Ein Tag mit dem Auto

Juli 11, 2017 by

Bikealltag/ PKW vs. Bike: gleich vorweg, nein ich hatte keine unangenehmen Kontakt mit einem Autofahrer, also im Zusammenhang mit meiner Radlergeschichte.

Aber mit so einer Bürgerblechbüchse privat unterwegs zu sein ist schon Mist. Ich habe eine gestandene viertel Stunde gebraucht um überhaupt aus dem Dorf raus zu kommen, wo die Fa. sitzt. Wenn ich überlege wie weit ich da mit dem Bike schon gewesen wäre. Und vor allem wie entspannt.

Und dann diese Hampelmänner die einen überholen wollen. Macht überhaupt gar keinen Sinn, wenn da schon ich Sichtweite eine, wenn auch kleine und somit kurze, Ortsdurchfahrt mit entsprechender Geschwindigkeitsreduzierung von 50km/h ist.
Etwas weiter, wieder auf der Überlandstrecke steht ein fester Blitzer. Erlaubt sind 70km/h. Der Grund ist eine Einmündung, wo der Querverkehr an einem Stopschild das Fahrzeug mit allen vier Rädern zum Stillstand bringen muß. Hin und wieder wird da auch schon morgens kontrolliert. Find ich immer lustig wenn da wieder ne´ Schlange am Randstreifen abkassiert wird. Über Stopschildfahren ist so als wenn man bei Rot über die Ampel zieht, meine ich.

Das ist da natürlich alles Grundlos. Also als es damals an dieser Kreuzung regelmäßig gerappelt hatte…

Aber die Hintermänner müssen noch ma´schnell so vielsagen nach links rüber schwenken, wenn sie hinter einem hängen. Schwachkopf. Dann hat er´s mir aber gezeigt und mit seiner Combokutsche mal richtig Gas gegeben, um dann doch wieder nur vor mir her zu fahren. Gott ist das ein Schwachsinn.

( Bike ) nachgedacht/ Sport & Alltag: so Thema „Ich werde alt…„, komme gerade von der osteopathischen Behandlung. Ich muß jetzt mal was schreiben…

Also, die Tage mal wieder zwischen den Terminen zum Haus-Doc, Überweisung holen und im neuen Quartal zu einem anderen Orthopäden gewartschelt. Dem habe ich dann mal die ganze Story aufgetischt, die Story das der Oberschenkel nicht richtig in der Hüfte sitzt wollte er mir übrigens erstmal nicht glauben, und dann ging´s los.
Kurze Sichtkontrolle – Schiefstand von mindestens 2cm im Becken. Und das offensichtlich ohne großes Nachmessen. Bilder machen, dann wieder warten auf den Doc. Während des Wartens schaute ich mal auf die Ablichtungen und irgendwie war mir dabei recht mulmig zumute. Sieht man ja nicht oft so, als Nichtmediziener. Ist dann fast so, als würde man an einer offenen Wunde rumdoktern.

Dann kam der große Chefé rein und tischte mir recht unverblümt die ersten aber ebenso ersichtlichen Befund auf. Ich hatte den Eindruck das konnte er schon beim Reingehen, quasi noch in der Tür stehend auf den gut 3m entfernten Röntgenbilder sehen.

Tja Hr. XY, ich habe keine guten Nachrichten für sie. Machen sie sich schonmal damit vertraut, daß sie demnächst neue Hüftgelenke brauchen.“ Punkt.

Mein Gott wie feinfühlig und vertrauenserweckend doch so eine Diagnose rüber kommen kann. Wir betrachteten die Aufnahmen. „Da sei auch von ihm aus nix mehr zu machen. Er können nur noch Beschwerden lindern. In der linken Hälfte sei die komplette Gelenkschmiere wech. Und rechts eben auch nicht mehr viel da.“ Ach ja drollig war dann sein Eingeständniss, das ich mit meiner Diagnose recht hatte, „daß mein linkes Bein eben nicht mehr korrekt drin sitzt.“ Denn durch das fehlen der Schmiere kann das so sein. „Woraus sich dann auch der Beckenschiefstand ergibt„, dachte ich.

Völlig unklar war ihm aber auch, wiso das vorab noch keiner bemerkt hatte ? Weder der seit zwei Jahren behandelnde Orthopäde, immer mal wieder wegen muskulärer Verhärtung, der zum Glück gerade Urlaub hat, der Hausdoc oder zumindest der Physiotherapeut.
Auf den Hausdoc lass ich nix kommen. Letztendlich ist er auch nur ein normaler Hausarzt für Schnupfen & Husten, alles andere sollte dann die Spezis machen. Auch vom Physiotherapeuten war ich an sich sehr angetan, also nicht nur auf der persönlichen Ebene. Fachlich hatte er mir doch arg weiter geholfen.

Aber genau da wird wohl auch der Hase im Pfeffer gelegen haben. Hatte ich doch schon im ersten Getippten dazu den Verdacht geäußert, das der Hüftbeuger eine maßgebliche Rolle gespielt hatte. Seit gut zwei Jahren nie wieder richtig in den vollen Bewegungsumfang gekommen, hatten sich wohl alle betroffenen Muskeln samt Anhang entsprechend verkürzt und sonstwie verhärtert.

Ich kann nicht bestätigen, das ein Hüftschiefstand zu einem vorherigen Zeitpunkt hätte offensichtlich sein können. Denn das hätte ich zum einen, und in dieser Deutlichkeit, schon früher gemerkt.

Jetzt spielt aber noch mit rein, daß diese Gelenkschmieregeschichte vererblich sein kann. Aha, und siehe da, meine Mom hat das gleiche in der rechten Hüfte. Bei ihr wurde das aber erst recht spät festgestellt. Gefühlt jetzt zehn Jahre später.
Hab da aber gerade mal nachgeschaut, das geht ab 40zig los. Und die hab ich ja schon länger hinter mir. Wiso ist das dann mit schon fast anzunehmender Sicherheit vererblich ? Jedenfalls wurde das so suggestiv rübergebracht.

Einzig dem bisherigen Orthopäden könnte man mal etwas auf die Finger hauen. Warum hat er nicht mal eher das lokale Umfeld untersucht, sprich Bild gemacht ? Meine Mutmaßung geht dahingehend, es bestand kein Anlass zur Sorge. Denn ich bin ansich kerngesund, betätige mich sportlich und bin zu dem „erschwerend“ nicht übergewichtig.

Lange Rede kurzer Sinn, die Gelenkschmiere ist „auf“.

Klare Sache ist auch, nach dem ja so zaghaften Diagnosespruch lag das erstmal irgendwie blöd im Margen. Recht schwer um mal so zu sagen. Denn frische Hüftgelenke ist nicht mal eben so ein Eingriff wie ne´ Zahnfüllung oder mal ein Gips wo am Arm. Zumal ich mit meinem fast halben Jahrhundert viel zu jung dafür bin. Oder anders gesagt, wenn ich das jetzt machen lassen würde, würden die Dinger in einiger Zeit getauscht werden müssen. Ist also nicht der beste Plan. Und meine Mom hat bis heute keine.

Inzwischen sind ein paar Tage vergangen, also seit der Erstdiagnose, der Drops ist erstmal verdaut. Bin da ja kein Jammerlappen, aber wer mich kennt und somit auch ahnt, das ich mich mal ganz gerne beweg, der wird sich denken können…

Andersrum, was ist eine brauchbare Alternative ? Gleich These: Bewegen bringt Segen. Aber nach der Nummer heute, also der abgehandelten osteopathischen Behandlung ?

Auf dem Rückweg bin ich dann noch bei der Physiotherapie vorbei gefahren. Der gute Herr war aber heute nicht da, erst morgen Nachmittag. Ich werde also wohl morgen direkt nach dem Job mal bei ihm vorbei schauen. Denn dieses Knallen der Bänder werden kaum die Bänder gewesen sein, ich denke das waren die Knochen, an Ermangelung der Gelenkschmiere. Das könnte für ihn eine gute Information sein.

Was bingt mir das jetzt alles ? Denn der Titel „( Bike ) nachgedacht“ Bike eben in Klammern, steht ja nicht umsonst da. Naja, ich denke zunächstmal die Erkenntniss das mich mein schon fast intuitiver erster Eindruck nicht ganz getäuscht hatte. Die Ärzte dieser Fachrichtung haben, zumindest hier im Dorf, fast alle den gleichen Sympathiefaktor auf mich. Fachliche Kompetenz, die ich weder abreden will noch kann, hin oder her.

Für´s weitere glaube ich aber kaum, daß mir da wirklich geholfen wird und zwar in dem Sinne, daß ich als Partient weiter komme. Denn ich hätte schon gerne mal noch eine einzige Frage gestellt. Aber für diese Frage, jedenfalls hatte ich sehr schwer den Eindruck, schien gar keine Zeit zu sein.

Denn mit dieser einzigen Frage, und das behaupte ich, könnte man einen großen Zugewinn an Lebensqualität schaffen.

Übrigens: heute war zB. wieder so ein Tag, wo ich bis auf ein kleines Zimperlein im linken Knie, fast nix vermelden konnte. Andersrum, es war, wie gestern übrigens auch, ein Tag der schon beim Job viel Bewegung mit sich brachte. Wie war das noch mit meiner These ?

Witz, zum Anlass…

Juli 10, 2017 by

Ja letzten war ja in der Hansestadt ein wenig los und so fand ich dann jenes Pic ganz passend…

Witz…, mal wieder so

Juli 10, 2017 by

Witz: ein kleiner Lach-Kracher zum Wochenstart. Neulich mal wieder im Radforum, wo es um die neuen Produktlinienen eines sehr bekannten Herstellers ging, was denn das beste für die Fahrradkette sei, tauchte dann jenes Bild auf.

Man beachte die andere Produkte und erstelle sich somit alleine einen eigenen Zusammenhang.

22.111km/ 09.07.2017

Juli 9, 2017 by

Bikealltag/ Stahl Renner/ Singlespeed 53-16/ Biketouren Bilder/ Test/ Bryton: so, iss dann wieder mal Sonntag und ich war früh auf. Grund war, meine jüngste Tochter wurde zur Schule gebracht, weil die Stufe/ Klasse ( ? ) eine Fahrt nach Berlin macht.
Berlin ist schön, kenn ich einigermaßen gut, war ja schon öfters dort, könnte also mal wieder hin. Mal sehen wann ?

Also, nachdem wir dann fleißig gewunken haben ging´s zurück auf die heimische Burg und es wurde nochmal ein kleines Frühstück einverleibt. Dann ab und raus…

…erstmal via dem zweiten Brytonhalter das Testgerät an´s Bike gepappt, noch ein paar Kleinigkeiten die man so mithaben sollte in die kleine Ortliebtasche geworfen und dann los.

Es war noch einigermaßen angenehm draußen und so rollte es sich gut. Der Bryton tat sein Werk wie sollte, nur ein wenig Gegenwind bremste seicht. Nach etwas mehr als einer entspannten Stunde kurbeln mit dem Stahl Renner erreichte ich punktgenau das Ziel. Das Eishaus in Drensteinfurt !

Ich war so pünklich da, daß sie gerade erst den Laden aufmachten. Also mußte ich mich noch etwas in Geduld üben, was mir aber nicht schwer fiel. Währen die Belegschaft noch Tische & Bänke sowie Sonnenschirme aufstellte, bemühte ich mein Mobil mit What´s Up und speicherte schonmal die zurückgelegte Strecke. Dann gab´s Bestellung…
…leider keinen heißen Apfelstrudel. Denn jenen gibt´s nur zu bestimmten Jahreszeiten. Winter halt. Man, oder eben junge Frau, ließ sich auch nicht überzeugen das doch ein passender Monat für heißen Apfelstrudel sei. War schon blöd, denn irgendwie hatte ich mich darauf besonders gefreut. Wieder ein Grund mehr um in der miesen Jahreszeit Rad zu fahren. Derweile nahm ich dann einen Cappuccino und zwei Kugeln Eis. Ja gut, Eis kann man ja auch mal essen.

Nach dem Verzehr, Päuschen und Austauschen kleinerer Nettigkeiten via Plaudersoftware bestieg ich wieder den Stahl Renner und rollte frisch gestärkt los. Diesmal mit einer seichten Brise von hinten und über eine andere Rückfahrtstrecke. Jene hatte ich mit dem virtuellen Finger auf der ebenso virtuellen Karte erspäht. Ich hatte diese Rückfahrt zwar auch schon auf den Bryton aufgespielt, aber er wollte das nicht rückwärts fahren. Geht leider nicht, schade.

Test/ Bryton 2.: das „Problem“ ist das, wenn man so eine Route im Gerät aufruft, wird sofort erkannt, daß man sein Ziel erreicht hat. Ja bravo, und das ohne einen Meter gerollt zu sein.
Nein, der Bryton kann dann nicht dem Track rückwärts folgen, er ist auf Start oder eben Ziel fixiert.

Ich habe aber wahrscheinlich einen einfachen Trick gefunden ihn zu überlisten. Also, bei meiner Quelle für diese Route, gibt es eine Funktion das man vom ehmaligen Zielpunkt wieder zurück zum Startpunkt planen lassen kann. Dazu muß man die Strecke Bearbeiten ( oder gleich vorab beim Erstellen der Route ) und dann eben die Funktion Zurück zum Startpunkt aufrufen. Bikemap stellt dann noch die Alternativen Den gleichen Weg zurück oder Den kürzesten Weg zur Auswahl.

Ich denke, wenn man die Strecken gleich so macht, müßte der Bryton den ehmaligen Zielpunkt als Wegpunkt auf der Strecke erkennen und dann die Weiterfahrt automatisch managen. Blöd das ich von dieser Sache so vorher nix wusste, denn sonst hätte ich es gleich testen können.

Damit ich das dann aber doch testen kann, habe ich mal die HAMsterrad-2Anfahrt entsprechend umgemodelt. Praktischerweise kann ich mich dann dort auch noch mal dem Phänomen der dicht nebeneinander liegenden Streckenverläufe widmen.

Eines ist mir während der heutigen Fahrten noch aufgefallen. Hin und wieder generiert der Bryton recht wilde Harken schlagende Streckenverläufe. So ganz bin ich noch nicht dahinter gestiegen warum, habe aber eine Vermuntung. Dazu gleich mehr.
Denn diese wilden Harken lassen zum einen die Strecke viel kurviger ausschauen als sie wirklich ist und zum anderen kommen Abbiegehinweise nicht immer so punktgenau rüber.

Das mit der wilden Optik ist bzw. war bei mir heute kein Problem, letztendlich kenne ich die Strecke in und auswendig. Was aber wenn nicht ? Denn dann kommt der Punkt zwei zum tragen. Grundprinzipiell kann ich ja nix gegen die Abbiegehinweise sagen, also bis jetzt. Lassen wir einmal die dicht paraell nebeneinander verlaufenden Strecken außen vor.
Heute hatte ich aber an einer Stelle die Situation, wo der Bryton zunächst mal eine recht gute Linksabbiegung genrierte, man aber eigentlich seicht rechts-geradeaus fahren muß, was ich ja wusste. Ich bin dann natürlich nicht links ab, auch wenn ich da eine Streckenführung kenne, sondern habe mich ganz seicht rollend der richtigen Streckenabbiegung, eben seicht rechts-geradeaus genähert. Quasi erst im letzten Augenblick sprang er dann auf jene Route um und alles war gut.

Könnte also sein, das dieses wilde Generieren in der optischen Darstellung via nur schwarzen Strich verwirren kann.

Hierzu jetzt meine These. Ich denke, der Bryton arbeitet mit einer unterschiedlichen Skalierung des Streckenverlaufs. Während das Stück wo man tatsächlich gerade ist, 1:1 dargestellt wird, zoomt der Bryton alle anderen Streckenmeters davor oder eben daneben stufig kleiner.

Das wird einem nicht ortskundigen oder gar nicht eingefleischten Nutzers des Bryton ganz schön verwirren und für die eine oder andere Wende im Streckenverlauf, zwecks Nutzung des dann richtigen Weges, führen.

Idee dazu von mir, ich werde das mal die Tage gezielt provozieren. Denn bisher hatte ich es nur einmal irgendwie wahrgenommen das da stand: out of Track – sprich man ist runter vom Kurs.

Soviel also dazu, weiter im…

Bikealltag: wie man unschwer in den nächsten Textzeilen und Bilder erkennen kann, es war noch sehr schön. Die seichte Brise schob gut von hinten, der Tacho stand mühelos jenseits der 25km/h. Warum kann das eigentlich nicht immer so sein ? Einziges aber verknusbares Manko, es war deutlich wärmer geworden. Und so war lange wo stehen bleiben, zumal dann nicht im Schatten und mit dem eigentlich nicht für den Sommer gemachten Funktions-Shirt, nicht immer so prall. Aber ich konnte noch ein paar schöne Bilder machen.

sattes Korn – wohlriechend nach Sommer

Place of…

street of route

blooming in summer

Ne´war schon schön diese Runde und ma(n)n hat wieder ein paar Tricks ausgedacht wie das mit dem Bryton besser klappen könnte. Übrigens, weitere Bilder hab ich wieder bei Flickr in´s entsprechende Album gelegt. Sind nicht viel anders als die hier, aber ich denke wer mag… .

Hinterher hab ich dann auf meiner Terrasse erstmal das Sonnensegel aufgezogen und alles in Ruhe abgewickelt. Mit einem großen Becher Saftschorle die Fahrt sacken lassen, die ersten Zeilen getippt, Bilder schon mal runter gesaugt. Ganz relaxed zog die Zeit in´s Land.
At last hab ich mich dann noch dem letzten geplantem Tageshöhepunkt gewidmet, dem „Menthaltraining“ Pro. Bis ich mich daran begeben habe war auch die Sonne um´s Haus rum, was die Sache dann nochmal ein gutes Stück angenehmer machte.

Jetzt frisch geduscht, rasiert und die Harre gestutzt, gestärkt durch ein Mittagmahl, wenn auch recht spät zu mir genommen und gerade noch eine kleine Pizza hinter geschoben, lasse ich jetzt den Tag ausklingen. So sollte Wochenende immer sein.

 

 

08:48Uhr/ 08.07.2017

Juli 8, 2017 by

Morgengruß/ Radschnellweg Ruhr: guten morgen zusammen. In der Samstagszeitung, meinem festen Angelpunkt für den jeweiligen Samstagmorgen fand ich jene Anzeige…

Zu meinem Erstaunen muß ich sagen. Denn mit so richtiger Werbung in der Breite hatte ich nicht gerechnet. Bis auf die offizielle Homepage und diverse „Dreizeiler-Meldungen“, die ich dann ja auch immer gerne hier auf dem Blog veröffentliche, war da eher Ebbe angesagt.

Das Motto „Viele Spuren. Eine Richtung. Nach vorne.“, trifft es für mich gut auf den Kopf. Klar ist mir aber auch, das es nie ohne Auto gehen wird, aber in welche Richtung oder noch besser gesagt mit welcher Gewichtung, die Frage darf ich doch wohl schon stellen.

Ich denke „Nach vorne.“ sollte es für´s Erste am besten treffen. Denn täglich gleite oder düse ich meine Strecke zum Job und da wo´s morgens meist hergeht ist ein schöner breiter Randstreifen. Jedenfalls auf einem Großteil der Strecke.
Es wäre also planungstechnisch ein Leichtes da eine offizielle Radfahrspur aufzumalen. Witzigerweise war das da auch wohl mal früher. Denn irgendwo sind noch die Restfarbkleks zu sehen. Ich würde mir dann noch hier und da ein paar einfache bauliche Maßnahmen wünschen, um den Flow bis an die Stadtgrenze zu verbessern.

Jetzt könnte ich natürlich hergehen und mich zu diesem Zweck dem ADFC anschließen. Ganz ehrlich, so oft habe ich darüber schon sinniert. Alleine nur der Rechtsschutzversicherung wegen, das war so mein letzter Ansatzpunkt. Aber zur Zeit habe ich dafür eher weniger einen Kopf.

Ich komme nochmal auf den RS1 zu sprechen. Breit angelegte Werbung in Druckmedien ! Sie zeigen Bike-Hipster & junge Leute – bitte im positiven Sinne verstehen – jung und voller Elan. Bleibt zu hoffen, daß sich dieser Elan auch mal auf die Stadtoberen auswirkt und es mal gut nach vorne geht mit diesem Projekt.

Ja, soviel also dazu. Ich wünsche mal allen noch einen schönes Wochenende !

14.156km/ 07.07.2017

Juli 7, 2017 by

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biktouren Bilder: ja diese Woche hatte für mich nur drei Arbeitstage und so gibt´s auch nix groß zu berichten. Deshalb wird das hier auch ein eher unkonventioneller Bericht, nein mehr ein Abriss.

Der Kollege Penguin on a bike hatte sich auch mal eine Luftpumpe gegönnt. Und da ich ja nicht so zufrieden mit meiner Lezyne Gauge Drive HP bin, kamen wir in´s spinnen von wegen Luftpumpen und so. Im Mittelpunkt stand der Gedanken für ein Luftpumpenmuseum. Ein „wenig“ was könnte ich dazu beitragen.

Meine aktuelle Auswahl, über die eine oder andere hatte ich ja schon Testberichte getippt, wobei nur die Lezyne zur Zeit am Bike mitfährt. Zum Glück habe ich sie noch nicht gebraucht.

Ansonsten, ja nicht viel Neues im Lande. Warm ist´s wieder geworden, viel hab ich diese Woche sportlich nicht gemacht, halt außer den Radfahrten die sowieso fällig sind. Dabei wurde natürlich der frische Bryton Rider 330 E gut gebraucht. Inzwischen habe ich da natürlich wieder was getestet und ein paar zusätzliche Skills konnte ich mir auch aneignen.

Zwei Bilder von der heutigen frühmorgendlichen Anfahrt. War aber schon wieder mit 18c° zu warm, auch wenn die Szenerie natürlich klasse war.

Am Kanal, auf der ersten Bryton-Teststrecke

Die Heimfahrt ging so bei ü. 30c°. Es gab zumindest ein gutes Lüftchen, so rollte es passabel. Nur groß stehen bleiben war kein guter Plan. Ja und jetzt hocke ich hier und lass die ereignissreiche Woche sacken. Ganz ehrlich, ich bin froh, das jetzt so recht gut alle terminlichen Leckerklie rum sind und der Alltag wieder langsam einkehrt. Jetzt noch ein paar Grad weniger…

( Bike ) nachgedacht: aber der-dieser Alltag wird nicht all zu lange andauern. Denn dann steht mal wieder Jahresurlaub an und es geht „wech“.

Vorher wird aber nochmal ein Termin beim Doc wahrgenommen. Denn das erste Resumé der Altererescheinung war ja nicht gerade positiv. Was der jetzt wieder genau mit mir vorhat – Osteophatie – kann ich mir nur ganz grob denken.

Jetzt muß ich ganz ehrlich zugeben, gut das was da anliegt ist das eine. Das andere ist aber, der Doc scheint ein Guter zu sein, also Ahnung von der Materie. Anderseits, das Team, er und vor allem die Parxis ist mir alles andere als syphatisch.

Beispiel: die Praxisräumlichkeiten sind so in den 70er eingerichtet worden. Entsprechend schaut es dort aus. Grausig, brrrr. Eiche natur, mit Florrware aus jener Zeit. Im Röntgenraum konnte ich mal einen Blick auf die Tapeten werfen. Alter schwede, die rollen sich stellenweise ab ! Die ganze Praxis gehört grundrenoviert.

Und etwas mehr persönliche Zuwendung, Lächeln oder so, das könnte man auch mal einführen. Alleine die Tatsache wie er mir den Befund rüber gebracht hatte. Einmalig. Ich schätze mal, eine holde Dame, gesetzteren Alters und zarter beiseitet wäre gleich in Tränen ausgebrochen.

Ich lass mich mal überraschen, Dienstag ist Termin. Zumindest der ist recht spät. Geht ja bei mir kaum anders. Ich brauche ja gut eine Stunde um mit dem Radel vom Job weg hier zur Burg zu fahren. Dann frisch machen und weiter fahren. Dafür sollte es dann eine Bürgerblechbüchse sein, weil sonst macht das Duschen ja wenig Sinn. macht Die muß dann aber auch familiär greifbar sein. Meine Holde ist berufstätig und meine beiden großen Kids jobben auch.

Aber wie schon gesagt, ich lass mich mal überraschen. Das blöde ist aber auch, solche Doc´s gibt´s hier nicht wie Sand am Meer.

Bryton 330 E – Test 1.0

Juli 7, 2017 by

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Bike-Navigation/ Test/ Bryton: und wieder beginnt ein Text mit dem viel sagenden Wort – so.

Vorgeplänkel

Die Tage wurde mit dem Neuerweb mächtig rumgefummelt. Immer wieder mal so zwischendurch, halt wenn man wieder Ruhe hatte, Bock oder eben neue Infos aus dem von mir initiierten Radforum-Thread Bryton Rider durchgesickert waren. Und nun kommen wir zum…

…so ! Denn letzten Sonntag war dann mal wieder ein Test und zwar in Form von einem kurzen Echteinsatz angesagt. Quasi termlinch vor der familiären Aktion. Motto: „ich geh nochmal mit dem Hund raus.“ Hiernei sollte man wissen, wir haben gar keinen Hund. Erstes Resumé: gefühlt ist man einen Megaschritt weiter.

Inzwischen, um genau zu gehen Samstag, ist es mir gelungen den Bryton 330 an´s häusliche WLAN anzubinden und auch die richtige aktuelle Bryton Seite zwecks Onlinesynchronisation zu finden. Letzteres natürlich wieder mit Hilfe aus dem Radforum.

Denn Bryton, und das schieb ich jetzt gleich mal so ungeschönt ein, ist was Support und dann eben Handhabung der Geräte anbelangt, nicht ganz so vorne mit dabei. Das trifft dann leider auch die beiden online stehenden Pages zu. Ich hatte zunächst, weil unwissend, die nicht mehr aktuelle BrytonSport Seite ausgewählt und mich dort umgeschaut, sowie die eine oder andere Spielerei probiert.

Das ist natürlich ganz großer Mist und in den heutigen Zeiten eher unverständlich. Wenn doch eine Plattform nicht mehr aktuell ist, hinterlässt man entweder einen Verweis auf die aktuelle Plattform, richtet wahlweise eine automatische Umleitung ein, oder nimmt das Ding ganz vom Netz.

Gut, also mit Hilfe von flori, der mir auch dieses Gerät empfohlen hat und dann noch eben Scorpi, beides Raforum Members of, wurde mir eine Grundkonfiguration und erste Handhabung des Bryton 330 ermöglicht. Plan B stand dann eben, wenn auch recht spontan, an.

Nach dem üblichen „Frühstück“ und dem Frühsport dachte ich, ob der Wetterlage nicht daran größere Strecken abzutasten. Hatte da noch der zweie im Hinterstübchen, entschied mich dann dazu, einfach mal den Kanal abzuknastern. Irgendwo hier im direkten Claim angestartet, dann bis zum Ende hoch und at last wieder zurück.

02.07.2017/ erstes Roll-Out

Doch es fiel mir dann noch ein, das ich praktischerweise diese Testfahrt mit einer kurzen Streckenpflege auf meiner Rennbahn verknüpfen könnte. Denn da wuchert auf einem Abschnitt recht stacheliges Zeug satt über die Leitplanken. Jenes lässt dann den Angebotsstreifen arg schrumpfen und das schon bei Tageslicht. Und so ziehe ich da zweimal im Jahr eine kurze seichte Klar-Schiff-Aktion durch. Übirgens an der Stelle sei auch mal gesagt, der eine oder andere tägliche Radfahrer hat mir dafür auch schon direkt gedankt.

Zum Test selbst. Natürlich ist für mich das Gerät noch recht neue und gerade die Bedienung via nur drei Tasten noch nicht ganz so geläufig. Mein bisheriger Sigma ALTI 14.12 Tacho ist ja kein Neuland mehr und lässt sich intuitiv bedienen. Der Vergleich hinkt aber dann doch, denn der Sigma bietet ja nur einen anderen, eben kleineren technischen Umfang.
Der einzige Rettungsanker, und das kann man wirklich so sagen, ist die beiliegende Kurzanleitung. Die griff ich mir, schaute nochmal intensiv drauf und entschloss mich dann, jene mitzuführen. Also raus, den Bryton an´s CAADX gepappt, noch ein wenig die Sachen verstaut…

…und los !

Der Start des Bryton und der Radfahrfunktion ging mir schon recht flüssig von der Hand. Leider zog es sich dann zu, Nieselregen setzte bei der Aufräumaktion ein, ich war entsprechend durchgeweicht. Aber der Bryton lief wie gehabt.

Nach dem dann der Nieselregen auch wieder verzogen war hatte ich aber keine große Lust mehr den angedachten Part abzugrasen. Und so wurde ein wenig was hier aus dem Kopf zusammensgestrickt. Dabei ging es kreuz und quer und auch immer wieder mal durch waldige Abschnitte.

Und da muß man ganz klar sagen, hat der Bryton wohl ein Problem. Denn sowohl der Speed als auch die Strecke fallen dann deutlich ab. Je mehr Baumbestand, deso offensichtlich schlechter der GPS Empfang, ergo die Werte nach unten fallen. Das von einem Gerät das als geeignetes für den MTB Fahrer empfohlen wird ?

Jetzt ist wieder aber der Tip seitens tadzio aus dem entsprechenden Radforum gekommen, daß es da einen Bryton Kombisensor für Geschwindigkeit und Trittfrequenz ( ca. 50 Okken/ iss aber leider zur Zeit aus bei Bike.24.de ) gibt.

Jetzt werde ich die Tage mal ein paar mir bekannte Strecken auf das Teil ziehen und dann mal schauen wie genau man das abfahren kann.

Erstes Resumé

Ja läuft. Im Einzelnen…

  • ganz großes Leckerlie ist der Import aller Daten via WLAN an die Bryton Active, von wo aus denn die Daten auch ebenso automatisch an Strava weiter gereicht werden
  • positiv überrascht dann doch das erste Handling mit nur drei Tasten an die man sich aber erstmal gewöhnen muß
  • der Bryton ist was eine Ansicht während der Fahrt angeht, groß genug
  • mit dem Übermitteln der Daten wird auch Kartenmaterial generiert ( auf den jeweiligen Trainingsverwaltungen )
  •  weniger gut bis extrem mager ist das Handling auf Bryton Active. Es gibt nur eine einzige standard Kartenansicht. Keinerlei Kartenauswahl ( selbst Strava hat 3stk. ), womit dann auch Trampel- u. Wanderpfade komplett entfallen, was widerum die Planung via Bryton Activ fast unmöglich macht. Denn wer will schon immer Hauptstraße fahren ?

  • Daten lassen sich nicht bearbeiten ( Wahl von unterschiedlichen Bikes zB. )
  • Support & Gebrauchsanleitung sind allgemein sehr dünn, selbst auf YT gibt es keine seitens Bryton geführte Videos. Einzige Trostpflaster sind auf der Startseite von Bryton Active die Bryton-Anleitungen – die dann aber eben doch auf YT führen. Entwarung an dem Punkt

Leider hab ich auch noch nicht herausbekommen, wie ich das gespeicherte Kartenmaterial vom Bryton direkt runter bekomme und zB. bei Bikemap.net einpflegen könnte ?
( Werd da gleichmal einen Versuch starten. *wenig später* Leider kein Erfolg, da die Daten der Fahrten in einem unbekannten Format – fit –  hinterlegt sind. )

Erste Hanhabungs-Tips

  • Gerät erstmal, wie auch empfohlen, und ja, ich hab´s überlesen, mindestens 4h aufladen
  • aufspielen von GPX-Daten – GPX-Kartenmaterial vom entsprechender Quelle exportiert – den Bryton per USB an den Rechner angeschlossen – dann unter Extrafiles reingeschoben – fertig

Kurzes erstes Nachwort

Jo passt soweit, für mich schonmal einen Gute Lösung. Leider wird der Bryton nicht den Sigma 14.12 ganz ersetzten können, da er a. zumindest keine Außentemperatur anzeigt und b. das Einpflegen in die IBC Trainingsverwaltung wohl nur via Strava und auch auch dann nur im Winterpokal läuft.
In der IBC Trainingsverwaltung habe ich aber bisher alle wesentlichen Daten gesammelt und auch schön fein nach Bikes sowie deren Bereifung sortiert. So kann ich recht leicht sagen, welcher Reifen auf welchem Bike wieviel gelaufen hat. Das erleichtert für ich eine Beurteilung der Laufleistung, sprich Qualität der Reifen.

Womit ich dann auch zum vorläufigen Ende komme, ja der Bryton funktioniert, aber es hängt auch an der jeweiligen Trainings- bzw. Onlinekartenprotalen.

  • Im IBC geht gar nix mit Karte, dafür eine Menge an Trainingsverwaltung
  • Strava biete da zumindest in der No-Payment Auführung trainingsmäßig nicht so viel, was ja klar ist und auch dieser Vergleich hinkt, kann aber auch in Sachen Kartenmaterial nur geringe Auswahl bieten. Was gar Planung von Routen anbelangt ist da ganz Ebbe
  • Bikemap bietet alles was die Kartenplaung angeht, hat aber noch keine Trainingsverwaltung
  • Bryton Active… naja, wäre eine anfängliche über einen sehr kurzen Zeitraum betrachtete und somit noch faire Berurteilung

Damit ist der erste Testpart gelaufen. Im Verlauf der Folgewoche wurde dann nochhier und etwas rumgespielt. Mal sehen ob das noch zum virtuellen Papier bringe.

Holz

Juli 7, 2017 by

…und sonst ?/ Newsticker: Holz ist ja bekanntlich ein schöner Baustoff. Ich muß das ja wissen, habe ich doch seinerzeit mal Schreiner gelernt. Holzhäuser sind ja zur Zeit irgendwie im Trend, auch wenn ich sagen muß, ich könnte mir nur bedingt vorstellen in einem reinen Holzhaus zu wohnen. Dies aber nur weil ich den Materialmix liebe. Holz mit Mauerwerk, Naturstein, ja auch Beton oder Stahl & Glas, das wär mal was.

Jetzt bin ich aber in bekannten Videochannel auf den Beitrag „Holz: Alter Baustoff – neu gedacht“ gestoßen. Ist mit knapp 30min. nicht sonderlich lang, kann man sich also mal ruhig anschauen. Viel Spaß !

09:34Uhr…später „abgesetzt“/ 05.07.2017

Juli 5, 2017 by

Bikealltag/ Morgengruß: moin moin zusammen, ja habe heute noch einen Tag Urlaub und bin dann auch erste gerade raus aus den Federn. Recht spät für mich, also lange geschlafen, was aber auch seinen Grund hat. Denn gestern war für uns das hoffentlicht letzte gesellschaftlche Ereigniss. Der Besuch eines Depeche Mode Konzert.
Und on top, bei „mich“ in der alten Heimat, also im Stadion der Knappen. Was wäre da nicht passender als eine entsprechender Onlineartikel des Rolling Stone.

———

Ein paar Zeilen dazu von mir jetz hier. Im Grunde schaut es so aus, das mich nichts dazu hinzog ein weiteres Konzert meiner alten Lieblingsband aufzusuchen. Was soll ich mit den Kids im Innraum rumdancen, oder gar das Konzert unter der Woche besuchen ? Das wird spät und der nächste Arbeitstag dann eben nicht ganz so lecker. An dem Punkt sei gesagt, ich habe schon genug Überschichten in XXL geschoben und stand trotzdem am nächsten Tag wieder pünklich parat. Muß man nicht mehr haben.
Ja das mit dem Innenraum hatte sich dann in soweit erledigt, das meine Holde Sitzpätze geordert hatte. Sitzplätze ! Auf einem Konzert !?

Ne´ also wirklich. Aber nun gut, ob des vortgeschrittenen Lebensabschnittes meinerseits und mit den beiden Tagen Urlaub, gestern und eben heute im Rücken, kann man sich das ja mal antun.

Ja und das Thema mit den Kids, ja waren auch da. Aber das hatte ich grob unterschätzt. Die wenigen Kids waren mit den Eltern da. Also entweder die, die auch schon auf den DM-Zug mit aufgesprungen sind, oder eben mitmußten, weil wohl kein passender „Babysitter“ zur Hand war. War irgendwie lustig.

Von DEPECHE MODE selbst gibt´s ja ne´neue Scheibe, wie man halt so damals sagte. Ja, auch hier ganz ehrlich, ich war nicht mit dem Zelt vor dem Store kampierend einer der wenigen Ersten den in Vinyl gebannten Abdruck der Töne in der Hand zu halten. Um genau zu sein, ich hatte nicht eine Tonlage oder gar Songzeile von der neuen Scheibe gehört. Werd ich mir mal die Tage, grob geschätzt so nach dem Urlaub, eventuell auch schon vorher, besorgen und gut iss. An dem Punkt kommt…

…aber eine Arbeitskollegin zum Zuge. Ich weiß nicht, aber irgendwann kamen wir mal dazu zum Gespräch und sie war halt eben auch auf dem Konzert. Sie hatte die neue Scheibe und sagte was von: „total phycho, könne man sich nur schwer antun„, was mich dann aber auch kaum verwunderte.

Mich hatte die Band schon in der Vergangeheit immer wieder durch gekonnte Stilbrüche zu den vergangenen Alben „geschockt“. Was ich aber im nachhinein zum einen als einen Art Evolutionsstufe der musikalischen Vortentwickelung betrachte und zum anderen auch als Spiegel möglicher interner Problematiken und persönlichen Vorgängen sehen würde. Also eher gelassen. Ich wüsste jetzt keine musikalisches Schaffenswerk, auch wenn das jetzt komplett überzogen klingt, so wie Meisterwerke echter großer Komponisten, an die man sich gewöhnen musste, also wenn man wollte.

Zum Konzert selbst. Also Sitzplatz, natürlich hölleneng, so wie Sardinendose, was mir, mit Bezug auf gewisse Erscheinungen, besonders zu gute kam *rümpf die Nase*, war ganz nett. Auch hier hatte ich nicht viel erwartet von der Band. Viel hatte ich schon gesehen, was soll ich mir die Band mit den Baujahren noch in einem Megaevent antun ?

Aber wohl geschrieben, aus der Entfernung hätte sie auch die Putzfrau da rumwirbeln lassen können, mehr als ein paar größere Gestalten konnten zumindest wir nicht sehen. Schade war dann auch, das man erst recht ab dem Ende des ersten Drittels der Show mit den Leinwänden und ein paar Lifeaufnahmen gearbeitet hatte. Das trübte sich dann bei mir mit der schon etwas verrissenen Aussteuerung der Tonlagen, der Bass war hoffungslos überzogen, ein.
Überhaupt tonlich bin ich da ja noch ganz bei meinen Erinnerungen; life gespielt ist die Band von den Tonträgern zu weit weg. So weit weg, daß man es entweder wissen muß, oder man dann überrascht ist, welche Band denn da so mies die Songs von Depeche Mode covert. Gut, ich wusste es, was die Sache aber nicht „leichter“ machte.

Denn, auch da wie üblich, sie konnte es nicht lassen und spielten mal wieder mit neuen Instrumenten. Ein Schlagzeug war da sehr präsent. Ich sage mal so, nicht immer zum Vorteil. Zum einen weil tonlich zu stark in den Vordergrund gerückt und dann zum anderen, daß ganze Ereigniss mehr zu einem vermeintlichen wilden Rockkonzert ausufern gelassen hat. Wir erinnern uns: Depeche Mode ist eine der schon fast klassischen Synthesiser Band ! Vergangene Experimente, auf Tonträgern sind, zumindest nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, meiner Meinung nach gut geglückt. Hier hat das eher nicht gepasst.

Thema Sitzplatz und Konzert besuchen. Ja nette Sache, werd ich aber bestimmt nicht mehr machen. Sitzen auf so schraubstockartigen Abmessungen wird noch beim nächsten Urlaubsflug hin und zurück anstehen, dann aber nicht mehr. Und warum sollte man ein Konzert besuchen, wo man nicht mal wenigstens etwas abdancen kann ?
Ich fand das schon arm. Da braucht man Platz ! Die Meisten sind dann einfach aufgestanden und haben sich auf den gefühlten 2qcm bewegt, ein paar wenige haben sich auf die Treppen oder in den Reihenzugang gestellt. Ich für meinen Fall, hatte weder auf das eine, noch auf das andere Bock.

Wie gut das es Smartphones gibt. Denn damit konnte ich mir ein wenig die Zeit vertreiben. Zu überhören war Depeche Mode nicht, das mit dem sehen eher mau, naja und die Show… . Und hier kam dann die Arbeitskollegin in´s Spiel. Wir tauschten uns aus, wie der Fortschritt bei den Eingängen, der Paltzsuche war und wer gerade wo sitzt. So grob konnte man sich anpeilen. Hätte ich gewusst das der Konzertbesuch so ungezwungen war, hätte man sich auch mal vorne wo treffen können.

Überhaupt war die Atmosphäre extremst cool & gelassen. Ja schon fast so wie bei einem Hippi-Konzert in den 60er Jahren. Überall saßen die eingefleischten Fans auf der Wiesen rum, niergends wurde gedrängelt oder geschubs, alles lief so wie sollte. Hier wird sich auch der Vorteil der älteren Generation bemerkbar gemacht haben. Die brauchen den Scheiß alle nicht mehr. Ganz leasure spulte sich das Event also ab.

Hier sei auch gesagt, die Location spielt da natürlich auch mit rein. Alles war bestens organisiert, gut erreichbar, man konnte fragen wo man denn hin musste, kaum stundenlange Schlangen, egal wo beim anstehen. Merkwürdig fand ich nur die Security. Ich meine in Zeiten von 9/11 wurde da eher seicht kontrolliert. Nicht das ich ängstlich bin oder gar verkrampft, aber so entspannt ? Nun gut.

Ja, so war das dann. War nett, aber für mich der letzte vorläufig Besuch eines Konzertes.

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Weiter im Tagestext. Das letzte gesellschaftliche Ereigniss, weil wir im Grunde seit Freitag Vormittag einen Termin nach dem nächsten wahrnehmen, bei mir noch gekrönt durch zwei Besuche bei den entsprechenden Doc´s und kurz unterbrochen durch einen montägliche Schicht.

Da darf man sich auch mal eine Extramütze Schlaf gönnen. Bin dann aber, wie schon angedeutet, recht froh, das nun der Alltag wieder einkehrt.

Und so werde ich heute mal etwas auf ruhig machen, auch wenn mal wieder ein IKEA Besuch anberaumt wurde, welcher aber freiwillig und eher spontan ist.
Radfahren ? Mal schauen, Training irgendwie, ja da wird´s auf jeden Fall was geben. Denn dem ersten Kurzresumé des letzten Doc´s folgend, werd ich mich nun konzentrierter einer Altererescheinung, leider auch vererblich, widmen. Ma(n)n weiß nun woran es liegt.

Derweilen wünsche ich, insbesonderes dem arbeitenden Volk, einen schönen Tag. Geht raus und genießt für ein paar Augenblicke, oder auch länger den Tag mit den, zumindest hier vorhandenen, Sonnestrahlen und saugt die frische Luft ein !

Inzwischen 13:58 Uhr

…einen IKEA-Besuch weiter. Entspannter loser Streifzug durch die Ausstellung, ohne großes Ziel. Gefunden wurde ein Megaspiegel der die Tage in der Esszimmerecke für ein lichtes Gefühl sorgen wird. Dann gab´s „Mittach“essen, für uns den Klassiker Köttbullar. Wobei ich sagen muß, wüsste nicht das ich das je mal da gefuttert hatte. Vielleicht mal in den ganz frühen Zeiten. Und wie das eben so ist, dem Deutschen zum Mittag…

…sein erstes Bier. Wie war das noch mit Ballermann ? Nein, Jever in alkoholfrei hatte ich noch nie. War schön gekühlt und eben richtig gutes kaltes Alkoholfreises Bierchen kann gut runter laufen. Jever ist ja geschmacklich eher bitter. Ich fand jetzt aber, ging so. Klar eine zartbittere Note hat es, ist aber dennoch erfrischend. Lief gut runter.
Hernach ging´s dann durch die Verkaufsräume, passende große Gläser zum trinken nachgefasst und dann noch den Spiegel eingesammelt. Zwischendruch hatte Mann keinen nerv sich wirklich jede Auslage anzuschauen und ist mal stramm zu einem kurzen Pausenstop für mich. Einen Espresso für nur 50cent ! Den muß man mal probieren.

Gut, für nur 50cent fällt einem das meckern wirklich schwer. Ist natürlich kein Megknaller, aber dafür groß und bringt Anschub. Für meinen feinen Gaumen ein wenig zu bitter, was dann aber oft an der verwendeten Bohne liegt. Aber was soll´s, passte ja für den Preis.

Jetzt noch ein wenig chillen, dann ein wenig trainieren und dann geht´s für den Rest in die Woche.

 

Verkehrserziehung einmal anders…

Juli 4, 2017 by

…und zwar aus dem schönen Japan !

…und sonst ?/ Newsticker/ Bike nachgedacht: neulich bei there is no „I“ in cyclyng gab´s einen Bericht über eine Ausfahrt. Dem Autor BIKESNOB28HB berichtet von einem noch mal gut gegangenem Unfall, welcher ihn aber wiederum an die Maßnahmen in Japan erinnerte. Aber lest selbst die von mir entsprechenden zitierten Textzeilen.

„…Mich erinnerte das an Führerscheinverlängerung in Japan. Alle fünf Jahre oder so muss man in Japan zur Verkehrserziehung wenn man seinen Führerschein verlängern lassen will. Insgesamt ist das relativ langweilig, aber auch irgendwie bizarr und interessant. Teil des Programms ist es sich einen Verkehrspädagogischen Film anzusehen, meiner hiess: „Mörder ohne Absicht„.

Die Geschichte ist etwa so, dass ein Mann mit seinen Betriebskollegen in einer Kneipe feiert und schon was getrunken hat. Dann ruft sein Chef an und bittet ihn eine Klimaanlage bei einem Kunden zu reparieren. Er will natürlich nicht, aber da er ja ein guter japanischer Arbeitnehmer ist lässt er sich doch bequatschen und fährt los.

Schnitt. Ein kleines Mädchen mit Großmutter, beide im Kimono laufen fröhlich vergnügt auf dem Rückweg vom Jahrmarkt an einer Straße lang. Ist schon klar was jetzt passiert, die Details spar ich mir, aber im Film wird einem da absolut nichts erspart: Kind tot, Oma im Krankenhaus.

Jetzt beginnt das Drama aber erst richtig. Der Mann verliert seinen Job und als er zu der Familie des Kindes geht, um sich zu entschuldigen wird er nur angeschrien „Geben sie uns unser Kind zurück!“ Dann muss er ins Gefängnis. Seine Familie muss ihr schönes, westliches Haus verkaufen und wohnt dann in einer fiesen, alten japanischen Hütte direkt an der Bahnstrecke. Die Mutter hat einen harten und schlecht bezahlten Job auf einer Baustelle, der Sohn nimmt Drogen, die Tochter geht nicht mehr zur Schule und ist zickig. Eines Tages sagt die Mutter nur: „Ich bin so müde!“ und man sieht wie Sie auf die Bahnschranke zu geht; quietschende Zugbremsen, dann wieder jede Menge Details.

In der letzten Szene des Filmes sieht man dann wie der Mann, aus dem Gefängnis entlassen, im Regen auf den Stufen vor dem Eingang des Hauses des Kindes sitzt, an die Tür trommelt und schreit: „Verzeiht mir! Verzeiht mir!“ Die Kamera schwenkt dann weg von ihm zu einer Straße mit viel Autoverkehr. Die unausgesprochene Botschaft zum Schluss ist: „Siehst Du, da fährst Du gerade in Deinem Auto, aber schon morgen könntest Du an diese Tür hämmern und um Verzeihung bitten.

Von den ca. anderen 30 Japanern, die mit mir den Film gesehen haben, war etwa die eine Hälfte am pennen und die andere am flennen. „Ist schon etwas übertrieben“, dachte ich mir und setzte mich dann in mein Auto um ca. 10 km nach Hause zu fahren.

Soviel also dazu. Ich denke irgendwie sollte man mehr am Bewusstsein der heutigen Gesellschaft rumschrauben. Die meisten verstecken sich doch nur hinter dem, was die anderen auch so machen. Die Logik ist dann recht einfach, was die/ alle machen kann ja nicht verkehrt sein.

Zumal anders sein, mehr als nur schwer ist. Bildlich gesprochen, gegen den Strom des Flusses zu schwimmen, ist immer schwerer.