Archive for the ‘Erstbefahrungen’ Category

neue Schleife/ 45.657km/ 16.05.2021

Mai 16, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Tour 100+/ Erstbefahrung/ Bike- & Biketouren Bilder: so genug Ruhetag am Samstag gemacht und es sich im heimisch-mütterlichen Haushalt mit Lammkeule, Kartoffelgratin, Beilagengemüse und Salat gut gehen lassen…

…etwas Bewegung stand auf dem Plan. Die angedachten Radrunde wollte ich dann doch angehen, auch wenn das Wetter einen auf eher wechselhaft machte. Regenneigung war angesagt, die Frage war nur, wieviel und dann wann?
Natürlich habe ich noch einen kleinen *hüstel* andere Streckzusatz auf dem Schirm wo es dann ab Sendehorst erstmal rüber nach Beckum gehen würde. Mit dem Harken käme ich mal wider in der Bereich der 100km/ Tour und ohne Pausen gut 5-6h Fahrzeit, aber ob ich das machen lass ich ma´ offen.

Die Gegend dort schien mir als Fahrstrecke recht attraktiv zu sein, also landschaftlich und ab Beckum gibt’s dann ja für die Heimfahrt wieder die Werseradroute. Jene kennt man ja mehr als gut und bietet auch gut zu fahrende Abschnitte.

Bikealltag/ Stahl Renner/ Singlespeed 54-16: das ich dem Stahl Renner am Vortag noch eine wenig Pflege gegönnt hatte erwähne ich hiermit. Nun aber zur Tour.

Die Wahl zum Cannondale CAADX fiel spontan. Wohl weil das Wetter nicht ganz so sonnig sein sollte, man will sich ja nicht auf Biegen und Brechen den Stahl Renner einsauen, und weil das CAADX ein paar bessere Möglichkeiten bietet Trinkflaschen zu transportieren. Außerdem kann man ja mal gucken wie der aufgefrischte Antrieb sich so macht.

Also Klamotten zusammen packen, anziehen und Abfahrt. Das Wetter war zu anfangs, naja sagen wir mal, geht so. Zwar sonnig aber es hatte eine gewisse Brise. Zum Glück weitestgehend aus einer brauchbaren Richtung.
Und damit war dann auch das zentrale Thema dieser Radrunde klar, woher kommt der Wind wann und ja nicht in die Falle tappen, nur weil es so gut läuft, noch was dranhängen.

Da ich nur mit einem für mich üblichen Frühstück los bin, also quasi fast nüchtern, hatte ich recht fix mein erstes Etappenziel klar vor Augen. Die Bäckerei Bernhard Zimmermeier in Drensteinfurt sollte geöffnet haben. Dort könnte man dann ja praktischer Weise ein Frühstück für den ersten Pausenstop einholen.

Gesagt, getan und weiter ging die Reise. Nächstes Etappenziel war Albersloh und weil das nette Nest nicht ganz so weit weg von Drensteinfurt liegt, wurde dort auch die erste echte Pause mit ebenso echtem und brauchbaren Futterware abgehalten.

Die Hütte dort war gut bekannt und wurde fast direkt angesteuert. Nur fast direkt, denn zuvor entdeckte ich einen schmalen Trampelpfad entlang der Werse. Da mußte ich dann natürlich rein und bin da mal entlang. Ein gutes Stück aber nur schiebend, weil wenn ich das Areal nicht kenne, auf der einen Seite Wasser und auf der anderen Seite Gebüsch, da bin ich lieber vorsichtig.
Der kleine Ausflug hat sich aber gelohnt, auch wenn beide Ufertrampelpfade eher kurz sind, sie sind einfach nur schön (weshalb ich ja auch einen kurzen Film gedreht habe) und laden zum verweilen ein. Man müßte sich nur was zum drauf sitzen mitnehmen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

(natürlich gibt es wieder ein Tagesalbum <klick> inkl. einem kurzen Film)

Weiterfahrt nach der Pause, wo zunächst mal der zweite Part des Werse-Trampelfade erkundet wurde. In Albersloh selbst läuft die Werse ja auch durch und dort hatte ich im Augenwinkel Holzplattformen zum sitzen am Ufer entdeckt. Da bin ich jetzt aber nicht runter, sondern hab mich in Richtung Sendenhorst auf gemacht.

Der Weg bis Sendenhorst lässt sich gut lecker fahren und führt immer wider an Waldgebieten vorbei beziehungsseise durch ein Waldgebiet hindurch. Und so hatte ich das rote Haus gefunden, was der Kollege aus‘ m Claim neulich eingestellt hatte.

Sendenhorst selbt war dann auch nicht mehr wirklich weit, die letzten Meters Wegführung aber mal wider ganz klassisch Radwegroute. Acht mal um die Ecke rum um sich ja jede kleine Gasse angesehen zu haben.

Und damit war der eigentliche Teil auch schon abgehandelt. Jetzt stand die Rückreise an. Der Stadtkern wurde durchfahren, noch eine kleinen Erkundung um die Hardteiche rum, wobei es nicht wirklich Drumherum ging. An einer schon bei der letzten Erkundung ausgemachten Pausenhütte wurde abermals angehalten.
Zwei Dinge wurden erledigt. Kurz vor Sendenhorst traf ich zwei sportlich unterwegs fahrende Radfahrer. In Sendhort selbst traf ich sie wieder und als ich kurz vor der Hütte war, saßen sie mir wider im Nacken. Man hielt an und plauschte ein wenig. Erstaunlich war, das der Kumpel von dem einen das kleine rot Hause, was ich ja gesucht hatte, gemietet hatte.

Das andere war, die Pausenhütte könnte den Schnittpunkt für die weitere Routenwahl sein. Erst rüber nach Beckum oder doch straight über Ahlen zurück? Der Weg über Beckum gab nochmals 20 Kilomeer mehr auf Googlemaps aus.
Mit Hinblick auf die Windlage wo ich dann ab Beckum bis Ahlen und ab Ahlen ja auch nochmal Gegenwind haben würde, entschied ich mich dann schweren Herzens für die kürzere Variante. Zur Entschuldigung kann ich vorbringen, zu dem Zeitpunkt standen schon gute 60km+ auf dem Tacho.

Das dies eine sehr gute Entscheidung war, sollte sich zeigen. Denn bei mir trat wieder der home-coming-effekt ein. Ich hab das schon ein paar mal beobachtet. Je näher ich ans heimische Gefilde komme, des so lustloser trampe ich vor mich hin. Wenn dann noch Gegenwind ist…

Ach lassen wird das. Das Wetter wurde dann auch auf Ahlen zu nochmals regnerisch. Ich hielt kurz am Schwimmbad an, wo mir überdachte Fahrradständer eine trockenen Boden gaben und streife die Velotoze als Regenschutz über die Schuhe. Die Untergründe waren arg nass und die letzten Kilometer wollte ich nicht mit nassen Schuhen & Socken fahren. Auch wenn der Regen ganz schnell hinweg zog.

Ja, aber wie das leider so ist, bei der letzten Überziehaktion am linken Schuh riss ein Velotoze am Ausschnitt für die Cleat (Rastverbindung vom Schuh zum Pedal) ein und war dann damit mehr oder weniger unbrauchbar.
Klar, jetzt wo er drüber war ging das noch, aber ein weitere mal würde man diesen Regenschutz nicht mehr heile über den Schuh bekommen. Schade eigentlich, denn die Velotoze waren sehr schmal zu verpacken, lagen super gut an den Schuhen an und scheuerten somit nicht am Kurbelarm. Und auch was die Dichtigkeit angeht, kann ich nicht meckern. Natürlich wurde irgendwann bei einem richtigen Regenguss irgendwo Wasser reinkriechen, aber bei einem Produkt was keine 10 Euro kommt, darf man glaube ich auch keine 100% Wasserdichtigkeit erwarten-verlangen.

Lange Rede kurzer Sinn, nach einer weiteren kurzen Pause kramte ich etwas in meinem Navihirn und konnte da eine Strecke an den beiden Schlössern aufrufen. Kleines High-Light war dann die alleinige Überfahrt über die Lippe mit der Lupia kurz vor Schloss Oberwerries.

Aber auch dieses High-Light konnte mich nicht wirklich nach vorne bringen. War aber auch egal, ich schlängerte mich über bekannte Strecken bis zur Burg und bin dann ja letztendlich angekommen.
Der Tag war also ein Erfolg, ich hatte die Passage Albersloh – Sendenhorst erkundet und auch für gut befunden. Mal sehen was als nächstes kommt?

Macht Euch noch einen netten Abend und bleibt gesund!

 

😉

45.026km/ 15.04.2021/ it’s done!

April 16, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ volle tausend Kilometer/ Bike- & Biketouren Bilder: viel hatte ja die Tage nicht gefehlt und heute war es dann soweit. Mit dem CAADX hab eich die 45.000 Kilometermarke durchfahren.
Damit hab ich die immer noch aktuellen 36.958km für das Volotec, dem Vorgänger-Alttagsfahrrad weit hinten gelassen.

So richtig schön gefeiert habe ich das mit einer gut verlängerten Heimfahrt vom Job. Zunächst spielte ich mit dem Gedanken die WPC Unna Bahndammflitzen via Welver mit ca. 75km bis zur Burg zu fahren. Aber mit dem Wind wollte ich das dann doch nicht, denn der bließ nicht nur unangenehm aus Nord-Ost sondern brachte auch eine entsprechende Kühle mit sich.

Und so ging es mal wieder mit Marschrichtung Cappenberg über diverse bekannte aber auch neue Pisten.

Erstbefahrung/ Outdoor: zunächst mal habe ich die andere Kanalseite ab dem Hafen Lünen erkundet. Jedenfalls war das mein Plan. Aber noch keine 5km gefahren erspähte ich einen mir bisher wohl entgangenen Forstweg. Und da bin ich dann natürlich mal rein.

(Hatte ich eigentlich schon den Direktlink zum Aprilalbum durchgereicht. Falls nicht hier bitte <klick>)

Die Waldgrenze sollte gut eine Richtung Süd haben, ist eher ruhig, da auch Sackgasse. Bäume zum abhängen hat es genug und außer den Geräuschen vom Hafen, hörte ich nix.

Dann ging es aber doch rüber auf die andere Kanalseite und da dann bis höhe Kraftwerk. Ab da seit langen mal wieder ein paar nette Wegstrecken hoch bis in den südlichen Cappenberger Wald.
Und wie ich so vor mich daher fahre schwant es mir schon. Da ist doch diese nette Strecke nach Selm rüber. Deutlich welliger als der Kanal und mit sehr ruhigen Straßen. Das ich diese Strecke dann auch gefahren habe, entschied ich spontan. Die Uhrzeit gab ich genug Puffer her, ich fühlte mich gut, zu trinken hatte ich auch noch. Und so stand ich dann an jener Bank mit Aussicht…

3 skyline

…spielte ein wenig mit der Handycam und zog dann aber doch fix weiter. Der Wind bließ arg über die Landwelle. Aber was für eine Landlinie – wunderbar.

Mit dem einschlagen dieses Weges standen dann noch ein paar kleinere Rampen an und alles gut gepaart mit Waldbodenstrecken. Der Vorteil dieser Fahrstrecke war schnell klar, im Wald ist ja sowas von Windschutz. *freu* Und das Lichtspiel war natürlich auch klasse. Zumal diese eher dunklen Wolken wo aus Norden reinzogen. Da hat man dann auf der einen Seite Sonne und vollmundige Quellwolken, auf der anderen Seite dann diese dunklen Schwaden.

Ich hatte aber Glück und außer ein paar wirklich müden Tropfen bekam ich nix ab. Am Waldausgang wurd´s dann wider fix frisch. Bis zur nächsten Waldeinfahrt hatte ich aber den Wind von hinten, auch mal nett. Kurz hinter der Zufahrt wurde dann aber doch angehalten und zusätzliche Kleidung angelegt. Kalt muß es ja nicht sein.

Und die Trinkflasche wurde auch abermals um einen guten Zug geleert. Denn auf die böse Falle nicht genug getrunken zu haben hatte ich keinen Bock.
Denn nach nun mehr fast zwei Stunden gekurbel bei dem Wind ist schon der einen oder andere Schweißtropfen verdunstet. Das dumme ist nur, mit dem Kühlen Wind merkt man das nicht. Und irgendwann sind dann die Wasservorräte im Körper leer, der Mann mit dem Hammer kommt und die Beine werden schwer wie Blei.

Aber diesmal passte das gut. Ich war auch so vernünftig die Heimfahrt nicht nochmals um eine gute Schleife zu verlängern. Irgendwann muß auch mal Schluss sein. In Ruhe duschen & futtern sowie diese Zeilen tippen wollte ich ja auch noch. Und so kehrte ich nach etwas mehr als 39km und 181 Höhenmetern mit ganz viel Wald und Bodenwellen wider auf der Burg ein.

It’s done, das CAADX hat mit dieser Heimfahrt satte 45.026km auf der Uhr stehen. Macht Euch einen netten Tag und bleibt gesund!

42.896km/ 03.02.2021

Februar 4, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Winterfahrten/ Bike „Abflüge“/ Stürze/ Bike-& Biketouren Bilder: Anpfiff für den Monat Februar und so wie’s ausschaut, behält der Winter noch ein wenig seine Position.

Montag: nach dem das Wochenende mit dem Umzug geschmeidiger gelaufen ist als angenommen und die super entspannte Rückfahrt am Sonntag auch bei viel Sonne abgehandelt wurde, sah die Welt am Montagmorgen irgendwie dunkel aus.
Was mich gleich stutzig machte war, daß es wohl über Nacht Niederschlag gab und es kalt war, aber draußen auf den Wegen vor der Burg eher unauffällig schien.

Am Wochenende hatte ich noch die frisch erworbenen Continental Contact Spike 240 Winter wieder originalverpackt, also mit der Banderole in einen Karton gesteckt und zum Rücksenden bereits verfrachtet. Neben der Tatsache das jene nicht nur geschmeidig schwer sind, die 240 Spikes in nur zwei Reihen angeordnet sind (wo ich mich dann gefragt habe, was zum Geier soll der Mist???), nein es stand auch noch drauf – Made in China. Lange Rede kaum Sinn, mit dieser Spikeanordnung muß in der Entwicklung was schief gelaufen sein.
Ich hatte mich dann doch wieder für die bisherigen 45NRTH Xerxes entschieden, mir da dann aber auch nur einen kommen lassen. Der Vordere ist ja noch gut. Leider gab´s die Ausführung auch nur noch in Drahtreifen, was wieder ein paar Mehrgramm mit sich bringen wird. Natürlich wäre ein 45NRTH Gravdal sinniger gewesen, aber dazu fand ich dann keiner brauchbare Angaben. Soviel also dazu. Und nun zum eigentlichen Tagesgeschehen am Montag

…drei Frikadellen weiter.

Was ein Ritt in der Frühe. Schon am ersten Kreisverkehr hat es mich gelegt. Zum Glück war ich a. auf dem benutzungspflichtigem Radweg (wie immer an der Stelle) und b. schon im Kriechtempo unterwegs. Ich wollte mal die Lage sondieren wie fix die Kraftfahrzeuge so durch rauschen und so das Risiko für mich minimieren.

Blöde Sache aber wenn ein paar Millimeter dicker Eispanzer auf der Strecke ist. Ich setze also die Füße ab und schon rutscht das Hinterrad weg. Da ist ja (leider) zur Zeit noch ein normaler Grobstollen Reifen drauf, weil es den hinteren Spikereifen ja in Mitleidenschaft gezogen hatte.

War aber alles halb so schlimm. Den Vorgang als solches kann man sich vorstellen als wenn man sich zunächst flotter hinkniet und sich dann auf eine Seite rollen lässt.
Eine Autofahrerin hatte das zudem gesehen, umgehend angehalten und sich durch die geöffnete Beifahrerscheibe nach dem Wohlergehen erkundet.

Aber auch am Kanal waren die Strecken nicht so lustig. Der feine Sandschlamm war von gefrorenem Wasser durchzogen. Ich hab mich dann für das bessere Nordufer entschieden.

Der letzte Hammer war die Holzbrücke kurz vor Job. Wohlwissend um diese Stelle bin ich da schon vorher abgestiegen, eine Hand fest am Geländer und in der anderen das CAADX. Das schlingerte im Schiebebetrieb ganz schön auf dem gefrorenem Holz.

Mann o Mann, was ein Ritt.

Meet & greet: bevor ich mir den unausgegorenen Schwachsinn von Wegführung angetan habe, gab’s mal wieder ein spontanes Treffen mit dem Husky Mann. Wir hielten beide an, grüßten und plauschten so ein wenig über, wie sagt man doch, Gott und die Welt.

Für die Rückfahrt wählte ich das südliche Kanalufer. Man muß ja ma‘ schauen ob das Tor doch nicht geöffnet ist. Zu meinem Erstaunen hatte man eine neue Hafenzufahrt, jetzt aber Obacht, nur mittels Beschilderung für Fußgänger angelegt.

Da wenig los war bin ich da aber trotzdem lang, letztendlich ist es ja immer noch eine offizielle Radroute.

Folgt man also dem Weg „umschifft“ man die Fitnessbude mit dem gesperrten Parkplatz, landet aber im Yachthafen Rünthe. Dort wird nochmals per Ausschilderung darauf hingewiesen, daß Radfahren untersagt ist, was mich aber…

Ach komm lassen wir das. Armes Deutschland. Jedenfalls bin ich so am inneren Zaun des Yachthafen entlang und hab mir dann ein offenes Tor gesucht. Ich bin aber ziemlich sicher, daß jene früh bis sehr früh morgens verrammelt sind. Das man da also durchkommen würde, bezweifle ich. Alternativen?! Ach ja, ich vergaß!

Ja da wäre die Streckenführung nördlich am Beversee vorbei, nur…
…da wird zur Zeit Holz gemacht, die ohnehin schon eher erdähnlichen Wegstrecken sind also durch entsprecheden Gerätschaften in Mitleidenschaft gezogen und werden auch sonst durch Nass von oben eher weich sein.

Dienstag: der zweite Tag, heute ma‘ nix mit eiskalt, zumindest nicht von den Temperaturen her. Dafür bin ich eiskalt am Randstreifen meiner Rennbahn  entlang und ebenso eiskalt durch die Brückenbaustelle. Die Baustelle ist eigentlich per Schild Tabu für Radfahrer aber…

…diese Strecke wird gestreut, was man wie sich ja gestern zeigte, auf den Neben- u. Alternativstrecken so gar nicht der Fall war und wohl so auch bleiben wird. Und so darf man eigentlich entspreched ausweichen.

Jedenfalls kam ich sogar recht gut von Fleck, bin mir nicht mal sicher, ob ich die 1 Winterpokal-Stunde voll bekommen habe.

Entscheidung des Tages, ich behalte die Conti Spikereifen doch, denn bei Bike24.de gab es nur noch einen 45NRTH Xerxes und den auch nur in der Drahtausführung. Der wird dann als Ersatz auf die lange Bank geschoben. Und so hab ich mir neben dem 45NRTH Reifen auch eine Endura Hose (zum wasch-wechseln) bestellt.

Nun warten wir mal auf die Lieferung und hoffen aber auch auf besseres Wetter. Denn mit diesen Zeilen hat es immer wieder Schauerregen. Fänd ich jetzt für eine Heimfahrt nicht ganz so prickelnd.

Ansonsten ist man vom Job mal wieder nim Sauerland unterwegs. Sehnsüchte werden befeuert, hoffentlich wird es bald wärmer.

Die Heimreise fand dann doch in eher entspannt statt, aber auch um mal mit dem noch am Vorderrad vorhanden 45NRTH Xerxes zu spielen. Denn bei der Abfahrt bemerkte, nein hörte ich deutlich wie die Spikes am Asphalt ihre Geräusche machten. Da ich ja am Vortag den Luftdruck der besseren Haftung für die Spikes bei vermeintlichen Eislage nach unten korrigiert hatte, machten sie eben Lärm. Das Fahrverhalten war zwar unbedenklich, aber ich beschloss halt, die Rückfahrt ma zu nutzen.
Zwischen Preußenhafen und Seepark Lünen unter einer Brücke pumpte ich also erstmal Luft nach. Das machte sich auch sofort bemerkbar, schien mir dann aber im weiteren Verlauf der Heimreise noch nicht so passend zu sein. Also gab es an der Kuhbachtrasse in einem Unterstand nochmal was mit der Luftpumpe drauf.

(Restbilder im neuen Februar Radtouren-Bilder Album)

Fiel doch oben im Geschreibsel der Begriff Armes Deutschland, so komm ich nicht umher doch mal was dazu zu sagen. Das Radwege außerhalb von Ortschaften zwar angelegt und als benutzungspflichtig ausgeschildert werden dürfen, ist ja schon normal. Das aber eben genau jene angeordneten Radwege auch noch beidseitig benutzbar sind, also fährt in eine Richtung entgegen der Fahrtrichtung, ist schon ein weiterer Hohn. Irgendwo in den Tiefen der Gerichtsbarkeit gibt es dazu sogar ein Urteil, daß dies nur in absolute Ausnahmefällen zulässig sei.
Das es aber auf Radwegen außerhalb geschlossener Ortschaften keine Streu- & Räumpflicht gibt, hatte mir ja seinerzeit sogar eine zuständige SPD Politikerin mitgeteilt.

Jetzt kann sich ja jeder selbst ein Bild davon machen, wie man das sehen kann. Aber als Radfahrer ist man bestenfalls ein Mensch dritter Klasse. Denn auch bei der Streupflicht innerorts gibt’s eine Reihenfolge. Und darf man mal raten an welcher Stelle Radwege stehen?

Genau – an letzter Stelle.

Soviel ist also die Unversehrtheit eines Radfahrers wert! Das dies dann noch den unterschiedlichen Instanzen zusätzlich zum Opfer fällt, habe ich heute früh noch am Preußenhafen mitgeteilt bekommen. An einer Kurve war das schon arg glatt, aber auf dem Holzsteg kurz danach wurde gestreut. Ich hab dann also angehalten und kurz bemerkt, daß da an der Ecke auch ma´ was gut wäre.
Der gute Mann zuckte nur mit den Schultern, der arme Schlucker konnte nur herausbringen, daß die Ecke nicht in der Zuständigkeit läge und er es deshalb nicht machen dürfe. Ja was soll man dazu sagen? Iss doch, man möge mir das verzeihen, Kacke. Aber so ist das eben. Man versteckt sich hinter den Vorschriften und gut ist. Dazu noch ein Bild von einem anderen benutzungspflichtigem Radweg.

Gut, für die Freunde des gepflegten Cyclocross (Rennradfahren im Tiefschlamm) bestimmt eine Augenweide, aber der Weg ist nicht mal befestigt. Es sei denn, daß irgendwo geschrieben steht, daß Schlammlöcher befestigte Wege sind.

Auf dem Weg nach Hause bin noch bei Fahrrad Wilmes vorbei. Also ehmalig Fahrrad Wilmes, denn aktuell ist da wohl AT-Cycles drin. Einen Laden von denen hatte ich ja schon in Dülmen ausfindig gemacht, übrigens sind dort drei oder inzwischen vier Radläden in einem Bereich von acht mal fünf Kilometern. Also in Dülmen. Oder, wie an der Perlenkette gezogen. Egal…

Somit denke ich hat sich Fahrrad Wilmes zurück gezogen und neuer Wind ist in den Ausstellungsraum geweht. Sieht natürlich alles super chic aus, ist aber ach eher nix für mich. Ja so war dann eben die Rückfahrt.

Mittwoch: die Mitte der Woche ist erreicht, der Sommer hält Einzug. Draußen vor der Tür hatte es selbst im ländlich offenen Abschnitt noch satte 8c°+.
Die Frage dabei war nicht, was ziehen wir noch an, sondern was ziehen wir noch aus? Luxusproblem.

Das Radtrikot als zweite Lage wurde gar nicht erst angezogen. Genauso die Dreiviertel-U-Buxe. Auch das letzte wenn auch sehr dünne Paar Handschuhe verschwand nur präventiv in der Jackentasche. Die beiden Unterarmreißverschlüsse wurden auch schon teilweise geöffnet. Und aufpassen, trotzdem nicht zu schnell fahren, damit man nicht beginnt zu fiebern.

Erstbefahrung: die Heimreise wurde mal wieder intuitiv-spontan angegangen. Hauptthema war zunächst mal das Wetter, denn jenes sollte ja auf Regen in guter Menge stehen.
Als Strecke wurde mal wider Sesekeradroute und Kuhbachtrasse abgerufen um dann doch wieder in die Richtung der erst am Sonntag erkundeten Strecke zu „fallen“. Dabei habe ich dann aber doch noch eine weitere mögliche, wenn auch kurze andere Streckenführung auf dem Motorola vorab ausgekundschaftet. Die Ausfahrt zu dieser neuen Strecke habe ich erst gestern erspäht, also muß man doch mal schauen…

Zu meiner Überraschung ist an einer T-Kreuzung eine nette Sitzgelegenheit samt Wetterschutz aufgestellt. Gespendet wie dort beschildert steht, ich denke von einem nahen Ureinwohner.

Nach dieser Entdeckung dieser Nettigkeit bin ich dann dem Rest der Strecke (<klick> A1 Waldverbindung zum Galgenberg/ heute aber wie bis jetzt eigentlich immer entgegengesetzt) gefahren.

Insgesamt hatte ich heute auf der Rückfahrt mit dem Wetter mal gut Glück. Der Wind kam nur von hinten und auch die diversen Niederschläge hielten sich eher zurück. Erinnern kann ich mich nur eine längere Sprühregenphase.

Mobilphone: leider konnte ich aber diverse Licht- u. Landschaftsszenen nicht fotografisch einfangen. Denn nachdem ja mein Motorola irgendwie spinnt, schaltet es sich immer mal wieder gerne beim oder kurz nach dem Bildermachen von selbst aus.
Seltsam ist, ich kann es wieder einschalten und der Akku hat noch gute 40%+ an Saft. Was das ist, weiß ich noch nicht? Man wird mal wider sehen, eventuell bekomm ich wo Infos. Ansonsten…

…habt einen schönen Tag und bleibt gesund!

40.079km/ 16.11.2020/ Heimatkunde

November 17, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Erstbefahrung/ Bike- & Biketouren Bilder: gestern Nachmittag war mir dann mal wider danach ein wenig Rad zu fahren. Das Wetter passte mir bestens und weil dem so war trieb es mich auf ein Stück neu gemachter Radroute.

Schon in den letzten Wochen konnte ich beim Kreuzen mit dem Firmenfahrzeug rege Bautätigkeiten ausmachen. Naja und wie das eben so ist, man ist neugierig und muß das dann ausprobieren. Wie zu erwarten war, ist natürlich noch nicht alles fertig. Aber das was fertig ist, lässt sich schon recht passabel fahren. Und die wenigen Abschnitte die noch ganz zu, sprich per Tor abgeschlossen sind, kann man in meinen Augen verkraften.

Das ganze wird sich Kirchderner Graben nennen und jener war, wie man datt hier so nennt im Pott, ein Köttelbecken. Oder zu gut Deutsch, ein offener Abwasserkanal. Ja jetzt kann man sich das wohl besser vorstellen. unten dazu noch eine kleine Anmerkung.

(den Rest der Bilder von der heutigen Rückreise hab ich in ein Tagesalbum <klick> gepackt)

Nach dieser Ersbfahrung war ich ganz geflasht wie lecker sich das fahren lässt. Leider ist ein Teilstück noch nicht ganz fertig gestellt, erwähnte ich ja bereits, aber zumindest geöffnet. Ein weiteres Stück in Richtung süd ist noch nicht fertig. Egal.

Danch hatte ich leider noch ein paar nette Strecken, natürlich nicht ganz unbekannt, als praktische Anschlusstrecken vor mir. Das wurde dann nett abgefahren. Ein Highlight war natürlich wieder der Naturlehrpfad „Alte Körne“.

Nachteil der ganze Aktion, ich schätze mal nach den fast 40 Kilometern und etwas mehr als 2h Fahrzeit wird morgen nix essbares vor mir sicher sein. Der Megteller Spätzle mit Irgendwas war jedenfalls fix leer geschnupft. Aber so liebe ich das.

Habt einen schönen Tag und bleibt bitte gesund!

Anmerkung Köttelbecken und Sommer: ich kann mich noch genau daran erinnern wie ich einmal im Sommer auf einer meiner ersten Heimattouren noch nicht ganz so streckensicher war. Das mochte damals auch der nicht, nun sagen wir mal, perfekte Streckenauschilderung geschuldet sein.

Jedenfalls kurvte ich irgendwie nicht ganz so planvoll rum und nach dem ich ein paar Eingeborene befragt hatte bekam ich einen Hinweis zur Emscherradroute. Schon kurz bevor ich sie sah, konnte ich sie riechen. Heimat, du hast mich wider! *lach*
Damals war die Emscher ja noch nicht ganz so sauber, da die Bauarbeiten erst im Anbeginn waren.

39.551km / 26.10.2020/ Amerika…

Oktober 27, 2020

Bikealltag/ Urlaub/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Biketouren Bilder: nun gut, nachdem es dieses Jahr nicht geklappt hatte in die Staaten zu kommen um unsere Älteste zu besuchen, worüber ich jetzt nicht ganz so traurig bin, also eben nicht in die Staaten zu kommen, kenne ich ja Amerika nur aus einer Ecke hier ganz in der Nähe.
Schon nach der ersten Cyborg Nummer hatte ich mir eigentlich auf die Fahne geschrieben, dem Rombergpark mal wieder einen Besuch ab zu statten. Warum auch immer, es hatte bis dato nicht geklappt. Ich bin da aber nicht so versessen, weiß ich doch das sich immer irgendwann eine Chance bietet. Und diese hatte sich am heutigen Tag spontan ergeben. Ich gebe zwar zu, daß ich auch ein wenig nach einem Grund gesucht hatte, aber es hatte sich halt auch angeboten auf dem Weg dorthin noch zwei Dinge zu erledigen. Und so bin ich dann mal los.

Und mit den nun folgenden Zeilen bin ich wider im Stall, geduscht, das Bike entladen und die Wampe versucht gerade mit dem Kilo Nudeln, oder so, fertig zu werden. Hilft ja aber alles nix, der Brennstoff muß ja wider irgendwie rein. Denn zum Ende hin, war die Motivation nicht mehr ganz so groß. Am besten ich fange mal von vorne an.

Sinn & Zweck der ganzen Aktion hatte ich ja schon im Morgengruß kund getan. Der Schlüssel der noch in der Firma lag wurde eingesammelt, genauso wie die angeschnittene Fleischwurst sowie Salami aus dem Kühlschrank entnommen.
Ab da ging’s dann mehr oder weniger chic (mehr oder weniger chic ist hallt in so einem Ballungsgebiet immer irgendwie grenzwertig) ab ins Dortmunder Zentrum um dort bei Beckmanns mein Lieblingsbrot käuflich zu erwerben. Das auch das klappte, hatte ich ja ebenfalls schon in meinem Liveticker fotografisch dokumentiert. Das nächste Ziel war dann zum greifen nahe und ich muß sagen…

…ja die Fahrt ab Beckmanns bis zum Rombergpark ging gut fix. Straight mit Fahrtrichtung Süd an der B54 entlang, natürlich wider mit dem üblichen Radwegmist. Aber ich hatte einfach auf Entspannungsmodus gestellt und so ging das. Die Fahrtzeit dorthin war dann auch recht smart. Geschätzte würde ich sagen ungefähr 15 Minuten. Ich schob mich trampelnt an der Rehaklinik Rombergpark vorbei, um mal wider zu sehen, wo ich letztes Jahr drei Wochen verbrachte. Mein erstes Ziel im Rombergpark war die Moor-Heide-Landschaft (auf der Karte Punkt 17).

(mehr Bild & Filmmaterial im Tages-Touren-Album <klick>)

Ich hatte zwar eine seichte Hoffnung dort pausieren zu können, aber daraus wurd nix. Beide Bänke noch gut regennass und natürlich war das Torfhaus wider zu. Diesmal aber wegen Corona. Gut dachte ich mir, war zwar eh nicht mein Top-Plan, wäre aber ma´ nett gewesen, also auf eine Runde durch den Rombergpark.

Ich weiß zwar das am Hauptzugang ein Rad-Verbotenschild steht, aber ich kam jetzt aus der Moor-Heide-Landschaft und dort war kein Schild. Aber ich bin ja eh nicht der Raser und so bin ich im Joggingtempo eher gemächlich dahin gerollt. Hat auch keiner was gesagt und ich wär natürlich umgehend abgestiegen.

Und so rollte ich halt bis nach Amerika vor um mir dort ein brauchbares Pausenplätzchen zu suchen. Im Hinterkopf hatte ich ja eines, oder besser zwei. Aber die Plattform wäre halt nicht überdacht und auch ohne Sitzgelegenheit. Somit leider nicht ganz ideal.
Die erste Hütte die ich sah, war nur ein Unterstand, also gar keine Bank, zudem von allen Seiten offen. Ich rollte dann weiter in nördlicher Richtung, gen Amerika. Und siehe da, eine baugleiche Hütte, diesmal aber mit Bank und alles fein trocken. Der Windschutz kam durch die Bäume, wo also sollte ich sonst noch besser Pause machen können, wenn nicht dort? Gesagt getan.

Auf einen Espresso hatte ich keine Lust, Tee wäre auch nicht so mein Ding gewesen und so entschied ich mich nur für Wasser. Nach knapp mehr als zwei Stunden war das auch angesagt. Zum Glück hatte ich bei Beckmanns noch einen halben Liter in meine Trinkflasche gekippt (ich hatte aber auch noch gut was mit) und schlürfte so Wasser aus der Trinkflasche. Dazu gab´s dann drei, oder waren es vier gute Scheiben Brot, wozu ich dann die Fleischwurst vertilgte.

So mit der warmen Daunenjacke drüber war das schon nett, ich genoss die Aussicht. Den Aufbruch zu wagen bestimmte nur das Wetter. Hatte ich am ersten Stop noch was von aufklaren gesagt, zog es jetzt aus Südwesten her mächtig rein. Die dunkle Wolkenformation zündetet ein Feuerwerk beim Lichtspiel.

Frisch gestärkt ging das dann aber doch gut. Ich rollte nochmal an meinem Rehazimmer vorbei und bog dann über Phoenix West zum Phoenixsee ein.
Auch dort bot sich ein zum Teil bedrohlich wirkendes Wolkenbild und innerlich wurde schon das einen oder andere Stoßgebet gesprochen, daß der Regen nicht kommen möge. Der andere Faktor war, der Wind bließ zum größten Teil aus der richtigen Richtung. Und so erreichte ich recht fix Applerbeck, durchfuhr dies und stieß immer weiter östlich auf der Emscher-Radroute vor.

Kurz vor Holzwickede kenn ich ja eine brauchbarere Streckenführung als die offizielle. Dummer Weise blickte ich dann auf genau jenen Kamm wo es jede Menge Wald gab. War ich nicht die letzte Woche all zu oft dort vom Job her entlang gefahren und hatte mir gedacht:„wie nett mag der Wald wohl sein?“

Es ging quasi nicht anders, ich bog also auf einen Erkundungsausflug in die Richtung ab.

Erstbefahrung: ja und wie das eben so ist, das Unheil nahm seinen Lauf und schon stand der Schreiber am nördlichen Waldrand. Der erste Weg in den Wald rein wurde noch verschont, beim zweiten aber zugeschlagen. Das nette Stück größere Baumgruppe nennt sich Hixterwald. Auch hier wider Wald in super schön. Gut, den Hauptweg u-frömig rum zu fahren kann schon die Körpertemperatur nach oben bringen. Aber lohnt sich. Weiter bei der Heimfahrt…

…ab da gab es noch einen Abstecher am Esmcherquellhof vorbei, lag ja sowieso auf dem Weg. Das Wetter spielte zwar mit, aber zumindest am Emscherquellhof war das mit dem Licht zum fotografieren eher mau. Aber ich erinnerte mich gerne an die damalige Emscherradtour 2016. Es war sehr schön damals, auch wenn es auf dem Rückweg knallbrülleheiß war und die Routenführung nicht ganz so… . Ach lassen wir das. Schade das es seit dem nicht wider geklappt hat. Vielleicht noch mal eine Solonummer oder in ganz kleiner Runde? Wer weiß?

Ab dem Emscherquellhof wurd´s dann von der Strecke her noch mal leicht *hüstel* wellig. Nein, ich bin da nicht oder noch nicht wider auf dem Peak, daß ich sagen könnte, steckt man so weg. Elendig zögerlich rollte die Kette über mein kleinstes 33 Zahn Kettenblatt. Irgendwie könnte da noch was gehen, tut´s und tat´s aber nicht.
Ich hab es wie ein Mann getragen und mir die Strecke wider aus dem Kopp hochgespielt. War ja schon eine Ewigkeit nicht mehr in dem Terrain unterwegs. Die eine Abkürzung rechst ab in einem Wald nach Billmerich rein war nicht mehr vorhanden. Oder, das was ich da gefunden hatte, führte nur in eine Megasenke und direkt wider am anderen Ende hoch. Da bin ich dann mitten im Wald auf dem fußbreiten Trampelpfad wider umgedreht und zu Fuß zur Kurve zurück. Muß und kann ma(n)n mit leben.

Dafür war ich dann schon fast begeistert, daß man die eine kurze Strecke durch einen Wald endlich mal etwas besser hergerichtet hat. Vor allem aber, man braucht jetzt wohl nicht mehr so blöd um die Absperrschranke rumzirkeln. Da kam man sich immer wie ein Krimineller vor und das obwohl das ewig eine offizielle Radroute ist. Am Ende hab ich dann noch einen Moment lang den Blick ins Sauerland genossen. War aber leider sehr diesig.

Natürlich wurde dabei wider die Trinkflasche bemüht. Nach wieviel Stunden Fahrt hatte ich wieviel getrunken? Ich konnte es nicht mehr sagen und hab einfach in den Rachen nachgeschüttet, dann die Trinkpulle wieder nachgefüllt. Waren ja ich ein paar Meters zu machen. Wobei es so langsam auf den Zieleinlauf zu ging. Noch drei, vier Wellen mitnehmen und dann Schussfahrt runter bis an die östliche Grenze von Unna rein.

Irgendwo zwischen Billmerich und Kessebüren knickte der Akku vom Handy ein, Bilder machen war also nicht mehr möglich. Der Tacho hatte bereits die 80 Kilometer Marke durchschlagen, als ich langsam auf den heimischen Claim zurollte.
Ich geb’s ja zu, Überlegungen kamen auf die 100 Kilometer noch im Heimatwald voll zu machen. Aber inzwischen war irgendwie der Saft raus, ich hatte auch keinen großen Bock mehr. Letztendlich überlegte ich noch, mir doch noch wo bei einer netten Pausenhütte einen Espresso zu gönnen. Aber in meinem Kopf tauchte keine passende Hütte auf. Also zog ich durch und rollte in den Burggarten ein. Weitergedacht konnte mir das aber auch doch egal sein.

Mit den 89,15km und den 5:33h in Bewegung aber vor allem den 493 Höhenmetern hatte ich genug auf dem Tageskonto. Und so landet die Schleife wider bei den übrigen Zeilen, wo man frisch geduscht mit den Nudeln im Bauch am Küchenstammplatz hockt. War doch gut so.

Wann kommt die nächste Tour? *lach*

38.922kmkm/07.10.2020/ CCJR

Oktober 7, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bike- & Biketouren Bilder: der Wochenbeginn ließ zunächst nix Gutes verheißen, Sturmwarnung war angesagt. Aber wie das eben so ist am…

Montag: den Koffein in den Hals gekippt und dann mal heiter los. Ja es gab Wind, aber von Sturm eher nichts zu merken. Auch empfand ich es als relativ warm. Und so wurden die dünnen Armlinge irgendwo auf dem Anfahrtsweg abgestreift und es ging weiter. Traurigkeit kann man nicht wirklich äußern.

Auf der Rückfahrt ging es press am Kanal entlang. Auf etwa halben Weg meinte ich erkannt zu haben, daß es nun doch schneller als gedacht am Südufer eine Durchfahrt an der neuen Hafencity Bergkamen geben könnte. Jedenfalls war das östliche Tor sperrangelweit offen. Muß man die Tage mal genauer schauen.

Im späten Verlauf des Tages noch die Bestellung bei Bike24.de ausgelöst.

Dienstag: trotz einer guten Portion Schlaf war irgendwie der Wurm drin. Regen-kein-Regen prägte die morgendliche Anfahrt. In Regenjacke aber ohne Regenhose bin ich los. Irgendwie war das Wetter halbwarm. Natürlich mußte der Regen fünf, sechs Kilometer vor Zieleinlauf noch mal alles geben. Kleidung trocken legen war also angesagt. Nach dem Verinnerlichen von drei Scheiben Brot und einem Rest Coke nahm es bei mir wieder Fahrt auf.

Auf der Heimfahrt ging es wider am Channel entlang und zwar mit dem klaren Ziel, das Südufer in Höhe Hafencity Bergakamen genaustens zu inspizieren. Und siehe da, es ist wohl durchgängig befahrbar. Hab es dann für den Folgetag auf „die Fahne geschrieben“.

Mittwoch: der Mann am virtuellen Schreibstift nuckelt sich seinen Espresso Doppio rein und ordnet seinen Gedanken. Es ist noch früh und so dunkel, daß man nicht mal erkennen kann, wie das Wetter so ist. Rein von Klang her sind die Oberflächen noch nass-feucht. Regenhose oder nicht, die Frage stellt sich und kann nur mit dem üblichen Gang vor die Burgpforte beantwortet werden. Die andere Frage wird sich aber kaum noch stellen.

Biketouren/ Erstbefahrung: denn mit der gestrigen Sichtung der Kanalstrecke steht für den heutigen Morgen eine komplette Anfahrt zum Job am Channel entlang. Das wird eine Art historischer Moment.

Und so ging es dann an die CCJR als da bedeutend complet Channel Job Route. Natürlich nicht den Datteln-Hamm-Kanal in voller Länge, aber halt ab Burg direkt am Südufer des Datteln-Hamm-Kanal entlang, hoch bis zum Preußenhafen und ab da einen Schwenk auf ein bekannte Trasse.

Die Anfahrt erfolgte zunächst wie üblich über ein Stück der Rennbahn bis zur nächsten Ampel, dann scharf rechts raus und auf direktem Weg hoch zum Channel.

Es rollte recht passabel und das Südufer bietet zumindest in einigen Etappen Windschutz. Denn wenn hier sehr starker Wind ist, dann dies oft aus der südlichen Richtung. Da aber auf der linken sprich südlichen Seite sehr viel Buschwerk steht, passt das ganz gut.

(Natürlich kann man auf den Nachtbilder so gut wie nix erkennen, gehören aber trotzdem hierher.)

Umfahren muß man natürlich noch den Yachthafen in Rünthe, was aber kein Ding ist. Ab der Treppenbrücke geht’s dann los.

Die eine Seite vom ehemaligen Tor ist schon nicht mehr vorhanden. Liegt wohl schon im Kanal, oder der Schrotthändler hatte Gefallen daran gefunden. *lach*
Die ersten Meter unter der Brücke durch sind noch vom alten Weg, somit etwas weniger fein in der Oberflächenbeschaffenheit. Danach ist dann die neue wassergebundene Oberfläche, halt bis kurz vor dem Pumpenhaus. Dort ist’s noch etwas verfahren, sag ich ma‘, aber auch halb so wild. Bis zum ehemaligen westliche Tor, was ja schon seit einiger Zeit nicht mehr vorhanden ist, läuft es wieder gut.

Rein vom Streckenverlauf ist das schon legger. So kann ich nun mit einem nur minimalen Anteil an Straße zum Job. Den einzigen Nachteil den ich sehe ist, daß bei Regen natürlich die wassergebundenen Oberflächen aufweichen und jede Fahrt zu einer Art Schlammschlacht werden könnte. Auch rollen die Reifen auf aufgeweichten Untergund etwas zäher. Da könnten aber eventuell ein paar andere Reifen Abhilfe schaffen? Weiter im…

Bikealltag: …und zum heutigen Feierabend hin hat man mal wieder Glück. Hatte es am späten Mittag noch ordentlich Niederschlag gegeben, war es zum Schichtende weitgehend trocken.

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Also wurde auch die Rückfahrt wie am Morgen gemacht. Jetzt die Bilder vom Streckenabschnitt auf der Rückreise.

Ja so war das heute und in den letzten Tagen. Noch viel Spaß und bleibt gesund!

38.723km/30.09.2020/ Radfahren macht wieder Spaß!

September 30, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bike- & Biketouren Bilder: und das Radfahr-Leben geht weiter, ma(n)n nähert sich dem Monatsende.

Montag: gut erholt aus dem Wochenende geht der Start gut von der Hand. Die Kleiderkammer gab noch ein Radtrikot extra her, auch wenn es mit round about 9c° am Morgen nicht wirklich nötig gewesen wäre. Aber die Extraportion Wärmekomfort genießt man, genauso wie die relative Windstille.

Angesagte Regenwahrscheinlichkeiten bleiben aus, hin und wieder ein paar müde Tropfen. Erhöhte Luftfeuchtigkeit, wie ich zu sagen pflege.

Auf der Rückfahrt folge ich fast ausschließlich dem Channel und entdecke an einem Treppenabgang neue Schilder. Jene erklären, daß es sich um eine alte Wallburganlage handelt. Mit dieser Heimfahrt hab ich mir dann auch die erste Extrarunde, wenn auch in klein gegönnt. Natürlich muß diese ganze Wallburggeschichte nochmals genauer betrachtet und abgelichtet werden.

Sport: mit der Aussicht auf den Wochenverlauf versuche ich eine Kurzversion meines Trainings durch zu ziehen, denn am Mittwoch wird das „dank“ Termin nix. Das klappt auch…
…wenn auch zum Schluss eher mäßig. Es stört mich aber weniger, weiß ich doch das am Freitag mehr Zeit ist. Außerdem, was will man erwarten nach nur einem Tag Trainingspause seit dem letzten Training am Samstag?

Dienstag: Tag zwei der Woche, der zusätzliche Wärmekomfort kommt in den frühen Morgenstunden bestens zum Zuge. Auf dem offenen Land stehen gerade mal 5c° auf dem Tacho. Ach wie ich dieses Wetter liebe. Gekrönt wurde die Frische mit einem fast sternenklaren Himmel und null Wind.

Am Nachmittag zog es sich zu, Niederschlag war angesagt. Der hielt sich aber arg in Grenzen, mehr als etwas Dunst lag nicht in der Luft. Glück braucht der Mensch, denn echte Regenklamotten hatte ich nicht mit. Dennoch, der Herbst zeigte so erstmalig sein Gesicht, also genau mein Ding.

channel dust_ergebnis

Biketouren/ Erstbefahrung/ Bilder: natürlich bin ich diese Strecke oder besser diese Location nicht das erste mal gefahren. Bei mir lief dieser kurze Waldrunde bisher unter den Bezeichnungen Ostenhellweg Ex-Flak Track oder auch Stairway to heaven.
Flak, also Flugabwehrkoanonen Track, weil mir mal wer gesteckt hat, das es dort Flakstellung gegeben haben soll. Ausschließen möchte ich das bisher nicht.

Was es jetzt genau mit dieser Wallburg auf sich hat, kann ich noch nicht sagen. Natürlich gab es einen Onlinetreffer, denn Bumannsburg hilft als Suchkriterium. Auch die wohl zuständige Stadt Bergkamen hat was unter dem Begriff Bumannsburg auf ihrer Homepage. Ich finde das echt klasse. So richtig schade ist aber, daß der Autolärm der nahen A1 gut präsent ist.

Am frühen Abend bin ich dann noch zur Post gehuscht und hab den defekten Topeak Midlaoder auf Reisen geschickt.

Idee!: ach ja, wo ich gerade bei der Post war, um die Ecke ist so ein Tierbedarf Discounter. Und von denen wusst ich, daß sie so Leckerli-Taschen für die vierbeinigen Freunde haben. Ich also rein in den Laden, die freundliche Verkäuferin angesprochen und…
…wenig später mit so einem Teil in der Hand den Laden verlassen.

Der Hintergrund ist, die erst neulich bei Decathlon erworbenen Tasche

…hatte sich im Verlauf der Testphase als eher sperrig bis unpraktisch erwiesen. An jenem Dienstag fuhr ich dann mal mit meiner selbst fabrizierten Handyhalterung für den Rucksack. Insgesamt klappte das besser, hatte aber auch noch so seine Schwachstellen.
Jetzt muß ich nur noch eine kleine weitere Tasche finden, wo ich den restlichen Kleinkram unter bringen kann. Das sollte aber nicht ganz so tricky sein.

Idee II!: ach ja, auf dem Bild mit der neuen Futtertasche, also jenes mit dem frischen blauen Schnupftuch, sieht man auch die andere Problemlösung. Für die Lesekrücke die ich normalerweise auch stets am Mann habe, konnte ich heute in einem Brillenfachgeschäft für läppische 3 Taler eine Brillenband erstehen.

Mittwoch: letzter Aufruf für den Monat September. Erste weitere Zeilen um 10:30Uhr, mal so zwischen durch. Das grüne Wettertier auf der Leiter im Glas hatte sich mal gründlich verschätzt. War es vor der Burgpforte nur bodenfeucht, endete jener Spaß an der ersten Ampelkreuzung.

Feiner Landnieselregen begleitete mich fortan. Hatte ich nach der ersten zarten Gischt noch die Hoffnung, daß es dabei bleiben würde…
…hatte sich das im Verlauf erledigt. Es gab zwar Schwankungen in der Intensität und ja, es waren auch Pausen im Niederschlag zu verzeichnen, aber insgesamt war nach der Ankunft ein Trockenlegen angesagt. Das war jetzt aber alles nicht wirklich dramatisch. Im großen und ganzen eher intensive Oberflächenfeuchte. Der E-Heizlüfter wurde aus dem Spind gezerrt, welcher dann in grob 30-40min. das Schuhwerk samt Socken trocken legte.

Der Rest wurde mal großzügig in der Umkleide aufgehangen.

Die neue Gürteltasche für das Nasentuch hatte sich übrigens bestens bewährt. Jetzt brauche ich nur noch eine kleine Tasche für die Brille und etwas Kleinkram.

Natürlich spielte sich dann im Verlauf des Vormittags die Sonne wieder nach ganz vorne. Damit sollte eine Heimfahrt in nett nix im Wege stehen. Mit satten 19c° auf dem Tacho rollte ich dann also los und hier kommt dann auch wider der Titel mit ins Spiel.

Radfahren macht wider Spaß.

Nicht das es letzte Woche oder vorher keinen Spaß gemacht hat, aber sind es nicht jene Radfahrten die einen mal aus dem Alltag raus holen? Also mal nicht via meiner Rennbahn einfach nur nach Hause kommen, sondern mal eine andere Strecke nehmen. Und so bin ich heute dort hergefahren, wo ich eigentlich gestern entlang fahren wollte. Und siehe da, es hat mächtig Bock gemacht.
Natürlich bin ich nicht die Halde Großes Holz/ The Beast hoch gefahren, da heb ich mir noch ein wenig auf. Aber am Beversee bin ich entlang, wenn auch mehr oder weniger aus versehen. Hat sich aber wider gelohnt, denn man hat endlich eine neue Aussichtsplattform am Beversee errichtet.

Ist ein richtig schönes Teil, groß mit gemütlicher Sitzbank, hat alles so was das herz begehrt. Bilder? Ja klar!

Bis hier ist also die Woche gut gelaufen, es kann nur noch besser werden. Jetzt gleich noch zu einer dösigen Eigentümreversammelung, morgen kann ich dann wider beim T-Rena Gerätetraining aufschlagen und dann am Freitag kann ich wieder in aller Ruhe auf der Burgterrasse mein Training machen. Kann also nur noch besser werden.

Und weil‘ s so nett war, der übliche Blick in die laufenden Zahlen. Mit immerhin noch 545km auf dem CAADX (inkl. 38km noch beim Indoorcycling) kommen insgesamt 6.729km für dieses Jahr zusammen. In den letzten Monaten waren es ja nur ein paar wenige Indoorseiklink Kilometer. Aber Kleinvieh macht auch Mist.

In wie weit es möglich sein wird an die 10.000 Kilometer für dieses Jahr noch ran zu kurbeln, wird sich noch zeigen. Es fehlen „nur“ noch 3.270km. *grins*

habt noch einen schönen Tag und bleibt gesund!

37.622km/ 28.06.2020

Juni 28, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Bike- & Biketouren Bilder: ja war doch schön, erfolgreich und nett. Das Wetter am heutigen Sonntag war deutlich angenehmer als gestern und bewegte sich in einem Rahmen den ich mal so abstecken würde, daß man auch mit weniger als einem Liter Wasser bei gemäßigter Fortbewegung in einer Stunde auskommen konnte.

Und so hab ich dann heute nach dem Espresso-Frühstück ein paar Brockens an´s CAADX gedengelt, mir noch ein paar radfahrtechnische Klamottens übergestreift und bin dann ma´los. Meine persönliche Zielvorgabe war, eine potentiellen Streckenverlauf via Channel, Aussichtshütte am Winkel dann von Lippborg rüber ach Beckum zu erkunden. Kartenmaterial gab mir leider nur ein vage Anhaltspunkte, sollte aber für mi reichen.

Hatte ich noch vor der Abfahrt nach dem Reifendruck geschaut und ein eher mageren Füllmenge festgestellt…
…so war mir das dann schnell auch wieder zu prall. 4,5bar auf dem Hinterreifen und etwas mehr als 4bar vorne ließ die Sache dann doch etwas zu rumpelig werden. Ich hielt kurz hinter dem Dorfkern an, holte die TurboMorph aus der Rahmentasche und korrigierte das. Die nur 3,5bar bzw. knapp ü. 3bar vorne lagen mir deutlich besser. Was ich mich jetzt frage, man könnte den Reifen auf maximal 6bar bringen. So jedenfalls laut Continental als Hersteller. Aber wie fährt sich das dann? Da merkst du ja jeden Pfennig auf dem Weg.

Kurz hinter dem Dorfzentrum gibt’s ja immer noch die Radrouten-Umleitung. Da bin ich dann her und sah mich plötzlich neontragenden Laufgruppen, wahlweise mit Stöcken oder ohne ausgesetzt!

Ab da ging es dann erstmal geschmeidig bis zum Ende, dann rechts raus, über das eine kleine Dorf gefahren und schon stand ich an der beliebten Lippeaussichtshütte Im Winkel. Hier war für mich dann die erste Pause angesagt. Eine Birne und eine Banane brachten vorsorglich Brennstoff in meinen Laib, Wasser ergänzte das Futter…

frühstück_ergebnis.jpg

(restliches Bild & Filmmaterial ist wie immer im –> Klickalbum )

…und ich rollte wieder los. In Lippborg wurde dann das Handynavi erstmalig gezückt. Ich kundschaftete eine Route aus und fuhr dann los. Natürlich mußte ich bis zum Zielgebiet dem Stockumer Holz noch das eine oder andere mal nachschauen, aber so im groben passte das.

An der Zufahrt zum Stockumer Holz steht eine Eins-A Kapelle. Super gepflegt, als mehr als die sonst üblich gepflegten Kapellen, zwei Sitzbänke im inneren, welche sogar so breit sind, das man darauf liegen (schlafen) könnte und Sitzkissen sind auch vorhanden. Wunderbar.

Das Waldgebiet selbst ist natürlich auch sehr schön. Dem Hauptweg folgend (ob es noch einen weiteren „offiziellen“ Weg gibt bezweifle ich) kann man zumindest etwas die schon wellige Landschaft erahnen. Wäre mal reizvoll da was mehr zu erkunden. Eine weitere, aber eben nicht ganz so offizielle Zufahrt hatte ich am südlichen Rand entdeckt.

Der Hauptweg führt jedenfalls gerade durch, also mehr oder weniger und man landet dann an einer quer verlaufenden Wegführung. Dort waren dann von mir ein einheimischen Pärchen ob der weiteren Wegführung befragt. Man gab freiwillig Auskunft und siehe da, schon an der nächsten Ecke stand auch auch schon wider ein Radroutenhinweisschild. Passte also. Es gab eine nette Steigung, kleines Kettenblatt und Berggang war angesagt und oben angekommen hatte ich das Ziel schon vor Augen. Leider ging es  bis dahin erstmal bergab, dann aber auch auf den Bergkamm wider hoch. Auch hier war etwas mehr Strampelarbeit angesagt.

Ich fand das jetzt aber nicht ganz so wild, klar die eine Biegung mitten in der Steigung auf dem Wanderweg war schon so fordernd, daß ich aus dem Sattel bin, dafür wurde ich aber mit Ausblick belohnt. Am Höxturm dann angekommen hab ich aber nur eine kleine Fotorunde gemacht…

turm_ergebnis.jpg

…bevor ich mich auf die Rückrunde begab. Die sollte auf der Werseradroute stattfinden, wobei ich zuvor die passende Querung gefunden, die der Kollege aus´m Dorf bei meiner letzten Tour hierhin, nicht ganz so zielsicher traf. Ich weiß jetzt aber wo die Abzweigung ist. Und so landete ich hinter Beckum dann auf den Werseradroute, also alles bekanntes Terrain durfte es dann auch mal wider ein wenig…

Outdoor: …sein. An einer netten Hütte, leider aber immer noch offiziell gesperrt weil man dort schon vor einiger Zeit eine etwas wildere Party feierte, hab ich mir dann ein kleines Döschen

Ich hab mich natürlich ordentlich verhalten, meinen aber auch anderen Müll bei Seite geschafft und mich auffällig unauffällig verhalten.  Dabei dachte ich schon das man ja ma´ein paar Maße nehmen könnte, die passenden Bettchen einholen und dann mit dem Akkschrauber anrücken könnte um das Demolierte wider zu richten.
Nach der kleinen Stärkung ging es noch etwas quer ab durch den Wald, denn Gegenwind ist nicht wirklich mein Ding. Dabei fand ich dann einen Waldweg wider, den mir mal eine MTB-Kolleging gezeigt hatte. Gehört wohl zu ihrer Hausrunde. Kurz hinter dem Wald ging es wider über offenes Land.

Mit dem Passieren des Ortseingangs blickte ich kurz auf die Uhr (Espresso nie zu spät trinken, wenn es früher ins Bettchen gehen soll) und plötzlich hatte ich nur noch ein Ziel vor Augen. Die Kaffeerösterei Bebuna wo dann ein Espresso verkostet werden wollte, zwar nur ein kleiner schneller…

…aber es gab dann doch einen Doppelten. Danach ging es dann aber gut gestimmt gen Burg.

Ach ja, für die Statistiker unter uns, mit der heutigen Tour stehen für den Monat Juni bereits 947 Kilometer auf der Uhr. Bis zu den monatlich verbleibenden 1.000 Kilometer wären es also nur noch läppische 53 Kilometer. Da ich aber in einer ganz regulären Fünftagewoche schon ohne große Extras 200 Kilometer zusammen fahren, werde ich also auch die restlichen beiden Tage des Juli mit über 1.000km/ Monat abschließen.

„Leider“ muß ich aber diese Woche mal wider vom Job her ein der spätesten Jobrunden fahren, bedeutet konkret Einstempeln wo gegen neun. Da ich aber eh früh wach sein werde, wird’s also an dem einen oder anderen Tag auch noch verlängerte Jobanfahrten mit dem Rad geben. Da werden dann also die zusätzliche Kilometer in den zwei Tagen zusammen kommen, die man so braucht.
Insgeheim frag ich mich jetzt aber schon, was hab ich denn in diesem Monat eigentlich so viel gefahren? Ich weiß es schon gar nicht mehr richtig.

Sport & Alltag: wie war das doch? Nach der Tour ist vor…
…dem Training. Wieder auf der Burg angekommen, alles verräumt und gesäubert begab ich mich auf der Burgterrasse an meine frische Trainingskreation.

Wunderbar bei dem Wetter. Bei knapp 25c°, die einem nach dem gestrigen Tag schon fast als zu frisch vorkommen, schön seine Übungen machen, während die Vöglein ringsrum ihr Unwesen treiben.

Mai Heimatkunde/ 36.834km/ 02.05.2020

Mai 2, 2020

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Erstbefahrungen/ Bike- & Biketouren Bilder: ich war ja schon die Tage neugierig und heute war es dann soweit. Die erste Grundvoraussetzung war, daß der Wetterfrosch für gestern eher kaum Regen ankündigte und wenn dann eher sehr spät. Das bewahrheitete sich nicht ganz, war aber deutlich positiver, als die Wettervorschau für den folgenden Tag.

Die Verlässlichkeit solcher Aussagen lass ich mal dahingestellt, aber ich wollte nicht riskieren, die eigentliche Heimaterkundungstour Termin mit gestern/ Samstag, daß das ins Wasser fällt. Also mal los!

Das Wetter war dann auch so wie ich mir das dachte. Am Anfang noch etwas zu warm, aber Kleidung ablegen und her gemäßigtes Tempo half. Dabei entdeckte ich wider eine neue Querung in Höhe des Flughafen. Da kamen Leute samt Hund quer über die Wise, also bin ich da auch mal her.

(Restbild- u. Filmmaterial wie immer im Album)

Der restliche Weg bot mir keine wesentlichen Neuerungen. Am Kreuzungspunkt kurz vor Ahlen hatte man an der Werseradroute Tisch und Bänke entfernt. Da wurde wohl auch zu oft Party gemacht. Sah ja auch immer wider mal entsprechend aus. Und so wird der Stadt wohl der Kragen geplatzt sein.

Ab dem Punkt war es aber wirklich kaum mehr als eine halbe Stunde bis ich das Zielgebiet erreichte. Direkt an der Zufahrt ein großes grünes Schild mit allen Infos…
…was man nicht darf. Hier die Kurzversion. Man darf das Schild lesen, sich an die Regeln alten und eigentlicher zu Fuß unterwegs sein und die Luft dabei einatmen. Lagern, was das auch immer ist oder wie genau sich das wider definiert, stand schon auf der Black List. Ist lagern schon wenn ich stehen bleibe und ein Bild mache, mir womöglich noch die Nase putze oder erst wenn ich über Wochen dort eine Unterkunft errichte? *lach*

Merkwürdig nur, daß am östlichen Zipfel des eine Sees eine Wise mit Mülleimer stand? Was machen die Mülleimer auf einer ansich verbotenen Liegewiese?

Ich drehte vorsichtig und intuitiv meine Runde. Echte Wegstrecken recht direkt oder unmittelbar an den beiden Seen gibt es nicht. Das sind mehr oder weniger nur Laufspuren. Das Gelände ist recht lehmhaltig und überall liegen Steine rum. Ich mag dieses Gelände ja sehr. Es erinnert ich immer irgendwie an Kroatien oder Fuerteventura. Das ist ja genau mein Ding.

Ich tastet mich also um die südliche Seite des einen Sees. Dabei kam ich eben an jene Liegewiese und startet einen Versuch ab dort wider in Richtung Westen zu kommen. Freundliche Eingeborene gaben mir Auskunft, doch dann standen wir gemeinsam am Flatterband. Das Ordnungsamt hatte wohl diesen Abschnitt gesperrt. Die Aussicht für den Weg dann 250 Euro zu zahlen verkniffen wir uns gemeinsam. Ich bin dann einfach wider zurück.

Zwischenzeitlich kam mal ein kleiner Schauer runter, das Licht spielte mit den Wolken, fantastisch.

Nachdem ich dann von der westlichen Seite aus am Hang entlang doch noch einen einigermaßen machbaren Weg gefunden hatte wurde auch oberhalb der blauen Lagune noch eine kurze Trink- u. Genusspause eingelegt. Ab da ging es dann wider gen Burg und auch wider die Werseradroute entlang. Ich gebe zu, an der Gabelung zu jener Strecke habe ich einen Moment innerlich gezögert. Man könnte doch ma´…

…doch ich bog wider auf den Hinweg ab. Kurz hinter Beckum fiel mir dann wider ein, woher ich eigentlich noch fahren wollte. Da gibt es eine Querverbindung von Beckum nach Lippborg. „Egal“, dachte ich, kann man ja nächstes mal machen. Vielleicht auch dann anders rum.
Jetzt machte sich auch ein leichter Appetit bemerkbar. Ich beschloss an der Route entlang zu rollen und eine der Hütten als Pausenpunkt zu nutzen. Doch daraus wurde nix.

Die schöne Hütte an der ich schon am Vormittag vorbei gefahren bin, war inzwischen abgesperrt. Schon auf der Anfahrt war mir aufgefallen, daß man dort wohl den 1. Mai gründlich gefeiert hatte. Es sah im Vorbeifahren echt wild aus. Becher und Flaschen flogen rum und natürlich auch Müll.
Man hatte das zumindest um die Hütte rum schon bereinigt, dann aber eben abgesperrt. Innen sah es aber noch recht gediegen aus. Leer Flaschen und Becher standen immer noch rum. Damit die leeren Plastikbecher nicht durch die Gegend fliegen würden, hab ich sie in den Müll geschmissen und bin dann doch weiter. Dreckspack!

(Man müßte wissen wer das war und dann die Herrschaften direkt am Folgetag, selbstredend wecken um acht, zur Aufräumaktion unter Aussicht animieren. Reparatur natürlich auch.)

Kurz nach dem Losfahren bemerkte ich, wie meine Finger eine wenig von der Aufräumaktion klebten. Bei einem kurzen Stop hab ich sie dann und er Werse gewaschen. Gut das sie direkt neben der Radroute her fliest.

Pause gab es dann erst hinter dem Kreuzungspunkt bei Ahlen an einem bekannten Aussichtsturm. Die Hängematte wurde aufgespannt, die kleine Dose Ravioli (über geblieben von der letzten großen Tour) wurde auf dem Esbit Brenner gestellt und warm gemacht, dabei sitzen in der Hängematte.

Ab da ging es dann wider kopfnavimäßig oberhalb des Gelände weiter. Hier boten sich wider bekannte Waldrouten an. Die einfache Losung, im Wald viele Bäume von daher weniger Wind. Klappte auch soweit. Denn der Gegenwind nervte mal wider. Hinzu kam noch ein kleiner Regenguss, jener aber nicht wirklich lange. Aprilwetter halt. *lach* Ach ja, natürlich fuhr ich wider über die neu entdeckte Querung, gönnte mir vorab noch einen Expeditionsharken am nahen Fließgewässer.

Natürlich habe ich dann zum Abschluss dem CAADX als treues Fahrgerät auch mal wider eine gründlichere Schlauchwäsche nebst ein paar bescheidener Handgriffe gegönnt. Ich wusste schon gar nicht mehr wie cool oder chic das CAADX ausschaut. Der ganze Kanalstaub…

Sport & Alltag: ja uns so mit diesen letzten Zeilen war dann heute auch erstmal länger auspennen angesagt. Frühstück in gemütlich sowieso. Dann wurde das umgesetzt, was eigentlich gestern angestanden hätte. Mein Crosstraining. Nach der nun Leiderauszeit mit dem gesundheitlichen Missgeschick muß man ja auch an der Baustelle wieder ran.

Das ich jetzt übermäßig motiviert war, kann man so nicht sagen. Vorsichtig wäre da so der Begriff, denn jetzt übermotiviert wider was verreißen wäre kein guter Plan. Überhaupt höre ich ja nach so einer Gesundheitsattacke etwas intensiver in den Laib und dann auch eben mit dem Training. Insgesamt kann ich aber sagen, auch wenn ich etwas an Leistung eingebüßt habe, was aber nicht ausbleibt. Es klappte noch recht passabel. Der Rest wird sich dann wider einspielen.
Und ob ich nun nur 3 x 18 Klimmzüge mache oder dann doch wider die 3 x 20 Stück, juckt mich erstmal herzlich wenig.

Nach dem Training dann geduscht und nach einer kurzen Pause auf ins Dorf gefahren. Kiste Wasser holen, Brot für die Schicht am Montag und zwei Boxen für die Fitness-Garage um dort dann ein wenig Krempel für…

Outdoor: … die Aktivitäten neben dem Radfahren unter zu bringen.

Jetzt werd ich mir erstmal eine kleinen Espresso gönnen und dann noch ein paar nette Handgriffe machen. Vielleicht später mit der Ältesten eine kleine Radrunde hier im nahen Claim. Also wenn das Wetter mitspielt.

Habt noch ein schönes Wochenende und bleibt gesund!

Out of america/ Tor zum Sauerland/ 36.539km/ 18.04.2020

April 19, 2020

Bikealltag/ Urlaub/ The Cure – Forest/ Outdoor/ Biketouren/ Erstbefahrung/ Bike- & Biketouren Bilder: der Wettergott hatte doch keinen Regen für den frühen Nachmittag angedacht, was mich um ehrlich zu sein ein wenig überraschte, wurde der Alternativplan wider verworfen. Nachdem ich sehr früh wach war und dann auch aufgestanden bin, was um genau zu sagen um 06:00 Uhr war, in Ruhe das Espresso-Frühstück als auch etwas später ein paar Croissants vertilgte, wurde zum einem das virtuelle Kartenmaterial als auch die Druckausgabe nochmals kurz überflogen. Ziel war es, sich auf die Route zum Tor Ost zu begeben.

Back again/ wider da: der Megateller Nudeln sackt gerade der Schwerkraft folgend in die Magengend. Mir ist eben aufgefallen, es sollte gar nicht Tor Ost heißen sondern eher Tor Süd, oder nach besser Tor zum Sauerland. Egal, ein paar Randaten:

  • 5:24h gekurbelt, sprich Zeit in Bewegung
  • 90,4km Strecke
  • 653 Höhenmeter zu Teil echtes Geplacker
  • die Streckenkarte können registrieret User bei Strava Datenportal <klick> einsehen

Da darf schon die Frage aufkommen, wie behämmert muß man sein um sich das zu gönnen? Denn neben dem Megateller Nudeln Bolognese angebraten und gepimpt mit einem Schuss Sahne und Gaudakäse, ja irgendwo müssen die Kalorien ja wider herkommen, wird wohl heute auch noch zweites alkoholfreies Radler die Kehle runter laufen.
Ganz zu schweigen von der kompletten Stange weichen Nugat mit etwas super knusperigen drin, die auch dran glauben mußte. Vor dem Duschen.

So jetzt aber ma´ zum Bericht und ein paar Bilder. War dann doch nicht so einfach wie ich das dachte. Die Frag eist aber nur, hatte ich mir das so gedacht?

Erster Ansatzpunkt, hätte ich früher gewusst, daß die Regenfront wie noch am Vortag verkündet nicht so kommen sollte, dann wär ich früher los gekommen. Das hätte mein Zeitpuffer besser ausgestattet. Das ich nicht bis zum Möhnesee Turm kommen würde, war mir aber schon klar.
Mit dem Finger auf der Karte machte ich als optimistischen Punkt den Parkplatz am östlichen Ausgang in Arnsberg-Neheim aus. Jener liegt genau an der L 745 und wird wohl auch als ein Parkplatz für Wanderer gedacht sein. Insgesamt bin ich also auf Dunst mal los und wollte sehen, wie die Wegstrecken da so sind. Und das habe ich gesehen, aber vor allem gefühlt.

Die erste Fingerübung die nicht so klappte wie ich mir das dachte war, mein Kopfnavi konnte die Strecke von Bönen nach Lünern nicht so aufrufen. Irgendwie bin ich da an einem Punkt anders gefahren, als es sollte-hätte-können-sein. Das kosteten natürlich wider unnötig Zeit, weil ich dann doch das eine mal mehr in die Karte oder in die Navikrücke am Mobil gelinst hatte.
Irgendwann hatte ich es aber dann und passierte Lünern, wobei ich mir da auch noch einen kleinen Schnitzer leistet. Ich wollte halt einfach nicht diese blöde Straße hoch fahren. Sie ist recht schmal und für von oben kommende PKW stärker abschüssig. Man fährt also gerne etwas schneller. Aber ich kam an der Hellweg Radroute an und konnte dann etwas Strecke machen.

Die Zufahrt zur neuen Radrouteals Zuführung hoch in den Wald ab Büderich kannte ich ja schon, Ich konnte sie ja schon mal auskundschaften. Der Weg hoch bis zum Stadtwald Werl war auch kein großer Trick. Die ersten Steigungen kamen und ich dachte schon: „mensch was für ein Mist, warum tut man sich das an?“ Später hab ich dann über diese harmlosen Erhöhungen gelacht. „War da eben eine Bodenwelle?“

Überhaupt, da merkt man erstmal was für ein Flachlandradler man ist. Für die Passage rüber vom westlichen Teil des Stadtwald Werl rüber in den östlichen Teil, hatte ich mir eine Wanderweg ausgeschaut. Den galt es nun zu treffen. Doch Pustekuchen, egal was ich anstellte, ich landete nur in Sackgassen beziehungsweise auf einem Rodungsfeld. Da ging nix mehr.
Bin dann wider raus aus dem Wald und das dann doch kurze Stück über die Straße gefahren. Im östlichen Teil angekommen, brauchte es eine weitere Orientierungsphase. Ausschilderungen vom Rad- oder Wanderrouten? Fehlanzeige!

(Filme- und weiter Bilder wie immer im Album)

Für einen derartig beworbenen Wanderwald fand ich das echt schwach. Ich bin dann ein Stück den vermeintlichen Hauptweg gefolgt. Das stellte sich dann als die richtige wähl heraus, denn ich kam an jene Wanderhütte, die auch auf der Soester Börde  Karte war.
An der Stelle sei gesagt, diese Karte hatte mir eigentlich sehr gute Dienste geleistet. Eine Wanderhütte war nicht zu finden und laut Auskunft eines Eingeborenen so auch nicht vorhanden. Unendlich oft hab ich die Karte gezückt um an Weggabelungen oder Kreuzungen nach der Position zu schauen. Passt das alles noch oder sind wir schon im Nirgendwo?

Gut, an jener ersten Hütte wurde dann Banane und Birne gefuttert ein wenig die Beine hoch gelegt, die Area gecheckt und dann doch wider weiter geradelt. Als ich über die A 445 bin schwante mir übles. Da hinten wo die BAB den Rechtsknick macht, da sollte es eventuell hingehen. Ja soweit.

Nach den erweiterten ersten Eindrücken nach der Autobahn, wie wellig doch Landschaft so sein kann, kam dann recht schnell der Hammerteil. Vorab noch eine schnelle Abfahrt am Rande des Waltringen entlang. Ich mag so schnelle Abfahren gar nicht. Danach kam eine weitere Wegfindungsphase am Haus Füchten. Wenn man es nicht weiß, dann zieht man dran vorbei. Bis ich die Unterführung wider unter der A445 her gefunden hatte, dauerte es eine Weile.
So hab ich mal eben noch ein paar Meters Ruhrtalradweg gemacht. Oder: wider Zeit verloren.

Dann hatte ich es und fand den Zugang an den Füchtenbecken vorbei, doch dann fing das Disaster erst richtig an! Die Wegführung war alles andere als selbsterklärend. Ich landete zunächst auf einem Waldwirtschaftsweg der hier hoch nach Lüttringen geführt hätte. Hier mal ein Bild von meiner Aussicht…

7_ergebnis.jpg

…am Wiederwendepunkt. Wie das ja so mit Fotos ist, man kann die Steigung in der Ferne nur erahnen. Wenn man dann aber so da steht, fängt man an ernsthaft zu grübeln.
Für mich war aber klar, der Weg führt nicht in Richtung Süd und ist damit nicht richtig. Also wider kehrum und die andere Abzweigung genommen. Dort hatte ich zwar schon rein geschaut, bin dann aber doch anders gefahren. Warum wird mir schnell klar. Der Weg wird derartig schmal und zerfahren, daß man da nicht einfach so reinfährt, also ich mache das nicht so. Wanderweg halt.

Denn hinter jedem Busch oder Kehre kann es noch übler werden. Und da wo im Wald zu liegen, darauf hatte ich keinen Bock. Erschwerend kam hinzu, man sah keine Menschenseele. Man hätte ja mal fragen können, wäre sich aber zumindest sicher gewesen, daß es am anderen Ende weiter geht und das da sowas wie Zivilisation ist. *lach*

Ich habe es dann vorgezogen das Rad dort hoch zu schieben. Und das war stellenweise schon gut genug zu tun. An fahren war auch ob der Steigung gar nicht zu denken. Auf dem Rückweg hab ich dann ein paar Mountainbikes gesehen, die da runter gefahren sind. Merkwürdig, hoch ist da niemand gefahren? Warum bloß? Luschen halt.
Also, dieses Stück war schon echt mistig, entlohnte aber mit super Eindrücken vom Wald.

Irgendwann kam ich dann endlich oben an. Es tat sich ein breiter Hauptweg auf, ich stand an einer Wegkreuzung. Erneute Orientierungsphase und ich muß ehrlich sagen, eine Zeit lang konnte ich nur mutmaßen wo ich stecken würde. Die Informationen die das Kartenmaterial mit der Navikrücke in Kombination hergaben, waren nicht wirklich schlüssig für mich. Ich beschloss erstmal Luft zu holen und dann ein Stück in die Richtung zu rollen, wo es zur Burgruine gehen könnte. Jene hatte ich inzwischen, neben der Kapelle auf dem Fürstenberg als Ziel ausgemacht. Ziel in dem Sinne, daß es nur bis dorthin gehen würde und dann eben wider nach Hause.

Bis zu dieser Abzweigung in Richtung Süd rollte ich also gemütlich hin, dann war aber schlagartig klar, da fahr ich nicht runter.
Das runter wäre ja nicht das Problem gewesen, aber ich hätte den ganze Driss auch wider hoch fahren müssen. Und mit hochfahren hatte ich ja inzwischen schon das eine oder andere als Rückweg vor mir. Kurzzeitig beschloss ich Pause zu machen und auch eventuell was zu futtern. Ich fand zwar eine ruhige Ecke mit Baumstumpf zum sitzen, aber groß was gefuttert hatte ich dann doch nicht. Kein Hunger.

Ich begnügte mich mit der Wasserflasche und schaute abermals extrem konzentriert in die Karte. In einem lichten Augenblick machte ich jene Kreuzung als Zufahrt zur Kapelle aus, wo ich aus dem Wanderpfad hochkam. Mit dem Finger auf der Karte schien die Kapelle auch in brauchbarer Dimension erreichbar. Diese Erkenntnis konnte ich dann mit Infos eines jungen Pärchen, echte Menschen!, auf dem Hauptweg abgleichen und machte mich dann als auf zur Kapelle.

An dem Punkt war dann auch final klar, hier ist Schluss, es geht definitiv wider auf die Rückfahrt. Da sollte auf gleichem Weg gut zu finden sein und dann auch nicht mehr so viel Zeit fressen um zu navigieren. Hier mal ein Bild von dem besseren auch fahreben Teil des Wanderweg, den ich in einigen Abschnitten nur zu Fuß gemacht habe.

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Tatsächlich sind hier Mountainbiker runter gefahren. Und auch nicht gerade langsam. Man darf mutmaßen, daß sie den Weg zumindest gut kennen. Ich habe mich aber auch bergab lieber runter getastet. Auf Plattfüße an irgendwelchen kleinen Nettigkeiten im Boden hatte ich so gar keine Lust.

Recht fix passierte ich das Haus Füchten um mich dann die zumindest gefühlte ellenlange Steigung, oder doch eher Rampen (max. 13,6%) nach Waltringen hoch und hindurch zu pellen. 33 Zahn Kettenblatt vorne und hinten auch auf dem 32er Ritzel. Schade das da Miche nicht eine Kassette mit etwas mehr Fleisch bietet. Aber es gab dann auf em Rückweg auch nette Entdeckungen.

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Dumm war jetzt nur, so auf dem offenen Land kam die Sonne etwas mehr auf die Haut als mir lieb war. Es wurde doch arg warm. Und so hatte ich am Bergkamm oberhalb von Waltringen satte 24c° auf de Tacho stehen. Eine letzte große Pause, auch um sich mal fix eine klare Dose Ravioli in den Wanst zu drücken. Kaloriennachschub war angesagt.

Wollte ich eigentlich wider an der ersten Hütte machen die ich besucht hatte, befand dann aber die gesichtete Bank-Tisch Kombi für netter. Da war auch vermeintlich weniger los als im Stadtwald Werl. Ich hätte da aber noch eine gute Weile hocken können. Die Aussicht war schon genial.

Frisch gestärkt ging es dann weiter und wie das eben so ist, ich hatte auf der Hinfahrt den ersten Wanderweg nicht gefunden, dann aber die Ausfahrt dort wo sie sein sollte…
…also wurde das ich ausprobiert. Und siehe da, die Zufahrt im Westen wird von den dort gestapelten Hölzern so gut verdeckt, daß an sie als nichtortskundiger glatt verfehlt.

Letztes Bild, eine Regenfront in der Noch-Ferne bot ein Lichtbild mit der Sonnenseite.

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Auch die Wegführung nach Lünern rein könnte ich dann wider finden. Halt nur anders rum. Die Regenfront rückte aus Nord-west-west näher, aber so richtig nass wurde ich nicht. Erst am Rand des nahen Claim trafen mich ein paar Tropfen. Es duftet wunderbar in der Luft und auch das Grün sah herrlich satt-grün aus. Jetzt geht’s.

Anbei, natürlich wurde am heutigen Tag danach dem CAADX als Fahrgerät etwas Aufmerksamkeit geschenkt.