Archive for the ‘nachgedacht’ Category

07:52Uhr/ 22.09.2017

September 22, 2017

Morgengruß/ Bikealltag: und wieder ein Tag weiter. Der Rücken hat sich nach seinem muskulären Streikkomando deutlich beruhigt über Nacht. Ich hoffe ich kann das jetzt aufrecht erhalten, oder sogar ausbauen ? Wird wohl aber wieder ein langweiliger Tag. Ein Grund mehr mir hier mit dem Tastenfliegen etwas die Zeit zu vertreiben.

Das übliche Morgenritual ist angelaufen, die Café con Leché steht satt vor mir und ein paar Cookies mit weißer Schokolade und Cranberries werden die erste Grundlage sein. Wenn ich so aus dem Fenster schaue, heiter aber wohl frisch. Eigentlich bestes Radlerwetter, aber nicht dran denken…
Der Gensungsprozess, also die Lockerung & Entspannung der Muskulatur im Lendenwirbelbereich ist vorrangig.

Der gestrige Tag brachte nicht viel Neues, außer…

…ein paar Gedanken an die Vergangenheit. Über den nun auch im Radforum aufgetauchten Artikel des Schotten Mark Beaumont der mit einem Koga Kimera *schnief auch haben wollen – schnell wieder die Koga-Seite schließen* in unter 80 Tagen um die Welt geradelt ist ( dazu hatte ich ja auch schon einen Bericht abgesetzt ), kam man auf den Kalorienverbrauch des guten Mannes.

Im Radforum stehen 9.000 Kalorien am Tag im Raum und eine tägliche Fahrstrecke von 390 Kilometer und nur 5h Schlaf am Tag. Und wie war das damals bei mir ?

Gut, dieses damals ist schon ein paar viele Jahre her. Sagen wir mal eine Zeitspanne von etwa 23 Jahren. Ich war damals auf einem Leistungslevel an das ich mich gerne erinnere.

Über zwei Kumpel & Arbeitskollegen bin ich als Mitglied in eine Fitnessbude reingerutscht. Joggen, wie man das ja damals nannte war ich sowieso schon und Krafttraining hatte ich auch schon ein paar viele Jahre, allerdings zu Hause, gemacht. Tägliches Radfahren stand auch schon auf dem Programm. Der ja noch heute existierende Stahl Renner war noch im Rennradursprungszustand. Für die schlechten Wetterzeiten hatte ich noch ein Alltagsfahrrad aus meinem damaligen Radhaus auf der Bismarkstraße in Gelsenkrichen erworben.

Damals bin ich zwar nicht soviel Fahrrad gefahren, war aber dafür mehr im Fitnesstudio und eben Laufen. In jenem Fitnesstudio traf ich dann einen alten Kumpel. Natürlich gingen wir zusammen Laufen und irgendwann meinte er: „lass uns doch mal hier im Claim schauen, was es so an Kampfsport ( ich umschreibe das mal so um es einfach zu halten ) so gibt.

Er hatte lange Kung Fu gemacht und ich ja ein paar, wenn auch wenige Jahre, Taekwon Do.

Und so stiegen wir gemeinsam in einem Karate-Verein ein. Ich war dann wenig später in noch einem weiteren Karate-Verein Mitglied geworden, weil´s dort nochmehr Trainingszeiten gab.

Unter dem Strich war ich also ab da zwei-dreimal die Woche Laufen, dreimal die Woche im Fitnesstudio und dreimal die Woche beim Karate. Das Radfahren war, wie fast heute, eigentlich nur Mittel zum Zweck. Die Strecke zum Job war auch nur knapp 12 Kilometer lang und ich hatte ja noch meinen VW Käfer.

Unter dem Strich war ich also 8 Tage am Stück mit dem Sport unterwegs. War ja Junggeselle da ging das. Ja so war das.

Und so komme ich nun auf den Anschluss zu den 9.000 Kalorien am Tag. Ich kann das natürlich nicht mehr genau nachhalten, habe ich auch damals nie gemacht und würde ich, wenn nicht ernsthafte medizinische Gründe bestehen, nie machen, aber ich habe quasi stündlich irgendwas in mich hinein geschoben. Beispiel…

Unser Stammitaliener bekam immer das breite Grinsen wenn wir auftauchten. Brötchen mit Kräuterbutter als Beilage, Aperitif fritierte Tintenfischringe, kleine Pizza als Vorspeise und dann XXL Lasagne spezial als Hauptgericht. Diese XXL Lasagne hatten wir extra ausfertigen lassen. Das kam so…

Auf dem damailgen Job als Schreiner wurde Freitags immer gemeinsam was zum futtern geholt. Irgendwann schlug ich mal diese absolut köstliche Lasagne vor. Jene schlug ein wie Bombe und man ordete sie jeden verdammten Freitag – best of – halt. Kleiner Schönheitsfehler, sie war nur normal groß.

Also sprachen wir mit dem kleinen Italiener. Von mal zu mal wurde die Lasagne von ihm größert gemacht. Irgendann wurde er stutzig und drukste rum. Wir erkannten die Lage, es lag ja am Geld. Da haben wir ihm gesagt, er soll mal machen und uns dann sagen was die Teile kosten. Und so wurde das dann gemacht.

Diese Lasagne war dann so gigantisch, das sie gerade noch in den Ofen passte. Aber es tauchte ein weiteres Problem auf. Durch die imense Größe war sie außen zwar heiß, zum Teil schon knusperig, innen aber oft noch fast kalt. Wir sprachen ihn darauf an. Die Lösung, wir durften Freitags schon vor der Öffnungszeit anrufen, bestellen und er regulierte den Ofen runter, das jener eben nicht zu heiß war. Die Lasagne war fortan bestens und geichmäßig heiß !

Oder beim Chinaman hat jeder von uns eine Reistafel für zwei Personen verputzt. Die ungläubigen Augen der Bedienung werde ich nie vergessen. Da steht so eine kleine zierliche Chinesin vor uns und fragt: „ob die anderen noch kommen würden ?

Und dann gab s noch die Irish Pub/ Biokneipe, das Consilium, wie ich sehe existiert die noch heute, mit Vollwert-Küche und frisch gezapftem Guinness. Jeder einen großen Salast für zwei Personen als Vorspeise, dann das Hauptgericht und als Nachtisch hatten die super leckere Pfannekuchen.

Als Nachtisch gab‘ s dann oft noch einen fetten Eisbecher in einer der Stammesdiele. Ja so war das damals. Waren schöne Zeiten. Es gab noch die DM, ich wurde übertariflich bezahlt und…

Lassen wir diese wehmütigen Rückblicke.

Außerdem ist gestern unser Neff Induktionsherd verreckt. Natürlich genau zum Mittagessen. Stress pur bei der Holden: „ob ich denn da nicht was machen könnte ?!“ Ja klar, kann ich zaubern ? Bin ich Elektriker/ Elektroniker oder was weiß ich nicht was man dazu braucht ? Dazu fällt mir ein Zitat von Loriot ein: „ich bringe sie um, morgen bringe ich sie um.“

…und sonst ?/ Newsticker/ empfohlen: was noch ? Habe auf ZDFinfo zwei Dokus über Nordkorea zu schauen. Im Niemandsland – Was Korea teilt und Mein Besuch in Nordkorea. Absolut empfehlenswert, erweitert der Horizont. Bevor man mit Halbtupet auf dem redenschwingendem Holkopf ein auf dicke Brust macht, sollte man sich mal mit diesen Ländern ersthaft beschäftigen. Aber das hat man ja so nicht nötig.

Bikebasteln/ Licht & Sicht befestigen/ Idee!: meine Idee die aktuelle B&M Ixon IQ Premium oder eine potentiell gedanklich schon neu angeschaffte B&M IQ Speed Premium wird wohl eher im Sand verlaufen. Trotz zweier Threads in den Foren ist ein Umbau oder eine Erweiterung der Akkukapzität nicht so einfach zu handhaben.

Oder auch anders gesagt, ich kann es nicht umbauen und es kostet auch mehr Geld als man einfach, also wie bisher, einen Satz herkömmlicher Akkus zum wechseln, bewerkstelligen kann.

PKW vs. Bike/ nachgedacht: und at last, habe ich gestern so aus dem Rennrad Forum gepickt…

So, das war´s erstmal mit dem Moregngruß & Tagesgeschehen bis hierher. Bis demnächst.

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Wer demnächst FDP oder CDU wählen will, sollte…

August 20, 2017

…mal diesen Artikel der unter dem Titel – Radverkehrsförderung? Doch nicht in Hannover! – läuft lesen.

PKW vs. Bike/ nachgedacht: ich äußere mich ja schon länger nicht mehr zu solchen Misständen, wohl auch, weil ich zur Zeit ein anderes Eisen im Feuer habe.

Aber leider zeigt auch dieser Artikel mal wieder, das die zumeist amtierenden Politiker schlichtweg nicht in der Lage sind zum Wohle des Volkes zu entscheiden. Es bleibt, dem ambitionierten und dann auch zumeist betroffenen, Staatsbürger nicht anders über, als zu Klagen.

Ein deutscher Staatsbürger muß seine Grundrechte einklagen.

Soweit ist es schon hier.

Critical Mass Hannover

Die jüngsten Vorschläge der Grünen zur Förderung des Radverkehrs stoßen auf breite Ablehnung quer durch die anderen Parteien (siehe http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Ideen-zur-Foerderung-des-Radverkehrs-stoesst-auf-Ablehnung). Diese stellen sich damit schlicht und ergreifend gegen die Rechtslage. Dazu die kompetente und ausführliche Einschätzung des Critical-Mass-Teilnehmers Gunter:

„Natürlich wäre es sinnvoll, ein separates Radwegenetz zu schaffen und dieses auch vernünftig auszuweisen. Für den Kfz-Verkehr gibt es ja bereits mit dem Schnellwegsystem und den Autobahnen ein entsprechendes Netz. Bis dahin bin ich jedoch zumindest als Berufspendler auch auf die durch die Bebauung weitgehend vorgegebenen Hauptverkehrsachsen angewiesen.

Eine geforderte Breite von 2 m für Radwege an Hauptverkehrsachsen ist kein Luxus oder eine realitätsfremde Forderung vom hohen Ross aus, sondern entspricht schlicht den technischen Standard-Vorgaben der gängigen Regelwerke sowie den allgemeinen Anforderungen der VwV-StVO, die für die Verwaltung verbindlich ist. Sie fordert für alle baulich angelegten Radwege eine Breite von durchgehend „möglichst 2 m“ (VwV zu §2 Absatz 4 Satz 2…

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menschlichkeit ?

Juli 10, 2011

so in anbetracht der tatsache, daß auch in einem radforum pressemeldungen über diverse „untaten“ zitiert werden, wollte ich jetzt mal hier einen kleinen denkanstoß geben.

es geht im öffentlichen straßenverkehr nicht darum das einzelnen nuzter oder nuztergruppen ein alleiniges recht auf  inanspruchnahme haben, sonder das sich verschiedenen teilnehmer eine verkehrsraum teilen müssen.

dabei darf nie vergessen werden, daß wir alles nur menschen sind und wir alle fehler machen. ich behaupte mal, daß ein großteil dieser fehler nur aufgrund einer gewissen – nun sagen wir mal – unzureichenden übersichtlichkeit bzw. regelung seitens der gesetzgebung ergiebt.

wenn sich nur versucht mal mit der radwegsbenutzungspflicht auseinanderzu setzten, verliert man schnell die übersicht. die scheinbar klare regelung ist gar nicht mal so klar, worüber es auch urteile gibt. ich will jetzt hier aber keine einzelfälle aufzählen.
ich sage dazu nur soviel, ich meide radwege meist schon strategisch vorab. bedeutet ich umfahre sie von der routenauslegung.

auf meiner täglichen „normrunde“ gibt es radwege. genau genommen führen diese durch eine nahegelegene ortschaft. diese ist mit dem rad, reine fahrtzeit, in etwa 5 minuten passiert. im ortseingang ist der rechts bzw. linkseitig, also gegenspur, angelegte radweg ausgewiesen. wenn ich aber schon komme, also morgens, dann geht es von einer brücke lange bergab geradeaus. tempo ist dort ohne probleme von 25-30km/h mit dem rad zu erreichen. ich möchte mal sehen, wie ein „schlaumeier“ mit einem deratig schnellen speed auf den radweg zieht, ohne dabei ! den abflug in den dirket angrenzende friedhof zu machen.
von der anderen ortseingangseite hat man das schilde zur benutzungspflicht für radwege deratig rechtseitig schon fast in einen busch gestellt, daß man das schild schon kaum sieht. der witz ist, keine 100m weiter gibt es einen einmündung und jetzt schlagt mich nicht tot, normalerweise müsste dort der radweg erneut ausgeschildert sein. da ist aber nix.

über den zustand/ bauliche beschaffenheit-u. auslegung sowie der fremdnutzung ( regelmäßig abgestellte mülltonnen, fußgänger und parkende PKW ) vor ort des radwegs will ich mich mal gar nicht auslassen. auch dort ist es keinen kunst ein tempo von mehr als 20km/h zu erreichen.

ich frage mich ernsthaft, mit wieviel speed darf ich überhaupt auf einem radweg fahren, um nicht fußgänger oder mich zu gefährden ( schrittempo – anch dem menschlichen verständiss = interessenkonflikt radfaherer – fußgänger ) ? unter dem strich bin ich für den radweg zu schnell und für die straße zu langsam ( ? ).

der totale witz ist jetzt aber, habe es ja selbst schon zu hauf erlebt, fahre ich auf der straße ist kein PKW schneller als ich, denn in der mitte des wegstrecke ist eine ampelkreuzung. dort stehen wir dann alle gemeinsam – bei rot !

soviel mal zur gemeinsamkeit. es macht also überhaupt gar keinen sinn auf seine vorrechte zu pochen unabhängig davon ob man nun fußgänger ist, radfahrer oder autofahrer. schlaue sprüche, zurufe oder gar wüste beschimpfungen machen da keinen sinn. tätliche übergriffe sind absolut fehl am platz.
ich empfehle da als heilmittel mal im straßenverkehr von kairo teilzunehmen.

leider wird sich die situation aber allgemein nicht verbessern. die gesetzteslage ist von teilweise frühmittelalterlichen regelungen ( beleuchtung von fahrrädern ) geprägt, undurchsichtigkeiten, überschneidungen der gesetzes und interessenlagen ( * ), daß es kaum möglich ist alles zu beachten. mal ganz davon abgesehen, daß wohl kaum 5% der führerscheininhaber eine theoretische prüfung bestehen würden.

also ruhigblut, augen auf, schauen was der andere macht oder auch nicht dann wird das schon was mit dem miteinander.

* es geht ja auch teilweise nur um die beschussung von geldern für die sanierung der straßen – u. bürgersteigabschnitte.

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