Archive for the ‘Kaufberatung’ Category

Kaufberatung 1.3/ Qualität

Oktober 10, 2016

Kaufberatung: es tat sich mal wieder an, daß das Thema Kaufberatung im MountainBIKE Forum mit der allgemeinen Qualität im Kontext zu gewissen umlaufenden – ich sage mal – Gerüchten als Fragestellung auftauchte. Die Zeilen die mir dazu aus dem Kopf kamen, bringe ich dann auch mal hier für Interessierte nieder.

Wenn man lange genug sucht, wird es immer Quellen zu quasi jedem x-bleibigen Label geben, die da aussagen es gibt Probleme. Ich kann mir das aber kaum vorstellen das ausgerechten Trek wirklich Probleme hat.

Letztendlich gab es auch mal Zeiten wo das Fuel und das Remedy lange als Refrenzmodelle galten ( heute würd ich mir wünschen, das ich neben dem finazillen Grundstock für die Anschaffung, das Trek gerade ein 26″ Remedy noch bauen würde ). Einziger „Schwachpunkt“ waren oft die vergleichweise schweren Laufräder ( ein Punkt den man aber ändern kann ). Dafür waren die aber auch ne´ ganze Nummer stabiler.

Geht einfach zu den Händlern und schau Euch/ Dir die verschiedenen Label mal im Vergleich der Qualität an. Da wird´s kaum Unterschiede geben. Es sei denn man zahlt noch mehr.
Bei dem „mehr zahlen“ kommt dann aber auch noch hinzu, das man im grunde nur hochwertigere Anbau- sprich Zubauteile bekommt. Also anstatt einer durchgängigen XT-Ausstattung dann eben XTR. Oder hochwertigere Laufräder, Leichtbauteile stehen ja auch immer hoch im Kurs, sowohl auf der Wunschliste als auch beim Preis. Die Basis, der Rahmen, wird dann aber in der Regel nicht besser sein.

Die Basismodelle kommen zumeist in Alurahmen daher, die dann wieder gleich sind, und die Ausbaustufen eben in Carbonrahmen, wo´s dann aber auch keine Unterschiede mehr gibt. Komme aber gleich dazu nochmal drauf zurück.

Ganz anders ansetten könnte man dann nur über das Thema Rahmenbau. Dies ist aber eine ganz andere Materie.

Also, die verbauten Bauteile stammen von externen Firmen. Da kaufen aber im grunde alle ein. Wo soll da ein Problem sein bei nur einem Label ???

Bleiben also die Rahmen. Jene werden, der Preisklasse entsprechend entwickelt und gefertigt. Hier kann man im grunde sagen, innerhalb einer Preisklasse werden auch hier die Unterschiede von label zu Label eher maginal sein. Der eine baut einen Rahmen sportlicher, der andere eher gemütlicher von der Geometrie her. Was dann „besser“ ist, kann nur der Endkunde entscheiden.
Gut der einen oder ander andere Hersteller wird hier und da einen Tacken mehr Erfahrung haben, ja und dann ? Ist das für den Hobbyfahrer als Endkunden tatsächlich erfahrbar ?

Die Fertigungsqualität des Rahmens, auch hier kann es einen Unterschied im sachen Erfahrung geben. Das aber unter dem Strich und wieder in der Preisklasse betrachtet zu unterscheiden, dürfte recht schwer sein.

Bleibt dann noch die Montagequalität als Ganzes. Zunächst mal ab Werk. Hier wird jeder Hersteller den Teufel tun sich da Patzer zu leisten. Dafür steht bei allen zu viel auf´n Spiel. Klar, kann passieren ist wohl aber eher die Ausnahme. Wäre also noch die Endmontage im Vertrieb, sprich dem letztendlichen verkaufenden Händler. Auch der wird sich hüten da grobe Schnitzer zu machen. Und wenn doch, muß er halt eben nochmal „ran“. Hierzu dann aber wieder eine generell Aussage zu einem Label zu treffen wird schon echt schwer.

Aber auch hier wieder der Betrachtungspunkt Preisklasse. Einen Baumarkthobel sollte man in den beiden vorherigen Punkten der Rahmenqualität nicht all zu viel abverlangen. Einem Markenlabe wie Trek ( so wie Du es dir rausgesucht hast ) da braucht man sich erstma´ keine Gedanken machen.

Letztendlich bleibt also nur der Punkt des Montags-Bikes. Das kann, wir sind alle nur Menschen, jedem passieren. Hierfür gibt es aber eine ganze Anzahl an Qualitätchecks die zu überwinden sind. Wenn da also was ist, dürfte ein kompetenter Händler der auch etwas auf sich hält, der letzte sein der da sagt: „ne´sorry iss nich unser Ding.“
Hier sei dann aber auch mal so grob einschätzungstechnisch gesagt, hat der Händler vor Ort in meinen Augen gegenüber, mit seinem recht direkten Servicekapazität und Ansprechbarkeit, einem Versender einen klaren Vorteil.

Mal so anbei, den letzten großen Bautz hat sich, so ich das noch im Hinterstübchen habe, hatte sich Sram geleistet, mit der Einführung von hydraulischen Scheibenbremsen im RR-Segment.

Kaufberatung 1.2/ Gebrauchtkauf

August 5, 2015

Kaufberatung: ist beim Gebrauchtkauf immer wieder mal Thema, gerade für Bikeneulinge, die sich schon ein wenig mit der Thematik auseinander gesetzt haben. Deshalb hier mal ein paar Stichpunkte.
Denn gerade im MTB Einstieg ist ja eine Neuanschaffung oft eine finanzielle Hürde und so liegt der Gedanke nahe, ein gut Gebrauchtes zu „schnappen“. Die Chancen so eines zu bekommen sind in meinen Augen nicht urealistisch.

Gibt genug Leute die erstmal reinschnuppern wollen, dann keine Zeit oder keinen Bock mehr haben oder sich „verletzungsbedingt“ auch wieder zurückziehen wollen. Ebenso wird es auch Leute geben, die den Einstieg geschafft haben und dann selbst aufrüsten was die Technik/ ein Bike anbelangt und so das Einstiegsmodell abstoßen wollen.

  • potentielle Anzeigen studieren
  1. um was für einen Biketypen handelt es sich ?
  2. wie alt und wieviele Kilometer wo gefahren ?
  3. warum soll das Bike verkauft werden ?
  4. Papiere zum Bike wie Kaufrechnung, Nachweise für Werkstattwartung inbesonderes Federgabelwartungen
  5. je umfassender die technische Beschreibung ist, auch in Sachen genaue Hersteller- u. Typenbezeichnung ( Gangschaltung, Bremsen, Feder-Dämpferelemente/ Stahlfeder oder Luftfederung, Laufräder sowie der Rahmen und Abauteile, deso besser
  6. vernachlässigbar sind Reifen weil Verschleißteile, Sattel und eventuell Lenkergriffe, da diese meist doch individuell angepasst werden
  7. Bilder ! eine gute fotografische Dokumentation macht viel aus. Das Bike als Ganzes fotorgrafiert beiseitig, dann die Einzelbauteile in Nahaufnahme wie Kettenblätter, Kasette, Kette, Schaltwerk an der Kurbel und Schaltwerk hinten, die Kurbel, Pedale, Dämpfer hier insbesonderes die Tauchrohre ob sie siffen oder deutliche Kratz-Schlieren zeigen, Lenker samt der Anbauteile oder noch vorhandenes Zubehör können sehr viel aussagen. Aber vorsicht, auch da kann viel beschönigt werden.
  • Verkäufer kontaktieren, eventuell auch schon telefonisch für brauchbare Rückinfos und den ersten Eindruck sacken lassen
  • Termin ausmachen, klar ansagen, daß das Bike fahrbereit sein sollte und Testfahrt auch ansteht. Fragen nach Kaufrechnung sind normal, sollte vorhanden sein. Falls nicht, wegen Umzug oder so, alle Ausweisdaten vom Verkäufer schriftlich notieren. Diese beiden Punkte kann man schon vorab klären. Denn kommt da schon was komisch = Finger wech vom Bike !
  • eine zweite Person mitbrigen. Zum einen eventuell jemanden der sich schon mit der Technik auskennt, oder zumindest nach dem Vieraugenprinziep ( vier Augen sehen mehr als nur zwei ) vorgehen. Außerdem ist man zu zweit besser aufgestellt, gerade wenn das Bike schon cash bezahlt werden soll.
  • zunächst mal den Verkäufer und das Bike optisch begutachten. Auch hier wieder der erster Eindruck kann entscheidend sein
  • sieht das Bike soweit gut aus, kurze Runde über´n Hof für ersten Funktionstest ( Bremsen und Schaltung ). Sollte dann das Bike nicht ganz passen, die Sattelhöhe einstellen und um Erlaubniss für eine längere Testfahrt bitten
  • Hier wird in der Regel ein Pfand fällig. Ist ein größeres für den Verkäufer überschaubares Gelände verfügbar, kann dies auch reichen = Pfand entfällt. Also größere Runde drehen, langsam an das Bike herantasten, gerade für Neulinge, Schaltung und Bremsen abermals voll durchtesten, mal wippen um die Federgabel zu beanspruchen, eventuell sind ja auch Schlaglöcher oder Bordesteinen als simuliertes Gelände vorhanden. Funktioniert soweit alles und tauchen keine übermäßigen Knarz und Quitschgeräusche auf, sollte das soweit schon mal passen
  • wieder angekommen jetzt kann man im Stand sehen ob die Federgabel übermäßig sifft, sprich Öl tritt aus, oder sind mehr als deutliche Rillen im Tauchrohr. Ist beides der Fall wird´s teuer ( und dann ist das Bike auch mit Sicherheit nicht nur wenig gefahren oder „top gepflegt“ )
  • den Rahmen anschauen, kleine Schönheitsfehler wie Kratzer, Farbabplatzer oder Steinschläge sind kein Ding. Deutliche Risse oder Dellen sind ein Konterkriterium zum Kauf = Finger wech. Die Schweißnähte sollte man dabei auch genauer begutachten. Klar ist, nicht nur das Bike von oben also im Stand anschauen, sondern auch mal umdrehen. Dazu das Bike auf den Lenker und Sattel stellen, aber bitte vorsichtig, natürlich was unterlegen wie Pappe oder Lappen. Dies ruhig auch dem Verkäufer sagen, nicht das er das nicht mag. Und Zeit lassen bei der Untersuchung, welche dann auch natürlich nicht im dunklen Keller stattfinden sollte, logo. Sattelstütze und Lenker sollten ebenfalls ohne Risse und Dellen sein.
  • diese Untersuchung gilt natürlich auch für Carbonrahmen, hier aber super genau schauen, denn Carbon hat da so seine Eigenarten in die ich bisher auch noch nicht real eingeweiht bin. Sorry also.
  • was noch interessant sein könnte sind die Bremsbeläge bei den Scheibenbremsen. Ist da noch genug „Fleisch“ auf den Belägen ist alles tutti. Sind die „runter“ ( Laufräder rausnehmen und reinschauen, sollte man eh machen ) das man schon die Trägerplatten & Klammern sieht, ist das ein Indiez für mehr als nur mal eben um den Ecke gefahren wurde. Klar neue Beläge kann man rein machen, kostet halt Geld, wenn auch nicht viel.
  • handelt es sich um hydraulische Scheibenbremsen, sollte da natürlich auch nix wo raussiffen
  • steht das Bike eh auf dem Kopf, sollte man noch mal an die Kurbel fassen. Lässt sich jene deutlich in Querrichtung hin und her bewegen, sitzt das Lager nicht bombe = NoGo. ( Dann fragen warum, bei geringer Fahrleistung, also wenn jene angeben wurde ? ) Dreht die Kurbel ohne deutliche Wiederstände und Geräusche, die man manchmal nur im Stand hört, sollte auch das passen
  • das gleiche Spiel würde ich mit den Laufrädern machen., auch da sollte kein Spiel wo sein
  • und wenn man schonmal Lagerteile begutachtet, sind bei einem Vollgefedertem Bike auch die Hinterbaulager als Testkriterium fällig. Sitzt alles stramm oder lässt es sich in eine Richtung bewegen in die es seitens der Konstruktion eigentlich nicht bewegen lassen sollte ?

Mehr fällt mir zur Zeit nicht ein.

Kaufberatung 1.1/ Bike Versender Liste

August 3, 2014

Kaufberatung: hier erstmal vorab eine Liste der Versender die ich so kenne und gleich mit dabei wo sie ansässig sind:

Da diese Vesrnderliste doppelt existiert, hier der andere Dirketlink. Die Liste dort ist etwas aktueller.

Kaufberatung 1.0/ Federgabeln für Tourenfahrer

Juni 28, 2014

…und sonst ?/ Newsticker/ Kaufberatung: da ich gerade mal wieder etwas die Zeit totkloppe und in einem meiner Lieblings-Radforum.de unterwegs bin, sind mir mal wieder folgende Zeilen eingefallen. Hier also der Radfroum.de Threadansatz

Immer wieder steh die Pauschalthese im Raum, das Federegabeln bei Trekking & Crossfahrrädern nix taugen können. Dabei wird oft die Preisgrenze von 1.000 bis 1.500 Euro aufgestellt.
Hintergrund soll der sein, das Federgabeln, die schon einzeln im Neukauf gut den halben Gegenwert eines Bikes kosten. Folgerückschluss, das kann nix sein.

Fakt ist aber, daß ist aber „nur“ ein Einzel VK für den Kunden X. Das hat nix mit EK an Großabnehmer zu tun, tatsächlichen Herstellkosten samt Mage, geschweige denn mit Traum-Einzelpreisen von namenhaften Herstellern mit entsprechenden Label. Man kann auch alles glauben…, also ne´ sorry.

Ich würde von daher ganz klar unterscheiden. Die meisten an den günstigen Fahrrädern verbauten Stahlfdergabel, werden tatsächlich kaum Performance bringen. Performance ist aber was ? Ein Begriff der wohl eher im Rennsport zu suchen ist. Federungskomfort ist hier eher der Bergiff. Gut, an diesem Pumkt kann man sagen, eine herkömmliche Stahlfedergabel wird sich irgendwie bewegen und auch gröbste Stöße abfedern, aber mehr kann und darf man auch nicht erwarten.

Wer also an diesem Punkt auf mehr Federungskomfort wert legt, wird nicht umher kommen, eine Luftfedergabel zu nehmen. Oder eben ein Fahrrad, wo eine solche Verbaut ist .

Da sollte man dann eventuell schauen, ob es Abstimmungsmöglichkeiten, wie Gewichtsanpassung über den Luftdruck und einer dafür notwendigen Dämferpumpe machbar ist ( was aber meist der Fall sein dürfte ).

Eine Lock-Funtfunktion, sprich ein feststellen der Federgabel über einen Hebel am Dämpfer selbst oder durch eine Lenkradschalter wäre ein nächstes Goodie.
Hier hat man dann die Möglichkeit, auf gerader Strecke oder am Berg die potentielle Wippneigung zu minimieren. ( An meiner Suntour Federgabel ist das ganz nett, habe sie aber so selten gebraucht, das man es auf einen Funktiontest eingrenzen kann. Gut hier ist auch recht flach und die Gabel ist eben über den Luftdruck gut auf mich abgestimmt. )

Letztere technische Leckerlie könnten dann noch Regulierung der Druck- als auch Zugstufe sein. Da bewegt man sich aber schon in einem Bereich, wo es eigentlich mit Performance im MTB & Sportbereich zugeht. Ein ganz andere Bereich, der gesondert betrachtet werden will.

Dann hier noch mal ein paar Zeilen zum Thema Haltbarkeit & Pflege. Meine Suntour SF7-NCX-E-RL läuft jetzt seid August 2008. Wenn ich jetzt sehe, das diverse Hersteller sich auf der einen Seite rühmen die Könige unter den Herstellern zu sein, was dann auch durch entsprechende „unabhägige“ Test untermauert wird, jene aber jährlich zur Wartung eingeschickt werden sollten, wegen der Gewährleistung, dann frage ich mich was das soll ?

Gut ich rede hier jetzt wieder hier von Performance-Federgabel im MTB Bereich, aber wo steckt die Qualität ?

An meiner Federgabel wische ich regelmäßig den Staub ab, gebe etwas gutes auf die Tauchrohre und schauen hin und wieder nach dem Luftdruck. Alle Federelemente sind immer noch die Erstaustattung, wie gesagt, seid August 2008, mit über 30.000 Kilometern auf der „Uhr“ und das Ganze bei hartem Ganzjahreeinsatz.
Also nicht nur Schönwetterfahrten sondern auch harte Winter, mit Frost, Minusgraden, Salz und Feuchtigkeit satt. Dafür gibt es in den Übergansgzeiten so manche Buschdurchquerung mit ebenfalls Feuchtigkeit und oft Dreck samt Schlamm.

Also, lasst Euch nix madig reden.