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2022/ -21 Channel Challenge/ 48.517km / 04.01.2022

Januar 6, 2022

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Tour 100+/ crazy Fahrten/ Channel Challenge/ Bike- & Biktouren Bilder: dabei fing es so harmlos an.

Da alle digitalen Wetterfrösche irgendwie was geraucht hatten und ständig von Regen in mehr als ausreichender Menge faselten, kam ich nicht so wirklich in die Puschen. Doch irgendwann reichte es mir. Da hockt man am Küchenstammplatz, sieht aus dem Fenster und nichts außer ein paar müden Wolken.

Den Urlaubstag sinnbefreit vor sich hingleiten zu lassen war ja nicht so mein Ding. Und so hab ich mal in die Regenbuxe geschwungen wie auch das bessere Schuhwerk, ein paar Dinge ans Rad geheftet, unter anderem das Coffee set-up to-go, wärmende Pausenjacke und erstmal in Richtung Osten los.

Im Kopf schwebte mir das Ziel Ahlen und ab dort könnte man sich ja über gut bekannte Haus-Strecken was zaubern. Auf dem Weg nach Ahlen wurde ein kleiner Abstecher zum Outdoor Shop des Vertrauens Unterwegs Hamm gemacht. Dort war man am Vortag und hatte sich noch zwei Kleinigkeiten gegönnt.
Unter anderem einen kleinen wasserdichten Exped Packsack in S/ 5l für die Ofen-Topf-Bialetti-Kombi. Zwecks dazu hatte ich einen Musterpacksack mitgeführt, der aber eben nur Muster war, weil zu klein. Beim hantieren und Ausprobieren hatte ich den dann aber oben auf dem Regal liegen gelassen, bin also ohne ihn nach Hause.

Das Fehlen hatte ich zwar auf der Rückfahrt bemerkt, bin auch wieder zurück, doch der Feierabend hatte für eine gewisse Verschlossenheit der Örtlichkeit gesorgt. Und so konnte ich jenes Stück erst am Folgetag, also den Tag jener netten Ausfahrt einsammeln und weiter in den Tag hinein rollen.
Bis hierhin ist diese Geschichte ja noch harmlos. Doch dann kam der Punkt X.

Entscheidungsfindung

Eigentlich gibt es nicht viel zu erzählen. Aber wie das eben so ist, man kennt mich ja. Gleich noch vorab, nettes Bildmaterial habe ich nicht zur Hand, was auch verswunderlich wäre. Der Channel gibt da nicht immer viel her.

Also, da war der Punkt der Entscheidungsfindung, aber noch mit einer Jokerkarte in der Hinterhand.

Und dies fand bei beziehungsweise unter einer Brücke statt. Bis hierhin lief es gut, auch was eine Regenneigung anging. Ich hielt an und schaute zurück.

Denn mit dem Wind im Rücken würde das Wetter von hinten kommen. Ja sah irgendwie dunkel aus, könnten auch Regenwolken sein, aber wie man das so kennt, oft regnet es sich wo tief im Westen des Ruhpotts ab und hier kommt nix an. Und genau so sah das aus.

Man könnte ja einen Ansatz machen und dann schauen, wie das im speziellen mit dem Wind so ist? Plan B wäre dann doch rechts raus nach Ahlen zu fahren und dann so was an Strecke zusammen basteln.

Also mal los. Und wie ich so vor mich dahin rolle, kommen ein paar Punkte hoch. Wie viel hat man zu trinken und zu futtern mit?
Rein theoretisch könnte man am Kiosk am Preußenhafen alles aufstocken. Und überhaupt, die Currywurst-Pommes-Mayo!

Jetzt war der Punkt in Sachen Eigenmotivation gefallen. Vor und mit dem Hintergrund der Currywurst-Pommes-Mayo wäre alles ein Kinderspiel. Theoretisch.

Der andere Plan, in Höhe der Burg kurz links raus zu fahren und dann auf der Burg alles aufzustocken, kam mir auch noch. Alternativen sind immer gut.

Etappe 1.

Jedenfalls hatte ich das Kanalende kurz vor dem Kraftwerk erreicht. Anhalten und gut was trinken, einen Riegel präventiv futtern und heiter weiter.

Ab jetzt sollte sich zeigen ob ein Plan zur Umsetzung machbar wäre?

Ja der Wind kam nicht schlecht von vorne, aber noch ging es. Logisch man war ja noch frisch. Und die windoffenen Abschnitte würden kommen. Mit absoluter Sicherheit. *grübel*

Ich kam also vorwärts, nicht sonderlich fix, aber es ging. Und was eine Fahrzeit anging war mir das schon fast egal. Denn zum einen hatte ich Zeit genug und jede Minute die ich länger im Sattel verbringen würde, kämen der Winterpokal Wertungen zu gute.

Und selbst wenn es ganz mies laufen würde, am Folgetag könnte ich mich genug ausruhen. Auch so ein Faktor der mir schon bei den ersten Überlegungen eingefallen ist.

Auch nicht zu verachten, das Wetter. Mit der anliegenden Temperatur kommt man gut zurecht. Aber in den nächsten Tagen, so man den Wetterdiensten trauen könnte, würde erneut ein wenig mehr Winter einziehen.
Also geht man die Sache mal in entspannter an.

Etappe 2. erste Pause

Im Normalfall findet die ja irgendwie bei den beiden weißen neuen Brücken statt, da ich ja aber auffüllen wollte, wurde das traute Heim angesteuert.

Die große Trinkflasche wurde aufgefüllt, eine weiter in die Hecktasche gesteckt. Das Kaffee-Set entnommen und statt dessen noch ein Wechselshirt und Futterware aufgenommen. Und wieder ab hoch zum Channel.

Ein nettes Waldstück wurde durchfahren, zwangsweise weil man ja dort nicht direkt am Kanal entlang kann.

7 schöner windstiller wald_ergebnis

Wie schön windstill es doch war. Da fragt an sich dann doch, was treibt man da? Man könnte doch einfach wo im Wald abhängen.

Gut, half aber alles nix, noch lief es gut. Und dann war da ja die Currywurst-Pommes-Mayo…

Aus dem Waldstück raus befand ich mich immer noch am besseren Südufer. Erfahrungsgemäß hat das durch das südlich liegende Grünzeug mehr Windschutz. Nun näherte man sich einem strategischen Scheitelpunkt.

Kurze Brücken-Riegel-Pause

An jener Treppenbrücke wurde abermals angehalten um Trinkwasser und einen weiteren Riegel verschwinden zu lassen.

Ab hier war das Südufer nicht mehr zu befahren, ich betrieb ein wenig Windpoker. Mein Blick schweifte zum Schornstein. In welchem Winkel zog der Qualm genau ab?

Würde sich ein nur mäßiger Angriffswinkel bieten, oder sollte man doch eventuell kneifen und auf die Rennbahn-Nebenwindschutzstrecke ausweichen?

Ich schob das Fahrgerät die Treppe hoch, hatte dann recht schnell den Seitenwind und als ich dann unten am Nordkanalufer ankam…

…maximal nur 16km/h! „Alder Falder, was machst du da“, so der Gedankenzug. Da muß man echt was an der Waffel haben, um das als Ziel zu sehen. Zumal man nicht mal die Hälfte der vollen Distanz von 100km+ hinter sich gebracht hatte.
Gut, bis zum Kanalende könnte es jetzt hässlich werden, aber danach…

Rückenwind, so jedenfalls mein Plan. Also durchhalten war angesagt.

Apropos hässlich und so. Die Frage des Regens wurde in der Form geklärt, daß es nun anfing gediegen zu nieseln. Zunächst.

Kurz vor dem weiteren Uferwechsel nahm das nochmals zu, aber der Kanal macht auch eine kleine Biegung.
Gut die macht er ja schon immer, aber was dann den Einfallswinkel des Windes anging, wie viel das ausmachen kann. Auch wenn ich entspannt unterwegs sein wollte, Faktoren die dies begünstigen war man nicht abgeneigt. Currywurst-Pommes-Mayo hin oder her.

Etappe 3. Preußenhafen

Gut, man erreichte den Ort der drei Köstlichkeiten, aber noch war man relativ frisch. Auch wenn mir das ein wenig verwunderlich vorkam, konnte es aber auch ein gutes Zeichen gewesen sein.

Also fand hier nur eine weitere kurze Riegel- & Trinkpause statt, stehend unter einer Regenschutz bietenden sehr breiten Brücke.

Auch wenn das jetzt nicht die Aussicht war die man so brauchte, wenn man bis hierhin in dann eigentlich auch noch recht gut gekommen war…

Zähne zusammen beißen und heiter weiter.

Da auch dort eine geringfügige Kanalunfahrung wegen Brückenbauarbeiten fällig war, gab‘ s mal etwas Asphalt. Weg vom inzwischen aufgeweichten Kanalboden konnte man mal wieder etwas Strecke machen.

Und siehe da, der Regen ließ nach und mit dem Erreicheneichen des nächsten Etappenziels…

Etappe 4. Waltrop Hafen

Was hatte das CAADX bis hierhin gelitten? Eine Reinigungseinheit war ab dem Punkt schon ma‘ sicher.

Ich hingegen pflegte mich auf die übliche Art, Trinkwasser und ein Riegel, sowie etwas die Beine vertreten.

Ab Waltrop war mal wieder Uferwechsel angesagt. Wobei…

…ja man könnte auch das Südufer nutzen, müßte dann aber an einem kleinen Hafen eine recht schmal und zudem steile Treppenbrücke nutzen. Ja gut, man hat mir gesteckt, daß es auch da noch eine Umfahrungsmöglichkeit gibt, aber…

…dann kommt man, auf der falschen Uferseite stehend, nicht zu der finalenden Fotostop Location. Und jene ist quasi die Beglaubigung, daß man es geschafft hat, der heilige Grahl der Kanalritter.

Etappe 5. Kanalmündung

Endlich das andere Ende des Datteln-Hamm-Kanal erreicht und damit nicht nur die meisten Kilometer in den Beinen verarbeitet, sondern an diesem Tag ab hier den Wind im Rücken.Erleichterung tritt ein.

Also schnell zwei Beweisbilder machen und umdrehen. Ein kurzer Blick rechts über das Kanalufer hinweg, das nahe Kraftwert signalisiert eindeutig – Rückenwind!

Und ab da lief es natürlich besser. Irgendwie drehte die Kurbel fixer und das ich nicht über die 20km/h Marke geglitten bin, war nur der einziehenden Dunkelheit in Kombination mit dem in diesem Abschnitt extrem groben Untergrund geschuldet.
„Jetzt bloß nicht auf einen aufgekanteten Stein knallen und sich noch einen kapitalen Plattfuß gönnen“, so mein Gedanke.

In diesem Abschnitt wurde vom Hörensagen her schon so mancher Schlauch, aber wohl auch Reifen geschreddert.

Zwischenstand

In Waltrop an der Brücke wo es wieder auf das Südufer geht, das Nordufer kann man ja in Abschnitten mit Fahrtrichtung Ost nicht durchgängig befahren, wurde ein kurzer Stop gemacht um die Fahrzeit fest zu halten.

Grob 15 Minuten für den letzten Abschnitt hin und zurück. Fakt, das mit dem Rückenwind passte bis hierhin schon gut, die Rückfahrt würde also eher gemächlicher sein.

Etappe 6.

Jetzt war der Preußenhafen zu Lünen erreicht, aber leider hatte der Kiosk bereits geschlossen. Ja klar, wenn man erst kurz vor´m Mittag loseiert. Also wurde das Ausweichziel angesteuert die neue Lokalität das Café Seepark.

Mehr oder weniger wohlüberlegt wurde das aber auch inzwischen geschundene Fahrgerät vor einer großen Fensterfläche geparkt. So könnte man aus dem Innenbereich immer ein Auge drauf haben und müßte nicht das ganz fette Schloss zuketten.
Apropos geschunden, auch mein Kleidung, im speziellen das Beinkleid sah alles andere als gepflegt aus. Der Versuch mit ein wenig Trinkwasser als Rest aus einer Pulle was ab zu spülen versickerten leider im Nichts. Also klopfte ich nur ab so gut es ging und betrat das Lokal.

Innerlich hatte ich es für durchaus für möglich gehalten, daß man mich bitten würde das Lokal nicht zu betreten.

Doch es war ganz anders. Eine sehr freundliche junge Frau begrüßte mich und versprach gleich zu mir zu kommen.
Ich legte ein wenig Kleidung ab und nahm Platz. Leider konnte ich keinerlei Heizkörper zum trocknen ausmachen. Dumm gelaufen halt.

Drinnen fand ich es von den Räumlichkeiten her angenehm. Was ich aber umgehend bemerkte, ganz so schnuckelig warm war es nicht.

Da kam sie also die holde Fe der Bedienung. Leider war die Küche nur schmal aufgestellt. Ja klar, man hatte einen Versuch gemacht früher als geplant zu eröffnen. Und so gab es keine Currywurst-Pommes-Mayo.

Einem zunächst langem Gesicht folgte eine kurze Rücksprache mit dem Metre de la Cousine, wohl auch der Chef des Hauses so ich das verstanden habe. Es wurde eine Portion Spätzle mit Gemüse zubereitet.
Mir auch egal, hauptsache was mit Kalorien. Denn so inzwischen…

Aufessen, das frische Shirt angezogen, natürlich in den Sanitärräumlichkeiten und Abfahrt.

Natürlich waren da noch ein paar Streckenabschnitte die nicht mehr ganz so, nun ich sage mal konzentriert liefen. Aber was will man sagen? Mit inzwischen gut über 80 Kilometer in den Beinen, und die eigentlich ohne große Vorbereitungen, also ein paar mehr längere Fahrten vor dieser Nummer.
Da darf das zum Ende hin schon mal was nachlassen. Außerdem hatte ich es ja auch nicht eilig. Ganz im Gegenteil.

Mit der Ankunft wurde natürlich auch wieder einen grobe Radpflege fällig, da war dann doch etwas mehr Erdreich am CAADX.

Ja und jetzt so mit diesen letzten Zeilen, liegend in der Hängematte…

…der leckere Caffee schon lange getrunken. War doch gut und ist auch gut gelaufen. Ja, so war das dann. Macht Euch einen netten Tag und bleibt bitte gesund!  😉

Gravel-dings-bums/ 32.776km/ 26.09.2021

September 27, 2021

Bikealltag/ Stahl Renner/ Singlespeed 54-15/ Biketouren/ Touren 100+/ Bike- & Biketouren Bilder: es ist bzw. war mal wieder soweit, eine irgendwie nette Geschichte an einem Sonntag.

Mit dem erneuerten Antrieb grob in Richtung alte Heimat gondeln und dem Sonntag einen Sinn geben, vor allem irgendwie herrlich sinnlos. Ziel war-ist die Gravel Games besuchen.

Gemutmaßt sind die Gravel Games für mich nicht die Attraktion. „Gravel“ fahre ich teilweise täglich und auch Strecken neben denen die der normale Alltagsfahrer als noch gemütlich betrachtet, kann ich genug ausschöpfen.

Kilometer machen bis die Beine brennen muß ich auch nicht. Mit 200 Kilometer in der Woche als ganz normal, stimmt die Statistik.

Leute treffen, ja das kann man mal machen. Ob wir dann wirklich gleichgesinnt sind, spielt auch nicht die Rolle. Ich bin da tolerant genug. Jeder so wie er mag.

Denn noch, kann man ja mal machen, gucken und hoffentlich keine echten reizvollen neuen Goodies oder gar größere Sachen sehen.
Von Lifecyclemag, die wohl auch dort verweilen, könnte es eine Tasse werden. Soviel also dazu.

Der weitere Plan, wach werden, Espresso-Frühstück, anziehen und dann Abfahrt. Und so wurde das dann auch gezaubert. Die nächsten Zeilen…

19:52Uhr: …wieder auf der Burg angekommen, 112km und 4,1l Trinkwasser später. Insgesamt ist diese Runde gut gelaufen, sehen wir mal von der einen oder anderen Baustelle ab. Und natürlich von dem Wetter.
Gut, man(n) hätte es auch schlechter treffen können, aber für meinen Geschmack war das schon wieder eine gute Spur zu warm. Ich fang mal vorne an.

Abfahrt, ab auf die Rennbahn und dann so am Job vorbei, den einen oder anderen Schlenker über bekannte Piste. Gut zügig kam ich voran und so wurde mit dem Fortlaufenden die erste kurze Pause geplant. Die fand dann am Regenüberlaufbecken kurz hinter Dortmund Mengede und halt vor Ickern statt. Um genau zu gehen damit auf der Emscherradroute.

Der hohe Turm bot Schatten und eine zumindest zarte Brise kühlte zusätzlich. Die griffbereite Pulle vom Rest trinkend geleert und dann nachgefüllt. Nach eineinhalb Stunden Fahrzeit hatte ich gute 35km runter gerissen. Es lief also gut.

1 wasseroause im schatten_ergebnis

(Tagesalbum <klick>)

Und auch die Strecke über die Emscherradroute war alles andere als beklagenswert. Ganz im Gegenteil bis Ickern kann man nun komplett durchfahren und auch der Weg bis Henrichenburg war gut brauchbar. Nur das letzte Stück, da ist man noch am zaubern.

Das Stück über den Rhein-Herne-Kanal ist natürlich immer noch extrem mistig. Gerade für Radler die aus der anderen Richtung kommen, ist das echt gefährlich. Eine Lösung? Mal sehen.

Dann ging es aber los, die erste fette Baustelle war für die Mündung des Suderwicher Bachs in die Emscher.
Da hat man nicht nur einfach den Suderwicher Bach in die Emscher laufen lassen, sondern ein wirklich großes Areal in den Umbau oder wie man das nennen mag, mit einbezogen.

So wie ich das gesehen habe, waren mindestens zwei Natursteinringfundamente sichtbar. Was das auch immer werden mag? Auch gegenüber am Südufer der Emscher ist man schwer zu Gange um Erdreich zu bewegen. Wenn man sich das genauer anschaut, ist da fast nicht mehr zu erkennen.

2 emscher-suderwicher bach baustelle_ergebnis

Dann kamen noch drei Baustellen.

Die erste in die ich gelangte macht in Höhe der quer führenden Bahntrasse nach oder von Pöppinghausen ihren Anfang. Ganz dumm ist, man steht vor der verrammelten Strecke, hat aber keinerlei Umleitungsschilder.
Jetzt muß ich an der Stelle einwerfen, das ich ja die Ecke zumindest vom Kartestand her kenne, sowas wie einen Kopfkompass habe und mir mit dieser Kombination sehr gut vorstellen konnte, wie ich zu fahren habe um wieder dahin zu kommen, wo ich hin will. Ebenso kenne ich vom Job aus dem Blickwinkel des PKW-Fahrers das andere Ende dieser Baustelle.

Leute die das alles nicht als Hintergrund haben, ortsfremd sind und auch nur stur einer aufprogramierten Naviroute folgen, sind quasi chancenlos und werden mehr oder weniger umherirren.

Gut, ich bin dann rechts raus, bis zur längsseits verlaufenden Straße und dann da eben entlang, bis zu der Stelle wo ich das andere Ende kenne. Da gab´s dann die nächste Überraschung. Auch dort war selbst für mich nach einigen Gucken nicht ersichtlich, wie man wieder auf die Emscherradroute stoßen könnte.

Nach ein wenig rätsleraten hatte ich es dann und landete wieder an der Baustelle vor dem Südfriedhof. Das Ding kenn ich ja nun auch schon zu genüge und muß sagen, in den zwei Jahren hat sich da nicht viel getan.
Anstatt die Leute nicht die paar hundert Meter fertige Route fahren zu lassen, sollte man dort mal endlich eine gescheite auch schnell für Radfahrer ersichtliche Leitung einrichten. Vielleicht bin ich dort aber auch nur an dem Umleitungsschild vorbei gebrettert?

Also abermals durchkämpfen, bis ich dann kurz hinter dem Herner Hafen vor der nun aber für mich letzten Baustelle stand. Da ich eh den Wasserhaushalt regulieren und nachfüllen mußte, hab ich mir das mal kurz auf der virtuellen Karte angeschaut und abgespeichert. Wieder Go um dann fest zu stellen, daß die Herren Bauarbeiter eine kombinierte Radwegbenutzungspflicht unter der A43 hindurch eingerichtet haben.

*Ironiemodus an* Wie rücksichtsvoll sie doch sind. *Ironiemodus aus* Alder, wieviel Kisten Bier die da schon weg hatten, ist schon dramatisch. Der Geh-Radweg-Kombi hat geschätzt mal 60-80cm Breite und führt zudem über Baustellenwerkstoffe aller Art. Vorzugsweise Schotter und Sand.
Ich hab’s dann vorgezogen auf der Straße zu fahren. Wenn man ein Beispiel für einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr sucht, da bitte hat man ihn.

Ab da ging es dann aber wieder in flotter gewohnter Fahrweise weiter. Letztendlich hatte ich dann aber das Ziel fest vor Augen…

…die Zeche Ewald und dessen Förderturm, die Anlagen und dann das Areal der Gravel Games. Bis dahin war schon der eine oder andere Liter Trinkwasser durchgelaufen, eventuell doch zu wenig? und Brennstoff sollte dann auch in ausreichender Menge zugeführt werden.

Am Eingang zu Gelände bekam jeder ein Schlüsselbändchen (was man beim verlassen wieder abgeben hat), damit man so wohl die Besucherzahl regulieren konnte. Gut geregelt.

Ich schob meinen Stahl Renner über das Gelände, vernahm umgehend das viel Bling-Bling vor Ort war und auch die diesem Typ zugetane Kundschaft.
Rechts außen im ersten Drittel eine Futterbude nach Ruhrgebietsart und mal keine Megaschlange davor. Den Stahl Renner an einer Parkstange aufgehängt, Wass schon seltsam aussah, neben den ganzen blank geputzten Carbon-Bikes und sich eingereiht. Die Sonne brannte etwas und irgendwie fühlte ich mich…

…verschwitzt!

Nachdem ich die Bestellung aufgegeben hatte wurde artig gewartet und sich dann ein Plätzchen auf einer Bank gesucht. Schattenplätze waren aus. Den Stahl Renner gut im Blick und im rechten Augenwinkel einen Stand von Tout Terrain, wo ich schon vor der Bestellung mal ein Auge drauf geworfen habe.

Nach dem all zu köstlichen Mahl hab ich da nochmals ein Auge drauf geworfen, aber man war informativ schon ausgelastet. Also bin ich weiter rum. Der nächste Halt war dann eher zufällig, oder wegen der auffälligen orangen Rahmenfarbe beim Drössiger Stand.
Dort wurde ich auch angesprochen und so wechselte man ein paar Worte. Nette Dinger diese Bikes, aber von der Technik her nicht das, was ich mir vorstellen könnte. Um genau zu sagen – das falsche Tretlager.

Leider gab es doch keinen Stand von Lifecyclemag. Da werd ich die Tasse doch wohl bestellen müssen. Überhaupt hab ich keine bekannten Gesichter gesehen. Jetzt so mit dem Hiersein tauchen natürlich die Meldungen bei Instagram und What´s Up auf. Aber nun gut…

Ingesamt war mir das da aber alles zu hibbelig, voll und vor allem – warm. Und überhaupt, nach dem Mittagessen Espresso-Pause wo in Ruhe zu machen. Die Runde beendet und sich dann irgendwie vom Acker gemacht.

Kurz nach der Abfahrt, an einem Aufstieg zur Halde Hoheward fand ich eine Bank im Schatten und relativ windstill war es dort auch.
Also sich erstmal einen kleinen Espresso zubereitet, noch ein wenig Naschkram dazu und anschließend sich schon die Rückfahrtroute ins Navihrin eingebrannt. Ganz so lange dauerte diese kleine Pause dann aber doch nicht, so langsam zog es mich heimwärts. Eine Dusche und die Klamotten in die Wäsche, das war mal so ein Plan. Also wieder zügig los.

Die eingebrannte Route fluppte saß bestens, auch die anderen restlichen Meters wurden gekonnt abgespult.

Und dann wieder auf der Emscherradroute in Richtung Dortmund Mengede, endlich hat man das Asperrgitter, auch gerne als Gängelgitter, halbiert.

Mann o mann, wieviele jähre hat mich das Ding genervt!? Von Osten kommend geht es ja recht gut bergrunter. Das hat man, entsprechendes Fahrgeschick und nicht all zu viel Tempo vorausgesetzt, noch irgendwie hinbekommen.

6 endlich_ergebnis

Aber berghoch war jedes Mal absteigen angesagt. Dabei stellte sich mir immer wieder die Frage, wozu? Denn welcher PKW würde überhaupt durch diese schmale Lücke passen. Aber nun hat man das endlich behoben.

Zum Ortsausgang Mengede hin schlug ich dann eine andere Route ein, auch wenn sie etwas holperiger war, netter als die blöde lange Straße hoch zu kurbeln war es allemal.

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Überhaupt war dies dann noch mal geänderte Strecke nicht ganz so uninteressant. Man kam recht gut vorwärts, hatte recht wenig mit Kraftverkehr zu tun, nur die eine Baustelle an einer Unterführung war natürlich im Weg. Umleitung, diesmal aber ausgeschildert.

Dann ab durch den westlichen Rand von Lünen, runter zum Channel und eine letzte Pause. Wolken hatten sich vor die Sonne geschoben, das Thermometer war auf nur 20c° gesunken. Zu spät, denn Radbuxe war gut durchnässt und auch das Funktionsträger-T-Shirt alles andere als frisch.

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Ein Apfel als Vitainspender, ein Nugatriegel aus der Verpackung gefummelt, eine wahre Geschicklichkeitsübung will man keinen klebrigen Finger haben und noch mal blöd die bekannte Gegend angeschaut. Ja es war viel Volk unterwegs.

Dann die restlichen Meters runter gerissen, wieder auf der Rennbahn, diesmal aber komplett durch. An einem so verkehrsarmen Sonntag kann man das locker bringen. Die Ampel an der Ortsdurchfahrt nervt sonst einfach nur. Als Fußgänger und Radfahrer hat man an drei Ampeln zu warten, die natürlich nicht direkt hintereinander schalten, auf der Fahrbahn ist nur eine Wechsellichtanlage zu beachten.
Ankunft 112km und 4,1l Trinkwasser liegen nun hinter mir. Wo das Wasser geblieben ist, merke ich zumindest zu einem Teil an der auf der Haut klebenden Kleidung.

Abladen, klar Schiff machen, Route & Bilder hochladen, duschen und den Bauch vollschlagen. Tippen.

Ja das war’s dann mit dem Sonntag, möge die restliche Woche geschmeidig laufen. Habt einen netten Tag und bleibt gesund!  😉

Neuland/ 30.017km/ 29.05.2021

Mai 30, 2021

Bikealltag/ Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ volle tausend Kilometer/ Bike- & Biketouren Bilder/ Biketouren/ Tour 100+: eigentlich wollte ich heute (Samstag) früher los. Aber auch eigentlich wollte ich die letzte Nacht draußen in meiner Hängematte verrbingen. Hat sich dann aber beides nicht ergeben.

Was sich dann aber ergeben hat, war endlich die Strecke von Sendenhorst rüber nach Beckum zu fahren. Dabei ging es an einer bekannten Hütte zunächst nach Vorhelm und dann rüber nach Ennigerloh.
Die Anfahrt nach Sendenhorst wurde ganz traditionell, kann man ja schon sagen, weil ich das ja schon ein paar mal gefahren bin, über Drensteinfurt gemacht. Soviel also zum Vorgeplänkel beim Thema Strecke.

Nach dem üblichen Espresso-Fürhstück und der Samstagszeitung hab ich mich dann hochgerissen und die Klamotten zusammen gepackt. Der Plan war ja neben der angedachten Strecke zu fahren noch eine gute Frühstückspause zu machen und auf jeden Fall was zum Mittag zu machen. Selbstversorger also, denn das nötige Equipment hat man ja dafür. Leider fanden sich in der Abstellkammer keine Baguettbrötchen, denn die hatte ich eigentlich für ein Frühstück auf dem Plan.

Zum Glück hatte ich aber erst gestern ein extrem leckeres Vollkornroggenbrot in Wuppertal (wo ich vom Job war) geholt. Also wurden drei Halbe mit einer Wurst-Käse-Gewürzgurken Kombi belegt und verpackt. Anschließend wurde ein Wasservorrat am Stahl Renner deponiert und at last, die Kleidungsfrage geklärt.

Denn das Wetter war weder so wie vom Wetterfrosch angesagt, noch so wie ich dachte es könnte so sein.
Nicht Fisch, nicht Fleisch, blöde Sache. Es war zwar recht mild, aber das Thermometer sprach gerade mal was mit 11c° aus. Somit war es nicht richtig warm, aber auch nicht kalt. Der Wind dümpelte zum Glück vor sich hin, doch was wäre wenn… ? Oder gerade wenn man wo ein Päuschen macht? Doch noch die Jacke vom (achtung interna!) Weihnachtsmann einpacken, oder auch eventuell gleich in der aufgefrischen Bergans Letto Jacke losgondeln?

Ich entschied mich für eine gewagte Kombi aus Windweste und zusätzlichen Armlingen als Windschutz und spekulierte für die Pausen entweder auf dann doch sonniges Wetter, oder eben auf einen brauchbare Hütte.
Nun, das mit der Sonne ließ sich diesmal extremst viel Zeit. Nicht nach 10:00Uhr tauchte sie auf, außer in ein paar ganz seltenen Abschnitten und auch nach der Mittagszeit war nicht wirklich viel von ihr zu sehen. Dazu kam der Wind eher aus Norden. Bedeutet, auch jener war eher frisch. Ist ja auch logisch, schon mal wann warmen Nordwind gehabt? Auch der sollte erst weit in den Nachmittag hinein zunehmen. Timing ist nicht ganz so das Ding der Wettervorhersagen, was?

Aber nun gut, man(n) wird sich ja nicht durch so Kleingkeiten von seinem Vorhaben abbringen lassen. Und so ging es dann los, in gewohnter Weise erstmal nach Drensteinfurt raus. Dort befand ich dann auf einer Anglerinsel an der Werse mir was frühstückmäßiges zu gönnen. So ganz nüchtern los und einen Stunde trampeln ist ja normal für mich. Aber nach einer Stunde sollte langsam mal was nachgeschoben werden.

Gut wurde dann ja auch, tat auch gut. Diese Anglerinsel ist ganz nah beim Schloss. Damit aber auch leider in Sicht- u. Hörweite zu einer Hauptstraße mit angrenzendem Einkaufszenter. Schöne Aussicht, viel Grün, Wasser und dann die Geräusche der Straße.

Nach der Stärkung ging es dann wieder los in Richtung Sendenhorst. Von Dresteinfurt ist das gefühlt ja fast nur ein Katzensprung. Wenn es ganz gut läuft, also ohne Gegenwind und man ordentlch Gas geben würde, ist von von Ortschild zu Ortschild etwa eine halbe Stunde unterwegs. Behaupte ich mal so.
Ich ließ es etwas gemächlicher angehen, war ja eine Erkundungs- u. auch Genussfahrt. Außerdem sieht man ja auch immer so viel.

Sendhort wurde erreicht, die Hauptachse gewählt um dieses Nest zu durchrollen und dann ging es los, also fast. Ich machte irgendwie einen Weg aus, der mir schon beim letzten Mal aufgefallen war. Ich entschloss mich spontan, in Übereinstimmung mit meinem Navihirn, die grobe Richtung sollte passen, es mal aus zu probieren.

1 sendenhorst naherholung_ergebnis

(natürlich gibt es auch wie üblich ein Tagesalbum <klick>)

Dieser Weg führt zum & durch das Naherholungsgebiet Hof Schmetkamp. Der Ostheidebach wird renaturiert, wie man sieht. Eine Bank-Tisch Kombi an der Zufahrt könnte für zukünftge Touren ein netter Pausenpunkt sein.

Ab da stand ich dan recht fix an jener Pausenhütte die den Schnittpunkt von bekannter Strecke zum Neuland darstellte. Die letzte halbe-doppelte Schnitte wurde gefuttert, während man mal wieder einen kleinen Plausch mit einem Rennradler führte.

Vor der Abfahrt nochmals die elektronische Karte studiert, sich die beiden Ortsnamen abermals eingeprägt und dann los. Tatsählich kamen die ersten Sonnestrahlen mit der Anfahrt auf Vorhelm raus.

In Vorhelm selbst schien nicht sondelich viel los zu sein. Auch wurde der Ort auf der Karte nicht als sonderlich groß dargestellt. Ich entschloss mich an der ersten Tanke noch einen Sprite als Trinkvorrat, Zuckerquelle und letztendlch auch als Geschmacksvariation zum mitgeführten Wasser ein zu holen. Im Ort gab es eine winzge Runde zur nahen Kirche wo sich ein paar nette Figuren aufhielten.

Die Ortsausfahrt/ Radroute nach Ennigerloh war auch gut ausgeschildert, also rollte ich weiter. Die nicht mal 8 Kilometer sollten auch geschmeidig vergehen. Mit dem Ortseingang Ennigerloh tauchte ein alter Steinbruch auf der rechten Seite auf, den man – renaturierte.

Dieses unklare blaue Wasser kenn ich ja vom ehmalgen Steinbruch in Beckum. Leider kann man nicht mal ansatzweise in Richtung Wasser kommen. Schade eigentlich.

Die Ortsdurchfahrt war für mich unspektakulär, viel Neubaugebiet und nicht immer so klasse zu erspähende Radroutenschilder. Spektakulär war dann aber die Rampe vor der ich dann stand.

Jene führt zu dem Hoester Berg hoch und das im wörtlichen Sinne. Das Strava Tourenportal, wo ja meine Aufzeichnungen drin landen, besagt was von satten 9% Steigung in der Spitze.
Aber schon beim Anblick war mir klar, mit einer Übersetzung von 54 zu 16 ist das nicht zu fahren. Das nimmt man dann wie ein Mann, wuchtet solange die Kurbel rum wie geht, steigt dann ab und schiebt eben ein paar Meter.

Dafür entschädigt die Fahrt durch das Vellener Brook. Ein wenn auch nur mit kurzem Eindruck sehr schönes Waldgebiet. Danach hat man es dann aber. Vellern als Ort wurde hinter sich gelassen und ab da hatte man auch schon Beckum im Blick. Irgendwann stößt man auf die Werseradroute und landet im Naherholungsgebiet/ Aktivpark Phoenix.

Hier beeindruckte mich eine alte Dampflok, wo man auch in den Führerstand konnte. Da konnte natürlich ein Bild mit eine anderen, meinem Stahlross nicht fehlen.

Hat mich schon beeindruckt, diese alte Technik. Alles massiv aus dem Vollen so zu sagen. Aber nicht lange schnacken, denn mit dem Erreichen von Beckum als finales Zielareal war auch eine potentielle Pausenhütte in Griffweite. Noch ein wenig durch den Ort und dann endlich große Pause machen.

Die Hütte ist mir ja gut bekannt, der Bautyp sowieso, aber diesmal gab es wieder was Neues. Genau genommen gab es nicht was Neues, sondern es gab Nichts-Neues. Denn der Tisch wurde inzwischen demontiert. Die Traurige Geschichte wohl dahinter.

Irgendwo auf dem Zeitstrahl letztes Jahr Herbst fand ich die Hütte arg verwüstet vor. Ganze Teile des Masivhozes wurden mutwillig rausgebrochen und überall lag Müll rum. Den Müll hab ich schon damals natürlich aufgesammelt und in den Mülleimer buxiert. Man will ja nicht in so einer Müllwüste Pause machen.

Bei einer anderen Pause war die Hütte großzügig mit Flatterband abgesperrt und schon Teile des Vandalismus demontiert. Irgendwann hatte ich sogar überlegt passendes Holz zu besorgen und mit einem Akkuschrauber bewaffnet im Auto wieder zu kommen.

Jetzt versucht man wohl mittels fehlendem Tisches die Sauf- & Randaliergemütlichkeit einzudämmen. Wie blöd können diese Menschen nur sein? Denn an der Zufahrt in Ahlen sah es oft bei einer Bank-Tisch Kombi genauso aus. Da hat man inzwischen alles demontiert.

Gut, ich hatte also erneut ein wenig Müll in den dafür bereitstehenden Eimer verfrachtet und mich dann eingerichtet. Es gab Nudeln mit roter Soße. Die Zubereitung war etwas tricky, denn kurz aufkochen lassen war ja nicht das Problem, aber 10min. bei schwacher Hitze ziehen lassen…
…geht auf einem Spiritusbrenner nicht. Denn der kennt nur an und heiß, oder eben aus und kalt. Mit ein wenig tricksen bekam ich aber die Nudeln so al dente, das man sie gescheit futtern konnte. Das mit dem Espresso kochen war ja kein Problem.

Natürlich hinterließ ich alles sauberer als vorher und zog von dannen. Ach ja, zu erwähnen wäre noch, das man eine Teil desr Werseradroute erneuert. Dabei wurde der Weg verbreitert und mit einem neuen wassergebunden Belag versehen. Dummer weise war die Baustelle offiziell noch vohanden und genau auf dem Zuweg zu der Hütte.

Hatte ich noch fast ein schlechtes Gewissen die Absperrung zu umfahren, aber die Aussicht auf eine schmale Landstraße mit hohem Verkehrsaufkommen ließen auch nach langem hin und her keinen Suizidträume in mir hochschäumen. *lach* Bin doch nicht bekloppt.

Während ich aber so in der Hütte pausierte, hab ich noch nie soviele gesetztesuntreue Staatsbürger gesehen. Es schien nicht nur niemanden zu interessiere, nein es gehörte wohl zum guten Ton da durch zu fahren. Da war ich also nicht der einzige Badboy.

Ab da gab´s eigentlich nur noch schnöde Hausmannskost was den Weg anging. Eine kleine Ausnahme, kurz östlich vor´m Dorf angekommen entschloss ich mich am Randstreifen der Lippestraße zu fahren. Dem Stahl Renner bietet sich da sein natürlicheres Areal.

Das letzte Tageshighlight fällt dann wohl mal wieder unter das Motto, tausend mal daran vorbei gefahren, aber erst jetzt bemerkt.

Bei einer weiteren Pause zwecks dualer Wasserhaushaltregulation verahm ich deutliche Wassergeräusche. Und die konnten unmöglich von dem stillen Gewässer in der direkten Nähe sein. Waren sie auch nicht. Als ich in eine Art Lichtung schaute ,sah ich in der fast erreichbaren Ferne, einen kleinen Wasserfall.

So wie sich das mir auf dem digitalen Kartenmaterial darstellt, wird es sich um den Alten Lippearm handeln. Interessante Sache.

Und so nahm der Tag seinen Lauf, Ankunft und die üblichen Handgriffe.

Biketouren Résumé/ Outdoor: ja insgesamt ist die Tour gut gelaufen. Die angedachten Pausen waren gut, auch in so fern, daß man sich erholen konnte und Brennstoff nachlegen. Apropos erholen, auch wenn sich das jetzt schon fast wie ein Witz anhört, aber die 101 Kilometer Gesamtstrecke waren gar nicht anstrengend.

Natürlich mußte ich hier und da ma mehr in die Pedale treten und natürlich kam ich diese einen Steigung nicht hoch. Aber wer da mit der Übersetzung hochfährt, den möchte ich sehen.

Irgendwas scheint am Stahl Renner also mächtig anders zu sein, als am CAADX? Neben der noch immer im Raum stehendne Frage der Laufradwartung und eventuell Erneuerung, kam mir heute fogenden Gedanke.
Am Kettenblatt, also vorne an der Kurbel-Pedal Kombi habe ich ein zugebenermaßen sehr großes Kettenblatt. Da werden 54 Zähne bemüht (und soweit ich weiß sind bei heutgen Rennrädern maximal 52 Zähne serienmäßig).

Wenn ich da jetzt mit einem nur eher mäßigen Kraftaufwand das Teil am laufen halte, dann ist das wie in etwa so wie mit einer alten Dampflok. Relativ wenig Leistung, die aber gaaaanz langsam eine relativ große Scheibe in Schwung bringt und so einen durchaus respektable Geschwindigkeit erzeugen kann.

Ja und diese Nudeln, waren jetzt geschmacklich nicht so der Burner. Aber mein Gott, das waren jetzt Instant-Tüten-Nudeln. Die Zubereitung mit dem langsam vor sich hin ziehen lassen, daß war jetzt eher ungünstig. Aber so ist das eben beim testen. *lach* Versuch und Irrtum halt.

Ach ja, das Wetter. Das war zwar nicht so knalle, hatte aber auch nicht die Lust in mir geweckt so viele Bilder zu machen.

Und noch zwei Meldungen, der Stahl Renner hat aktuell einen weitere Tausendermarke wohlbehalten durchfahren und mit dieser Tour sind es schon vier Touren mit über 100km in diesem Jahr. Das wird mir langsam etwas komisch.

Habt einen schönen Sonntag und bleibt gesund. Ich werd ma´ sehen, was ich heute so zauber? Radfahren? Man wird sehen.  😉

neue Schleife/ 45.657km/ 16.05.2021

Mai 16, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Tour 100+/ Erstbefahrung/ Bike- & Biketouren Bilder: so genug Ruhetag am Samstag gemacht und es sich im heimisch-mütterlichen Haushalt mit Lammkeule, Kartoffelgratin, Beilagengemüse und Salat gut gehen lassen…

…etwas Bewegung stand auf dem Plan. Die angedachten Radrunde wollte ich dann doch angehen, auch wenn das Wetter einen auf eher wechselhaft machte. Regenneigung war angesagt, die Frage war nur, wieviel und dann wann?
Natürlich habe ich noch einen kleinen *hüstel* andere Streckzusatz auf dem Schirm wo es dann ab Sendehorst erstmal rüber nach Beckum gehen würde. Mit dem Harken käme ich mal wider in der Bereich der 100km/ Tour und ohne Pausen gut 5-6h Fahrzeit, aber ob ich das machen lass ich ma´ offen.

Die Gegend dort schien mir als Fahrstrecke recht attraktiv zu sein, also landschaftlich und ab Beckum gibt’s dann ja für die Heimfahrt wieder die Werseradroute. Jene kennt man ja mehr als gut und bietet auch gut zu fahrende Abschnitte.

Bikealltag/ Stahl Renner/ Singlespeed 54-16: das ich dem Stahl Renner am Vortag noch eine wenig Pflege gegönnt hatte erwähne ich hiermit. Nun aber zur Tour.

Die Wahl zum Cannondale CAADX fiel spontan. Wohl weil das Wetter nicht ganz so sonnig sein sollte, man will sich ja nicht auf Biegen und Brechen den Stahl Renner einsauen, und weil das CAADX ein paar bessere Möglichkeiten bietet Trinkflaschen zu transportieren. Außerdem kann man ja mal gucken wie der aufgefrischte Antrieb sich so macht.

Also Klamotten zusammen packen, anziehen und Abfahrt. Das Wetter war zu anfangs, naja sagen wir mal, geht so. Zwar sonnig aber es hatte eine gewisse Brise. Zum Glück weitestgehend aus einer brauchbaren Richtung.
Und damit war dann auch das zentrale Thema dieser Radrunde klar, woher kommt der Wind wann und ja nicht in die Falle tappen, nur weil es so gut läuft, noch was dranhängen.

Da ich nur mit einem für mich üblichen Frühstück los bin, also quasi fast nüchtern, hatte ich recht fix mein erstes Etappenziel klar vor Augen. Die Bäckerei Bernhard Zimmermeier in Drensteinfurt sollte geöffnet haben. Dort könnte man dann ja praktischer Weise ein Frühstück für den ersten Pausenstop einholen.

Gesagt, getan und weiter ging die Reise. Nächstes Etappenziel war Albersloh und weil das nette Nest nicht ganz so weit weg von Drensteinfurt liegt, wurde dort auch die erste echte Pause mit ebenso echtem und brauchbaren Futterware abgehalten.

Die Hütte dort war gut bekannt und wurde fast direkt angesteuert. Nur fast direkt, denn zuvor entdeckte ich einen schmalen Trampelpfad entlang der Werse. Da mußte ich dann natürlich rein und bin da mal entlang. Ein gutes Stück aber nur schiebend, weil wenn ich das Areal nicht kenne, auf der einen Seite Wasser und auf der anderen Seite Gebüsch, da bin ich lieber vorsichtig.
Der kleine Ausflug hat sich aber gelohnt, auch wenn beide Ufertrampelpfade eher kurz sind, sie sind einfach nur schön (weshalb ich ja auch einen kurzen Film gedreht habe) und laden zum verweilen ein. Man müßte sich nur was zum drauf sitzen mitnehmen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

(natürlich gibt es wieder ein Tagesalbum <klick> inkl. einem kurzen Film)

Weiterfahrt nach der Pause, wo zunächst mal der zweite Part des Werse-Trampelfade erkundet wurde. In Albersloh selbst läuft die Werse ja auch durch und dort hatte ich im Augenwinkel Holzplattformen zum sitzen am Ufer entdeckt. Da bin ich jetzt aber nicht runter, sondern hab mich in Richtung Sendenhorst auf gemacht.

Der Weg bis Sendenhorst lässt sich gut lecker fahren und führt immer wider an Waldgebieten vorbei beziehungsseise durch ein Waldgebiet hindurch. Und so hatte ich das rote Haus gefunden, was der Kollege aus‘ m Claim neulich eingestellt hatte.

Sendenhorst selbt war dann auch nicht mehr wirklich weit, die letzten Meters Wegführung aber mal wider ganz klassisch Radwegroute. Acht mal um die Ecke rum um sich ja jede kleine Gasse angesehen zu haben.

Und damit war der eigentliche Teil auch schon abgehandelt. Jetzt stand die Rückreise an. Der Stadtkern wurde durchfahren, noch eine kleinen Erkundung um die Hardteiche rum, wobei es nicht wirklich Drumherum ging. An einer schon bei der letzten Erkundung ausgemachten Pausenhütte wurde abermals angehalten.
Zwei Dinge wurden erledigt. Kurz vor Sendenhorst traf ich zwei sportlich unterwegs fahrende Radfahrer. In Sendhort selbst traf ich sie wieder und als ich kurz vor der Hütte war, saßen sie mir wider im Nacken. Man hielt an und plauschte ein wenig. Erstaunlich war, das der Kumpel von dem einen das kleine rot Hause, was ich ja gesucht hatte, gemietet hatte.

Das andere war, die Pausenhütte könnte den Schnittpunkt für die weitere Routenwahl sein. Erst rüber nach Beckum oder doch straight über Ahlen zurück? Der Weg über Beckum gab nochmals 20 Kilomeer mehr auf Googlemaps aus.
Mit Hinblick auf die Windlage wo ich dann ab Beckum bis Ahlen und ab Ahlen ja auch nochmal Gegenwind haben würde, entschied ich mich dann schweren Herzens für die kürzere Variante. Zur Entschuldigung kann ich vorbringen, zu dem Zeitpunkt standen schon gute 60km+ auf dem Tacho.

Das dies eine sehr gute Entscheidung war, sollte sich zeigen. Denn bei mir trat wieder der home-coming-effekt ein. Ich hab das schon ein paar mal beobachtet. Je näher ich ans heimische Gefilde komme, des so lustloser trampe ich vor mich hin. Wenn dann noch Gegenwind ist…

Ach lassen wird das. Das Wetter wurde dann auch auf Ahlen zu nochmals regnerisch. Ich hielt kurz am Schwimmbad an, wo mir überdachte Fahrradständer eine trockenen Boden gaben und streife die Velotoze als Regenschutz über die Schuhe. Die Untergründe waren arg nass und die letzten Kilometer wollte ich nicht mit nassen Schuhen & Socken fahren. Auch wenn der Regen ganz schnell hinweg zog.

Ja, aber wie das leider so ist, bei der letzten Überziehaktion am linken Schuh riss ein Velotoze am Ausschnitt für die Cleat (Rastverbindung vom Schuh zum Pedal) ein und war dann damit mehr oder weniger unbrauchbar.
Klar, jetzt wo er drüber war ging das noch, aber ein weitere mal würde man diesen Regenschutz nicht mehr heile über den Schuh bekommen. Schade eigentlich, denn die Velotoze waren sehr schmal zu verpacken, lagen super gut an den Schuhen an und scheuerten somit nicht am Kurbelarm. Und auch was die Dichtigkeit angeht, kann ich nicht meckern. Natürlich wurde irgendwann bei einem richtigen Regenguss irgendwo Wasser reinkriechen, aber bei einem Produkt was keine 10 Euro kommt, darf man glaube ich auch keine 100% Wasserdichtigkeit erwarten-verlangen.

Lange Rede kurzer Sinn, nach einer weiteren kurzen Pause kramte ich etwas in meinem Navihirn und konnte da eine Strecke an den beiden Schlössern aufrufen. Kleines High-Light war dann die alleinige Überfahrt über die Lippe mit der Lupia kurz vor Schloss Oberwerries.

Aber auch dieses High-Light konnte mich nicht wirklich nach vorne bringen. War aber auch egal, ich schlängerte mich über bekannte Strecken bis zur Burg und bin dann ja letztendlich angekommen.
Der Tag war also ein Erfolg, ich hatte die Passage Albersloh – Sendenhorst erkundet und auch für gut befunden. Mal sehen was als nächstes kommt?

Macht Euch noch einen netten Abend und bleibt gesund!

 

😉

29.389km/ 26.04.2021/ Brotrunde

April 27, 2021

Bikealltag/Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Urlaub/ Biketouren/ Tour 100+/ Bike- & Biketouren Bilder: 18:53Uhr die ersten Zeilen zum schon fast unglaublichen Tagesgeschehen. Ganz ehrlich, das war so nicht geplant!

Ich habe heute tatsächlich die zweite Radtour mit aber wirklich nur ganz knapp über 100km gefahren.
Aber auch ganz ehrlich, ich war und bin noch so frisch, daß ich wohl noch gute 40-50 Kilometer hatte auch tatsächlich mit einem Schwenker über Drensteinfurt geliebäugelt, wenn die Zeit nicht scho so weit fortgeschritten gewesen wäre hätte dran hängen können. Warum das so war, kann ich mir nicht wirklich erkläre? Nehmen wir es also mal so hin.

Erster Ansatz, warten das die Sonne den Frost vom Morgen wegbrennt und die Tagestemperatur auf ein erträgliches Maß in etwa auf die 10c° steigen lässt. Der Hintergrund dazu, man will ja nicht den Tourensschluss halbnackt auf dem Rad sitzen und die ausgezogenen Klamotten in einem Bündel spazieren fahren.

Der Zeitpunkt bis um geschätzt 10:00Uhr wurde mittels Frühstück in ausgedehnt überbrückt, sowie dem zu-spammen des Internet. *grins*
Dann wurden die Kleiderwahl getroffen, ein guter Mix aus allem aber vor allem in variabel. Dann wurde der Stahl Renner beladen, vorzugsweise mit dem kleinen Espresso-Set und eine fast solide Menge an Trinkwasser. Dann ab durch das Burgtor und geschmeidig gen Westen am Ort der Schaffens vorbei rollen. Es mußte noch was abgeholt werden. Ab da ging es dann schnurr-stracks ins nächste größere Ortszentrum.

Natürlich wurde die Strecke spontan im Navihirn zusammen gestrickt und so kam ich am Borsigplatz raus, rollte etwas am Ring entlang und dann recht direkt bei Bäckerei Beckmanns mein vorab telefonisch bestelltes französisches Landbrot und eine spontan gewählte Nussecke, als Beilage zum Espresso, ein zu sammeln.

(natürlich gibt es von dieser Runde auch ein Tagesalbum <klick> inklusive eines Kurzfilms <klick>)

Ich muß ja echt sagen, die Fahrt ins Zentrum nervt schön gut ist nicht immer eine gute Strecke. Ampel, benutzungspflichtige Radwege aller qualitativer Couleur, aber es hat auch was so eine Großstadt.

Nachdem ich dann die Futterwaren eingeholt hatte ging es an die Rückfahrt. Zunächst galt es aus dem Zentrum geschmeidig heraus zu kommen und zwar mit Marschrichtung Ost. Dabei wählte ich zunächst die Kaiserstraße und dann den Hellweg.
In Höhe Dortmund Brackel ging es dann auf die wohl auch zukünftige Route des RS1. Das war jetzt zwar ab vom Hellweg und damit weg von den Blechbüchsen, aber gut zu fahren ist auch was anderes. Da haben die Macher des RS1 noch was vor sich. Ich bin gespannt.

Aber auch da war ich irgendwann raus und rollte nun zunächst stramm auf Afferde zu. Das war aber eigentlich ein Versehen, denn soweit „hoch“ wollte ich nicht. Bis Unna sollte es schon sein. Aber die dort vorhandene Radroute ist einfach zu schön. Praktischer weise könnte ich so mal etwas meinen Wasserhaushalt regulieren…
…und hab dann den Ort des Geschehens kurz vom offensichtlichen Müll befreit. Die Mülltonne war keine 10m weiter. *stöhn*

Ebenso praktisch war, daß ich ab vom Weg zwei Trampelpfade entdeckte die zum Massener Bach runter führten. Könnte man auch mal nett abhängen.

Half aber alles nix, ich gurkte halt ein wenig rum und wollte dann aber doch final weiter. Ende offen, denn bis hierhin lief es alles andere als schlecht. *freu* Und so kam ich dann auch durch Unna und am Alten Bahndamm aus und rollte mal wider los.

Denn bis Dortmund kam ich super flott, auch dank der Strecken. Gut, die Streckenführung ins Zentrum direkt kann man außen vor lassen. Außen vor lassen kann man auch den Weg aus dem Zentrum raus.
Aber ab diesem Bahndamm war wieder die Kurbel kreisen lassen angesagt. Erneut fuhr ich entspannt mit Geschwindigkeiten auf die 30km/h Marke zu. Kam mir der Bahndamm sonst so lang vor, stand ich gefühlt nach zwei, dreimal Augenzwinkern schon in Höhe Scheidigen.

Aber erstmal, als ich dann durch Unna durch war kam bald eine erste freie Sitzgruppe mit zwei Bänken und einem Tisch. Frei, windgeschützt und in der wärmenden Sonne. Espresso-Pause samt Nussecke als Stärkung stand an.

Ab da war eigentlich dann auch klar was kommen mußte. Ich bin tatsächlich die komplette bis in Höhe Scheidingen durchgefahren. Welver wurde durchfahren, wo leider mein Plan die örtliche Dorf-Frittenschmiede zu besuchen wegen geschlossen vereitelt wurde. Nix el Greco weil el Greco el zu.
Bis dahin hatte ich zwar keinen Hunger oder andere Anzeichen für einen Brennstoffbedarf, was mir um ehrlich zu sein schon irgendwie unheimlich war. Aber so eine CPM wäre schon ein Tageshighlight gewesen. Also mal heiter weiter. Dieses mal gönnt eich mir aber noch eine kurze Auszeit in dem Waldstück direkt hinter Welver.

In Dinkern hab ich mich dann an den Samstagszeitungsartikel erinnert, wo von einer alten Mühle (Bild oben) die rede war. Ran an die Mühle kam man nicht, steht auf einem Kirchengelände ist leider nicht frei von außen zugängig, deshalb nur das Bild über die Mauer.

Ab da ging es dann in gewohnter Weise bis nach Eilmsen, wo dann die Zuführung zum Channel (Datteln-Hamm-Kanal) herführt.

Ich gönnte mir nach dem run (wieder im Topspeed) am Kanal entlang noch eine letzte Pause, in Sichtweite der Ort wo ich nach der letzten Cyber-R Nummer auf Vordermann gebracht wurde. Wer hätte damals gedacht, daß ich nicht mal ein Jahr später eine 100km lange Radtour so problemlos schaffen würde?

Tagesabschluss: es fehlen nur ganz geschmeidige 10km bis zu den 1.000km/ April. Schaut so aus, also wenn’s gut läuft. Da wird im April mal ein wenig mehr zusammen bekomme.

Habt einen schönen Tag und bleibt bitte gesund! Ich lass mich heute vom Onkel Doktor auf den Kopf stellen und einen Pikser wird’s auch geben. Bin da 24h vor gerutscht.

45.237km/ 20.04.2021

April 21, 2021

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bike- & Biketouren Bilder/ Biketouren/ Tour 100+/ HomeOffice: nachdem der Montag nun gelaufen war und ich meine Nachtruhe beendet hatte, gab es am Job den zweiten Bereitschaftstag für mich. Nach dem ersten Plan B. folgte also der zweite Plan B.

Dienstag: den Fuß vor die Burgpforte gesetzt und gemerkt, ganz so warm wie am Vortag war es doch nicht. Also wurde bei der Kleidung wider umdisponiert, aber nicht ganz so heftig. Mit den eher nur 4c° am Tacho lief es auch wider etwas gemächlicher. Aber ich hatte ja ein Ziel vor Augen.

Gemächlich lief es aber wohl auch, weil ich am Vortag ein paar Tropfen Schweiß mehr gelassen hatte. War halt zu warm angezogen, konnte daran aber nix ändern, außer eben lüften. Den Wasserhaushalt hatte ich zwar auf Vordermann gebracht und auch genug Brennstoff nachgeschmissen, aber eben wohl nicht ganz so genug.
Und so rollte ich auf den Seepark Lünen zu und hatte da eine gute Idee! Kurz vor meinem Ziel ist eine osmanisch geprägte Bäckerbude und da hatte ich dann noch zusätzlich was zum Futtern eingeholt.

(mehr Bilder vom gesamten Tag befinden sich im Album <klick>)

Mit den zusätzlichen Leckereien ging es dann zur Halde wo ich mich in Warteposition geben würde. Die Auffahrt versprach schon viel, auch wenn die Sonne so ihre Mühen hatte über den Horizont zu kommen. Ab da beginnt dann die Story wo auch jener kleiner Espresso drin vorkommt.

3.3 espresso_ergebnis

Newsticker: und die Story zum hängen in der Warteschleife gibt’s <klick> auf dem Nebenblog.

*Zeit zum lesen*

Doch irgendwann war auch die Wartezeit um und Abfahrt stand an. Ich wüßte auch nicht warum ich hätt länger dort liegen bleiben hätten sollen. Immerhin war eine gute Stunde und wohl auch mehr vergangen, aber nix passierte.
Ich war gut gestärkt und wieder voll da und eine gewisse Unruhe durchzog mich.

Die Fahrt führte mich zunächst nach Nordkirchen, wo ich am südlichen Zugang einen Riegel futterte und die griffbereite Wasserflasche wider auffüllt. Ab da ging es noch ein gutes Stück nach Norden und kurz vorm Ziel, direkt wider rechts ab. Weit hinter Lüdinghausen eine erste kurze Pause.

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Mein Tacho flüsterte was von nur 14c°. Das konnte aber nicht sein. Denn so dort sitzend fühlte sich das eher wie gut auf die 20c° zu an. Nur der Fahrtwind kühlte. Ich füllte wider ausreichend meinen Trinkspeicher auf.
Marschrichtung Ascheberg wurde eingeschlagen, mit dem Folgeziel noch bis Drensteinfurt zu kommen. Um diesen Plan aber umsetzten zu können wurde mir klar, Trinkwasser und was besseres zu futtern müßte her. Denn bis zu dieser Bushaltestelle hatte ich schon gut über 60km auf dem Buckel, etwa gut 40km nach dem Frühstück.

In Eschberg durchfuhr ich sehr aufmerksam den Ort um etwas brauchbares zu finden.Kurz vor einer Kreuzung lag dann zur rechten Hand ein osmanischer Drehspißegrill – geöffnet. Ich betrat den Laden, wurde sehr freundlich begrüßt und während ich dem guten Mann so beim zubereiten einer Lamacun mit Fleisch zuschaute, war meine Wahl getroffen. Genau das sollte es sein. Ich gab die Order auf, griff als nächste in den Kühlschrank und füllte meine beiden Trinkfalschen direkt auf.

Mit dem Futter auf der Arschrakete bog ich um die Ecke und wurde mit einer sehr nice anschauenden Pausenbank nebst Kapelle belohnt. Futter reinschmeißen, sich die Dingerchen ein wenig säubern, nochmals Wasser nachkippen und heiter weiter.

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Es rollte dann auch gleich besser, auch wenn die Beine von kurz-langen Mittagspause erst eine Weile brauchten.
Kurz vor Drensteinfurt wurde nochmals an einer bekannten Pausenhütte ausprobiert ob dort die Hängematte aufzuhängen sei, was aber leider nicht klappte. Schade, denn dieser Hüttentyp ist noch an anderen netten Stellen zu finden.

Einen letzten Stop gab es noch am Ortsausgang Drensteinfurt zwecks Wasserhaushalt regulieren. Ein schöner kleiner Wald, ein Wasserlauf am Rand, passt.

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Irgendwie muß mich da der Teufel geritten haben. Eigentlich hatte Schnur den Tacho im Blick und wollte die 100 Kilometer nicht verpassen. So drehte ich eine klitzekleine Schleife hier am Dorf und kam irgendwie auf die Halde Humbert hoch.

Auch wenn die beiden von mir angelegten Pflanzungen ein paar Fortschritte machten, goss ich mein restliches Trinkwasser drauf. Denn trocken war es ja in der letzten Zeit genug.

Mit der heutigen Ankunft hatte ich mein Kilometerkonto um 102 Kilometer abermals gefüllt, die 72 Kiometer von gestern sind ja auch schon Fakt. Reicht für diese Woche mit langen Ausfahrten.

Bikebasteln: zum guten Schluss wurden noch die Conti Contact Spike 240 Spikereifen demontiert, die Laufräder mittels einer Wäsche vom restlichen Salz befreit und die neuen Continental SpeedKing CX 35 montiert.

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Zu meine Erstaunen fehlt an einem Reifen ein Spike. Das hatte ich beim Vorgänger nach etlichen Jahren nicht. Aber nun gut, kann passieren.

27.794km/ 16.09.2019/ nicht Fisch, nicht Fleisch

September 16, 2019

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 54-16/ Bike- u. Biketouren Bilder/ 100km+/ Hund vs. Bike: irgendwie muß der Mann ja seine Zeit sinnvoll gestalten.

Zwischen dem gestrigen Tag und heute liegen mal wieder 100 Kilometer und ein paar Kaputte, aber auch gut zwei Kilo Körpergewicht. Diese, so meine Mutmaßung vorzugsweise im Flüssigkeitsverlust.

Weiter auf der Strecke geblieben sind am heutigen Folgemorgen in der Fa. zwei Discounter Burger, eine 0,33l Coke noch Morgen am Preußenhafen eingeholt und eine Nektarinen. Für’s erste. Den Tag über folgen werden noch eine Birne, ein Apfel und die obligatorischen Schnittchen. Drei an der Zahl, aber Knäckebrot. Einmal Roggenvollkorn als Doppel und zweimal in Klassik als Doppel. Ach ja, eine Laugenstange ist auch noch aufgeschnupft worden.

Bis etwa elf Uhr, oder kurz danach lief mein Körper irgendwie unrund. Dann ging es wieder bergauf. Die nachgeschobenen Lebensmittel konnten da wohl ihre Wirkung entfalten. Warum das diesmal so war, kann ich noch nicht sagen ? Nun zum gestrigen Tage.

Nicht Fisch, nicht Fleisch

…besagt, das die gestrige Radtour für mich zwischen zwei Welten lag. Wahrscheinlich auch die eine oder andere Radtour in der Vergangenheit aber auch in der Zukunft.

Klar, des Mannes Reiz liegt im Spiel mit dem Feuer. Schwachfug, mein einfacherer Gedanke war, wenn man zwischendurch ein Hungerchen bekommt, kann man sich auch einfach eine kleine Mahlzeit in Eigenregie warm machen. Also wurde der Esbit-Topf und der Spiritusbrenner eingepackt. Viel Geraffel, aber in der Ortlieb Arschrakete kein Problem. Außerdem kann man es sich so unabhängig von irgendwas gemütlich machen. Kostet dann auch oft weniger ( sieht man mal von der Anschaffung der Ausrüstung *hüstel* ab ).

Und so rollte ich daher. An meiner bekannten Location kam die erste Verschnaufpause. Gute zwei Stunden Tretarbeit an der Kurbel, da kann man es sich schon für einen Augenblick gemütlich machen.

Naja, da war er wieder der Schnittpunkt zwischen Radtour in lang und einer Bikepacking Tour. Die Location lud förmlich zum längeren Verweilen ein, doch das war ja nicht mein Ziel. Wird also Zeit das ich mal in Sachen Schlafsack weiter komme. Dann kann man auch ma‘ eine lange Radtour machen. Unabhängiger.

Nach einer Banane, einer Birne und etwas chillen nebst Ausblick genießen erfolgte ein kleiner Rundgang um die Beine wieder auf Trab zu bringen und dann ging es weiter. Genug gelabert, ein paar Bilder zu diesem Fahrabschnitt.

( Restbild- & Filmmaterial im Album <klick> )

Die Testgebiete

Eigentlich hatte ich im Kopp die genauere Streckenführung am Dortmund-Ems-Kanal zu erkunden. Da gab es diese zwei Stellen, die bei der letzten gemeinsamen Radtour zwar nicht zur Stolperstelle wurden, dennoch aber für Fragezeichen sorgten. Und da am gestrigen Sonntag nix anderes anlag, bin ich diese Stellen angegangen. Am Dortmund-Ems-Kanal kommend von Süden aus, wo es gilt das für den Radverkehr abgesperrte Industriegebiet, auf der östlichen Uferseite liegend, in Lüdinghausen zu umfahren. Drei Brücken gibt es in Höhe Lüdinghausen. Von Süden kommend eine kleine-schmalere, dann noch zwei normale.

Ich hatte mich entschieden auf der östlichen Kanalseite fahrend gleich die erste schmale Brücke als Querung zu probieren. Die Mutmaßung das eine schmale Brücke weniger vom Kraftverkehr frequentiert wird, hatte sich auch bestätigt. Dann ging es am westlichen Kanalufer bis zur letzten großen Brücke, da rechts rüber anschließend links die Straßenseite gewechselt und direkt am Hafen an den Uferweg gefahren. So einfach ist das.

Also auf zur zweiten Stelle. Letztes mal sind wir ja aus Norden gekommen und hatten das Sackgassenschild vor uns. Unschön dekoriert mit dem Verweis „Durchfahrt verboten.

Ärgerlich weil es halt von Norden aus kommend dann auch keine Radroutenbeschilderung vorhanden ist. Wir sind da ja dann etwas kreuz und quer, aber ich erspähte eindeutig Radfahrer auf der ursprünglichen Seite.

Naja und von Lüdinghausen kommend entschlüsselt sich das fast von selbst. Durchfahrt verboten sollte man ersetzten durch: „Durchfahrt gerne du Depp, wenn Du im Wasser landen willst.“ Des Rätsels Lösung ist, das dort ein kleiner Yachthafen ist. Und mit einem Rad kommt man halt sehr ungünstig über das Wasser. Ein Radroutenschild wäre natürlich noch einfacher.

Die wohl gedachte Wegführung ( von Süden aus kommend ) ist recht einfach. Man umfährt den Yachthafen und hat dann die Möglichkeit zunächst entweder am Alten Düker ( der alte Kanalarm ) oder ein Stück weiter eben am Kanal selbst entlang zu fahren. Das hab ich dann auch gemacht. Dücker hatten wir ja letztes mal schon. Und dann war da noch die…

Story von Mensch & Hund

Erstaunlich was man da immer so zu hören bekommt ! Fahr ich also so am Dortmund-Ems-Kanal entlang, Strecke frei, es rollt gut. In Sichweite eine dreiköpfige Familie samt Hund. Ich werde langsamer, beobachte die Szene. Der Herr des Hauses nimmt mich optisch wahr und weist den Hund an links im Grün Platz zu nehmen. Zunächst steht die kleine Family rechts am Wegrand. Ich werde noch langsamer und fahre so auf die Gruppe zu. Mein Ziel ist die Gasse zwischen Hund und Family. Ich fahre fast durch…

wechselt er die Seite ! Ich werfe den Anker und komme nur Zentimeter hinter der Familie zum stehen. Alles gut denke ich, bis ich höre: „ja langsamer fahren.

Ich hole kurz Luft und wende mich um, nehme Blickkontakt auf und grüße erstmal. Meine Frage an die holde Dame war dann: „ob sie mir erklären könnte warum sie den Hund nur an die Leine nimmt, wenn ich langsamer fahre und wie sie das so schnell machen könnte ?

Kurze Funkstille, Verwunderung in den Gesichtern, man sah ihnen die Ratlosigkeit ob der Frage an. Nein, kann sie natürlich nicht. Ich gebe aber zu verstehen, das ja nix passiert ist und frage nach, warum er plötzlich die Seite gewechselt hätte ?

Er erklärt mir, das sonst der Hund eventuell rüber kommen könnte. Das leuchtete mir auch ein. Wir wechseln noch ein paar durchaus freundliche Worte, bis ich dann doch losreiße und weiter fahre. Abharken, man ist wieder schlauer.
Interessant wäre noch gewesen zu fragen woher sie denn wusste wie schnell ich war ? Aber auch das hätte nur innere Leer verursacht. Und das wollen wir ja nicht.

Rest der Fahrt

Insgesamt war es dann doch nett. Kurz vor Senden entdeckte ich noch ein eventuell zugängliches Waldstück. Müßte man mal genauer erkunden. Überhaupt Senden, da sind wir vor ein paar Jahren ja auch schon durch gefahren und da war ein nettes Schloss. Könnte man ja auch mal schauen wie das so ist ?

Ab dem Stück vor Senden hoch bis Hiltrup war dann auch wieder viel Volksverkehr. Plauschende Fußgänger in Formation, pausierende Radler mit ihren Rädern mitten im Weg, das übliche halt. So wie man Auto fährt, läuft oder fährt man halt auch Fahrrad. *strinrunz*
Dann kam die Hütte für die zweite Pause, wo ich mir erstmal einen Reistopf gemacht habe. Aber nur eine kleine 400ml Dose. Irgendwie hatte ich nicht den Hunger, dachte mir auch reicht. Denn mit voller Wampe radeln iss auch nich so mein Ding.

Nach der kleinen Mahlzeit hätte ich mich auch glatt ein halbes Stündchen weglegen können. Fresskoma machte sich breit. Online war nix los und rundherum gab´s auch nix wirklich neues zu sehen. Also raffte ich mich wider auf, packte alles zusammen und schwang mich auf den Stahl Renner.

Bis zum Hiltruper See waren es gefühlt nur ein paar Kurbelumgdrehungen. Also mal fix runter zum See, kurz geschaut, Beweisbild gemacht und weiter. Auch die Bank wo wir letztes mal eine gute Zeit lang saßen wurde in Augenschein genommen. Insgesamt muß ich mir diese Hohe Ward auch mal genauer anschauen. Man sieht, Pläne für demnächst gibt es genug. Auch hatte ich vor der vorherigen Pause noch eine Radroutenschild mit Ascheberg/ 15km gesehen. Ist mir ja auch ein Begriff.
So könnte man mal die Anfahrt variieren oder eventuell auch eine kürzere Runde daraus generieren ? Wäre ja für Erkundung besser wenn weniger Zeit mit Fahren drauf geht.

Half aber alles nix, die Uhr tickerte langsam gegen Abendessenszeit und ein paar Meter hatte ich ja noch vor mir. Also wieder ab in die Pedale und mit Richtung Süd ab gen Drensteinfurt. Das ging auch gewohnt gut, hier und das die leichte Brise wie vom Wetterdienst verkündet, wobei ich mich ehrlich frage, welches Gras rauchen die ? Denn mit leichter Brise hatte das mit Sicherheit nix zu tun.

Und so rollte ich mit exakt 100 Kilometer über das Ortseingangschild Drensteinfurt. Wobei… ? Da trügt mich meine Erinnerung, kann gar nicht sein, denn bis Drensteinfurt sind es fast 20 Kilometer. Egal, weiter im Text… Jetzt hatte ich Durst und zwar nicht auf Wasser. Jenes hatte ich fast genug verdrückt, schmeckte irgendwie fade inzwischen. Also suchte ich die ortseigenen Tanke auf und hoffte auf eine schöne eiskalte Sprite.
Denn Zuckerwasser würde nicht nur den Mund oder frei spülen, sondern auch wider Energie einbringen. Doch Sprite war aus, also gab´s einen Multisaft. Der wurde dann am Kirchplatz kurz vor der FuZo eingenommen. Ging runter wie Öl.

Im Ortskern war großer Auflauf. Geschäfte hatten geöffnet, etwas Trödelmarkt war auch angesagt. Ich schob sogar den Stahl Renner durch die Menge. Ich dachte mir: „das kannst´e jetzt nicht bringen, die vielen Leute, alle vom Dorf und dann noch die Baustelle.“ War ja auch nur ein kurzes Stück, bis ich über bekannte Wegstrecken, leicht zusammen variiert die heimatliche Burg mit knapp 110km erreichte.
Geschafft und irgendwie auch gut leer gebrannt verlud ich meine Klamottens, schob den Stahl Renner in die Fitness-Garage, schmiss die Waschmaschine an und hüpfte nackich *lach* unter die Dusche. So eine Dusche kann schon was feines sein.

Das Preload mit Nudeln und noch ein wenig Mehr war dann wohl nicht genug. Auch die Trinkmenge hinter konnte das über den Tag entstandene Defizit nicht ausgleichen. Die Falle ist fast immer die gleiche. Sonnen und warm, gut warm, Fahrtwind und eigentlich eine erfrischende kühle Luft. So richtig schwitzt man nicht, hat also kaum Durst und trotz Trinkdisziplin schaffe ich es nicht genug zu süppeln.

Ja so war das, war nett und aufschlussreich, die nächste Fahrt kann kommen.

30.448km/ 20.06.2019 Feiertag-chill-out-Test-Tour

Juni 20, 2019

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren/ Toure 100+/ Bike- u. Biketouren Bilder: um 06:00 Uhr war ich heute wach und so wie ich dachte, kann man so einen Tag sinnvoll nutzen. Nach dem üblichen Espresso-Frühstück ging’s raus in die Fitness-Garage und das CAADX wurde in seiner Ladung komplettiert. Nicht alles passt rein, etwas blieb auch zu Hause.

Tagesziel für heute war, eine Feiertag-chill-out-Test-Tour ( Stravalink <klick> zur Fahrstrecke und den Daten ) zu machen. Gefahren wurden dann doch 106km in knapp mehr als 5h Fahrzeit. Die Runde ging wie gedacht zunächst östlich an Unna vorbei, dabei aber ein gutes Stück weiter östlich als ursprünglich gedacht. In meinem Navihirn kam so eine nette andere Streckenkombi auf, die mußte dann gefahren werden.

Das CAADX als Fahrgerät war recht massiv beladen, rollte aber trotzdem recht gut. Die erste kurze Pause an einem bekannten ehemaligen Bahndamm, nach 27km/ 1:14h wurde eine saftige Birne verzehrt.

( das restliche Bildmaterial steht zur Ansicht in einem entsprechenden Album <klick> )

Wetter, ja Wetter war so‘ n Ding. Das Thermometer am Bryton sagt in der Frühe was von knapp 17-18c° aber die Brise aus Westen kühlt angenehm. Leider kommt wohl mit jener Brise auch die eher hohe Luftfeuchtigkeit rüber. Man schwitzt also trotzdem und für mich stellt sich die Frage…
…warum hab ich gestern überhaupt die Helmpolster gewechselt ? Nun gut, weiter im „Text“.

Das vorläufige Ziel hatte ich dann erreicht, die Beobachtungshütte im Winkel, was aber auch nicht anders zu erwarten war.
Dabei hab ich die Route gefunden die mir neulich der gute Kollege aus´m Dorf ans Herz legen wollte, dann aber leider selbst wo falsch rein gebogen ist. War aber auch nett zu fahren.

Vor dem eigentlichen Tagesziel war ich aber noch auf einen Sprung an der Beobachtungshütte Disslemärsch. Von dort aus kann man recht gut auf ein Storchennest schauen, was aber noch besser geht, wenn man an der Bank kurz vor dem Beobachtungspunkt hält.

Im Aussichtspunkt selbst war ganz schön was los. Gleich drei Naturbewunderer und Fotografen mit Objektiven bewaffnet die jedem Kanonenrohr gut zu Gesicht stehen würden fachsimpelten. Das war mir etwas zu viel und so zog ich wider recht schnell von dannen. Immer diese ganzen Männergespräche. Wer weiß was am besten und hat den Längsten. *lach* Wie ich dann aber so vor mich daher radel fährt der Kumpel aus´m Dorf genau auf mich zu. Optisch unverwechselbar erkannte ich ihn sofort. Seinen anderen Kumpel, mit dem er die Zelttour machen wollte, hatte er im Schlepptau. Natürlich grüßten wir uns und hielten für ein kurzes Pläuschen an der Bank an wo man die Störche so gut sieht. Nach diesem kurzen Überraschungsmeeting ging es dann aber für uns alle weiter.

Ich richtete mein Lager ein und setzte mir erstmal einen Espresso auf. Die Tomate und zwei Scheiben Brot wurden geschnitten. Dann wurde erstmal etwas gefrühstückt. Ganz entspannt und der eine oder andere Besucher des Aussichtspunkt schaute interessiert, man grüßt sich auch.

Nach dem Frühstück habe ich etwas aufgeräumt und mich für eine gute Zeit in die Hängematte zurück gezogen. Dabei kamen mir dann ein paar Ideen, die ich ma in dem…

Newsticker: …neuen Beitrag Outdoorgeschichten 20.06.2019 fest gehalten habe. Weiter im eigentlichen Bericht.

Nachdem einen Gruppe Herren sich mit dem Bierverzehr beschäftig hatten wurde mir das zu unruhig. Ich war aber auch wider gut fit und befand, daß ich wider aufbrechen könnte. Auch hatte ich ein nächstes Ziel, die Stadt Ahlen, als ein Ziel ausgemacht. Dort angekommen könnte man dann schauen wie das weiter laufen würde. Also auch den Rest wider verstaut und aufgebrochen.

Bis nach Ahlen lief es eigentlich gut. Uneigentlich war kurz vor der Toren der Stadt erstmal ein erstes und vor allem schnelles Refil angesagt. Es war deutlich wärmer geworden, ich hatte ordentlich was weggeschwitzt und ein guter Riegel mußte den ersten Anschub bringen. Beim Futtern des Riegels wurden die Trinkvorräte begutachtet, dann das Mobil mit der Karte geöffnet und mit dem Suchbegriff – Tankstelle – gefüttert.

Schnell wurde eine entsprechende Tanke gefunden und angesteuert. Eine große kühle Flasche Gerolsteiner und eine kleine eiskalte Sprite wurden eingekauft, genauso wie ein XXL Snickers Riegel. Gut zu wissen wo sowas ist und auch gut war, auf dem Weg dorthin passiert man einen örtlichen Radladen mit Schlauch-O-Mat außen an der Geschäftsstelle. Ma(n)n kann ja nie wissen.

Nachdem der Notstand ausgleichen wurde ging es an die nächste Etappe. Drensteinfurt sollte es sein, aber auch mit dem Bewusstsein, daß so hinter Ahlen die eine oder andere Gegenwindstrecke zu fahren sei. Gut rollen war dann eher nicht so , auch die Sonne wärmte inzwischen gut. Hier und da standen wieder gute 27c° an, was mich dann dazu bewegte, es ruhiger angehen zu lassen.

In Drensteinfurt wurde gegenüber dem Schloss, was ja leider nicht zugänglich ist, auf einer Bank im Schatten noch an der Flasche genuckelt und pausiert. Irgendwie fühlte ich mich – schwitzig. Im Schatten kühlte ich wider etwas runter und konnte die nächste Etappe angehen.
Nicht aber ohne vor die Streckenlängen zu checken. Von Drensteinfurt aus waren es direkt gute 20km, via Herbern nicht wirklich viel mehr. Damit vielen die Würfel für Herbern mit Mel´s Café, wo ich ich mir auf jeden Fall noch was gönnen würde.

Angedacht war zwar ein Spaghetti-Eis, aber so im Schatten sitzend wurde davon abgewichen. Ich wollte auf jeden Fall eine Fassbrause die Kehle runter laufen lassen. Und Fassbrause mit Spaghetti-Eis beißen sich dann doch zu sehr. Und so wurde auf das fotografisch gebannte Herrengedeckt zurück gegriffen. Hatte auch Kalorien und so konnte ich wider gestärkt die letzte Etappe angehen. Jene lief dann auch gleich wider besser von der Kurbel.

Zu Hause auf er Burg angekommen hatte ich genug auf dem Tacho stehen und ich hatte einen netten Tag. Nächstes mal muß ich nur noch was um zum Mittagessen organisieren. Die kleinen Dose Linseneintopf hätte ich da wo einbauen müssen. Aber so für schön und zum testen war das schon gut.

Jetzt Marge noch einen Arbeitstag und dann ist Wochenende !

 

23.045km/ 19.05.2018

Mai 20, 2018

Bikealltag/ The Cure – Forest/ volle tausend Kilometer/ Tour 100+/ Biketouren/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: und wie angekündigt, wir waren zu zweit unterwegs. Aber irgendwie ist das ausgeufert. Und so sind wir heute nach…

  • 06:29:00 h Fahrzeit gute…
  • 127,33 km gemütlich abgespult und dabei noch…
  • 566 hm abgerockt

Jetzt könnte man ja behaupten, hat er nur gemacht um wider die Statistik gerade zu rücken. Denn wenn ich ja letzte Woche die 200 Wochenkilometer zum Job nicht machen konnte… . Ist aber nicht so. Dann könnte man sagen, nach den 200 Kilometern plus fängt er an abzudrehen. Ist aber auch nicht so, denn diesmal hat sich diese Gesamtlänge eher spontan ergeben. Wie bitte ? Mal spontan eben fast 128 mit dem Rad, Ja ist aber so und warum erzähl ich dann gleich.
Zur These einer Fahrradfahrsucht nehm ich jetzt keine Stellung. *rümpf die Nase*

Also wie alles begann. Eigentlich dachte ich wir fahren mal hoch zur Lieblingsbank mit Aussicht. Das liegt irgendwo hinter Unna, geht recht nett über Land, dann ein, zweimal tief Luft geholt und eine mächtige Rampe hoch. Die letzten Meters dorthin ist man fast dem Herrgott oder eben der Erleuchtung nahe. Dann aber sieht man schon die Bank mit Aussicht und jeder vorab verdammte erklommene Höhenmeter ist es wert.

Gut und weil der Kumpel mitgekommen ist und ich auch nicht nach der Nummer einfach nur wider zurück fahren wollte, er ebenso noch für ein paar Kilometer zu haben war, hatte ich ursprünglich nur knapp 88 Kilometer angedachten. Das sollte sich dann Pfingstsamstag-Tour nennen und mehr oder weniger zwei bekannte Routen mit einander verknüpfen.

Nachdem ich dann die Samstagszeitung durch hatte, die Café con Lech getrunken war wurde gepackt. 3,5l Wasser in die entsprechenden Behältnisse…

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…die gestern aus dem Aldi mitgenommen Nussecken verstaut und noch zwei dicke Brote als Wegzehrung gemacht. Dann raus und alles am Bike unter gebracht. Zunächst dachte ich, die Zeit läuft mir weg. Doch als ich alles fertig hatte, war noch gut Zeit über. Also wurde noch geschmeidig der Rasen auf dem Grünstreifen gemäht, bevor dann der Kumpel aus dem Claim eintraf.

Und so rollten wir nach der Begrüßung los. Gut fand ich, er konnte für mich noch eine schmackhafte Routenvariation aufschlüsseln. Aufschlüsseln bedeutet, er hatte mal vor einger Zeit einen Straßennahmen in´s Rennen geworfen, ich hatte daraufhin noch vor kurzem mal Online-Kartenmaterial bemüht, konnte aber auch trotz vorhandener Ortskenntnis nicht so einfach ein passendes Bild in meinem Hirn-Navi aufbauen.

Denn wenn ich so Aktionen plane oder mache, dann gibt es in meinem Hirn-Navi immer irgendwie ein paar passende Bilder dazu. Als wir dann also so gestern da her fuhren, schlüsselte sich das für mich auf. Und als ich dann noch einen Straßennamen links ab erspähte, den ich noch vom Job her kannte, aber schon Jahre her ist, da wusste ich plötzlich was Sache war.

War auf jeden Fall mal schön und gab uns dann noch die eine oder andere nette Streckenkombination für das erreichen des ersten Tageszieles – der Bank mit Aussicht !

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Oben an der Bank angekommen holte ich die Nussecken raus und wir plauschten so ein wenig. Das Thema mit der Kollegin und der Tour am Montag konnte wir genauso klären, wie den potentiell weiteren Verlauf dieses Tages. Denn hier schlug ich eine nette Ausschweifung dieser ja schon nicht gerade kleinen gedachte Tour vor. Beide beschlossen wir, schaun wir ma´ wie das so läuft und wie wir drauf sind.

Nach ein paar guten und erholsamen Minuten bließ ich wider an. Denn eine Attacke hatte ich auf den Kumpel noch vor. Was kann man auf der Karte im Zoom ab Kilometer 25 bis Kiloemeter 29,8 gut sehen. Ich habe mir gedacht, da muß es doch einen brauchbare Streckenführung wieder östlich rüber zum Alten Hellweg runter geben.
Also ab den Hirschberg runter bis an die Landstraße heran, rechts rum und dann lafka geben. Nein, an der Einmündung angekommen sah diese Landstraße nett aus. Nicht gerade breit, die Frequenz der Kraftfahrzeuge schien sich auch in Grenzen zu halten. Half ja alles nix – Angriff. Übrigens, auch diesen Streckenabschnitt hatte ich ja bei Outdooractive schon zu Hause gespeichert und mir dann, noch auf der Bank sitzend, kurz eingeprägt.

Diese schmale Landstraße ist von der Oberflächenbeschaffenheit her mehr im besseren Bereich. Schlaglöcher ansich hatte ich so nicht wahr genommen und auch die sonst gerne üblichen Absenkungen am Wegesrand konnte ich so nicht ausmachen. Doch das mit dem Ausmachen war auch so ein Ding. Denn es ging erstmal schnurr stracks gut bergab. Das letzte mal habe ich bei 45km/h Topseed auf den Tacho geschaut…, apropos *kurzer Schwenk*

Ich lass das Bild mal so groß denn…

 

…es zeigt meinen Bryton mit einem Topspeed den ich gefahren sein soll. Ich tippe das hier nochmal aus, nicht das einer denkt…

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65.535km/h !

Na ! Noch Fragen ? Den Wert erspähte ich beim eher gelangweilten durzappen am Bryton irgendwo später auf der Tour. Zunächst dachte ich, ich hätte was an den Augen, das wäre eine Spiegelung oder dergleichen. Doch kurz vor Ahlen rief ich dann den Maximalspeed-Wert nochmal auf und ließ, zur Sicherheit, auch mal den Kumpel drauf linsen. Wie das jetzt zustande gekommen ist, fragt mich nicht ?

Wieder zur Tour und dem aktuellen Streckenabschnitt. Ich geb das ja zu, ich bin nicht der Speedfreak und brauch das nicht. Mit dem Bike wo runter knallen jenseits von Gut & Böse, die Strecke und deren Beschaffenheit, und da kann ja einiges sein wie zum Beispiel Schlaglöcher im Format eines Vulkankraters, ja hatte ich alles schon, nicht kennen, das muß ich nicht haben.
Auch sind Kurven auf engen Landstraßen immer so ein Thema bei mir im Kopp. Wie schneidet der Vollpfosten aus dem Gegenverkehr die Kurve ? Und at last, man darf das nie vergessen, zwischen mir und allen potentiell Hindernissen ist maximal der Helm, sonst eher nur Stoff. Und in meinem Leben hab ich noch etwas vor. Der Gedanke das sie mich da wo vom Asphalt kärchern gehört nicht zu meinem Plan.

Gut, es ging also recht flux runter, dann um eine mäßig einsehbare Kurve und dann auch gleich wieder bergan. Die ersten Meters bekam ich noch gut weg, doch dann wollte der Umwerfer an der Kurbel verdammt nochmal nicht die Kette auf das kleine Kettenblatt lupfen. Ich rief dem Kumpel meinen Ausstieg in eine Zufahrt auf der linken Seite noch zu, welche ich dann auch gerade noch so abstrampeln konnte. Mist dachte ich !

Den Rest der Kuppe dann eher im Vollpumpmodus genommen und mir die Frage gestellt, warum ist der Kumpel da vorne auf seinem Bike so entspannt ? Klar ich habe nicht wirklich die Bergübersetzung, aber wann bekomm ich soetwas auch mal unter die Räder ? Irgendwann aber erreichten wir die Linksabeinfahrt die ich mir eingeprägt hatte, ich rief dem Kumpel abermals zu und wir schwenkten aus.

Auf der Onlinekarte konnte ich so nicht sicher ausmachen ob der Weg geradeaus auch wirklich ( für die Öffentlichkeit/ denn am Hof Bimberg ist das nicht so, das steht man dann vor einem Gatter mit dem Hinweis – Privatgrund ) befahrbar ist.
Hier schaffte aber eine ortskundige Hundegängerin Abhilfe, auch wenn sie und zusicherte, dass der Weg ehe sehr grob sei. Dieses Versprechen passte auch soweit, also tasteten wir uns mehr oder weniger vorsichtig den Weg entlang. Dieser Abschnitt ist mal eine echte Gravelroad vom feinsten !

Resume für diesen dann bis zur alten B1 erkundeten Abschnitt, ja ist befahrbar, man müßt nur ( nochmal ) mit Grobstollenreifen dort hin, oder gleich mal einen erweiterte bis sehr erweiterte Gebietserkundung einberaumen. Soweit also dazu.

Über den nun an Strecke folgenden Rest verliere ich jetzt keine großen Worte, habe sich ja ohnehin schon ein paar mehr angesammelt. Wir rollten so vor uns hin und irgendwo im letzten Drittel des Unna Alter Bahndamm beschloss ich meine Schnitten rein zu hauen, es wurde ja gut wärmer und noch wärmer sollten jene nicht werden…

…als wir auch noch beschlossen im Welver beim Griechen des Vertrauens eine süffisante Currywurst-Pommes-Mayo als recht brutalen Brennstoff uns noch ein zu verlaiben, war mit groß Essen fassen auch erstmal Schluss. Natürlich lag das letzte Mahl etwas im Magen, aber es ging so. Und weil wir so gut drauf waren haben wir dann auch die full-range gemacht. Also am Channel angekommen, wieder rüber nach Ahlen, von dort dann rüber nach Drensteinfurt und at last über Herbern wider zurück.

In Drenstfurt wurde zunächst der Wasservorrat aufgefrischt, dann selbstredend rüber zum Eishaus. Ich muß ganz ehrlich sagen, auf dem Weg nach Drensteinfurt wurde für mich recht klar, verdammt war das warm geworden !
Denn wenn man wider so auf dem Bock hockt und fährt, hat man den sehr gut kühlenden Fahrtwind. Der war mal wider eher von der frischen Art, man merkte also die über 20c° so nicht. Am schwarz geklinkertem REWE Getränkemarkt schlug aber dann mein Kreislauf zu und verlangte nach extensiven Flüssigkeitsnachschub. Das hinhocken auf den auch den Tag über aufgeheizten Asphaltboden war da auch wenig hilfreich und so war ich froh als der Kumpel mit den Vorräten aus dem Getränkemarkt kam. Wir füllten schnell nach, ich tauschte noch den Pfand um und dann eben rüber zum bekannten Ziel.

Nach dieser letzten entspannten Pause wurde also die letzte Etappe angegangen.

Erstbefahrung: und so will ich mich denn dem zweiten neuen Teil an Streckenerkundung widmen. An der uns gut bekannten Pausenhütte hinter Drenstfurt links raus Richtung Herbern ist soweit kein Kunststück. Lässt sich gut fahren, mäßiger Verkehr und viel bäuerliche Landschaft. Bis kurz vor Herbern bin ich ja schon mal gefahren und wusste von daher, daß diese Streckenführung etwas wirr ist. Hier galt dann also für mich, rechtzeitig den Zweig direkt nach Herbern rein ab zu passen.
Hilfreich war hier die App von Outdooractive. Einmal die Route von mir unter dem Profil aufgerufen mußte ich zwei oder dreimal, nur so zur Sicherheit, den jeweils aktuellen Standort ermitteln lassen, der Rest war Spielerei. Denn wieder im Kopf-Naiv eingeprägt würde es in Herbern selbst kurz vor der Kirche oder eben direkt nach der Kirche rechts rein gehen. Da kurz vor der Kirche eine entsprechende Beschilderung war, gab es auch hier kein Problem. Lustigerweise führt diese Route direkt an einem Doc vom Job vorbei. Ja auch solche infos sind dann für mein Kopf-Navi hilfreich. Und so kamen wir halt am Schloss Herbern alias Schloss Westerwinkel  an.

Mir gefiel dieses Areal sogar besser als das in Nordkirchen. Es ist natürlich kleiner, aber ich finde genau deshalb wird es mir wohl besser gefallen. Die Grünflächen sehen nicht so synthetisch aus, auch wenn man weiß das es beabsichtigt ist. Die letzte Etappe dann raus aus dem Schlossgelände, ja die hatte auch was für sich.

Viel breiter und in weiten Abschnitten auch eher grob geschotterter Waldweg. Dafür aber auch sehr ruhig und wirkte irgendwie abgelegen. Auch hier könnt ich mir nochmal eine Breitreifenstollen-Fahrt vorstellen. ( An der Stelle hab ich auch gerade eben beschlossen die gefahrene Strecke nochmal eins zu eins in Outdooractive zusammen zu basteln. )

Ja und so kamen wir immer näher an bekannten Heimatboden heran, hier und da zuckte es nochmal in mir, wo sind wir, war ich hier nicht schon mal und zu guter letzt konnte ich noch eine brauchbare Strecke bis kurz vor Stockum im Navi-Hirn hochziehen. Schöne Landschaften durchrollt, nett geplauscht aber auch was an Strecke weg gemacht. Da durfte es dann auch die eine oder andere Pause mehr sein und zum Abschluss noch ein Erfrischungsgetränk auf der heimischen Burg-Terrasse.

( Fotoalbum des Tages gefällig, dann bitte hier <klick> )

Noch ein zwei Worte zum Abschluss. Ja natürlich bin ich irgendwie seit der 200er Tour anders drauf. Es ist mir selbst aufgefallen als wir plötzlich am Ende des Alten Bahndamm Unna waren. Früher war diese fast letzte Straßenetappe gefühlt immer ewig lang. Dann saßen wir da bei der ersten Butterbrotpause und ich dachte: mensch ist das alles schon hinter uns ?
Irgendwie verschieben sich da Grenzen in der Wahrnehmung. Natürlich ist man länger unterwegs und so manch einer wird sich fragen wie geht’s deinem Hintern oder sonst so. Aber wenn man dann aus der Dusche raus ist, was gefuttert hat, dann werden irgendwann die Augenlider schwach und man schläft einfach nur seelig. Ja, es sind schöne Tage !

Und einen hab ich noch – das CAADX hat mit dieser Tour die 23.000 Kilometer Marke durchfahren !

 

06:26Uhr/ 11.05.2018 Tour-180

Mai 11, 2018

Morgengruß: der Morgen vor der großen 180km Tour, erste „feste Nahrung“ = Espresso double sowie Kekse zum „Frühstück“. Draußen kletter die Sonne am Himmel empor, die Akkus vom Licht & Bryton sind geladen, die Baguett-Brötchen liegen im Ofen, es wird aber noch etwas frisch sein. Ob ma(n)n die Kleiderordnung nochmal überdenken sollte ? Wir werden sehen…

Ich glaube das wird ein guter Tag, auch wenn er lang wird. Aber irgendwie freue ich mich…