NightOfThe100Miles by biking tom

Juli 16, 2018 by

Biketouren/ NightOfThe100Miles/ lesenswert: moin zusammen, nur kurz rein gereicht Biking Tom hat nun seinen Bericht zur gelaufenen Nacht der Nächte online gestellt <klick> !

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23.851km/ 15.07.2018

Juli 15, 2018 by

Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 52-16/ Urlaub/ Biketouren: nachdem der Freitag erst mit dem Einholen der Neuteile für den Stahl Renner erledigt war, dann der gestrige Tag zum schrauben genutzt wurde, war heute mal wider eine entspannte aber auch intensive Test-u. Erlebnissfahrt angesagt.

Sport & Alltag: am gestrigen frühen Abend konnte ich mich noch zu einem Crosstraining aufraffen, was aber schon grenzwertig war. Denn, da meine holde Gattin von der Frühschicht kam, wurde das Mittagessen erst recht spät zu sich genommen. Jenes bestand noch aus Gyros aus der Pfanne und den standesgemäß dazu gehörigen Pommes. Ja kann ich auch mal gerne zu sich nehmen.
Das dumme war dann aber, ich fiel hinterher in ein echtes Fresskoma. Mit voller Plautze lungerte ich, haarscharf an der Wegdösgrenze auf der schattigen Terrasse rum. Echte Motivation ? Komplette Fehlanzeige. Wenn man so ein Mahl verdauen will, dann dauert das eben lange. Sehr lange ! Aber watt mutt, datt mutt und also selbst in den Arsch getreten und los !

Und um genau diesen Zustand nicht nochmal einreißen zu lassen, stand heute wider etwas mehr Selbstdisziplin an. Das ganze sah dann so aus, daß ich schon um 06:51 hochgeschreckt, aber auch ausgeschlafen in der Küche hockte ( ich berichtete bereits kurz ). Nach einem Frühstück mit Tomatenbrot, Scheibe Gaudakäse drauf und Spiegelei drüber holte ich den Stahl Renner aufgefrischten aus der Fitness-Garage und kurbelte frohen Gemutet los.

Leider aber erstmal nicht sehr weit, denn die Kette rutschte wider durch. Und da ja nun das Kettenblatt neu war, konnte jene nur noch an der Singlespeed-Kassette ihre Aufgabe unter Nachdruck nur widerwillig aufnehmen. Ne´war schon nervig. Ich bin dann nochmal kurz zurück und hab mir einen Schlitzschraubenzieher in´s schmale Gepäck geworfen, falls ich mich doch nochmal dazu entschließen würde, daß Kettenspanner-Schaltwerk nach zu stellen. Und dem war dann auch so.
Denn kaum einen Kilometer gerollt fand ich auf der einen Seite die nötige innere Ruhe, die aber auch der ebenfalls innerlichen Genervtheit gegenüberstand und versuchte es halt nochmal. Da ließ sich aber leider so nix machen. Nach ein paar weiteren Gedankenzügen kam es mir so, war das nicht letztes mal auch so ? Mußte sich das Pärchen nicht erst einspielen ? Und so packte ich wieder alles ein und rollte wieder los.

Wirklich besser wurde es aber zunächst nicht. Wie auch ? Denn als nächstes mußte ich über neue Kanalbrücke. Und um da, auch mit dem neuen „kleinen“ Kettenblatt hoch zu kommen, sollte schon etwas mehr Dampf auf die Pedale. Gehört war das schon grenzwertig, aber irgendwann war ich „über den Berg“ und konnte weiter rollen.

An dem Punkt wurde auch meine ersten Streckenkopfplanung verworfen die da so ausschaute, daß ich eigentlich irgendwie an der Lippe entlang gen Osten fahren wollte. Statt dessen beschloss ich erstmal bis Drensteinfurt zu fahren und dann wieder auf Westen umzuschwenken rüber nach Herbern. Jetzt dürft Ihr mal raten wohin in Herbern ?

Klaro ! Ziel war ganz klar Mel´s Café.

Nachdem ich dort beim ersten mal das Eis verköstig hatte und selbstverständlich für sehr gut, ach was sag ich, für ausgezeichnet goutierte, beim letzten mal dann der hauseitig angebotene Kuchen, mit dem gleichem Ergebnis, sollte es diesmal die frischen Waffeln mit Sahne sein. Ziele braucht der Mann !

Die Fahrt verlief genauso ausgezeichnet, wie die Waffeln, nebst dem standesgemäßen Cappuccino mundete. An dem Cappuccino müssen andere erstmal ran kommen. Auch der Service war wie man es nur noch sehr selten in Deutschland erlebt. Sowohl die Bedienung kam raus und fragte ob alles gut sei, als auch der Chef !

Es war wider wie ein kleiner Sonderurlaub. Schön entspannt wo hin radeln, was auch gut lief, übrigens, die Kette und die Singlespeed-Kassette kamen immer besser miteinander aus, sich dann wo hinsetzten und einfach was Einfaches genießen. Ich freue mich schon auf die nächsten Tage, wenn es wider da hin geht. Und ich werde mich um so mehr freuen, wenn ich den bekannten Radlern die Strecken und eben auch Mel´s Café zeigen kann.

Ich bin ja nicht so der Mann der großen Worte, wir sprachen jetzt nicht von den langen Sätzen und Textzeilen, aber ich versuch es mal. Da ich ja zur Zeit keine Bilder hier direkt hochladen kann ( Bilder sind hier im Album ), wie war die Fahrt ?

Man rauscht durch das Land, die kleinen Landstraßen sind leer. Hin und wider ein anderer Radler, mal entspannt, mal motiviert. Die Sonne wärmt die Haut, der frische Wind kühlt diese wieder. Die Wärme dringt durch die Haut, bis in das Herz. Eine stete kühle Brise treibt zaghaft dennoch vehement den Duft der Felder und Wiesen in die Nase. Wohlgefallen mit jedem Atemzug.
Es duftet nach Natur, nach Freiheit. Die Augen nehmen die Welt anders wahr, der Geist schwebt dahin. Noch eine Umdrehung und du bist in einer anderen Welt wider ein Stück weiter. Zeit ?

Zeit spielt keine Rolle. Ob es gut voran geht, mit Sturm & Drang, oder man sich im Kampf der Winde stählen muß. Leben pur !

Die meisten Menschen ahnen nicht was ihnen entgeht.

Und so war es dann auch. Die Fahrt von Drensteinfurt nach Herbern rüber verging wie im Flug. Große Fragen nach der Strecke hatte ich nicht, nur den Abzweig kurz vor Ortseingang, den muß ich nochmal optimieren. Die „offizielle“ Route führt unverständlich-unsinnig erst drumherum, kurz vorbei, dann wider drumherum um von der anderen Seite dann doch irgendwie ein Ziel zu erreichen.
Aber apropos Streckenführung, ich werde mir noch eine leckere Einfahrt auf der Karte suchen und jene dann ausprobieren.

Und da ich die  Rückfahrt diese mal rückwärts, also so wie ich letztes mal gekommen bin, gefahren bin, hatte ich auch dort noch einen mir unbekannten Waldweg gesehen. Auch das werde ich, dann mit geeignetem grobstelligem Fahrgerät, rückwärts angehen. So prägt man sich, Stück für Stück die Strecken in´s Hirn ein. Was ist ein Navi, wozu braucht man das ?

Im Dorf-Claim wider angekommen ging’s noch beim Kumpel vorbei, der sein Wohnzimmer frisch gemacht hatte. Vor drei Wochen war ich schon dort, aber da stand er noch auf der Leiter, mit der Putzkelle in der Hand. Heute hatte er dann mal für paar Worte Zeit, war aber auch echt erschöpft. Klar nach zwei sehr langen Monaten Umbau mit alles… .
Das kennt man ja. Ist aber wirklich toll geworden. Seine neuen Boxen konnte ich dann auch mal bewundern. Alder Falter, was für Klopper. Natürlich hat er, mit innerlichem Stolz, auch diese mal vorgeführt. Männerkram halt. Für das Geld hätte ich auch ein sehr schönes Fahrrad bekommen. Im Carbon-Rahmenbau und technischer Bestückung nach Wunsch.

Gut, nach dem kurzen Besuch dann wider zur Burg und dort noch das Krafttraining gemacht. Diesmal vor dem Essen. Und, danach gab´s auch nur Nudeln und etwas Obst als Nachtisch. Ja so war mein Tag heute.

Sattel-Fest Hamm 2018

Juli 15, 2018 by

Biketouren/ Sattel-Fest Hamm-Soest-Hamm: auch wenn ich selber aufgrund terminlicher Überschneidungen nicht selbst vor Ort sein werde, das Sattelfest Hamm gibt sich wider die Ehre !   Zunächst mal den Link zur Homepage, wo man auch einiges an Infos abrufen kann…

Sattelfest Hamm – Soest <klick>

( Leider kann ich der Homepage keine konkreten Zeiten außer dem Tag entnehmen, oder ich bin zu blöd die aus der Homepage raus zu filtern. Ich habe deshalb mal den Zeitraum zwischen 08:00 und 18:00 angenommen.)

Ein paar Kurzinfos von mir so aus Erfahrung, das Sattelfest bedeutet, gemütliche hin- u. herfahren auf abgesperrter Strecke ( 42km one-war, was mir jetzt aber ein wenig lang vor kommt, kann aber auch täuschen ) zwischen Hamm und Soest. Startpunkt in Hamm wird wider der Kurpark sein ( auch sonst nett an zu schauen ). Endpunkt ist natürlich wider die Innenstadt von Soest, welches sich in weiten Zügen als sehr schöne Altstadt empfiehlt.

Da die Strecke abgesperrt ist und zudem noch über diverse Dörfer ( 11 mögliche Zwischenstops ) führt, in denen man dann übrigens auch immer wider mal nett anhalten kann um Wegzehrung aufzunehmen, ist mit großem Stress durch Kraftfahrzeuge nicht zu rechnen. Natürlich wird am Start und im Ziel auch einiges für den geneigten Radler geboten.

Wer nicht genug Sitzfleisch hat, der kann sich an einem der jeweiligen Start- oder eben Zeitpunkte mit Bus & Bahn-Shuttel den Rückweg ersparen.

05:51 Uhr/ 15.07.2018

Juli 15, 2018 by

Morgengruß: ich wollte mal sagen, Sonntagmorgen um 06:51 hocke ich hellwach auf dem Stammplatz in der Küche. Die Café con Leche steht vor mir, noch zwei Stücke Schoki liegen zur rechten Hand. Draußen ist es angenehm frisch, so kann der Sommer bleiben. Gut, dann will ich mal sehen was der Tag so bringen könnte.

Den Reader/ Blogroll durchforsten wäre jetzt so meine erste Idee, da hatte sich ja wieder einiges gesammelt und irgendwie muß der Stahl Renner ja heute mal testweise bewegt werden. Zumal im Zusammenhang mit letzterem, Bewegung braucht der Mann !

24.157km/ 13.& 14.07.2018

Juli 14, 2018 by

Urlaub/ Bikealltag/ The Cure – Forest/ Biketouren: ich rolle die Sache mal etwas von hinten auf, leider aber immer noch ohne Bilder. Da ich nicht der Typ bin der im Urlaub wo nur rumhängen mag, mal abgesehen davon, daß das meinen Knochen nicht gut tun würde, hatte ich für den…

Freitag: …eine DO-Rundfahrt ( Tour auf Strava ) gemacht, mit einer Liste an Punkten die ich anfahren wollte. Von Anfang an stand eine eher entspannte Geschichte auf dem Plan und so tuckerte ich, mal wider aus dem Kopf heraus, durch´s Land. Zunächst ging es auf mehr oder weniger meiner alten Arbeitsstrecke nach Kamen, dort dann Richtung Unna Massen und dort dann wieder rechts raus Richtung Dortmund.

Vor Jahren bin ich in etwas diese Strecke mal mit dem Kumpel hier aus´m Claim, allerdings aus Dortmund kommend, gefahren und wollte jetzt diese Strecke einfach mal nutzen, auch um zu schauen, wo sie in Dortmund genau endet. Leider ist dann recht direkt nach der Dormunder Rennbahn auch schon Schluss. Und so fuhr ich, mich gen Westen orientierden, über diverse Kleinst- u. Nebenstraßen weiter, bis ich dann an bekannter Stelle rauskam. Ab hier wurde dann die Streckenführung spontan zusammen gestrickt um nach…

Last Bikes zu kommen, was dann vom Ort des Vorstoßes am nächsten lag. Bei der NightOfThe100Miles hatte ich ja einen jungen Mitarbeiter getroffen und kam nun nicht umher, geschuldet meiner neugierigen Nase, da mal den genannten Riechrüssel rein zu halten.
Gesagt getan und ja, mal glaubt es kaum, es ist die kleine Einfahrt die so unscheinbar ausschaut, das man kaum glauben mag welche Leckerli sich dahinter verbergen. Ich also abgestiegen und zaghaft-bestimmt zu fuß in den Hof rein und an der offenen Shoptür angeklopft. Ich durfte der gesamten anwesenden Belegschaft die Hand schütteln, zwei Mann. *lach*

Nein, wir man recht fix in ein lockeres Gespräch, ließen stellenweise nochmal die NightOfThe100Miles passieren, plauschten aber auch gut und gerne über die Bikebranche und das Produktstatement von Last Bikes.

Sanitätshaus esra war dann mein nächster Anlaufpunkt. Hier hatte vor Wochen mal meine Nase eingehalten, weil ich dort ein Barfußschuhe erspäht hatte. Die sahen jetzt aber alle noch recht normal aus, also nicht die sonst gerne einzeln ausgeformten Zehen und auch farblich war da was für den Herren im gesetzteren Alter was zu machen.

Blöd war nur bei der ersten Anprobe war das mit der Größe so eine Sache. 42-43 ging gar nicht und die ebenfalls vorrätigen 45-46 hatten im vorderen Bereich schon arg viel Luft. Ein Paar aber in 44-45 war nicht greifbar, also wurden jene für mich bestellt.

Nachdem man mich also telefonisch kontaktierte, hatte ich jetzt im Urlaub die Gelegenheit bei der großen Runde das ein zu bauen, trudelte ich da ein. Die bestellten Schuhe waren jetzt also da, nur leider blöd, 44-45 saß schon am Spann recht press. Dabei hatte ich nur normale Tennissocken an, also nicht mal was mit dicker Wolle. Man zeigte sich aber sehr einfühlsam und bemühte sich bei eine nochmaligen Passprobe um die Ermittlung der nun finalen Schuhgröße. Jetzt werden wider für mich ein paar in schwarz in 45-46 bestellt und dann sollte die Nummern durch sein. Also weiter im Turn, rüber nach…

DasRad Dortmund um sich dort im Thema Navigation im Zusammenspiel mit Garmin zu informieren. Gut, es sieht es so aus, da ich Infos erhalten habe, aber ob die mich weiter bringen ?

Tobi´s Radbude war dann die nächste zugleich aber auch die letzte Station auf meiner Reise. Ich hatte den guten Mann am Vortag frengesprächlich kontaktiert und mich nach einem potentiellen Stand der Dinge erkundigt. Die Informationen die ich erhielt, schienen vielversprechend.
Inzwischen war es sehr warm geworden und mein Wasservorrat wurde noch an einer echten Bude ( Kiosk ) aufgefüllt. Die Pulle Wasser aus dem Kühlschrank für 60 Cent ohne Pfand. Das war auch ein Erlebnis. Kann mich gar nicht daran erinnern wann ich das letzte mal an einer Bude was gekauft hatte ?

Jedenfalls ging’s dann rüber in die Radbude und der Deal wurde perfektioniert. War aber dann doch nicht ganz so einfach, denn EC-Zahlung war nicht möglich. Also mußte ich ersthoch zu einer Bank tuckern, dort den Geldautomaten quälen und dann eben Kasse machen bei Tobi. Perfekt, alles erledigt, die Sachen in den mit Gepäckträger bestückten Ortlieb Beutel geworfen und ganz gemächlich die Rückreise angetreten.

Viel war da auch nicht mehr los mit mir. Der Brennstoffanzeiger machte sich bemerkbar und einen zweites ansich angedachten leckeres koffeinhaltiges Getränk hatte ich bisher ausgelassen. Das mit dem Heißgetränk sollte genauso bleiben, wie auch mit dem Brennstoff. Und so kurbelte ich den Radweg, oder auch Nichtradweg, was man nie wirklich sicher erspähen konnte, die Evinger Straße entlang um mich dann zu einem günstigen Zeitpunkt auf bekannte Strecke zu begeben.
Das Stück ist wirklich ätzend zu fahren. Es zog sich wie Kaugummi, ständig muß man aufpassen nicht irgendwohin kollidiert zu werden, auch die Auslegung ist nicht wirklich selbsterklärend.

Der „Radweg“, ich nenn das mal so, zeichnet sich ansich nur dadurch aus, das man einzelne rote Pflastersteine in das sonst einheitsgraue Plaster gelegt hatte. Beschilderungen mit einer Radwegbenutzungspflicht hatte ich so nicht wahr genommen. Und das lag nicht daran, daß ich im Delirium war. Im Grunde bin ich nach meiner Wahrnehmung zufolge widerrechtlich auf dem Gehweg gefahren. Ich konnte nicht mal ein „Radfahrer frei“ erkennen. Ist schon peinlich was sich da die Stadt Dortmund leistet.

Aber will man als Radfahrer auf der zweispurigen B54/ Evinger Straße sein Glück versuchen ? Klar, wenn ich noch drauf gewesen wär ! War ich aber nicht mehr. Damit ist der Teil mit dem Tourbericht geschrieben.

Thema Bilder auf meinem Blog, da ich mich noch nicht so intensiv mit dem kostenpflichtigen Upgrade befasst habe, immerhin habe ich inzwischen PayPal – hört hört – hab ich die Bilder diesem Tag hier im Album geparkt, oder alternativ könnte man auch eine Art Lifeticker im Radforum aufrufen.

Nachtrag zur gelaufenen Nachtfahrt, da ich ja mit dem gutem Jungen seines Zeichens werktätig bei Last Bikes geplauscht hatte und auch auf das Thema NightOfThe100Miles Zweitauflage zu sprechen kam, steckte er mir die Info, daß man bereits auf Facebook rege Tätigkeiten hege.
Im Kontext zu PayPal überlege ich nun, mich doch noch auf Face Book einzuklinken…

Sport & Alltag: so und nun muß ich dann doch mal wider was für den alternden Body tun, Menthaltraning steht erstmal an. Nach ist die Terrasse mit der warmen Samstagssonne erträglich. Werd mal sehen ob und wann ich das Sonnensegel aufspanne.

Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 52-16/ The Cure – Forest/ Bikebasteln: und weil ich dann ja Nachschub besorgt habe, mußte auch was getan werden.

Bevor es aber die Neumontage es 52er Kettenblattes ging, wurde am CAADX der eine oder andere Handgriff erledigt. Nach dem letzten staubigen Tagen war das schon notwendig.

Dann ging es an die Wechselaktion am Stahl Renner, die reibungslos verlief. Selbst die Kettenblattschrauben, diesmal nicht in Alu sondern in Stahl, zogen sofort und passgenau an. Als das dann auch fertig war…

…wurde noch am Ortlieb Seatpost Bag eine eingerissene Stell von meiner Lichthalterung ( hoffentlich längerfristig ) fertig gemacht.

Licht & Sicht befestigen: und weil ich eben so mit dem Pattex dabei war, wurden auch gleich noch die ehemals selbstklebenden Reflexstreifen in die ewigen Jagdgründe geschickt. Jene hatten sich schon in einigen Teilen der Haftungsaufgabe entzogen. Selbstredend wurden jene wider durch geeignetes Material ersetzt.

Bilder zu der heutigen Auffrischung- u. Putzaktion im Album.

23.801km/ 12.07.2018

Juli 13, 2018 by

Urlaub/ Bikealltag/ Bikealltag Stahl Renner/ Singlespeed 53-16/ „Plattfüße“/ Bikebasteln/ Antrieb: Tag eins vom Urlaub, Brötchen wurden geholt und draußen auf der Terrasse gefrühstückt. Nach ein zwei weiteren Handgriffen, welche auch immer, ging es beim Stahl Renner an den Plattfuß.

Nachdem ich ja letztens Kette und Singlespeed-Kassette erneuert hatte nutze ich den Stahl Renner für die Commuting Fahrt zum Rehapsort und Tage später stand es ohne Luft im Hinterreifen in der Fitness-Garage. Soweit kein Ding, brauchte das Rad ja nicht aktuell. Auch wenn ich ganz gerne ein zweites griffbereit stehen habe. Der Schlauch war schnell gewechselt, nur leider keine Ursache im Mantel gefunden. Auch der Schlauch zeigte im Wasserbad soweit keine Auffälligkeiten. Irgendwie blöd. Hab ihn jetzt drinnen aufgepumpt hängen, mal sehen was sich tut ?

Leider gab es aber Probleme beim aufpumpen mit dem Ventil ( Smarthead Threadlock Upgradekit ), denn jene drehte sich beim wieder raus drehen mit raus. Auch festziehen des Ventil half da nix. Nach drei Versuchen habe ich mir eine andere Pumpe gegriffen, glücklich bin ich damit also immer noch nicht.
Da bei der ersten Testfahrt die Kette stellenweise durchrutsche hatte ich beschlossen mal eben fix ein anderes Kettenblatt zu montieren. Hier war die erste Überraschung, das vermeintlich 52er Kettenblatt ist gar kein 52er, sondern nur ein 50er Kettenblatt.
Also eher ein Bergkettenblatt für mich. Das noch vorhandene 54er !!! käme dann aber wohl doch zu dick für mich. Ich meine da lungert ja hinten nur eine 16er Ritzel auf die Kette. Ja, ich werde alt und bin verweichlicht. 

Naja egal, nur um zum schauen ob es am verschlissenen Kettenblatt liegen könnte, sollte das gut sein. Jetzt hatte ich aber noch die Aufgabenstellung die Kettenblattschrauben zu lösen und jene dann mal mit der Feile etwas mehr plan zu machen. Denn die eine oder andere hatte das Kettenblatt nicht so im Griff, wie es sein sollte. Warum auch immer und warum mir das so noch nie aufgefallen ist ? Unwichtig…

…denn ich bekam bis auf eine Kettenblattschraube alle los. Die Dinger sind ja aus Alu und schon neulich war mir aufgefallen, bei einer griff der Imbus nicht so wie er sollte. Und es kam wie es kommen mußte, der Rest drehte sich auch noch rund und ich mußte die Schraube ausbohren um sie überhaupt noch lösen zu können. Übrigens, die erste in meinem Radschrauberleben.

Merke ! Kettenblattschrauben lieber in Stahl.

Jetzt werden also mindestens frische Kettenblattschrauben fällig. Das wird jetzt nicht die Megainvestition, das Porto wird wohl teurer kommen, aber es steht sich schon die Frage…

…Kettenblattschrauben wird es brauchen, doch was ist mit dem Kettenblatt ? Jetzt im Urlaub könnte man ja mal bei Tobi´s RadBude vorbei schauen oder auch hier im Dorf bei Radschlag vorstellig werden ( zumindest die RadBude könnte konform gehen mit dem Grobplan morgen ( also heute ) nach DO zu radeln und sich dort ein wenig „umzuschauen“ – Thema Navi bei DasRad Dortmund, wobei die auch einen Tip hätten zum Thema Kettenblatt ??? und bei Last Bikes könnte man auch mal den neugierigen Rüssel reinhalten ).
Oder gleich in die Vollen greifen und eine andere kompatiblere/ gängigere und eben nicht Lochkreis 86mm kettenblattschraubendurchmesser Kurbel besorgen ? Müßte halt nur auf ein Vierkant drauf fluppen ( Bild <klick> ). Was aber so, nach ersten Sichtung, ohne einen Innenlagertausch, zumindest nicht „in schön“ gehen wird.

 

Hiroshima – Sadako

Juli 12, 2018 by

Zeitgeschichte/ 06.08.1945: auch wenn jenes Datum noch nicht aktuell ist, aber traumradeln bewegt sich gerade in Japan und hat über den Besuch von Hiroschima eine wie ich finde, sehr guten Beitrag mit einer Geschichte geschrieben. Also schaut ruhig mal rein…

Hiroschima – Die Geschichte von Sadako

Keine Bilder mehr

Juli 12, 2018 by

Newsticker/ WordPress: und wie ich wohl feststellen mußte, mein Content an Bildern ist erschöpft !

Erweiterung geht nur mit Kreditkarte ( hab ich nicht ), GiroPay ( was das auch immer ist ???) und dem berühmten PayPal. Mist ! Muß mich doch mal kümmern um den Kram, hab da jetzt aber so oder Kenne noch Ambitionen zu. Zumal sich ja WordPress nicht so offensichtlich zum Volumen für Bilder der einzelnen Tarife äußert. Finde ich jetzt nicht sehr vorteilhaft. 6GB und was hab ich jetzt ?
*geh suchen* 3GB, da finde ich den Kurs von vier Euro pro Monat für 6GB nicht so prickelnd. Oder sind das nochmal 6GB ?

Ich denkreich werde erstmal dieses PayPal einrichten und dann weiter schauen.

24.080km/ 11.07.2018

Juli 12, 2018 by

Bikealltag/ The Cure – Forest/ Sport & Alltag: viel ich nicht passiert in den letzten drei Tagen, man ist halt zum Job gefahren und nachmittags wider zurück. Am gestrigen…

Dienstag: …stand mal wider hier und da Streckenpflege an. An zwei Stellen hatte sich Grünbewuchs so ungünstig in die Fahrbahn geneigt, daß es in Kopfhöhe gut reinragte. Mit einem mit geführten Gartengerät wurde das bereinigt und gut war. Heute am…

Mittwoch: …war es zunächst wie gehabt, doch nachmittags zog dann doch die Regenfront rein. Den Fuß kurz vor die Tür des Stalls gestellt und dann in das Regenreuch geschlüpft. Blöde Entscheidung, denn es war viel zu warm dafür, zumal der Regen sich dann wieder entschloss in den Wolken zu bleiben. Also wurde unter einer Kanalbrücke wieder umgezogen und in leichten Sachen nach Hause geradelt.

Dort wurde dann nicht die sportliche Einheit des Crosstraining in Angriff genommen, sondern erstmal die Waschmaschine gefüttert, muß ich gleich noch rausnehmen & aufhängen, hab ich eigentlich keinen Bock drauf. Aber watt mutt datt mutt ! Das schönste ist aber, ich habe nun…

Urlaub: ja so ist das. Sind zwar nur eineinhalb Wochen aber immerhin. Und so dachte ich mir, kann ich auch morgen Crosstraining machen, hab ich schon ein zweites Tagesziel. Das erste Tagesziel wird sein, schön frühstücken, also so richtig. Ich werde Brötchen holen und mir auf jeden Fall ein Ei kochen. Mal sehen wer noch mitzieht ?

Bike & Pack/ Bivy & Zelt: das dritte Tagesziel wäre, mir was zum aufhängen der Hängematte zu besorgen. Dann hätte ich auch wider was zum basteln.

NightOfThe100Miles – complet turn

Juli 10, 2018 by

The Cure – Forest/ crasy Fahrten/ Biketouren/ NightOfThe100Miles/ Heimattouren/ Bikebilder/ Biketouren Bilder: noch auf dem schattigen Balkon bei Muttern die ersten Zeilen getippt, komme mir vor wie im Urlaub. Viele Gedanken aus dem Radforum entnommen, werden aber ergänzt beziehungsweise umgebaut.

Freitag: ich bin dann mal los ( ca. 46km/ 2:16h ), das erste Ziel fest vor Augen, die alte Heimat. Noch ein letztes Goodie im Abverkauf geschnappt,  der Mann in mir konnte nicht die Finger davon lassen. Ein Anhänger mit Minikompass, Mini-Thermometer und einen Mini-LED Funzel.

Der „Turm“ ein erster kurzer Fotostop, ist auf der Emscherradroute kurz hinter DO-Mengede. Halt dort ab wo man jetzt durchfahren kann. *freu*

Die weitere Zeilen zum gelaufenen Tag, es war noch gut warm geworden, ging so an die 27c° heran, die Strecken staubtrocken, entsprechenden sah das CAADX aus. Der Plan am Tag vorher jenes nicht zu putzen war nicht ganz unklug. Mutter hatte ein Händchen in den Ofen geschoben, mein Onkel kam auch zum Essen.

Der Mitfahrer stellte sich angesichts meines voll bepacktem Rades, was er im Radforum-Thread auf dem Bild gesehen hatte, die Frage, ob wir an der selben Tour teilnehmen ? Nun gut kann ich verstehen. Ich spiele den Versuch der Aufklärung ein, indem ich klarstelle, daß ich von Freitagfrüh bis eben gemutmaßt Sonntagmittag unterwegs sein werde. Zudem habe ich keinen Bock auf Überraschungen oder morgens um drei wo an der Zielhalde zu stehen, auf den Kaffee zu warten und mur dabei den Arsch abzufrieren.

Samstag: erste Zeilen getippt, Frühstück bei Muttern ist durch, Rührei mit Bacon, Brötchen mit Lachs und den obligaten Kelch an koffeeinhaltigem Heißgetränk gab’s. Jetzt, nach ein paar Handgriffen, etwas chillen auf dem noch schattigen Balkon.

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Wird doch ein langer Tag. Um eins werden wir beim Chinaman aufschlagen, vorher/ hinterher noch kurz in der Stadt vorbei. Mein grober Plan ist, so ab 17:00 los zu rollen ( 16,3km/ 51min. ). Denn für die kurze Runde ( 80km ) ist der Start erst um 22:00 Uhr. Eine Zeit wo ich normalerweise schon in der Horizontalen schlummere.

Am Start: war schon gut was los, auch wenn, auch wenn auf Grund von Krankheit, eine Aktion ausfallen mußte. Interessant fand ich, das ein junger Bursche aus Dortmund dabei war, der bei Last Bikes arbeitet. Muß ich doch mal meine neugierige Nase reinhalten, zumal der Laden genau an einer Straße ist, die mir sehr wohl bekannt ist.

Also ich an der Meldung stehe, trifft der Kolege mit dem Naiv ein. Ich grüße winkend, dann erfolgt die offizielle Meldung. Im Hintergrund sehe ich den Chef of Night-Deasaster – Biking Tom himself! So in echt kommt er genauso rüber, wie er bisher in meinem Schädel umschwebte.

Ich löse das Ticket und entrinne suchend nach dem Naviman. Wir grüßen uns kurz, dann bekomme ich auch Tom zu greifen, grüße nur kurz, da er gerade im Gespräch ist. Doch er löst sich, man tauscht ein paar Worte. Will ihn ja auch nicht aufhalten, hat bestimmt noch tausend Hände zu schütteln und sich um einiges zu kümmern.

Mit dem Mitfahrer, den ich auf ein alkoholfreies Schaumgetränk einlade, mensch bin ich froh so einen vor mir zu haben, da muß man sich irgendwie erkenntlich zeigen, oder einschleimen *lach*. Nein ich war in guter, auch was bester Laune, sozusagen Spendierlaune. Wer weiß was noch in der Nacht kommt ? Man plauscht, beratschlagt was man noch essbares zu sich nehmen sollte. Flammkuchen schlägt er vor, ich strebe eher was mit Baguette an. Es kommt aber ganz anders.

Dann kommt das Briefing, komme mir vor wie ein Profiradsportler der sich den Scheiß gar nicht mehr anhören will. Wie soll die Pace sein, welche Gegner hat man vor der Brust, wo sind die haarigen Stellen auf der Rennstrecke ? Ist natürlich alles quatsch.
Tom hält eine kleine Ansprache und erklärt auch, warum der Start so spät ist. Fußvolk mit Nachkommen kreuzen die Route und je später, deso weniger… . Leuchte jedem ein. Überhaupt…

…die Stimmung ist total relaxed. Gemisches Volk ist anwesend. Der Bikefreak, der Hipster ( bitte im positiven Sinne ), der Normalo. Bikes fast jeder Kategorie sind anwesende, nur an Klapprad kann ich mich nicht erinnern. Und ich dachte man sollte was fixes mit zumindest leichten Stollenreifen zur Hand, oder besser unter dem Hintern haben. War wohl nicht so. Zumindest nicht für die kurze Bummelrunde.

Apropos Bummelrunde. Der geneigte Wochenende-Baggersee-Radler würde wohl schon bei den angesagten 80 Kilometern kollabieren. Die Jahresfahrleistung an einem Tag ? Nein, noch schlimmer, in einer Nacht ? Beim Anblick der gesammelten Mannschaft neige ich zu dem Urteil zu kommen, das da keiner auf der Strecke hängen bleiben wird.
Und, was mir erstmalig so aufgefallen ist, waren auch viel Weibsvolk ( in Anlehnung an Das Leben des Brian ) anwesend. *like !* Ich meine, das lockert immer irgendwie die Stimmung, nimmt wohl auch hier und da den Speed raus. Auch wenn sich wohl der eine oder andere dadurch angespornt fühlt. Cool ist das Mädel mit den bunten Socken. Scheinbar fährt die Truppe wohl auch Cannondale Bikes mit Monofedergabel. Sehen zwar cool aus die Bikes, wollte ich aber haben wollen.

Nach der Ansage nehmen wir in der Sonne platz, genau vor der Liegewiese für die Bikes samt „Wachhund“, der keine Zweifel daran aufkommen lassen wird, das da einer unbefugt zugreift. Ich vertraue ihm, bin aber auch locker genug. Meine staubige und sperrig-vollbehackte Schleuder wird sich keiner freiwillig greifen. Seine Bemerkung, daß ich bei der Strecke nur einen Gabelbruch bekommen könnte, konter ich. Da gab´s doch mal den MTB-Runde mit den beiden Kolleginnen. Die mit einem HT bewaffnet die ander mir einem Fully. Ich gondel durchs Gelände, die beiden guten schieben lieber.

Genug der Beweihräucherung, heute ist kleine Fische backen angesagt. Wie fährt es sich im Windschatten des Naviman, wie ist die Strecke in echt, sind technische Ausfälle zu befürchten, als da wäre mein schon berüchtigter Plattfußteufel ? Und, die wichtiges Frage, passt die Pace im Zusammenspiel mit dem unzweifelhaft auf einen zukommenden toten Punkt ?

In dem Augenblick merke ich, das ich innerlich sehr ruhe, aber auch andersrum wie ein gespannter Bogen darauf warte abgeschossen zu werden. Ich werde nicht schnell sein, aber gründlich. So wie damals, also wir noch die eine oder andere Baustelle abgerissen haben.
Dann werden wir so langsam unruhig, die lange Strecke mit den 160 Kilometern sind schon gefühlt vor einer Ewigkeit gestartet. Es juckt, beim letzten Blick war es was mit Halbneun, wir beschließen abzurollen, fahren aber vorsichtig los. Dann sind wir auf dem Track ! Und GO !!!

( Der grobe Streckenabriss, vom Nabviman angesagt, welcher, also der Streckenabriss, mich dann auch zum Start veranlasste.

RS1/ Radschnellweg nach Mühlheim, Ruhrradweg, Duisburger Hafen. Über Duisburg Ruhrort ( Schimanski Heimat ) die Rheinseite wechseln, am Rhein entlang zur A42. Wieder Seitenwechsel ( hat man gute Aussicht auf das gut beleuchtete Thyssen Werk ). Alte Emscher, Landschaftspark Nord, dann asphaltierten Bahntrasse nach Oberhausen. Irgendwie nach Bottrop an den Rhein Herne Kanal – den bis Gelsenkirchen ZOOM und dann zur Halde. Fettich iss. Für uns auf der Bummelrunde nur zwei ARAL Tanken als Kontrollpunkt. )

Der Kollege gibt gleich mal gut Stoff, der RS1 ist aber auch wie eine Landebahn. Zu Anfang halte ich noch mit, brauche aber ja aber auch sonst immer ein wenig um warm zu werden. Das ich den Speed nicht halten werde, teile ich ihm dann aber doch mit. Er lässt Milde walten, doch schon bald ist auch Schluss mit lustig. Der RS1 zu ende, jetzt geht’s interessant durch urbanes Gelände. Hier und da ist Schritttempo angesagt.

In Mülheim an der Ruhr sitzen die Leute bei sommerlichen warmen Temperaturen draußen und lassen es sich gut gehen. Das uns in den letzten Minuten vor dem Start schon fast kalt war, vergessen wir schnell. Kleidung wird abgelegt. Es rollt gut und irgendwie geben wir uns ein Stell-dich-ein mit einem verheiratetem Paar. Sie auf einem HT-MTB oder auf einem Trecker und wohl auch nicht ganz so fix unterwegs.

Als wir über der Ruhr drüber sind geraten wir an den Anfang einer Kirmes. Der Naviman beschließt, das wir umfahren. Das Pärchen tut es uns gleich und so rollen wir eine ganze Weile gut zusammen. Ich glaube bis zur ersten Kontrollstelle.
Natürlich ist das Umfahren mit suchen verbunden und zu guter letzt latschen wir die Bikes schieben durch eine Baustelle. Was soll man auch sonst machen ? Umleitung für Radfahrer, insbesondere für die Teilnehmer der NightOftThe100Miles gab es nicht. Abenteuer pur.

Der erste Stop an einer ARAL. Toll das ich das mal so erleben durfte, kannte es ja nur von den Randoneur-Bildern.

Da stehen sie an der Tanke und räumen die Regale leer. Nein ganz so schlimm war es nicht. Nach knapp etwas weniger als einem Drittel der Strecke hält sich das in Grenzen. Ich fülle eine Wasserpulle komplett auf und futtere nur einen Marsriegel. Die Mädels an den Kassen waren sehr freundlich und fragten sogar nach, was es sich mit dem Radleraufgebot auf sich hat.

Dann steigen wir beide wohl als einer der ersten wider auf´s Bike und fahren wieder in die Nacht hinein. Es geht durch viele Straßen und Häuserschluchten, weiß der der Geier woher. Ich bleibe am Vordermann, vertraue ihm voll und ganz. Was sollte ich auch machen ?
Der einzige Trick den ich gerne mache, ich fahre seitlich versetzt, sodass ich wenigstens teilweise die Strecke und deren Beschaffenheit erspähen kann.

Irgendwann kurz nach diesem ersten Zwischenstopp zwinkert mein Akkulicht und geht in den 15 LUX Modus. Verstehe ich nicht ganz, forsche aber nicht groß nach. Akkuwechsel und gut ist.

Und schneller als gefühlt rollen wir die zweite Tanke an. Diesmal ist niemand vor uns dort. Ein wenig wundern wir uns schon. Der Zeitpunkt ist gut, denn da ich ohne Tacho ( der Kabelbruch beim Geber ) und somit ohne Uhrzeit am CAADX fahre, habe ich zum einen kein Zeitgefühl, fühle aber auch so langsam das da was bei mir am kommen ist. Könnte es Müdigkeit sein ? Wir greifen in die Regale…

…ich fülle wieder eine Wasserflasche auf, wir haben viel geschwitzt, wenn auch unmerklich. Denn ist ist frischer geworden. Wir legen wieder etwas Kleidung an, eine gute Wahl will getroffen werden. Kurz vor Abfahrt wechsel ich abermals die Akkubatterien. Was ist da los ?

Wir rollen noch durch etliche Reviere, die Ortsschilder sagen mir was, aber ich habe das Gefühl, daß ich auf dem gigantischen Ozean Ruhrpott dümpel aber nicht den blassesten Schimmer habe wo ich bin.

Dann endlich Licht am Ende des Tunnels, wir passieren zunächst den Nordsternpark, dann sind wir am Gelsenkirchner Kanal. Das Ziel ist quasi greifbar und so rollen wir als erste ein. Wir stellen die Fahrgeräte in einen großzügigen Hauseingang, trinken etwas, legen aber sogleich den Rest an Kleidung an. Jetzt kommen bei mir auch Beinlinge, warmen Wollsocken und die Fleece-Jacke zum zuge. Mein Naviman ist ein wenig neidisch. Nimmt zwar Unmengen an Stauraum weg aber wärmt halt mehr. Ich trage die paar Gramm dann gerne mit mir rum.

Leicht gezeichnet von der Fahrt hocken oder stehen wir nun da. Der „fliegende Beton“ an der Trinkpulle ist überall. Am CAADX, wo man den Radforum-Aufkleber nur noch schemenhaft erkenne kann, in den Klamotten und überall auf der Haut. Passt aber alles soweit.

Irgendwann trifft der Rest der Truppe ein, nicht alle, aber sehr viele. Der Platz füllt sich, der ersehnte Kaffee- u. Brötchenwagen rollen auf den Platz. Erleichterung tut sich auf. Der Sturm der Bastille, nein sorry, der Sturm auf die Versorgung bleibt aber aus. Man stellt sich sogar in Reihe an – ein Bild für die Götter. Der gute Deutsche. Ich drehe derweilen ein paar Runden auf dem CAADX auf dem Platz. Wer sich bewegt friert deutlich weniger und wird vor allem noch weniger müde. Der Plan geht auf.

Dann kommt der Haldenanstieg. Ich wähle zunächst die Treppe, das CAADX geschultert. Den Versuch den regulären Fahrweg mit den Spitzkehren bergan zu fahren, kann ich mir klemmen. Meine Grobmotorik liegt schon lange im Bett. Aber irgendwann ist das Plateau ( 83,45km/ 4:35h ) erreicht…

Der Sonnenaufgang sieht nett aus, aber ganz ehrlich, ich sehe soviele Sonnenaufgänge…, hängt schon ein wenig zum Hals raus, geschmunzelt gesagt. Nein, ich bekomme nicht so richtig den Punkt der Ruhe um das jetzt noch zu genießen, das wird‘ s wohl gewesen sein.
Nach dem Sonnenaufgang und Frühstück ob auf der Halde, beschließe ich mich auch vom Acker zu machen.

Es fährt sich irgendwie zäh, aber ich habe ja schon ein Ziel vor Augen. Jenes erreicht…

…wird der Feuchtigkeitsgrad des Holzes geprüft, ein paar Dinge auf die Seite gelegt, der Beutel mit den Restklamotten gegriffen, welcher als Kopfkissen herhält und dann für einen Zeitpunkt X auf die Seite gelegt. Ich nicke kurz weg, ein Besucher kommt und man ist wieder wach & fit. Also so was man wach & fit nennen kann. Es geht mir auf jeden Fall deutlich besser, als vorher. Nach einem kurzen Plausch wird im nächsten Dorf ein bekanntes Café angefahren,…
…heißer Apfelstrudel mit Sahne und einen ordentlicher Cappuccino geordert. Ich sitze draußen zwar im Schatten, aber die Sonne wärmt das Gemüt. Ein weiteres Gespräch mit einem alten Griechen ergibt sich. Dann geht es in die vorletzte Etappe bis zum Preußenhafen.

Dort wird in der Sonne auf einer Bank am Seepark die letzte Wasserreserve umgefüllt und wieder, diesmal mit einem bekannten Gesicht, ein kurzer Plausch gehalten. Das Endziel vor Augen, ran an den Start !

Und natürlich mußte dem CAADX hinterher der eine oder andere wohltunende Handgriff zugetan werden. Alle Bilder von der Fahrt sind im Album zu sehen. Nochmal in Zahlen…

 

Biketouren Navigation/ Blaupunkt Bikepilot: jo und das Gerät hat ansich recht gut funktioniert. Nur hatte sich der Akku nach etwas mehr als zwei Stunden gemeldet, daß er nur noch 20% hat. Er lief zwar noch eine Zeit weiter, hab ihn dann aber doch bei einem kurzen Stop ausgeschaltet.

Biketouren „After-Show-Party“: der Sonntag verläuft nach dem Eintrudeln auf dem heimischen Burghof noch gut. Ich bin hellwach und fühle mich gut. Ich schneide noch den Rasen, mache das CAADX wider fahrbereit, haue die Wäsche in die Maschine und dusche noch. Dann kommt der erste Hammer, kurz vor dem Mittagmahl lege ich mich plötzlich todmüde auf dem Sofa sitzend auf die Seite.
„Leider“ gibt es Mittagessen, aber ich schaffe es noch mich bis zum Schluss wach zu halten. Es ist hart, dann klettere ich in´s Bettchen. Irgendwann um halbsechs werde ich wach und tiegere schlafwandelt in die Küche und werfe das MacBook Air an. Viel kann ich nicht reißen, ein paar Textzeilen, die Bilder ein wenig sortieren und Kalorien zuführen.

Sechs oder sieben Stück Wikinger ( Cremrollen in Biskuit-Teich, ummantelt mit Marzipan und die Enden in Schokolade getaucht ) aus Holland müssen dran glauben. Dann gehe ich abermals in´s Bett und penne bis zum nächsten morgen durch.

Biketouren „After-Show-Party“/ Bike nachgedacht: ganz ehrlich die Nummer war schon crasy ! Und ob ich nochmal starten würde ?

Jaein !

Es war schon toll so durch die Nacht zu gondeln, ja hatte was. Aber für mich war das von der Logistik her schon eine Hausnummer. Was könnte ich besser machen ?

  • Ich hätte gerne die Strecke selber im Kopf gehabt oder ein brauchbares Navi nebst genügend Erfahrung damit.
  • Mehr Zeit haben, zum einen für die Vorbereitungen, weil ich ja auch mit dem Bike anreisen müßte ( da Brumbrumkiste für mich immer schwer zu bekommen ist ) aber auch für die Nummer selbst ( da könnte ich mir dann auch vorstellen die 160 abzureißen ). Denn nach der Fahrt…
  • …hätte ich am liebsten wo meine Hängematte aufgespannt und mich erstmal ausgepennt. Auch hätte ich was zum kochen eines Espresso mit dabei gehabt. Dinge die demnächst angegangen werden.
  • Ich könnte mir vorstellen, daß man mit meiner Streckenkenntniss so eine Nummer auch in Richtung Osten fahren könnte ( ich kann mir sogar vorstellen, daß das dann auch von der Navigation einfacher wäre, weil man nicht soviel durch Städte fahren müßte ) !
    Ja das kann man als Aufforderung sehen. Da gibt es genug Trassen und Radrouten. Ideen hätte ich da schon genug, müßte man nur mal zusammen basteln. Wäre nur die Frage ob das mit Sonnenaufgang auf der/ einer Halde sein muß, oder es da Alternativen gäbe ? Startpunkt könnte ich mir aber durchaus die Radmosphäre vorstellen.

Montag: die Nacht war bestens ich bin gut erholt, den Tag über begleitet mich nur ein gesegnet Appetit. Morgens schon Burgen im Stall und nachmittags dann noch was kalorienreiches, typisch Ruhrpott und in bekannter Gastronomie.

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„Mädels“, wir leben im Pott, ein hoch auf die Currywurst-Pommes-Mayo. Jetzt geht’s uns gut !