Uff…/ 54.763km/ 11.11.2022

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Bikealltag/ The Cure – Forest/ Sport & Alltag/ Bike- & Biketouren Bilder: …Abfahrt in die erste Arbeitswoche, etwas Radfahren stünde an und man wird sehen, wie sich das die Woche über verhält. Tendenz geht auf Besserung.

Auch wenn es mit der Kultur & Caffee Runde schon gut lief, so ganz auf´n Damm war man dann natürlich nicht. Wie auch, was die Sache ja auch erklärt. Blöd gelaufen, ist man nicht gut drauf, fährt man langsamer.
Langsamer bedeutet länger und Ziel des auch in diesem Jahr wider laufenden Winterpokal ist ein dem Radsport völlige entgegen gesetztes Ziel. Nicht schneller und weiter ist das Ziel, sondern eine gute um nicht zu sagen möglichst lange Fahrzeit.

Noch besser erklärt, wenn ich unter normalen Umständen in knapp 50min. am Job bin ist das zwar gut und auch nett, aber wenn ich statt dessen etwas mehr als einen Stunde brauche, ist das für den Winterpokal besser. Mehr Fahrzeit gleich mehr Punkte.

Montag: den Wecker bimmelt beabsichtigt noch eine gute viertel Stunde eher, als das sonst so zum Arbeitsantritt üblich ist.

Am Küchenstammplatz hockend und sich das Heißgetränk über die Lippen laufen lassend hegt man die Hoffnung, daß jenes zusätzliche Zeitfenster die gewisse Temposchwäche ausgleichen wird. Hektik am Job kann ich nicht gebrauchen.

Das Radlicht aber auch der Bryton Tacho, der auf gegen Ende der gestrigen Tour nach einer Steckdose rief sind geladen, draußen ist es noch stockdunkel. Das wird also ein Ritt durch die Nacht.

09:03Uhr: angekommen wenn auch nicht pfeilschnell, aber zufrieden. Ein erster Appetit lässt eine Mikrowellen-Discounter-Burger nach dem Umkleiden auf wundersame Weise verschwinden. Die Post für die Jobrunde machen, ausrücken um direkt im ersten Einzugsgebiet frisches Obst und ein paar wenige andere Leckereien einzuholen.
Der Tag rollt an. Diese und die nächste Woche ist man für eine sehr leckere *rümpf die Nase* Jobrunde eingeteilt. Nimm es wie ein Mann.

Ein Licht geht auf/ 13:27Uhr

Leider hatte das Röstwerk Hörde geschlossen, wäre meine erste Anlaufstelle für einen ordentlichen Espresso gewesen. Der war halt als Aufbaunahrung nötig.

Der nächste Ansatz war dann beim Stammbäcker des Vertrauens Beckmanns. Da man ohnehin dort Brot für die Woche holt, wird es noch ein Espresso Macchiato und ein Panini Mexicana als Stärkung.

Langsam entfaltet sich das Aroma, es ist nicht bitter, eher herb aber als Macchiato überaus angenehm. Kräftig ist er sowieso. Der Bauch ist gefüllt, die Augen erreichen das nächste Level. Der Nachmittag kann kommen.

Am Abend: gegen Ende hin ist der Arbeitstag noch gut gelaufen und so kam ich geschmeidig vom Hof. Rückfahrt mit dem CAADX zwar bei Wolken aber annähernd 15c° und Rückenwind. Freude kam auf.
Mit dem Zeitpuffer vor der Brust konnte ich noch in der Dachkammer meinem Rücken- & Rumpf ein paar Mobilität aber auch Kräftigungsübungen zukommen lassen.

Dienstag: das französische Landbrot ist bestellt und bis ich jenes abholen kann, werden zwei Brötchen gleicher Machart als Überbrückung dienen. Warum ich das jetzt als erstes schreibe, ist mir auch ein Rätsel. Egal…
…die Nacht war gut brauchbar, bin aber auch nochmals früher wech als sonst. Man hofft auf einen annähernd gleich geschmeidigen Tagesverlauf. Jetzt geht’s gleich aber erstmal vor die Burgpforte, schnuppern was das Wetter so macht und dann ankleiden und Abfahrt.

08:38Uhr: die nächste Radanfahrt ist gelaufen und ich würde sagen, ein Stück geschmeidiger als am Vortag. Vollmond und Sternenhimmel waren Begleiter. Am Job komme ich mehr als rechtzeitig an, ein reichhaltiges Müsli füllt den Magen, bevor es an die Post der Jobrunde geht.

Und wenn man schon zeitig da ist, kann man auch zeitig losfahren. Eventuell staut es sich doch wieder wo mehr zurück, als man es gerne hat?
So komme ich sehr früh ins erste Einzugsgebiet, der erste Kundenkontakt wird zu Fuß erledigt. Holzwickede ist nett und der Weg auch nicht wirklich weit.

(<klick> zum Novemberalbum)

Dauert übrigens genauso lange, als wenn man es mit der Blechstinkekiste macht.

Der Tag verlief dann auch wie der Vortag, ein wenig mehr Routine machte sich bei mir breit. Unaufgeregt kann so ein Arbeitstag sein. Leider war dann der letzte Kundenkontakt doch ein wenig später beendet, was mir einen späteres Schichtende einbrachte.

Dafür war die Radrückfahrt auch wie am Vortag. Dieses mal wählte ich aber nicht zunächst meine Rennbahn sondern es ging über die Express-Route bis zur Burg. Ein kleiner letzter Abstecher vor der Burgpforte ließ die Stunde voll werden. Wir wollen ja nicht unnötige Points für den Winterpokal verlustig werden lassen.

Mittwoch/ 04:20Uhr: bald geschafft, so die Perspektive. Noch heute und den Donnerstag mit der späten Abholung, am Freitag geht die Nummer kürzer. Hilft aber alles nix…

…ich kann’s kaum glauben. Um einen sehr unchristliche Uhrzeit verlangt der Wasserhaushalt nach ein wenig Regulierung. Ganz blöde Uhrzeit, da schon wenig später der Wecker bimmelt. Sich wieder hinlegen ist kein guter Plan, das besagt die Erfahrung. Also steht man auf.

Irgendwie ist das schon – ätzend. Aber da machst´e nix, ich werde jetzt den Espresso Kram spülen und mich dann auf machen.

Negative Beschleunigung 

08:15Uhr: unglaublich, gefühlt bin ich zum Job gekrochen. Aber war trotzdem eine nette Fahrt.
Nur warm war es wieder. In der Spitze 13c° was mich auch gleich dazu veranlasste die kurzen Beinlinge erst gar nicht an zu ziehen.

Das Radtrikot verschwand dann schon vor der ersten Brücke im Gepäck. Der angekündigte Regen war auch nur ein müder Versuch.

Dabei braucht die Natur, insbesondere meine kleinen Bäume auf Humbert, durchaus mal wieder was Gutes von oben.
Eine eventuelle angedachte Auffahrt nebst kleinem Wassertransport wurde leider gestern wegen späteren Schichtende vereitelt. Man, wenn das weiter so warm & trocken bleibt… *seufz*

Die Blitz-Heimfahrt

Nicht nur das der Wind erneut aus der korrekten Richtung bließ, nein auch die nette junge Frau vom letzten Kundenkontakt scheint das mit dem pünktlichen Feierabend auch gerne zu sehen. Sprich ich hatte super fix das Transportgut in den Fingern, eine Bundesstraße war frei und so stand ich in Rekordzeit auf´n Hof vom Stall.

Ebenso fix ging das dann mit der Rückfahrt zur Burg. Ab zum Channel, rechts abgebogen und dann anrollen lassen. Was für Bilder bekommt man geboten, sensationell.

Ebenso sensationell ging das dann auch mit der Fahrt. Nicht selten stieg die Tachonadel auf deutlich über 25km/h. Rekordwerte für mich.

So kam ich dann gut zeitig auf der Burg an und konnte noch die geplante sportliche Einheit machen.
Natürlich immer noch in eingekürzter Version, aber klappte schon ganz gut.

Donnerstag: die Welt läuft irgendwie besser. Auch wenn ich erneut mit der Jobanfahrt etwas mehr als eine Stunde gebraucht hatte, der Tag nimmt einen positiven Lauf.

Und so gab‘ s dann nach dem Feierabend doch die Anfahrt auf meine Halde.

Freitag: der letzte Tag der ersten Arbeitswoche beginnt wie immer, so richtig prall komm ich auf dem Rad noch nicht vom Fleck, zumal es aber auch hier und da mehr von vorne pustet. Nach dem Frischmachen lass ich mich in den Arbeitstag gleiten und extrem zeitig in Dortmund Holzwickede. Die Zeit lass ich mit zwei vorzüglichen Mettbrötchen vergehen. Dann erfolgt der Startschuss und ich kann los.

Kurz vor dem Mittag bin ich im Einzugsgebiet des Pheonix See und mit einem Blick zwischen die Häuserzeilen…

…und spinne schon wieder rum. Man könnte ja mal wieder zum Pheonix See fahren. Wieviele Tage fahre ich jetzt schon wieder Rad? Sind doch nur vier Tage und schon ticke ich anders als normale.

Doch bis dahin muß eine einfache Fahrt auf die Halde Humbert reichen. Das meine Verbrennung schon wieder mehr als gut funktioniert, merke ich kurz nach einer Brücke. Ich muß anhalten und mir einen kräftigen & guten Riegel zwischen die Kiemen drücken. Dann geht’s wieder vorwärts.

Der Ausblick in der kurzen Futterpause ist das schon genial, doch nichts gegen die An- u. Auffahrt zur Halde. Ich tauche von der Straße weg langsam in eine kleine Nebenstraße ein, rolle langsam auf den Haldenfuß zu, Geräusche werden immer kleiner, Licht ein kostbares gut.
Das Auge gewöhnt sich an die Wohltat nicht mit Lichtreizen überflutet zu werden. Langsam trete ich die Kurbel rund um die fünf einzelnen Steigungen unter den Räder verschwinden zu lassen. Oben komme ich an, die Lungen ziehen gut an der frischen Luft, die Sinne sagen:“schau wie die Welt da unten sich langsam in die Nacht verabschiedet.“ Oft schon gesehen und doch jedes Mal ein neues Ereignis.

Freitag: die letzte Runde wird wie üblich mit einem standesgemäßen Koffeingetränk und dann mal die Nase vor die Burgpforte gehalten.

Uhi! Das Außenthermometer zeigt eine Temperatur unter 5c° an was mich dann auch direkt zu einer Aufstockung der Kleiderwahl veranlasst.

Dann geh die Anfahrt zum Job los, es rollt sich passabel, denn scheinbar ist der Wind von vorne auch noch nicht richtig wach. Man beklagt sich nicht.
Ich nutze erstmalig den Winterpokalmodus an meinem Bryton Tacho. Man kann ja das Display über drei Seiten frei konfigurieren. Ich habe dann auf der dritten Seite ganz oben und in großen die Fahrzeit. Nicht das ich eventuell ein paar Minuten verschenke und eine Stunde Fahrtzeit nicht beende.

So kann ich das auch gut in frühmorgens ohne Brille ablesen. *lach* Am Job angekommen ein wenig Obst und Sonstiges, nicht zu viel denn…

…am ersten Zielgebiet ist freitags Markt. Und Markt bedeutet gleichzeitig Fischwagen in bekannt.

Das Backfischbrötchen mit Soße kostet inzwischen sechsfünfzig. Aber außer für was will man sein Geld ausgeben, wenn nicht für was Leckeres?

Es mundet alles und ich bereue nicht den gestiegenen Preis. Und so kann man gut gestärkt in den Tag gleiten.

Uff…

Endlich Feierabend und insgesamt war das auch ein guter Arbeitstag. Zum Abschluss noch ein wenig mehr Verkehr, hatte es aber rechtzeitig erkannt und konnte noch ausbiegen und umfahren.

Die Firmenmotorbelchkiste leer machen und sich umziehen. Frisch war es schon draußen, aber man hatte ja alles dabei.

Ein klares Ziel vor Augen, es sollte der Lieblingsaussichtsturm sein. Gesagt getan, die Fahrt dorthin klappte gut. Die letzten Meter an einer Baumreihe vorbei…

…das CAADX abstellen und dann leider sehen, daß ein paar dumme Menschen wieder ihren Müll nicht mitnehmen konnten.

Ich hab’s mir dann aufgeladen und am nächsten Mülleimer fachgerecht entsorgt. Aber der Ausblick war nett.

Nach der Ankunft an der Burg war es dann geschafft. Die erste Arbeitswoche nach der C-Infektion ist dann doch gut gelaufen und von Tag zu Tag ging es auch auf dem Rad besser. Aber vielleicht hat auch nur der Wind nachgelassen? Egal, Wäsche machen und duschen. Wochenende.

Euch noch einen netten Samstag und bleibt bitte gesund!  😉

 

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