zweistelligen Bereich, das Tragen der Windstopperhandschuhe ohne zusätzliche Schicht mal so als vorstellbare Maßgabe.

Anders als erst gedacht griff ich mir nicht das betagte Volotec zum Ausflug, sondern dann doch das CAADX. So ein federnder Hinterbau ist irgendwie blöd wenn man viel bergauf will. Eine große Streckenplanung brauchte ich nicht machen. Zum einen hatte ich ja Zeit ohne Ende, alles war entspannt und ich kenn mich ja hier im Claim aus. Also mal los.

Der beste Teil und dann damit auch der erfolgreichste, war das ich doch schon zum neuen Haldenzeichen auffahren konnte. Die Tage war ich nich der Meinung das eine offizielle Freigabe und somit auch einen offizielle Wegführung noch nicht existieren würde…
…aber als ich dann an jenem frisch gemachten Wegstück stand, wo es nach wegen Metern scharf links rum geht, dachte ich, fahr da doch mal her. Und siehe da, dieser Weg war durch keinerlei Bauzaun versperrt und man konnte quasi direkt auf die erste Haldenauffahrt einbiegen. Der feine Schotter war zwar noch recht lose, war aber alles fahrbar. Nördlich um die Halde rum, stand ich dann alsbald am ersten Haldenzeichen. Natürlich war das Haldenzeichen selbst noch abgesperrt, aber für ein „I was here picture“ reichte es.

Die Aussicht ist von da oben recht gut, auch wenn das Wetter an diesem Tag nicht so richtig mitspielte. Neben den Sonnenattacken gab es immer wider kurze Regenschauer und dunkle Wolken. Wetterspiel wie ich es ja aber auch mag. Da merkt man eben, das man lebt, das man draußen in der Natur ist.

Mein nächstes Ziel, das Haldenzeichen auf der Halde Kissinger Höhe konnte ich auch schon sehen, sowie das Haldenzeichen im Lippepark. Gut, Bild gemacht, wieder aufgesetzt und los. Das nächste Haldenzeichen wurde via Halde Kissinger Höhe via Cottmanns Hütte als Strecke in Angriff genommen.

Hier merkte ich dann auch, daß mir dieses dieses gemächliche Bergauffahren gut tat. Entspannt im Berggang die Halden hochkurbeln, etwas Anstrengung, dann aber doch wider nicht, passte halt. Oben beim zweiten Haldenzeichen sah es von der Silvesternacht wild aus.
Man war wohl mit dem PKW bis oben gefahren, hatte dort Party gemacht, dann aber doch leider einen Großteil des Mülls liegen lassen. Hab dann die Glasflaschen eingesammelt und jene unter den Zugang des Haldenzeichens gepackt. Dort können sie wenigstens nicht zerdeppert werden, wo dann die Glasscherben rumliegen.

Ds Haldenzeichen Nr. 2. konnte ich ja schon begehen und hab ich dann auch gemacht. Oben kam ich dann auf die Idee einen Rundblick-Film ( im Album ) zu drehen. Auf dem Handzeichen Nr. 1. ging das ja noch nicht. Inzwischen war es aber deutlich windiger geworden, also auf auf rüber zum Lippepark.

 

Hier steht ja schon seit langen und auch das als erstes geöffnete Haldenzeichen. Die Anfahrt ist wegen des Parks nicht sonderlich tricky. Was man von den Halden selbst nicht immer sagen kann. Denn auf der Halde Kissinger Höhe wartete da einen im letzten Anstieg eine nette Lehmpassage. Haftung für Grobstollenreifen ? Fehlanzeige ! Die Pampe war so schmierig, daß ich mich sogar bei der Abfahrt entschied dieses paar Meter lieber zu schieben.

Also Haldenzeichen Nr. 3. undramatisch, noch windiger, aber eben auch noch mehr Wetterspiel ( sieht man ganz gut im Album ). Ein älterer Herr nutze die Rampe für flottes Gehen bis auf den Turm hinauf und das ganze dreimal. Fand ich klasse. Ich sprach ihn darauf an, lobte ihn und so gab´s mal wider ein kurzes Gespräch.

Da mir das da oben aber zu windig war, beschloss ich mich auf zu machen, rüber zum Haldenzeichen Nr. 4.. Auf dem Weg dorthin mußte ich ja noch über den Channel rüber, nutze die ja nun nicht mehr ganz so neuen Brücken und spulte dann och eine kleine Extrarunde bis zur Auffahrt ab. An jener Halde finde ich immer wider erstaunlich, daß dort so viel los ist.
Erstaunlich finde ich es, weil die Wegbeschaffenheiten doch eher der gröberen Tour sind. Grober Schotter, Wasserrillen und Wasserauspühlungen, einfacher und auch oft nicht verdichteter Boden wechseln sich ab. Dazu noch immer ein paar Grasabschnitte. Im Grunde bestes Cyclocross & MTB Terrain. Und oh Wunder, Grobbreitstollenreifenspuren waren auch genug zu sehen.

Gut ich also auch rauf auf die letzte Halde, mußte sogar zweimal meinen Klingel bemühen, damit die hundeführenden Fußgänger mich bei der Windlage akustisch wahrnehmen. Leine bitte kurz oder den Hund bei Fuß rufen. War aber alles kein Problem. Dieses Haldenzeichen wurde ja zuletzt fertig gestellt und ich muß sagen, das ist das Haldenezichen was am besten ausschaut ( was dann wider im krassen Kontext zum Rest drumherum steht ). Man hatte sogar feinen Sandsplitt am Fuße eingerichtet. Mein Lob !

Gut war, es kamen noch ein Pärchen hoch, ich mußte also mal nicht die Mobilcam aufwändig wo positionieren, bat ihn mal ein Bild zu machen. Bei leichtem Nieselregen standen wir dann oben, schauten uns um, dann verabschiedetet man sich. Ich drehte noch einen Rundumblickfilm, machte mich dann aber auch auf. Ein wenig kreuzquer über die Halde, noch eine Extrarunde auf halber Höhe, dann aber runter zum Fuß der Halde und wie gewohnt hinten rum bis zur letzten Lippeaussichtsplattform auf dem Nachhauseweg.

Dort gönnte ich mich mir im Windschatten einen Riegel, hatte ja bis dahin außer den drei Croissant nix gefuttert aber schon fast gute zwei Stunden gekurbelt. Mit dem Crosstraining noch als Tagesvorgaben war etwas Brennstoff gut angesagt. Danach war aber auch nicht mehr viel los und so zog ich dann gen Burg. Kurz vorher, auf die Fahrtzeit geschaut, noch einen kleine Harken für den Winterpokal.

Ja, war mal wider recht nett, keinen großen Kilometer gemacht, wobei mich dann doch erstaunte, daß es über zwanzig geworden sind. Aber eben entspannt und mit viel Aussicht und echtem Wetter. Wetter das einen spüren lässt, daß man lebt.

Das komplette Album, auch mit ein paar Filmsequenzen, wie gewohnt in einem separaten Album <klick> geparkt. Die Strecke samt der Fahrdaten sind bei Strava eingepflegt.

36.526km & 28.194km/ 29.12.2018

Dezember 29, 2018

Bikealltag/ Rumgelaber/ Bikealltag Volotec/ „Vor Ort“/ Biketouren/ Biketouren Bilder: wir schreiben heute den 26.12.2018 und ich fühle mich…

…unausgelastet bis irgendwie auf ein gottverlassenem Abstellgleis geparkt. Alles ist schön, alles ist gut, nur diese Untätigkeit erfüllt mich schon vom körperlicher her mit einem gewissen Unbehagen. Schon am heiligen Abend konnte ich irgendwann nicht mehr gescheit sitzen, die Knochen fingen wider an zu zicken. Es half dann nur noch die Umlagerung aufs heimische Sofa, wo ich dann, in mehr oder weniger gestreckter Position, einigermaßen gut sitzen konnte.
Natürlich war ich satt bis zum Stehkragen, das Fondue hat ja auch mächtig gut geschmeckt. Einmal abgesehen davon, daß ich Schmacht hatte bis unter die Arme.

Im Kreise der Familie wurde noch ein typischer Weihnachtsfilm geschaut, Kevin alleine zu Hause. Nichts anspruchsvolles, aber so leichtes Berieselungsprogramm nach dem üppigen Mahle, danach war mir dann auch. Ich finde diesen Film übrigens gar nicht mal so schlecht. Die Erstausgaben ist noch verträglich lustig, die zweite Aufguss…, naja eben nur noch ein Aufguss.

25.12.: ausgeschlafen am gestrigen Morgen reichte die Futtervorlage in der Wampe immer noch aus, um mit nur dem Espressofrühstück klar zu kommen. Schon nach den ersten Schlücken aus mit dieser herrlichen Substanz gefüllten Tasse regte sich der Geist und schrie fast förmlich nach Bewegung & frischer Luft. Als die Holde Gattin dann eine gute Weile später mir gegenüber saß, verkündete ich einen kurzen Radausflug hier im nahen Claim. Nur in der Burg verweilen und warten bis der schwiegerelterlicher Besuch ihrerseits sich an die wider gefüllten Tafel mit den laibfüllenden Leckerein setzten würde, war ohne ausreichenden Frischluftdurchflutung nicht möglich.

Und so schwang ich mich, mit groben Bikeklamotten bekleidet, auf das betagte Volotec, hatte vorab den ja in diesem Jahr erworbenen Trinkrucksack befüllt und kurvte erstmal los. Die Erstidee meine Feuerstelle für Unterwegs mal an meinem beliebten Aussichtsturm zu testen, konnte ich aufgrund vom eher Zeitfenster vergessen. Es gereichte aber für eine kurze Runde durch den nahen Heimatwald nebst einer Anfahrt zum neuen Haldenzeichen.

Gelesen hatte ich davon in einer Ausgabe der vergangenen Samstagszeitungen. Gegenüber der Halde Kissinger Höhe befindet sich noch eine weitere kleine Abraumhalde und dort hatte man jenes Haldenzeichen errichtet. Das hatte ich im Vorbeifahren mal aus der Ferne gesehen, war aber fälschlicherweise erst der Meinung, man hätte ein zweites Haldenzeichen auf der zweiten Kuppe der Halde Kissinger Höhe errichtet. Das man die gegenüberliegende Halde bald fürs Publikum öffnen würde, daß hatte ich so nicht auf´m Schirm.

Da aber auch in der Samstagsausgabe stand, das alle vorbereitet war, aber eben nicht frei gegeben, beschloss ich wenigetens die Zufahrt zu finden und zu begutachten. Das war nicht weiter schwer, gelang mir. So vom weitem sah schon alles lecker aus, bin mal gespannt.
„Leider“ wurde ich dann von jemanden angesprochen und es ergab sich ein kleines aber eben auch zeitlich doch längeres Gespräch. Er hatte wohl gerade seine Fitnessvorsätze gestartet und so kamen wir über Höcksken und Stöcksken bei diversen Punkten in einen doch längere Gesprächsphase.

Da mein Zeitfenster aber begrenzt war, mußte ich jenes Gespräch ab einem Zeitpunkt X abbiegen und düste gen Burg. So kam halt nicht viel an Fahrzeit zusammen. War aber trotzdem nett, ich hoffe ich konnte ihm Mut und etwas mehr Durchhaltewillen zusprechen.

Und jetzt am…

26.12./ Mittwoch: …steht das Megfamilientreffen vor der Brust. Mit diesen Zeilen steht fest, ich werde noch ein paar recht sinnbefreite Runden mit dem Volotec im Heimatwald drehen. Also wieder die groben Bikeklamotten angezogen, das Volotec aus der Ecke gezerrt und los. Die Runde war nett und diesmal auch länger. Der Trinkrucksack bewährte sich zumindest vom Trinken her.

Die kleine Bikerunde war dann nett, verschaffte mir wenigstens etwas Bewegung. Dann kam das große Familientreffen mit dem „Das große Fressen“ !

Bikealltag/ The Cure – Forest: mit dem dann folgenden Donnerstag schlug die Stunde Null nach den Tagen X, endlich wieder ein normaler und „bewegter“ Tag. Die Schicht abgerissen, oder eher abgesessen. Denn etliche Kunden hatten geschlossen, so gab es halt viel Stand- u. Brückenzeit. Jene wurde dann auch gleich mal genutzt um bei Das Rad Dortmund rein zu schauen.
Im Auge hatte ich die Lezyne Micro Floor Drive HPG Pumpe. Sie hatten zwar nur noch die HPG/ Hochdruckvariante im Hause, aber Peter meinte, kein Problem. Zugriff !!!

Und wieder ein Exemplar in der ewigen Sammelung. Ich bin da ja ganz ehrlich, von der ersten Lezyne Gauge Drive HP war ich ja alles andere als begeistert.
Aber nachdem ich sie ja mal in echt in die Hand nehmen durfte und zusätzlich schon bei Das Rad nochmal begutachtet hatte, war der Drang jene zu einzuholen doch zu groß. Die schon die im Stall befindliche Topeak Turbo Morph ist nicht schlecht, aber dieser Ventilanschluss nervt derart, daß ich mich schon wider irgendwo im Nirgendwo, bei Wind, Regen und Kälte gesehen habe und dann einen verdammten Schlauch nicht aufgepumpt bekomme. Ein No-Go defnitv !

Zu Hause angekommen wurde die Pumpe auch gleich am Volotec ausprobiert. Soweit alles gut, vor allem besser ist, die Schraubverbindung zum Ventil. An dem Punkt hat die die Bikerseele dann auch wider ein Stück weit mehr Ruhe inne.

Anderes Thema, blöd war jetzt, das sie Rondo als Marke ins Haus geholt haben. Hatte ich im Vorbeigehen erspäht und schon kam der Habenwolleneffekt aus dem tiefsten Inneren zum vorscheinen. Nein, natürlich nicht. Aber fragen bzw. sich drüber unterhalten wird man sich ja mal dürfen.

Kurz gefasst, sind von der Geometrie her eher Rennräder die aber eben durch einen Art Flipshart in der Gabel in der Geometrie auf ein Garvelbike gebracht werden können. Außerdem passen Reifen von bis zu 40mm Breite rein ( 29″ wohl eher nicht – schadeeeeee ! ). Gut, es gibt ein vollausgestattetes Carbonbike das Rondo Ruut ( Stahl ist aber auch verfügbar ), aber wohl auch ein Frameset. Letzteres wurde von Peter noch verneint. Spielt ja aber auch alles keine Rolle, ist ja nur rein gedanklich zum träumen…

Freitag: puhhh ! Es geht an den Endspurt zu dieser Woche und auch irgendwie schon in den Endspurt zu diesem Jahr. Die heutige Schicht war sehr entspannt, um genau zu sagen, schon fast zu entspannt. Erster Lichtblick, jene würde heute nicht so ewig lang werden. Und wenn dann ab einer gewissen Uhrzeit das Mobil nochmal bimmeln würde, hab ich einen Akkuabsturzt. „Das tut mir aber leid.“ Doch zum Glück war alles gut, ich war nur nach der Jobrunde recht unmotiviert.

Irgendwie schaffte ich es nicht mich für eine kleine Extraabspannrunde an Cappenberg vorbei zu motivieren. Und so trödelte ich am Kanal entlang gen Burg und beließ es dabei. Machen wir uns nix vor, in diesem Jahr passiert nicht mehr viel. Vielleicht…

Mobil-App-Schreibtest & 09:30 Uhr Morgengruß

Dezember 29, 2018

…und sonst ?/ Newsticker/ WordPress Probleme: jo moin in die Runde !

Ein erster Gehversuche auf der WordPress App. Das Handling vom Schrift-Tastenfeld ist allemal besser. Klar, klappt ja auch nicht immer grundlos ein. Außerdem ist es deutlich größer, kommt meinem Alter *hüstel* also gut entgegen. Worterkennung und die entsprechende Vervollständigung läuft auch besser. Jetzt bin ich mal gespannt.

Zum heutigen Morgen, gegen neun hat es mich aus den Federn gezogen, hatte mich bis dahin auch mehrmals umgedreht. Café con Leche und die dazugehörigen Samstagszeitung liegen bzw. stehen noch im Rest vor mir. Dazu wurde ein kleines Stückchen Mutters bester Mohnkuchen gereicht.

Gut, erster kurzer Test, beim speichern des Beitrags hier in der App, taucht jener dann im Dashboard auf dem MacBook Air auf. *Like* Das es umgedreht auch funktionieren sollte wäre schön, hatte ich ja aber schon erwähnt.

Zur Lage des Tages. Draußen irgendwie Wetter mit welcher Temperatur ? Keine Ahnung, wird wohl eher wärmer sein als gestern. Verregnet ist es allemal und somit auch eher grau in grau. Egal.

Unsere Birdbox, sprich das Vogelhäuschen, erfreut sich einer reichlichen Beliebtheit. Die erst kurz vor Weihnachten eingeholten Sonnenblumenkerne werden von einer kontinuierlichen Vogelschar verschlungen. Da draußen ist ein Betrieb wie Freitagnachmittag auf der B1 in Essen Mitte. Der gesamte Vorrat an den Sonnenblumenkernen dürfte wohl spätestens heute daniedergerafft sein. Ratz fatz – alles weggefuttert.

Da stellt sich nun die Frage, sind Sonnenblumenkerne eine Delikatesse für die Pipmätze ?

Ja und dumm gelaufen, einmal mehr oder weniger ausversehen an den falschen Button gekommen…, und schon kann man den auf der App getippten Beitrag nicht weiter bearebeiten. Die App gibt für mich zunächst nur geplante und veröffentliche Beiträge zum Zugriff daher.
Womit dann auch vorläufig die Möglichkeit entfällt, einen Beitrag zwischendurch mal zu speichern. Finde ich ungünstig, da das gerade bei längeren Beiträgen praktisch wäre.

Vielleicht, ach was, bestimmt gibt es ja so etwas wie eine Plattform, ein Forum wo sich die Menschen um WordPress austauschen. Müßte ich doch mal schauen. Aber will ich das ? *grübel*

Irgendwie reitzt mich das Thema jetzt aber doch. Denn ich fände es schade, wenn einen ansich so gut gemachte, also vom Basishandling her, App nicht in einem vernünftigen Umfang funktioniert.

Morgengruß/ „Vor Ort“/ Biketouren/ Touren-Ansage ( ? )die Samstagszeitung ist wie gesagt durchgeblättert und tatsächlich auch hier und da gelesen. Entdeckt hatte ich, daß es…
…in Welver eine Wasserburg Haus Nehlen gibt. Wo <klick> wusste ich noch nicht, könnte man also mal so als Tagesziel mit dem Radeln erkunden. Sollte der Kollege aus dem Dorf wohl kennen.

PKW vs. Bike/ Radwegbenutzungspflicht: eigentlich geht mir der Untertitelbegriff Radwegbenutzungspflicht  , man entschuldige bitte, in diesem Fall am Arsche vorbei. Aber es ist mal wider ein Musterbeispiel wie man den Schutz des Radfahrers in der Regional und Lokalpolitik mit ihren dazugehörigen Zuständigkeiten sieht. Man schiebt sich gegenseitig die Verantwortung zu, bringt den Faktor Budget ins Spiel, wo natürlich nicht genug Geld für ein paar hundert Meter Radweg vorhanden ist. Der Titel besagt dann auch schon alles – Ein Fünkchen Hoffnung/ Teuerer Radweg an Frielinghauser Straße.

Jetzt geb ich ja zu, ich kenne die Örtlichkeit an der Frielinghauser Straße soweit ich weiß gar nicht, nein gelogen, einmal sind wir daher gefahren. Aber den Schutz von Schwächeren im öffentlichen Raum hinter vermeintlichen ( auch wenn im beamtendeutschen Raum real vorhanden ) Zuständigkeiten und angeblich fehlenden Geldern zu verschieben, halte ich für ein Unding.
Ja, dann sollte man sich mal zusammenraffen und handfeste Entscheidungen treffen, die Gelder sollten ja – müssen – dann mal woanders abgeknapst werden. Vorschlag zur Finanzierung wären dann die wieviel ? Millionen die in den deutschen Straßenbau fließen, halt jenen für die motorisierte Gruppe. Immerhin, so der Druckartikel des WA, handelt es sich um „…Das Problem sind die Kosten für den 600 Meter Geh- und Radweg: …“ Also wenn 600 Meter schon ein Problem sind, dann will ich gar nicht wissen was passiert wenn mal was längeres geplant ist. In etwas den RS1.

Aber lassen wir das, ich werd jetzt mal schauen was ich mir noch zum Frühstück mache und dann den Tag mal sinnvoll angehen. habt noch ein schönes Wochenende !

27.868km/ 14.12.2018

Dezember 14, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bikealltag Volotec/ Alter: mal wider ein paar Zeilen zum Leben ums radeln.

Plattfüße: ist ja schon fast sensationell. War ich doch so arg lange ohne Luftverluste an den Bikes, stellte ich am Samstag fest, daß das Volotec Vorderrad einen Plattfuß hatte. Der Schlauch konnte seiner Aufgabe nicht mehr nachkommen, weil das eingeklebte Ventil am Übergang Schlauch Ventilpatch großflächiger porös geworden war. Ich hab den Schlauch dann den Gnadenschuss gegeben.

Montag: mit dem CAADX zum Job, noch alles gut. Komme ich gerade vom frischmachen & umziehen in die Umkleide, sehe ich wie das Hinterrad offensichtlich keine Luft mehr hatte. Nach dem Feierabend dann mal eben hingesetzt und sich der Sachlage angenommen. Ein kleiner fieser Glassplitter hatte sich durch den Reifen und dann wohl auch durch die Pannenschutzeinlage gebohrt.
Zum Glück ist das wohl erst kurz vor´m Stall passiert. Denn bei den frischen 4c° ( oder doch eher weniger ) Außentemperatur einen frischen Schlauch einziehen kann mal nicht so spaßig sein.

Somit einen kleine Auffrischung der Plattfuß-Litanei. Der Rest der Woche war weniger aufgeregt. Zu erwähnen wäre nur der…

Donnerstag: …wo ich mal ausnahmsweise nicht mit dem Radel zum Job bin sondern mit der Bürgerblechbüchse. Das hatte aber auch einen Grund, denn ich hatte einen Sichtungstermin für mein Upgrade in Sachen Neuteil im Laib. Der Termin war Vormittags, es wurde gesichtet und die Notwendigkeit anerkannt, sodann auch gleich ein potentieller Termin genannt. Über den habe ich nochmal eine Nacht geschlafen und dann am…

Freitag: …telefonisch bestätigt.

Ansonsten wollte ich am Freitag mal länger nach Hause fahren. Halt zum abspannen mit dem CAADX. Das wurde am Morgen wieder mit den Nagelreifen bestückt, da es merklich kühler geworden war und es mir auf den Straßen sehr verdächtig erschien.
Die  45NRTH Xerxes Faltreifen lassen einen den Griff zum Spikereifen leicht fallen. Mit dem eher geringen Gewicht ( 530g ) und den recht guten Rolleigenschaften und sogar Komfort, lassen sie einen fast Vergessen, daß man überhaupt auf Spikereifen fährt.

Biketouren/ Erstbefahrung/ Biketouren Bilder: was die Heimfahrt anging, grübelte ich eine Zeit lang. Zunächst in den Morgenstunden, den die Windrichtung lesen war nicht schwer. Es kam aus Nord-Ost also eher ungünstig für eine superlange Heimfahrt über windoffenes Feld. Also Strecke grübeln.

Gefühlt wäre ich ja gerne über Nordkirchen, hoch bis Lüdinghausen und dann ab dort via Ascheberg bis Drensteinfurt gefahren. Die Streckensichtung <klick> ergab dann aber mal eben satte 80km und somit netto 4h Fahrzeit mindestens. Bei meiner aktuellen Pace würde ich wohl eher netto auf 5h kommen. Kurz den Zeiger studiert und gewusst, mit einer Abfahrt erst gegen 17:00 Uhr…
…würde meine Family wider den Suchtrupp lossagen und die Männer mit den weißen Kitteln gleich mit dabei. Auch war diese Nummer gefühlt zu dick. Soll ja Spaß machen und schön sein. Entspannen war angesagt, nicht klotzen.

Dann spielte ich mit dem Gedanken jene Route zu nehmen, die ich in diesem Jahr als Stahl Renner Chill-out-Tour aufgeführt hatte. Dann aber eben nicht hoch bis Lüdinghausen, sondern in Höhe kurz vor Nordkirchen den Schwenk in Richtung Osten machen, um dann entweder wieder in Herbern oder eventuell doch noch in Drensteinfurt den finalen Rückweg zur Burg anzutreten.
Den Plan verwarf ich aber dann doch, denn im dunkeln eine Strecke zu fahren nach Radrouten-Hinweisschildern die man bisher nur einmal und dann noch bei Tage gefahren war, hätte verrutschen können.

Kurzfristig spielte ich noch mit dem Gedanken die WPC Seseke Bönen/ Industriegebiet Channel mit knapp 48km aufzurufen. Doch da war mir irgendwie zu wenig Gebüsch und Wald. Also habe ich…

…letztendlich einen alten Klassiker von mir aus dem Hut gezaubert und bin mit einer Schleife auf Scharnhorst eingebogen und dann via dem Naturlehrpfad nach Hause gekurbelt.

Und weil ich ja bei der letzten Heimattour gesehen hatte, daß da ein Stücken mir bekannter Strecke aufgehübscht wurde, war ich neugierig und habe nicht die sonst für diese Heimfahrt üblich über einen nahen Park gemacht, sondern bin direkt auf der Strecke geblieben. Und siehe da, wo man vormals mit den CX aufpassen mußte sich nicht die Reifen auf dem groben Untergrund zu zerschießen, ist nun Autobahn angesagt.

Ansonsten war es nett, aber irgendwie war der Reiz weg. Seit dem ich jetzt ein paar mal oben in Nordkirchen & Co. war, zieht es mich immer irgendwie dahin. Und so kam es dann auch, daß ich immer wieder über die Cafémachgesichte nachgedacht habe.

Mein erst kürzlich ins Ausrüstungssortiment geholter Canway Holzvergaser Kocher brennt, tschuldigung, wie Sau. Ja kann man nicht anders sagen. Mit so wenig Holz so ein Feuer zu entfachen, daß hat schon was. Leider wird es aber so sein, daß sichder Kunststoffgriff und das entfachte Feuer wohl kaum vertragen werden.

Jetzt hatte ich dann wider gespielt-gesucht und von ESBIT tatsächlich ein passendes Set gefunden, das ESBIT Kaffeebereiter-Set. Jetzt ist mir aber Esbit als Feuerquelle irgendwie nicht so sympathisch. Und nur das Kaffeebereiter-Set zu kaufen und dann nur das Oberteil auf den meinigen Feuerteufel zu setzten, macht irgendwie keinen Sinn.

Und so bin ich dann, quasi wider über die ESBIT Spirituskocher im Verlauf der heutigen Heimfahrt, auf den Trangia Triangle gekommen. Ist im grunde ein sehr kleines Windschutzbelchdreieck, also zusammen gesteckt, wo man dann entweder Spirituskocher oder auch Gasflammenwerfer rein machen kann. Das blöde an dem Ding ist jetzt nur, alles was drauf stehen muß, sollte 10cm Durchmesser haben. Blöd. Da werd ich wohl mal in einen Laden müssen.

Ja, soviel zu dieser Woche. Dann wünsch ich mal ein schönes Wochenende.

 

27.475km/ 30.11.2018 a night through the woods !

Dezember 1, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Bike & Biketourenbilder: bevor ich zum üblichen Wochenabriss einschwenke, erstmal die Nummer der gestrigen Rückfahrt. Irgendwie dachte ich, ne´ schöne nette verlängerte Rückfahrt nach der eher dynamischen Woche könnte ein guter Abschluss sein.

Doch in den frühen Morgenstunden gab es schon eine kleine Überraschung. Der Zeiger des Thermometers löste spontane Fieberanfälle aus. Selbst mit der moderaten Gangart an der Kurbel war die Unterhelmmütze deutlich feucht. Und es war definitiv kein Regenwasser.
Irgendwann mittags starrte ich erschrocken auf das Thermometer in der Firmenkutsche. Da standen zeitweise satte 14c° an. Und die Sonne machte auch nicht so den Eindruck, daß sie an ihrer Wärmewirkung was verlieren wolle. Unter diesen Umständen dann noch eine verlängerte Heimfahrt zu machen, war nicht mein Plan. Wobei Plan nicht der richtige Ausdruck ist. Meine mitgeführte Kleiderordnung stand dem eher entgegen. Jene war für angenehme aber eben kühlere Temperaturen zusammen gestellt. Alles bis knapp 10c° sollte passen.

Und so war dann etwas Denkarbeit angesagt. Die 3/4 U-Buxe wurde in den Packsack verstaut, wo dann ebenfalls die dicken Merionsocken landeten. Unterziehhandschuhe sowie die schon am morgen nicht getragene Sturmhaube verschwand darin ebenso. Aus dem Spind wurde noch eine zweite „isolierte“ Trinkpulle gegriffen und mit Mineralwasser aufgefüllt. Die Langfingerhandschuhe wurden zwar am Start noch getragen verschwanden aber irgendwann in den Jackentaschen. Und so ging es los.

Der einzige weil reizvollste Plan war, was mit der Great-Gravel II zu zaubern. Geworden ist es dann aber eine neue Variante jener Great-Gravel II die ich mal als short Variante betiteln würde. Denn die ursprüngliche Streckenlänge von guten 64km hat mich zwar nicht als Streckenlänge gereizt, würde aber dann eventuell doch zu viel Fahrzeit verschlingen. Und so kam mir die Idee via dem mir bekannten Wanderweg hoch nach Nordkirchen zu stoßen und dann ab dort zu zaubern.
Nicht das ich keine Lust hatte so lange unterwegs zu sein, aber man muß es ja nicht gleich übertreiben. Immer wenn ich irgendwann in der Nacht Hubschrauber mit Licht über mir sehe denke ich, die Family hat wider ein Suchkommando losgejagt. *lach* Nein, genauso sollte es nicht kommen. Immer noch geschmeidig genug.

Und so kam es dann auch, der Spaß am ganzen stand ganz vorne an. Ich rollte also los und der Sonnenuntergang war zwar nicht ganz so rötlich wie noch am Vortag, aber schöne Wolkenbilder waren dennoch zu sehen. Und so rollte ich so vor mich hin. Die letzte Steigung am Wanderweg hinter mich gebracht, noch ein Poserbild geschossen wurd es langsam Zeit für die Laterne. Nach punktgenau 50 min. wurde die neu akkutechnisch bestückte B&M Icon Premium in den 80 Lux Modus versetzt. Alles andere wäre zu haarig gewesen.

Die Strecke fest im Kopp rollte ich teilweise recht straff auf den süd-östlichen Rand von Nordkirchen zu, halt dort wo die Spatzehütte ist. Ein super Unterstand mit Sitzgelegenheit und Windschutz. Dort wurde am Mars-Riegel gelutscht und mal mehr kräftig an der Wasserpulle genuckelt. So vorbereitet konnte es in die nächste Etappe gehen. Die Kleiderordnung mußte nicht groß aufgestockt werden. Es hatte wohl noch was mit 8-9c° ohne Fahrtwind. Jener wurde durch Konzentration und Anstrengung kompensiert.

Denn die Waldstrecken rund im Cappenberg & Co. haben so ihre Feinheiten. Die Waldstrecken sind immer wieder mal mehr als nur grobschlächtig. Stellenweise hat man gefühlt nicht nur einfachen Bauschutt ins Erdreich eingebracht und verdichtet, sondern ganze Häuserecken einfach abgeladen, oder Hinkelsteine fallen gelassen, oder… . Reifenplatzer standen jetzt nicht bei mir auf der Wunschliste, also beste Obacht.
Meist im kleinen Kettenblatt, was sich übrigens im Gelände bestens bewährt. Kettenschräglauf ? Was soll das sein ? Mir doch egal.

Aber diese Eindrücke da draußen im Wald zu sein, unter diesen Sternenhimmel, nur sehr zaghaft verhüllt durch ein paar müde Wolkentrauben.
Ich hätte da irgendwo, natürlich nicht irgendwo, denn Plätze zum verweilen kenn ich auf dieser Strecke genug, einfach wo absitzen, mich etwas einrichten oder gar ein Nachtlager aufschlagen können und mir dieses Schauspiel anzuschauen, ein Teil von ihr zu sein.

Es war einfach nur klasse. An dem Wegkreuz wo ich auch schon auf der allerletzten Gesamterkundugstour/ 23.587km/ 01.07.2018 meinen Obstvorrat dem Magen zuführte, ereilte mich beim Betrachten des Sternenhimmels eine Textmessage. Fahrdienst mit voraussichtlichem Termin um 20:00 Uhr stand an. Kurz den weiteren Streckenverlauf kopfmäßig abgesteckt und bestätigt.
Somit war aber auch keine große Luft mehr für Sonderstrecken oder gar einen heißen Kakao im Mel´s Café. Denn den hatte ich mir eigentlich, aber auch eigentlich nur für schön auf die Fahne geschrieben.

 

 

Doch der Weg nach Herbern rein hatte es noch in sich. Bis hoch zur tausendjährigen Eiche immer wieder grober Untergrund gepaart mit seichter Steigung. Zum Glück nicht ganz so grob. Oben die Kurve gekriegt, dann mit dem Schwenk weiter über die Landstraße. Kurz checken, Streckenkenntniss mit Potential zum abkürzen ? Eher nicht. Also stramm weiter geradeaus, den schmalen Trampelpfad entlang und dann auf den landwirtschaftlichen Wirtschaftsweg.

Dort hatte der Bauer mit seinem Trecker und dessen groben Reifen alles gegeben. Die Grasnabe war ob der Feuchtigkeit zu gatt-rutschig, die Fahrspuren aber zu schmierig vom Untergrund her. Half aber alles nix, sind ja nur ein paar Meters. Denkste !
Wie lang so ein paar Meters sein können ist ja unglaublich. Die Reifen rutschen immer wieder an die doch stärker also sonst abfallende Außenkanten. Im hellen schaut das alles noch human aus, so im dunkeln… . Bei den kurzen haschenden Blicken aufs Vorderrad wurde klar warum das so ist. Denn dort lungerten mal glatt ein Zusatzkilo Erdmasse und folgten der Rotation des Reifens. Fest wie wie Pampe. Klar das die eigentlichen Reifenstollen nicht mehr so ihrer Arbeit nachkommen konnten. Aber Zähne zusammenbeißen und weiter kurbeln.

Gleich kommt der Wald mit der besseren Strecke„: dachte ich. Klar der Wald kam und die Waldschneise war auch da. In der Mitte wider Grasnabe und rechts und links Fahrspuren. Doch die sind in der Dunkelheit nochmal schmaler als bei Tageslicht. In einfach kann ja jeder. Dann kam der Fallbaum in Sichtweite, der den Wald vor den bösen Kraftfahrzeugen schützt. Da noch rumgezirkelt, lieber im kick-of-Modus, denn wer weiß schon wie glitschig die eher enge Umfahrung ist ? Festen Boden unter Füßen, die Trinkpulle wider gegriffen. Da mal nebenbei der Strecke zugreifen ? Ja kann man mal gerne versuchen. Ich sage, aber nur einmal ! Wer einen dann wann aus den Graben holt, diese Frage würde sich dann wohl stellen.

Jetzt aber ging es mit der Strecke, den Spaß hinter sich gebracht, weitere Nettigkeiten standen ob des Zeitplans eh nicht mehr auf dem Programm. Noch beim Reinrollen in Herbern mal kurz die Tachouhrzeit bemüht. Die Kalkulation sollte wohl aufgehen. Dann noch zwei shots gemacht, dann links raus aus dem netten Örtchen.

Jetzt war nur noch einsame Landstraße mit ein paar mal mehr mal weniger zarten Huckeln Programm. Das trägt der Mann mit erhobenen Haupte. Denn merke, wo es bergauf geht, geht’s auch wider bergab. Und da man die Strecke kennte, wusste man ja was kommt. Entsprechend war die Freude.

( Hier der Link <klick> zum gesamten Album und noch der Strava-Link zur gefahrenen Strecke. )

Zu Hause auf der Burg eingerollt, hatte sich das mit dem Fahrdienst erledigt. Termin wurde vorgezogen, ein andere Chauffeur hatte den Job gemacht. Das CAADX parken, Klamotten abladen, duschen und futtern und eine ruhige Nacht gehabt. Wobei die Eindrücke noch eine gute lange Weile vorhielten. Wann geht es wohl das nächste mal raus in die Nacht ?

At last der übliche Blick in die Zahlen für das laufende Jahr. Mit dem Monatsende November stehen schon satte 11.057km auf dem Tacho. Hätte ich so nie gedacht.

27.237km/ 24.11.2018

November 24, 2018

Bikealltag/ Sport & Alltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Bike & Biketourenbilder: die Geschichte dieses Beitrags ist wie folgt.

Eigentlich hatte ich drei Tage Urlaub. Gut die hatte ich dann auch, aber es ist mal wider anders gelaufen, als ich dachte. Das soll jetzt kein Klagen sein, aber irgendwie… . Ich fange mal mit letzte…

Montag: …an. Da ich irgendwie gut motiviert war, habe ich mir am Sonntag schon eine kleine Route zusammen gelegt. Das sollte dann so in Richtung Sonnenaufgangstour gehen. Halt früh raus, dann Fahrtrichtung Halde großes Holz, da rauf und Sonnenaufgang schauen und ab dort eben weiter gen Osten. Irgendwie klappte das aber nicht ganz so.

Zunächst mal kam ich des morgens nicht ganz so „flott in die Schuhe“ und dann kam der Blick vor die Burgpforte. Nix mit nettem Sonnenaufgang. Viel Wind und vor allem aber Wolken. Da einen schönen Sonnenaufgang auf der Halde zu bewundern war eher aussichtslos. Im sprichwörtlichen Sinne. Also schwenkte ich noch vor der Burg losgesollt in Fahrtrichtung Osten um und beschloss die angedachten Runde verkehrt herum zu fahren ( CAADX Runde Part I und CAADX Runde Part II ).
Dabei sollte es dann natürlich auch wider zu jener Lippeauen Hütte gehen, die ich ja so mag. Wäre zwar ein kleiner Abstecher, aber nun gut. Man hat ja Urlaub.

Die Idee war auch gut, denn so hatte ich den Gegenwind als erste zum abarbeiten und konnte mich dann in den Wind stellen und den Rest eher gemütlich abfahren. Als Basisgedanke diente mir die WPC Unna Bahndammflitzen Strecke, wo ich dann in Dinkern noch einen guten Bäcker kenne. Nett frühstücken, aufwärmen und einfach nur rumtrödeln war somit sicher. Gut, wie das eben so war, vor der Haustür losgesollt, etwas mehr als 45 Minuten auf dem kleinen Kettenblatt gegen den Wind, eine kurze Pause am Kanalende, dann Richtungswechsel mit mehr Seitenwind als von vorne. Kurz darauf stand ich an meiner Lieblingshütte und hielt kurz inne.

Ich blieb aber nicht lange dort, denn der Wind pfiff recht gut durch die offenen „Fenster“ und einiges an Fahrstrecke hatte ich ja noch vor der Brust. Auf dem Weg nach Dinkern war ein Radwegroutenschild falsch aufgehängt. Warum auch immer, folgt man dem Schild, kann man schon kurz darauf die Hauptstraße sehen. Also bin ich umgedreht und hab das ein wenig aus dem Bauch heraus gemacht. Passte dann.

In Dinkern wurde dann eingekehrt und irgendwie hätte ich da auch noch ein wenig länger hocken können. Aber wie schon gesagt, man hat sich ja was vorgenommen. Und ganz so langsam, oder lange wollte ich auch nicht machen, denn des nachmittags stand noch eine Familienfeier an.

Und wider los, rüber nach Welver, wo ja die lecker Wälder sind. Müßte man sich mal gezielt mehr Zeit für nehmen und das meiste an Packzeug zu Hause lassen. Dort sind schon ein paar nette Nebenwege im Wald. Die offizielle Routenführung per Rad durch Welver wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben. Ich habe eine Schleife gefahren, bin dann wider umgedreht und war dann auf dem richtigen Kurs. Über Illigen, wo man in Fahrtrichtung Süd den Radweg komplett neu gemacht hatte, war ich auch recht fix. Dann stand halt eben Bahndammflitzen an. Wobei flitzen…

*hüstel-räusper*

…war da auch nicht. Ich im Chill-Out-Modus und auch wider nicht so mit dem Saft in den Knochen wurde die Tachonadel kaum oberhalb von 22/ 23km/h geschoben. Und warm war es geworden. Also einen kurzen Entkleidungszwischenstop, dann wider weiter.
Da der Uhrzeiger mehr schnell als langsam sich vorwärts bewegte verwarf ich den nochmal aufgerufenen Plan doch nich auf die Halde zu fahren. Ich fuhr dann nur bis zum Alten Bahndamm Stockum – Werne – Unna/ Kaserne. Kurz bevor ich auf den Channel treffen sollte bin ich dann aber wider rechts raus. Irgendwie war mir nicht nach Kanal und Gegenwind, also schaute ich ma´ was auf den alten Unterholzstrecken so los sein könnte ? Auch das war mal wider nett, auch wenn ich die Unterführung unter der BAB geschoben habe. Ich „tauche da nicht unwissend über die Streckenbeschaffenheiten ein“ um dann dann letztendlich in den Bach zu fahren oder noch schlimmer zu stürzen.

Das war auch eine gute Idee, denn die Abfahrt aus meiner Richtung, von je her schon mit ein paar netten Brocken im Erdreich bestückt, war gut mit feuchtem Laub bedeckt. Da jene kurze Steigung annähernd einen 40° Winkel hat, wo dann unten der Bach wartet, war also schieben die bessere Alternative. Auf der Gegenseite wo die Steigung deutlich humaner ist hätte ich auffahren können, hab’s dann aber auch sein lassen. Ich hatte ja nicht eilig.

Doch die Frage kam auf, warum zum Teufel war ich da schon so lange nicht mehr und wann das letzte mal überhaupt ? Was ich noch weiß ist, daß auf einer möglichen Route nach den letzten Stürmen ein mächtiger Baum quer lag. Wäre blöd wenn der da immer noch liegen tut. Denn drüber kam man nur mit klettern, eine zu-fuß-Umleitung gab´s nicht. Ich denke ich werde die Tage mal vorbei schauen.

Jedenfalls hatte ich dann doch noch einen netten Tag und mit dem Wetter hatte ich auch Glück. Die ersten echten & ernsthaften Regentropfen kam erst als ich unter der Dusche stand. ( Den Rest der vielen Bilder hab ich wider im November Biketouren Album geparkt <klick>. )

Die Familienfeier war nett und am Abend gab es noch eine Physioeinheit.

Dienstag: da ging es in den Morgenstunden zum Rehasport und dann zum Onkel Doktor, weiter beratschlagen wie das nun weiter gehen sollte. Am frühen Abend hab ich dann noch ein Krafttraining indoor hingelegt und anschließend den Abend ausklingen lassen.

Mittwoch: die nächste Familienfeier stand an. Des morgens ging es zum gemeinsamen Frühstück in kleiner Vierpersonenrunde. Danach war ich erstmal so pappsatt, daß ich mich in meine Fitness-Garage zurück zog um dort noch was am CAADX zu machen. Anschließend Crosstraining bei heiteren 5c° draußen. So konnte der zweite und offizielle Teil der Familienparty kommen.

Donnerstag: die Hinfahrt morgens zum Job war ein Traum. Wenn man so früh unterwegs ist, dann sind die Straßen nochmal leerer als sonst, die Nacht noch friedlicher. Leider habe ich es nicht geschafft die 1h Fahrzeit für unser Radforum Winterpokalteam voll zu machen. Doch dafür gab es am Nachmittag…

Streckenwalderkundung ! Konnte ja nicht gehen, daß ich nicht weiß was da am Waldrand so rumliegt oder eben nicht. Also bin ich via Sesekeradroute und Kuhbachtrasse quer rüber in das Waldstück. Direkt am Anfang des Waldes zwei Damen nebst Hunden ob des Wegzustandes befragt. Nach ein paar Satzwechseln stellte sich aber heraus, sie wussten es auch nicht.

Half also alles nix, ich die nächste östliche Durchquerung gefahren, wieder unter der BAB hindurch. Diesmal hatte ich aber die Steigung gut vom Laub befreit. Dann weiter und in die nächste Rechts-raus-Abzweigung rein. Die war so voll Laub, daß man kaum erkennen konnte, das da eine Abzweigung ist. Jedenfalls kam ich so zu dem Stück am Waldrand und konnte ganz klar sehen, die Herren von der Holzwirtschaft hatten umfassende Arbeit geleistet. Da wurde soviel Holz geachlagen, ich hatte den Waldeingang kaum wieder erkannt. Somit alles gut – für demnächst.

Freitag: …am frühen Morgen, nach einer eher unruhigen Nacht weil ich dann doch später die Augen geschlossen hatte als normal, war ich es dann leid. Im Radforum.de haben sie mich wohl aber unwissend breitgetreten und immer wieder diese anderen Akkus an´s Herz gelegt.
Und so habe ich am frühen Morgen auf bekannter Verkaufsplattform einen 8er Pack Eneloop XX Pro Mignon AA Akkus 2550mAh bestellt. Der Grund ist recht klar, meine bisherigen Hausmarken Varta Akkus leuchten irgendwo 3h bei voller Suppe ( 80 Lux ). Und diese Eneloop sollen 5h bei voller Leistungsabvorderung „bimmeln“.

Die Frage ist dann auch, wieviele Ladezyklen die das mitmachen ? Denn vor ein paar vielen Jahren hatte ich mir schonmal so Zauberdinger besorgt, dafür sogar richtig Asche auf den Tisch gelegt und nach nur sehr kurzer Zeit sind jene gut eingeknickt.

08:53 Uhr, der Herr Schreiber schüttet sich den zweiten Espresso Macchiato in den Kopp um in die Spur zu kommen. Irgendwie ist das nicht der Tag. Denn schon gestern kam ich im Stall an und schaute irgendwie blöd auf meinen Schlüsselbund. Der Schraubkarabiner hatte sich, wie auch immer geöffnet, und so stand ich da nun in der Umkleide vor meinem Spind, nur der Spindschlüssel war nicht dort wo er sein sollte. Aber ich konnte den Spind mit ein wenig trickreicher Hebelwirkung aufbekommen.
Und am Freitagnachmittag stand ich nun vor meinem geparkten CAADX und wollte es von dem Schloss befreien. Doch oh Wunder, der Schlüssel vom Schloss hatte sich wohl auch vom Schraubkarabiner, von mir unbemerkt, entfernt ! Mal ganz blöd gelaufen. Passendes Werkzeug in der Schaffensstätte zum öffnen war nicht vorhanden. Zum Glück hatte der Truppenleiter eine gute Idee !

Die Kollegin hier aus dem Claim, jener der ich auch schonmal biketechnisch zur Hand gehe, würde ja am Wochenende Tour fahren. Sie könnte ein passendes Fahrzeug nehmen, das CAADX darein und sie mich dann zu Hause abladen. Fand ich jetzt nicht ganz verkehrt, hab sie also fernmündlich kontaktiert und sie stimmte zu. Ich also alles zusammengekramt, verladen und so…

…war die Radarbeitswoche zu Ende. Nicht viel geschafft, aber fast viel erlebt.

 

Channel Challenge 2018

November 17, 2018

The Cure – Forest/ Biketoure/ Channel Challenge/ Bike & Biketouren Bilder: sechs Uhr, der Wecker bimmelt. Warum tut man sich das an ? Mochmal umdrehen, dann bin ich aber „da“. Also raus aus den Federn und runter. Café con Leche gemacht, Milch reingeholt ( nett eine Pfütze in der Milchtüte zu lassen ) und dann die Samstagszeitung gegriffen. Frühstück.
Ich komme gut in Fahrt und packe super rechtzeitig meine Sachen zusammen. Nicht alles passt an‘ s CAADX dran, ist aber kein Ding. Ich bin packtechnisch immer noch oversized.

Da es zu früh ist, ich aber nicht frierend am Straßenrand stehen will, drehe ich zwei Runden um den Block. Warmfahren. Dann kommt Sonne_Wolken, baut ihren klassischen Crosser zusammen und wir fahren los.

Mit 0c° ist es im Gegensatz zu gestern schon fast wieder zu warm. Da wir aber innerstädtisch zum HBF rollen, gott was hasse ich diesen Weg, passt das mit den vielen Schichten.

Am HBF steht der Penguin an der wärmend-schützenden Pforte zum HBF. Kurze Begrüßung, dann fahren wir wider weiter.

Alsbald werden meine zarghaften Vermutungen gewiss. Gegenwind ist nicht die Option die ich mir gewünscht hatte. Das kleine Kettenblatt wird nach einer Weile zum Standard. Es hilft nix, Sonne_Wolken ist sehr motiviert, den Penguin kann ich nur noch zurückblickend in der Ferne sehen mit der Frage im Gesicht: „warum kurbelt der Typ so langsam ?“ Nur der Kumpel aus dem Claim hält mir die Flanke. Ich gebe zu, es war nicht mein Tag. Mein Kopf fing an mit dem noch verbleibenden Sauerstoff einen Plan B zu schmieden.

Klar, am Kanalende angekommen…

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…kurz an der Bananen gesaugt, dann kehrum und den Wind wieder im Rücken war das ein Traum. Doch ich wusste, irgendwann werde ich wieder zurück, also gegen den Wind kurbeln müssen. Der Kopf sagte mir, das wird nicht die optimalste Lösung sein. Der kleinen Truppe verkündete ich dann meinen Plan. Ich würde am Preußenhafen verweilen, während sie zur Mündung und eben wider zurück fahren.

Und so ist es dann auch gekommen. Bei der ersten Pause hab ich mir zwei Portionen Currywurst-Pommes-Mayo gegönnt, eine Fassbrause dazu.

Man könnte sagen Frustfressen, hat aber einfach zu gut gepasst. Die Sonne schien…

…ja der Plan ging recht gut auf. Die Dreimanntruppe hatte sich bis zur Kanalmündung vom Wind treiben lassen und dann ab dort tapfer kämpfend wider gegen den Wind den Preußenhafen erreicht. Die Nummer dauerte dann gute eineinhalb Stunden. Dann gab´s auch für die Mitstreiter noch was zum trinken, futtern und Co.. Irgendwie mußten wir uns schon losreißen, denn die Sonne war schon super wärmend.

Doch irgendwann sollte sie am Horizont verschwinden. Die Aussicht ohne Sonne und der daraus resultierende Wärme noch gegen den Wind zu trampeln, fand in der Allgemeinheit nicht ganz die positive Reflexion. Also machten wir uns auf. Die Auswahl der fetten Kettenblattes wurde von mir schon nach 10 Minuten korrigiert, und ich hatte Teufel nochmal auch nicht den Eindruck, daß der Rest der Truppe das so gelassen genommen hatte. Lassen wir man den bekannten Toto Habschned außen vor. Ich hatte ihn dann aber gebeten doch bitte wenigstens so zu tun, als ob er sich gegen den Wind etwas bemühen würde.

Kurz vor dem Kraftwerk war ohnehin Wechsel der Kanalseite angesagt. Es gab drei Möglichkeiten. Kanalseite wechseln, am Kraftwerk rum, oder eben hoch zur Straße und den frischen Radweg nutzen. Ich kann mich nicht daran erinnern das da groß diskutiert wurde, es ging hoch zur Straße und da rollte es wider irgendwie manierlich. Der eine oder andere Grünwuchs tat sein übriges. Ich schlug dann vor gar nicht mehr zu Kanal hoch zu fahren, sondern statt dessen die mir wohl bekannte Route durch Rünthe und dann eben Lippeauen zu nehmen. Auch das wurde wohl danken ohne Diskussion durch gewunken.

Und so landet wird dann eben noch recht spaßiger Laune zum Ausstieg für Sonne_Wolken und mich, während der Herr Habschned von Spike on Bike alias der Kollege aus dem östlichen Teil des Claims zum HBF geleitet wurde. Nach den letzten freundlichen Worten kam die Verabschiedung. Da Sonne_Wolken noch motiviert war und sie auch noch ihre Fahrzeit voll machen wollte, Winterpokal – ekelhaft finde ich , schlug ich ein paar Runden im nahen Heimatwald vor. Bäume gleich Windschutz und entspannte Fahrweise sollte auch dem klassischen Crosser der Dame genüge tun. Und so kurbelten wird noch ein scheinbar sinnlose Schleife durch den Heimatwald. Und ganz ehrlich…

…so hätte ich noch Stunden fahren können.

Ja war nett, auch wenn der erste Teil von meiner Körperlichkeit her nicht so prickelnd war, fand ich das Zusammensein mit den bekannten Leute mehr als angenehm. Und nochmals ganz ehrlich, ich hätte auch richtig schön mit der Hängematte am Preußenhafen rumlungern können. Was mit der nächsten Channel Challenge wird sich zeigen müssen ?
Falls ich nicht selber als Initiator und Mitfahrer tätig werden könnte, setzte ich auf Eigeninitiative des bekannten Kreises.

( Hier bei Strava die trockenen Daten. )