Rumgealber/ 07.02.2019/ Initialzündung

Februar 8, 2019 by

Rumgelaber/ Cyborg: heute hatte ich in der Fitnessbude meinen geplanten ersten Auftritt. Mit dem Trainer kam ich über die bescheidene Zeit super zurecht, konnte meine Fragen, Anregungen und Vorerfahrungen gut mit ihm austauschen. Apropos, schon jetzt nach dem ersten Einweisung-Trainingskombi funktioniert das auf der linken Beinseite deutliche besser. Ist also schon erstaunlich was diese wenige Muskelbewegungsmotorische Klamotte bewirkt. *like* Land in Sicht !

Erstes Highlight – Ergometer 5min. …
…somit weit am vom WP-fähigen Bereich. Natürlich kam die-meine Nachfrage: „ob ich denn und ja ginge sodenn…“, was ja klar war.

Auch die zweite Station mit dem Physiotherapeuten war bestens. Dann gab‘ s Fäden ziehen, worauf mich übrigens der Physiotherapeut aufmerksam machte. Interessant interessant.

Next Ultraschall Behandlung wo ich rätsel wie-was da abläuft. Ich lies das mal auf mich zukommen. War aber nett, Ultraschall wird halt punktuell auf Muskeln gebracht, über eine Art Saugglocke, was dann lockernd wirken soll.

Am frühen nachmittag das Zimmer geräumt, damit die überaus freundliche Putzfrau hier durch kann. Die machen das komplette Zimmer täglich ! Finde ich ein wenig über, aber mein Gott.

Nächste Meldung aus der Wohlfühloase: schon vor dem Mittagessen mit dem Kollegen aus dem Krankenhaus getroffen und koffeinhaltige warm-heiße Trinkware bei entspannten Gespräch eingenommen. Zum Mittagessen Fisch mit Kartoffeln und lecker Soße. Hätten schon gut zwei Teller sein können, wenn ich nicht…
… noch einen großen Teller Salat ( ich schaufel hier heißhungermäßig Salat rein, als hätte ich in meinem ganzen Leben noch nie Salat gegessen, weiß gar nicht woran das liegt ? ) nachgeworfen hätte. Fatalerweise gab‘ s noch Dampfnudel hinterher.

Danach muß ich das erstmal durchsacken lassen, frisch machen und anschließend ging’s in die nächste Anwendung. Planschbecken war angesagt. Ich hatte so ein leichtes Walfischfeeling nach dem Mittagessen. Weiß gar nicht mehr wann ich das letzte mal im Wasser war ? Dürfte auf Rodos gewesen sein, gut ein Jahr her. Gott war das heiß dort. Tja, lange ist’s her…

*satt hoch drei*

Nach dem Planschbecken noch eine halbe Stunde Indoor Cycling. Das breite Grinsen brauch ich Euch sicher nicht erklären. Der Trainer hatte aber echt Angst das ich da anfange die Kurbel zu verbiegen. Der Begriff Aerober Trainingsbereich ist gefallen. So richtig überzeugen konnte ich ihn nicht, kam aber trotzdem mit der Situation zurecht.
Hab mich tapfer an den knapp 70W und 20km/h Schnitt gehalten. Ja ich kam sogar sowas wie ins schwitzen, also so ganz leicht am Rücken. Ungünstig war nur der Sattel. Also so auf Dauer. Überlegungen meinen Sattel wo runter schrauben zu lassen und den das nächste mal mitbringen zu lassen, führe ich mal besser nicht weiter. Aber so Watt-Training auf der Rolle… ?

Nach diesem ersten annähernd anstrengenden aber auch sinnvoll-wirksamen Tag kam die holde Burgdame zu Besuch. Große Freude beiderseits und wider ein paar Dinge mit im Gepäck sowie ein wenig Wechselwäsche retour. Dann früh zum Abendessen, nette Gespräche zu Tisch, schon im Gehen noch den Kumpel einsam am Tisch entdeckt und sich nochmal zugesetzt. Er wurde sogar bedient und so schob ich mir auch noch ein Weißbrot mit Schokocreme zwischen die Backen. Ich schätze ich sollte mal bald auf die Waage.

Die letzte Nummer für heute war dann folgende. Ich bin ja Seiten- u. Bauchschläfer. Blöderweise lasse ich beim Bauchschlafen die Füße im Idealfall über die Matratze hängen, weil sie dann einfach runterhängen und sich nicht die Füße lang strecken müssen um flach zu liegen. Das bekomm ich zur Zeit sowieso nicht hin.

Jetzt ist es so, das in den Zimmer, die als Einzelzimmer konzipiert sind, je nach ein Gästeschrankbett vorhanden ist. Das hab ich dann ausgeklappt und mal geschaut und siehe da, kein Kopfteil dran. Dann bin ich zu Stationspersonal rüber, habe jenen kontaktiert und wenig später schauten die bei mir rein. Mein Plan die Matratze von regulären Bett noch mit auf das Gästebett zu heben wurde umgesetzt. So ist das ehmalige Gästebett nun höher, besser für nach der Hüfte-OP, vor allem beim Ein- bzw. Aussteigen. Wird also eine ruhige entspannte Nacht. Ich hatte ihnen gleich das süße Mitbringsel als Dankeschön gereicht. Man zeigt sich ja erkenntlich.

Das war’s soweit vom heutigen Tag.

Blöderweise ist dieses Wochenende gar kein Programm. Grund ist, im Hause ist eine Influenza-Welle und alle Anwendungsbereiche werden gründlich klar Schiff gemacht. Und wir sollen ab morgen alle ab Uhrzeit X zum Fiebermessen antreten – täglich.

Also nix los auf´e Bude, Eigenbeschäftigung wird angesagt sein. Mein Plan vor allem für morgen, sehen was draußen so los ist, sprich wie mobil bin ich ? Außerdem hat meine Holde schon meine ollen NordicWalking-Stöcke mit gebracht. Da könnte man doch mal sowas <klick> in der art machen. Ich brauche da noch so eine Idee, soll ja mal anders werden.
Vielleicht bekomme ich ja nich außerplanmäßig Besuch. Sonntag habe ich gleich zweimal Besuch, auch irgendwie…

Aber nun gut. Schönes Wochenende dann mal.

Rumgealber/ 07.02.2019

Februar 7, 2019 by

Rumgelaber/ Cyborg: Warten auf Godot.

 

 

Cappuccino-Bericht: irgendwie habe ich das Gefühl, es passiert hier weniger als im Krankenhaus. Eine kurze Info Veranstaltung, noch eine vor dem Mittag. Der erste kürzte sich mit MBOR ab, was mir keine Antworten auf die mir gestellten Frage gab, was zum Teufel ist das ? Medizinisch beruflich orientierte Rehabitalition, muß man auch erstmal drauf kommen.
Bei der zweiten ging es um Hilfsmittel für Hüfte und Knie-OP-Patienten, wo man zum einen noch mal ein paar Tipps bekommen hat wie man was leichter machen kann, aber auch wider eingebläut bekam was bitte unter gar keinen Umständen zu machen sei. Im Anschluss konnte man gleich die Hilfsmittel bestellen, sprich die Verordnung dazu.

Danach hab ich mal wider diverse Frageboden ( gefühlt zum hundersten mal/ diesmal aber von der Reha ) auf dem Zimmer ausgefüllt. Nach einem kleinen Rundgang, wo die Putzfrau auch in Ruhe sauber machen konnte, sich kurz „frisch gemacht“, zwei kleine Schokiriegel und wider los. Bin mal gespannt wann es Aktion gibt ?

Bisher dümpel ich immer noch so vor mich rum wie im Krankenhaus – suboptimal. Bin dann also noch ein wenig durchs Haus gewandert und hab den Kollegen zur Muckibude begleitet. Dort wollte ich eigentlich was fragen, aber als ich das Prozedere mitbekommen habe und wieviel da los war, bin ich abgedreht. Kein Kommentar.

Bin dann raus und ums Haus rum. Mit den Krücken einmal um´s Gebäude. Wetter war ja bestens, schon fast warm, hatte auch nur die dünne Sporthose an, ein Langarmshirt und meine Jacke drüber. War aber super angenehm.

Später schaute es so aus, der Lymphomat ist tatsächlich das was ich gedacht habe. Eine Manschette die um den Fuß & Untwrschenkel gelegt wird und über ein Zwölfkammernluftsytem ( wurde vom Therapeuten so betont, Unterton von mir: ja ganz toll ) die Lymphflüssigeit aus dem Fuß über den Unterschenkel hoch drückt. Das fühlte sich für mich wie Radfahren mit dem E-Bike auf der Rolle und bei einem dieser Computer Animationsprogramm an. Nicht mal die halbe Miete.
Zumal ich dabei eher ungut auf dem Rücken liegen konnte und sich mein linkes Knie leicht geschwollen anfühlte. Getäuscht hat das mit Sicherheit nicht. Was ich dann auch gleich erwähnte, man aber abtat: „der Rrest würde von alleine gehen.

Da ich den direkten Vergleich zu einer „echten“ manuellen Lymphdrainage ( der Therapeut dann über das operierte Bein weiter gearbeitet hatte ) habe…
…ach komm lassen wir das. Die Nummer dauerte 20min..

Dann hatte ich fast 2h Zeit bis zur Gehschule immobil. Ja toll. Ooooohhhhmmm…
…die ich dann aber auch wider irgendwie rumbrachte. Dann runter ins 2 OG und Angriff. Illustre Runde an älteren Herrschaften, schon im Wartebereich lockere Gesprächsstimmung. Passt. Der Gruppenleiter war dann nach mir der jüngste, aber in einer eben guten Laune. Ich glaube die meisten sind nur wegen der Stimmung gekommen. Schon am Start gaben sich dann auch die Sprüche ein Stelldichein und so kann ich sagen, das war die erste annähernd anstrengende Trainingseinheit die ich hier gemacht hatte. Schön war die Stimmung, aber so richtig lange hat das auch nicht gedauert. Ich schätze mal kaum eine habe Stunde.

Ja so war erste volle Tag hier. Mal sehen wies morgen wird.

Rumgealber/ 06.02.2019

Februar 6, 2019 by

Rumgelaber/ Cyborg: WLAN steht, MacBook Air ist on ! bin im Rehahaus angekommen, hier soweit alles erstmal top. Arztgespräch ist geführt, die Werte sind abgenommen worden, Mittagessen noch im Stationsaufenthaltsraum Chilli con Carne. Anschließend war ich unten im Rehashop was zum Socken anziehen angeschaut. Mit Verordnung fünf Euro.

Nachdem ich diese ersten „Hürden“ genommen hatte, mal einen kleinen Rundgang gemacht. Hatte ja nur Termin um halbvier in der Lehrküche. Thema Buffetschulung. Was das wohl ist ? Hatte da so Bilder im Kopf, als da wären: „wie kann ich mit Krücken zwei superrandvolle Teller schadlos zum Tisch bringen.“ Nein, sie werden den Leuten sagen, das man das genau nicht machen sollte und auch bitte nicht mit den ungewaschenen Fingern im Salat rumstochern.
Tatsächlich wurden im Grunde nur die Essenszeiten kund getan, das es keine Sitzplatzreservierung gibt, Handtuch kann ich also getrost im Schrank lassen, und das man eine gewisse Auswahl hat. Und das die Essenszeiten auch auf dem täglichen Therapieplan ( täglich ab 17:00 Uhr auf dem Zimmer für den Folgetag ) stünden. Kann also im Grunde nix passieren. Peinlich war, ich bin doch tatsächlich kurz auf dem Bett weggenickt und so fünf Minuten zu spät kam. Da waren sie aber schon fertig, also wurde mir das persönlich kurz rübergereicht und gut war. In meiner ganzen Laufbahn, also der beruflichen, hatte ich nur zweimal verpennt. Das war jetzt das dritte mal. Kann ich mit leben.

Schwamm drüber. Nach einem kleinen Rundgang stand dann erstmal was an ? Na ich bitte Euch…

( Bilduploadzeit gefühlt 5min. auf dem Mobil ) …Cappuccino ! Der ist zwar kleiner als der im Café Vital vom Krankenhaus, kostet dafür auch 0,20€ weniger aber ich würde ihm locker vier bis viereinhalb von fünf Sternen geben.

Was sonst noch ? Die Stimmung hier. Erster allgemeiner Eindruck, beim Personal wieder sehr freundlich, bei den Patienten…
…da bekommen einige zum Grüßen die Zähne nicht auseinander.

Aktuell ( 16:34 ) harre ich im Zimmer beim MacBook Air aus und warte auf den Therapieplan. Spannung pur. Ist natürlich blöd, denn durch den verzögerte Rehastart inkl. letztes Wochenende fehlender gute fünf Tage. Rechne ich jetzt noch die beiden Tage vom letzten Wochenende dazu bin ich gut eine Woche „später dran“. Ganz ehrlich, da dachte ich das geht flotter.

Einen Zeitraum später, 19:15 wider auf dem Zimmer. Abendbrot war Schnittchen mit diversen Aufschnitten an Wurst, Käse aber auch Hönig und Marmelade. Und was ich ganz klasse fand, zwei Sorten Salat. An dieser schmalen Salatbar hab ich mir dann gleich drei kleine Schüsseln mehr oder weniger hintereinander weggeholt. Ebenso gab es Obst, also um genau zu gehen Kiwi, Apfel und Birne. Bei Birne und Apfel hab ich noch zugreifen und verspeise das hier auf dem Zimmer. Lecker.

Der Therapieplan liegt vor, liest sich aber in meinen Augen zunächst weniger aufregend. Bin da ma´ gespannt. Vielleicht werd ich ja heute früher müde, freue ich schon auf das neue Bett ( wo ich gleich noch eine zweite Bettdecke inkl. Kopfkissen klar gemacht hatte ), so als langer Kerl. Das Gigabad samt Dusche werd ich heute nicht nutzen. Duschen wofür ? Frisch machen und Zähne putzen reicht, denn mehr ist ja heute nicht passiert. Das war’s soweit erstmal.

Phase Nr.2./ 05.02.2019

Februar 5, 2019 by

Rumgelaber/ Cyborg: zum Stand der Dinge, startend heute Vormittag.

Die nächste Phase läuft an, ich zitiere mal aus einem meiner Lieblingsfilme – Das Boot – folgenden Text: „fertig machen zum auftauchen.“

Der Sozialdienst vom Krankenhaus hatte sich auf meine Mail hin gemeldet. Anrufen in der Rehaklinik bringt nix, man selber hätte aber auch keine Möglichkeiten positive darauf einzuwirken.

Gut, erstmal die Info etwas bei Seite geschoben und die Morgenroutine abgehandelt. Dazu zählte dann auch…

…das die Bestellung von zwei Pötten Kaffe tatsächlich realisiert wurde und man so heute früh gut in Schwung kam.

Der nächste positive Effekt war dann, das der gute Mann mit den magischen Händen die Lymphdrainage machte. Die gute Frau von der Physio selbst hatte ich kurz vorher noch von ihrem Dienst am Mann direkt auf der Station vonnihrem Zimmersport entlassen ( ging aber später noch auf sie zu ).

Also, nach der Lymphdrainage doch zum Instrument der Fernkommunikation gegriffen, denn…

…nachdem ich die negative Info auf der Station weiter reichen wollte, vorzugsweise an den Stationsarzt, der aber nicht im Büro saß, traf ich dort die Frau von der häuslichen Pflege an. Die wollte mich sowieso.., und wie wir so/ ich noch zwischen Tür & Angel stehend sprechen…, bimmelte das Mobil.

Bingo ! *plums* Das war der Stein der vom Herzen fiel.

Kaum zehn Minuten nach dem dann doch eher suboptimalen Ferngespräche verkündete mir die Rehainstitution, das mich noch heute das Taxi kontaktiert, wann man mich morgen Vormittag gedenke ab zu holen.

Die Info reichte ich sofort weiter, was dann auch das angedachte Gespräch mit der häuslichen Pflege überflüssig machte.

Das U-Boot taucht also, bzw. für morgen Vormittag ist auftauchen angesagt, dann wird das Boot durchgelüftet…

Nein, die Sache ist die. Der Kollege der in die gleiche Rehaklinik geht wurde heute Vormittag abgeholt. Natürlich haben wir uns noch ein wenig gefoppt, aber alles mit viel Spass in‘ ne Backen.

Mit frischem Wind im Segel passte ich noch die Physiokkraft ab und fragte nach dem Physioraum hier im Hause. Sie hatte dazu auch einen Plan zur Hand und so zog ich mich mal wieder in die Warteposition zurück.

Kurz nach elf sammelte sie uns auf dem Zimmer ein und gemeinsam ging es dann in die Räumlichkeiten. Dort konnten wir dann zu zweit auf je einer Liege liegend, ja klar logisch, unsere Übungen machen. Sie schaute drüber, gab noch ein paar Tips. Eine zusätzliche Übung war auch noch drin.

Das wir nun die Übungen auf einer Liege machen konnten und nicht auf einer Matratze hat den Vorteil, daß eben nicht ein erheblicher Anteil der Übung in der Matratze verpufft. Ich war erstaunt, wie sehr doch in diese Zeit die muskulären Defizite zustande kamen.

Lustigerweise konnte sie sogar, und das trotz Kleidung, sehen wie mein Arsch auf der linken-operierten Seite kaum noch vorhanden ist. Aber das wird wieder.

At last hüpfte ich noch auf die dort stehende Waage. Grob zwei Kilo mehr als üblich. Also kaum bedenklich.

Dann gab es Mittagessen. Eigentlich Spaghetti Carbonara. Gut, waren jetzt keine Spaghetti und auch nur in Richtung Carbonara, aber die zweite Portion vom gerade ausziehenden Zimmernachbarn hab ich mir direkt an Land gezogen.

Mit vollem Bauch und recht zufzufrieden ob der Aussichten lässt es sich deutlich besser leben. Das Zimmer war genauso leer wie die beiden Teller. Von der zweiten Portion hab ich nur einen Teil der mit Erbsen ganierten Carbonara-Soße liegen gelassen. War eher überbacken und lag so gut im Magen. Ich lehnte mich zurück und die Zimmertür ging auf.

Einzug des frischen Zimmergenossen. Wir plauschen eine gute Weile, kommen klar denke ich, ist ja auch nur noch für wenige Stunden…

…und bin jetzt aktuell wieder im Café Vital, haben den Cappuccino schon getrunken. Mache mich jetzt gleich auf. Krückengehen durch die Räumlichkeiten.

Leben auf dem U-Boot/ 02.02.2019

Februar 2, 2019 by

Rumgelaber/ Cyborg: mal wieder ein paar Textzeilen zum Leben hier. Und wie es die Überschrift erahnen lässt, es ist tatsächlich wohl so wie ein Leben auf einem U-Boot. Jedenfalls stellt man-ich sich das so vor.
Der einzige Unterschied dürfte sein, daß man auf einem U-Boot einen festen Dienstplan nebst entsprechender dienstlicher Tätigkeit hat. Was so weniger Langeweile aufkommen lassen wird.

Ansonsten, ein echtes Zeitgefühl was die Wochentage angeht, hab ich erst wieder seit gestern. Denn gestern war Freitag, der eigentliche Tag der Entlassung.

Eigentlich, weil die gestrige Visite meinte:“ aufgrund meine Pflegesituation zu Hause, wäre die Unterbringung hier im Krankenhaus sinnvoller.“ Zumindest dieses Wochenende, so ich mich erinnere.
Sinnvoll weil ich eben mein Bett im 1OG habe und jenes nur eine Standardhöhe hat. Erschwerend kommt hinzu, das der Raum in der Tiefe gesehen von meiner Seite nur knapp 50cm messen wird, geschätzt. Mit Krücken da also aufstehen ist wohl eher unmöglich. Motivation hin oder her.

Die Wendetreppe würde ich mir noch zutrauen und das Thema WC-Sitz in höher schätze ich auch als schnell umsetzbar ein. Aber am Knackpunkt Schlafstätte wird sich kaum was machen lassen. Alle Überlegungen hin oder her.

Da ich diese Situation hier im Krankenhaus ausreichend kommuniziert hatte und man wohl auch noch ein Puffer bei den Belegplätzen hat, geht das jetzt erstmal so. Die Frage wird nur sein, was ist wenn das Bettenpuffer aufgebraucht ist ? Oder meldet sich die Rehaklinik doch noch schnell ?

Ich komme dennoch nicht umher eine gewisse Irritationen in mir zu vernehmen. Denn der Antrag zur – amtsdeutsch – Anschlussheilbehandlung wurde noch am Tag vor der OP vom Krankenhaus Sozialdienst gestellt. Da ich mich ja schon im Vorfeld, wenn aus heutiger Sicht auch zu kurzfristig, zunächst über die Krankenversicherung und dann letzten über die Haupt-Drehpunkt Rentenversicherung versucht hatte schlau zu machen, wundert mich das schon.

Da hätte man bei der Rentenversicherung sagen können, wenn nicht sogar müssen, setzten sie sich möglichst frühzeitig mit dem Sozialdienst in Verbindung, da die Planungen bereits zu gange sind. Doch nix. Jetzt hänge ich hier auf Abruf. Mein Bauchgefühl sagt zwar, die melden sich schon am Ende des Wochenendes/ Anfang der Woche, ist aber trotzdem blöd. Cut bei dem Thema.

Kommen wir wieder zu U-Boot. Das Highlight des heutigen Samstag ist gelaufen. Frühvisite und Frühstück und ich habe schon meinen Frührundgang über die ganze Station gemacht. Wie immer, auf den Krücken.

Dann hab ich mich flach auf‘ s Bett gelegt und meine hier gezeigten Physioübungen durchgezogen. Auch das klappte wieder besser als am Vortag, speziell was den Hüftbeuger im OP-Bein angeht.

Tja, und jetzt, quasi mit diesen Zeilen, ist mein Tagesprogramm erstmal erschöpft. Was also noch machen, die große Frage ?

Mit der Uhrzeit von 11:36 könnte man dem Mittagessen entgegen fiebern. *lach*
Ansonsten sah die Currywurst-Pommes-Mayo im hiesigen Café noch brauchbar aus. Ist nur so‘ n Ding wo ich mal wieder Bock drauf hätte. Könnte man also mal zum Abend hin angehen ?

Ebenfalls wird noch der eine oder andere Rundgang über die Station anliegen. Einen um die Mittagszeit, einen am Abend. Am U-Boot hat man mehr zu tun.

12:27 Uhr: nächstes Highlight Mittagessen. Linseneintopf eins-a.

Zweites Highlight, Cappuccino im Café des Krankenhauses.

17:52 Uhr: das gesetzte Tagesziel erreicht…

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… Currywurst-Pommes-Mayo aber bereits gegessen. Heimatküche, geschaukelt nicht gerührt ! Wie bitte ??? Geschaukelt weil ich die zwei Portionen, einen für den nicht mobilen Zimmernachbarn, in einer Tüte mit meinen Krücken nach ob transportiert hatte. Deshalb sieht die Portion auch etwas dearrangiert aus.

Ja so ist das Leben in dem U-Boot.

Witz 2./ Februar

Februar 1, 2019 by

Ein Streit mit seiner eigenen Frau zu haben, ist so ähnlich, wie AGBs durchlesen. Am Ende ignorierst du alles und wählst” zustimmenֲ”.

Rumgelaber/ 31.01.2019/ Tag X +6

Januar 31, 2019 by

Rumgelaber: auch auf die Gefahr hin das da nervt oder langweilt, ich sehe das auch als eine lockere Möglichkeit der Reflektion.

Zur „Lage der Nation“. Heute stand erstmalig die Frage zum Entlasstermin an. Freitag wäre regulär. Inzwischen weiß ich das ich in eine der Wunschrehakliniken komme. Es ist die Klinik am Rombergpark in Dortmund – bingo ! Blöd ist jetzt aber, das jene Klinik mir noch nicht genau sagen konnte wann und ich somit auf Abruf aufgenommen werde.

( Über den Weg dorthin, sprich diese Information zu bekommen, kann ich mich zu meinem tiefsten Bedauern nicht positiv äußern. Anders gesagt, einfach, und das vor allem für den ja ansich eher unwissenden weil unvertaut mit den Vorgängen Patienten sieht definitiv anders aus. )

Eine gewisse Verwunderung in meinem Gesicht. Bedeutet, sie rufen mich an und von jetzt auf gleich geht’s los ?
Finde ich jetzt natürlich blöd, habe mich aber inzwischen damit arrangiert.

Ein paar positive Punkte. Ansonsten habe ich heute noch Treppensteigen ohne Geländer geübt, also mit der PPhysiotherapeutin.Das klappt auch. Und sie hat mir auch gezeigt, wie ich auf dem Bauch schlafen kann. Seitenlage rechts mit Kissen hatte ich in der letzten Nacht schon selbst ausprobiert, geht auch.

Meine Intention dazu war, auf dem Rücken liegend pennen, damit kann und werde ich mich nicht anfreunden. Denn zum einen habe ich ja nicht nur den Eindruck, daß da was ganz ungünstig drückt, sondern ja auch so ist.

Das andere ist, mit dem ja auch fortgeschrittenem Alter dürfte das Neuaufspielen eines Programms immer schwiriger werden, womit…

…sich dann auch in Folge schon die logische Frage nach der Notwendigkeit ergibt. Wozu was ändern, wenn sich Bewährtes eben klappt ?

Jedenfalls konnte ich so noch ein, zwei gute Mützen Schlaf abgreifen. Und das der Problemmuskulatur auch wieder gut.

Rumgelaber/ 30.01.2019/ Tag X +5

Januar 30, 2019 by

Rumgelaber/ Cyborg: ein freundliches „Hallo“ rübergereicht aus dem Off !

Warum hab ich so lange nix mehr getippt ? Ganz ehrlich, mir war nicht danach, denn…
…das ganze hatte einen Hintergrund. Nach der ersten schon nicht so optimalen Nacht folgten noch zwei weitere, die mal so gar nicht nach meinem Gusto waren. Dazu habe ich zwar hier im Dashboard schon was getippt, das wird aber in den örtlichen Mülleimer wandern.

Die Kurzfassung: eine medikamentöse Unverträglichkeit bei einem Schmerz- u. Schlafmittel sorgten für ein paar unschöne Erscheinung. Die Tage darauf, inbesonderes die ersten Morgenstunden waren dann natürlich auch was für‘ n Arsch. Man entschuldige diese direkte Ausdrucksweise.
Erschwerend kam hinzu, ich glaube sagen zu dürfen, trotz aller Bemühungen der Teams, kann ich nach wie vor nicht den Eindruck gewinnen, daß man sich der Lage gewachsen sah.

Schwamm drüber, man hat dann doch die Fehlerquellen erkannt und nun entsprechenden abgestellt. Für mich bleibt nur die Frage, warum gab man mir überhaupt ein Schlafmittel ?

Ansonsten…
…nach der dann ersten ruhigeren Nacht fühlt und ist man wie ausgewechselt. Das Neuteil aus Titan sitzt, passt, wackelt und hat Luft ( selbstredent so wie soll ). Das meine muskuläre Dauerbaustelle nach wie vor dicht ist wie die Stahlseile einer Hängebrücke, brauch ich nicht erwähnen.

Das ist dann auch genau der Punkt wo es jetzt auch noch harkt. Das Physioteam hier hat das erkannt und geht das an. Ist und wird aber langfristig sein. Ahnte ich ja bereits.

Und sonst ? Mobilität ist da genauso wie der Apetit, der Rest sollte sich einstellen. Wann ich raus komme wird bei mir von der „Nachtruhe“ abhängen ? Wo und wann ich in die Reha komme hatte ich heute versucht bei der zuständigen Stelle fernmündlich zu erfragen Aber jene Info dürfe man mir nicht am Telefon geben. Mir wurde nur eine andere Telefonnummer gereicht, wo das wohl möglich ist. Verstehen muß man das jetzt nicht. Ist dann aber der Plan für morgen.

Jetzt gleich noch frisch machen, etwas Schnuckerkram als Nachtisch und dann langsam in die wieder hoffentlich erholsamen Nacht abgleiten.

09:45Uhr/ Rumgelaber

Januar 27, 2019 by

Morgengruß/ Rumgelaber/ Cyborg: ein Auszug aus dem Radforum, was im wesentlichen das Geschehen wiederspiegelt.

So…

die Nacht war eher bescheiden, um es mal so zu sagen. Da gestern nur die wirklich winzige Mobilitätsrunde vor‘ m Bett statt gefunden hat, war meine Muskulatur immer noch entsprechend schwach. Blöd ist jetzt, man soll ja nur auf dem Rücken pennen. Aber ab einem Punkt X ist da Schluss mit Lustig. Der Druckreiz vom liegen ist immer vorhanden und nicht gerade in der angenehmsten Form.

Ich konnte also letzte Nacht mehr oder weniger gut, oder eben schlecht liegen. Sich groß oder auch nur klein umlagern oder gar bewegen ist ja auch nicht. Und wie das dann eben so ist, immer dann wenn man gerade für eine Zeit weggeschlummert ist…

…muß man mal für kleine Jungs. Also wieder sich mühselig in Position bringen, Dauer etwa 5-10min., dann Geschäftchen machen und at last alles wieder zurück. Natürlich sollte man dann noch die Bimmel drücken, damit ein Flaschenwechsel erfolgt. Denn mehr als eine Ladung…

Ja so war dann die Nacht eher bescheiden. Zum Glück kam als erstes der Schmerzdoc und der verriet mir dann, daß das Doppelpäckchen in der Schale von seiner Abteilung kam. Also erstmal Glas Wasser voll gemacht und die beiden Drops runtergespült.

Weiter im Tagesgeschäft.

… erstmal Frühstücken…

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Pott Kaff, Schokoriegel und etwas Kekskram. Das andere Gezumpel brauche ich nicht.

Merkt man schon das die Schmerztabletten wirken ?

Ne, das Frühstück ist schon nach Wunsch. Bei mir ist das ja aber so, wenn ich nix mache, dann hab ich auch keinen Hunger. Wozu soll ich mir das also reinstopfen ?
Und viel wird hier heute nicht passieren. Genau genommen, weniger als nicht viel.

flori schrieb im Radforum: Nur damit es @sakura nicht langweilig wird:

Wie pflegt man besten die Fahrradkette – vor Gebrauch entfetten?

Was ist besser: Kettenschaltung, Roloff, Pinion oder Alfine?

Welches Rahmenmaterial empfehlt ihr: Stahl, Alu, Titan, Carbon oder Bambus ?
Was sind die Vorteile?

Bitte KEINE sachlichen Argumente sondern nur emotionsgeladene Aussagen!

Viel Spaß, @sakura! 🙂

Meine Antwortfrage: Umfrage starten ? Und…

Ich würde mal Titan und Carbon gerne ausprobieren. Kette auf jeden Fall, würde aber auch Pinion damit testen. Riemen bei mir eindeutig nein.

Klasse Mädels & Jungs wie Ihr mich versucht aufzubauen.

Das was ich ja am wenigsten verstehe ist, daß man OP‘ s noch am Freitag macht, wo man weiß das zur absoluten Optimierung des Heilungsprozess Mobilisation wichtig ist, dann aber am Wochenende keiner von dem Team da ist ( oder nur Notbesetzung ?).

Wenn das bei uns in der Firma so laufen würde…

Rumgelaber/ 26.01.2019

Januar 26, 2019 by

Rumgelaber/ Cyborg: 09:30 Uhr, die ersten Zeilen hier am Blog, schon beim Frühstück.

Der Kurzabriss der Nacht. Jo war gut, kann nicht klagen. Ich bin zwar für meine Verhältnisse spät eingeschlafen, aber das war o.k. so. Wir, also der noch letzte verbliebene Zimmernachbarn und meiner-einer, haben geplauscht und ich muß sagen, man kann heilfroh sein das da noch jemand ist, mit dem man sich gelflegt, also außerhalb Hartz IV TV Niveau, unterhalten kann.

Die Nacht war auch eigentlich gut. Natürlich schläft es sich nur auf dem Rücken liegend anders als zu Hause, aber ging dann doch.

Die Nacht war dann gemäßigt früh zu ende, die Nachtschwester verabschiedete sich. Wasserlassen in‘ ne Flasche ging auch. Katheder ist wohl bei niemanden beliebt, also auch nicht beim Personal selbst.

Die angerückte Frühschicht hatte mehr als gut zu tun. Da mußte ich etwas hinterher sein ( eine leere Flasche zu bekommen ). Immerhin hatte ich seit gestern zwei Flaschen Wasser getrunken und noch die Infusionen bekommen. Irgendwann muß das dann ja mal irgendwohin.

Der nächsten positive Punkt war dann der Kaffee am Morgen. Der brachte Schub und mundete. Frühstück hab ich mir dann so langsam reingedröselt, quasi beim Surfen im I-Net. Recht dekadent wenn man so überlegt – Frühstück im Bett.

Dann kam, ich weiß jetzt nicht mehr wer von den beiden zuerst, aber der Doc vom OP Team und der Schmerz-Doc. Der OP-Doc hatte von einer sehr gut verlaufenen OP berichtet, ohne jegliche Auffälligkeiten. Meine Nachfrage ob zementiert werden mußte, verneinte er eindeutig. Wow ! Der einzige Knackpunkt ist weg vom Tisch, dachte ich nur.

Der Schmerz-Doc wollte mir schon die Schmerzpumpe „klauen“. Da ich sie aber nur sehr wenig benutzt hatte, hat er jene auf meine Bitte hin noch stehen gelassen. Kann ja noch was sein – worauf ich keinen Bock hätte.

Im weiteren Verlauf kam dann die holde Burgdame um mich zu besuchen. Wenig später stand auch meine Mom, extra mit dem Zug aus der alten Heimat angereist, in der Kämmernate.

Es wurde geplauscht, Muttern brachte Vorräte für eine ganzen hungerigen Negerstamm ( ich bitte dies ausdrücklich nicht als rassistische Äußerung zu deuten ! ). Wenn ich das alles aufesse komm ich hier fünf Kilo schwerer raus.

So verging der Vormittag. Die Holde rückte irgendwann zu ihrer Schicht ab, meine Mom verblieb noch eine Weile.

Jetzt gerade, ich tippe mal wieder im zeitlichen Tagesverlauf, habe ich die ersten Gehversuche unternommen. Die Schwester von der Spätschicht hatte ein Zeitfenster gefunden und mit mir ein wenig geübt. Im Rollator habe ich dann vor meinem Bett eine winzige Rund gedreht.

Das war vielleicht ein Gefühl ! Natürlich mußte und sollte ich mich auch noch abstützen, aber die Orthopäden sagten auch, daß das Bein ruhig voll belastet sein kann. Was so natürlich nicht geht, da die Muskulatur von der ganzen Zeit vorher aber auch durch die OP noch in Mitleidenschaft gezogen ist.

Egal, ein kleiner Erfolg, ich freu mich wie Bolle. Die nächsten Schritte werden wohl morgen kommen und final dann ab Montag. Montag halt, weil dann auch das Rehateam wieder voll da sein sollte.

Letzte Zeilen für heute, ich werde das mit dem ganzen Futtern umstellen müssen. Jetzt gerade vom Abendbrot hab ich nur eine Schnitte gefuttert, den Joghurt und die kleine Tasse Gemüsebrühe. Ist zwar alles lecker, aber viel zu viel. Habe ja die Eigenschaften nach Bedarf Nahrung zu mir zu nehmen. Da ich aber im Grunde fast nix mache…

…ist auch der Bedarfsappetit eher gering. Und zur Not hab ich noch die Vorräte meiner Mom.