Jahresabschlussbericht 2015

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Jahresabschlussbericht 2015: the same procedure as every year – enter the finishline !

Ja ist gerade wo so Mitte Dezember wo ich das „Ding hier aufmache“, es wird wohl langsam Zeit mal das Jahr passieren zu lassen. Die Zeilen die hier also stehen, passen nicht immer zeitlich zusammen.

Den ersten Denkanstoß hatte ich schon länger, doch der letztendliche Auslöser („Arschtritt“) war dann der Artikel von bikingtom.

Ja wie war das nochmal…

…dieses Jahr ?

Ganz ehrlich, so groß kann ich mich kaum an das Jahr erinnern. Irgendwie fehlen mir ganze Abschnitte, wohl auch weil es dieses mal turbulent zugegangen ist und ich nicht immer jene Zufriedenheit in der Ruhe verspührt habe, die mir sonst zueigen ist.

Mit trockenen Zahlen will ich hier gar nicht große glänzen, auch was meine Trainingstagebücher so hergeben wird dieses mal nicht Fakt sein hier im Bericht. Und so werde ich einen Jahresüberblick aus dem Bauch heraus zusammenstellen.

Es tat sich an, das mein Geist sich in diesem Jahr zweiteilte. Auf der einen Seite war jener Mensch, der sein Leben so hinnahm wie er es immer getan hatte. Recht anspruchslos, friedfertig und teilweise fleißig ( behaupte ich mal so ). *schleim*
Doch wahrscheinlich auch wegen den kleineren Stoplersteinen dieses Jahr, wozu ich gleich noch kommen werde, wurde auch ein Teil vom Menschen zum Revoluzzer.

Die Stolpersteine

Ich war dieses Jahr „so oft krank“ wie noch nie. Gut „so oft krank“ ist jetzt eventuell übertrieben, 9 Tage gesamt, aber jedesmal hat es mich echt gewurmt.

Das erste mal ereilte mich der Rücken und dann auch noch im Urlaub. Gott war ich sauer. In diesen Tage wollte wir, also die Family zusammen, nach Paris fahren. Sie sind dann ohne mich los und haben statt dessen einen Ersatzspieler mitgenommen. Was mich dann aber noch mehr wurmte war, das es ewig lange dauerte und ich wie gefesselt mich hier im Nichtstun ergab ! Horror ! Nichtstun ist die Pest. Die Dokus sind irgendwann auch nicht mehr wirklich neu und das I-Net auch bald leer gesaugt oder eben zugespamt.

Gut, ab einem Zeitpunkt X ging es dann wieder vorwärts und ich rappelte mich wieder hoch, schon fast wörtlich. Bewegung war das Elixier, was mir fehlte und meine „Heilung“ zusehendst beschleunigte.

Im Herbst gab´s dann nochmal Nachschub in Sachen Rücken. Gut dabei aber, nur ein paar sehr wenige zwei Tage.

Um so ärgerlicher fand ich dann Kolleginnen die wild keuchhustend zum Job kommen, sich dann noch fett in den Raum setzten, wo alle anderen sitzten und sie sich nicht mal anstandhalber in eine andere Ecke hocken können. Der Gang zum Doc wäre zwar die erste Wahl gewesen, aber nun gut, wenn man schon kommen „muß“, dann sollen wenigstens alle was davon haben. Fuck !
Hat zwar etwas mehr als zwei Wochen gedauert bis sich das bei mir durchsetzten konnte, aber glaubt mir, das hatte ich mir ganz anders vorgstellt.

Jetzt wo ich hier so tippe ( also am Anfang dieser Zeilen, zeitlich gesehen ), berappel ich mich so langsam wieder. Soll heißen, ich muß mich wiedermal trainingsmäßig nach vorne bringen und die Hausaufgaben machen. Aber selbst mit der ganzen Traningsdisziplin kann ich nicht mehr das wegmachen, oder schaffen, was ich eigentlich noch vor hatte.

Und jetzt komm ich doch auf ein paar Zahlen, zumindest andeutungsweise, zu sprechen. Beim Laufen hätte ich meine Jahresbestmarke knacken können, beim Radfahren wäre es eng geworden. Aber, es ist wie immer, hauptsache Spaß haben, sage ich mir. Zumindest einen Heimattour wollte ich noch machen. Daraus ist dann auch leider nix mehr geworden.

Beim Radfahren hat es aber dieses Jahr dann doch recht gut gepasst: Thema Radtouren und positive Sichtweise. Mit dem Kollegen hier aus dem Dorf hatte ich ein paar wirklich leckere Ausfahrten auf die Beine gestellt. Er kennt ja die östliche Ecke ganz gut, ich die westliche. Und so hat dann jeder mal was aus seinem Fundus rausgekramt.
Aber auch die Erkundungstouren, also wo wir beide noch nie waren, die wir zusammen gemacht hatten, waren spitze. Dem Werseradweg habe wir uns mehr als einmal gewidmet. Auf jenem fand dann auch die Winterpokal 2014/ 2015 Abschlusstour für mich statt. Fand ich auch echt super und somit noch einen Dank an den Kollegen, der dann doch noch durchhielt. Wir hätten mehr Pausen mit Nahrungsuafnahme machen sollen. Es ist immer der gleiche Fehler, auch wenn es immer wieder einen anderen trifft.

Apropos Winterpokal und Touren. Erst jetzt im Dezember habe ich dann mal wieder so eine echte Winterpokal-Klassiker gemacht. Winterpokal-Klassiker bedeutet, Fahrzeit generieren indem man Neuland erkundet. Herausgekommen ist dabei die CX Lünen Gahmen – Seseke Radweg Strecke. Ja so habe ich in etlichen Winterpokalfahrten hier die Gegend ausgespäht, damals. Viel neues ist da jetzt nicht mehr.

Leider hat es aber dieses Jahr insgesamt nicht zu so vielen Heimattouren gereicht. Warum auch immer, ich weiß es nicht mehr so genau. Schade eigentlich, wollte ich doch mindestens monatlich einmal zu meiner Mom mit dem Radel.

Was aber ganz gut nicht nur bei mir ankam, so glaube ich, das sich zwei Kolleginen in den noch aktuellen Fa. gefunden haben, die mal ganz gerne am Waldboden schnüffeln wollen. Eine von denen ist schon länger mit dem MTB unterwegs, einem Cube Stereo, einem älteren Modell, aber immerhin. …tät mir auch gefallen…

Die andere Kollegin kam dann mit ihr in´s Gespräch und als sie dann mal zusammen los waren um der Neueinsteigerin eigentlich ein Bike auszusuchen, kam sie, also jenen Kollegin die eh schon ein MTB hatte, mit einem dieser neumodischen 29″ HT´s zurück.
Die andere Kolleging wurd jetzt erst richtig heiß und so arrangierten wir mal eine HT-Sichtung im März für sie.

Irgendwann so am Ende des Sommers machten wir mal nach Feierabend eine kleine Tour hier in der Ecke, wo ich dann den „Guide“ spielte.
Vorher sind sie immer nach Dortmund oder sonstwo hingefahren. Klar ist auch schön da, nur warum sollte ich Fahrzeit in einer Bürgerblechbüchse vertrödeln, wenn ich einiges hier vor Ort habe ?

Und so ergaben sich drei oder waren sogar schon vier ? kleinere Ausfahrten. Natürlich konnte ich dabei nur einen ganz groben Abriss dessen zeigen, wo´s langgehen könnte. Nett war´s trotzdem, ganz entspannt und trotzdem Bewegung. Tja mit dem neuen Job wird man das so nicht mehr nach Feierabend machen können.

Dennoch hatte ich gefühlt viel mehr Touren machen wollen. Das sind dann so Dinger die mich ein wenig wurmen. Soviel zum Thema turbulent, Zufriedenheit und Ruhe. Alles rumgejammer hilft nix, der Blick geht schon fast nach vorne.

Ein kleines Highlight !

Dem inneren Revoluzzer wurde Rechnung getragen und endlich der leidigen Frage, welches Bike nehme ich, oder mit welchem Bike fahre ich heute oder die Tage welche Strecke, ein End ebereitet.

The Cure – Forest

…ist nicht umsonst nur so ein Titel, sondern Programm ! Das neue CAADX wurde recht fix in´s Haus geholt. Das Auffinden war eine echte Glücksache. Ab den ersten Metern war klar, das ist ein Teil wo es keine Überlegung mehr geben muß ob man den beschissenen benutzungspflichtigen Radweg nutzt, oder mit einem teilweisen, teilweise war eigentlich der Dauerzustand des ( Lieblings ) Radwegs der nicht mal die baulichen Anforderunge gerecht wird, schlechten Gewissen die Straße abmetert.
Weg von dem „Dreck“ und ab an den Kanal oder durch die Bauernwege & Pampas. Straßenzustand, Schlaglocher, Untergründe, oder Fragen nach Steigungen oder Schlammlöchern stellen sich nicht mehr.

Und da ist jener Revoluzzer in mir ! Die Kur ( The Cure ) durch den Wald ( Forest ) zu fahren, die Gegend mitsamt ihrer Natur so blank zu erleben sagt mir mehr, als jene „gesellschaftlichen Errungenschaften“ wie Automatisierung mit starrem Regelwerk, was eh keiner befolgt, sondern immer mehr zum Ziel wird, es zu brechen.

Ein paar kritische Zwischenzeilen

Es wird zum „Sport“ eine dunkelgrüne ( rote ) Ampel noch zu schaffen um dann den anderen noch ein Schnippchen zu schlagen. Morgens habe ich eine Ampelkreuzung ( Zwolle Allee –  Kamener Straße ) zu passieren, wo es im Schnitt zweimal der Fall ist. „Die“ kommen von links und wollen links auf die Kamener Straße abbiegen. Wenn meine Ampel ( geradeaus auf die Kamener Straße ) schon auf grün steht, kommen teilweise noch zwei, drei Autos vorbei ! Kann doch nicht sein !
Wenn ich da Exikutivkraft wäre. Rechts ran, aussteigen lassen, Führerschein und Papiere kassieren, genauso wie den PKW Schlüssel, Daten aufnehmen, Fahrzeug beschlagnahmen, die Anzeige hinterschieben und dann geht´s auf ab, zu Fuß die Herrschaften.

Nicht mit mir Kollegens ! Nichts in dieser Welt ist es wert, diesen Flow von The Cure – Forest zu opfern. Ihr lebt in einer Welt die nicht eure ist und wisst es nicht mal. Und so komme ich dann auch schon zur nahen Zukunft…

Das Jahr 2016

Die Karten werden neu gemischt, es starten noch recht traditionell, geht dann aber etwa nur bis Ende Februar. Aber März habe ich einen neuen Job. Die einen oder andere Zeile hatte ich dazu ja schon getippt.

Klar ich freue mich drauf, könnte besser heute als übermorgen anfangen. Wohl auch um endlich wieder mal einen guten Schritt nach vorne zu gehen, auch wenn ich noch nicht so recht weiß was da so alles kommt.
Auch gerade mit dem Radeln. Wie das dann wohl wird, werde ich meinen Grobplan ansatzweise oder sonstwie umsetzten können ?

Aber das Leben ist oft so wie beim Radfahren selbst: mal draufsetzen und losrollen und dann schauen wie die Landschaft so auschaut.

Und so will ich mal langsam diesen Jahresrückblick hier zum Ende kommen lassen. Wieviel ich nächste Jahr schreiben werde, kann ich sowieso nicht voraussagen. Fakt ist aber auch, nicht alles was mir im Kopf rumschwebte konnte ich tippen. Und wenn ich mir selbst so meine Beitragslängen anschauen, dann noch den einen oder anderen Forenbeitrag dazurechne, dann sind das schon echt viele Buchstaben so im Jahr.

Gut hier im Radbog passt eh nicht alles rein. Im Naturesense-Blog mache ich manchmal Luft für meine Gedanken rund um die Umwelt und inzwischen leider auch Politik. Ja ich weiß, nicht oft genug, wenn es nach den Misständen gehen würde.
Aber wenn ich dem nachgeben würde, müßte ich radikalere Richtungen a la Sea Shepherd einschlagen, oder ein Job bei Greenpeace wäre auch noch was. Auf Kühltürme klettern und Demos machen, Öffentlichkeitsarbeit und den ganzen Kram…

Gut, cut an dem Punkt.

Mein Bastel-Blog ist ja nur ein Zwecküberbleibsel, wo auch in Zukunft noch das eine oder andere reinkommen wird.

Aber auch so bin ich „Mensch“. Nur was „Mensch“ noch so denkt & fühlt, dafür ist hier eh kein Platz. Das handel ich, sehr oft nur für mich, noch woanders ab. Einfach noch mehr Luft schaffen…

Also, macht Euch raus in die Natur, ab nach Draußen…

Warum blogge ich ?

Noch ein paar jetzt aber wirklich allerletzte Zeilen von mir hier zum Thema, warum blogge ich überhaupt ?

Mir ist gerade so aufgefallen, daß der Umfang und die Ausführungen bei mir in den letzten Tage doch um einiges angewachsen sind. Erhötes Mitteilungsbedürfniss oder gar Profilierungssucht steckt da mit Sicherheit nicht hinter.

Die Tatsache das ich überhaupt was mitzuteilen habe weil ich einfach „lebe & denke“ dürfte da wohl im Vordergrund stehen. Ich kann mir, neben meinem Leben mit den Aktivitäten eigentlich kaum vorstellen, vor der Glotze zu verblöden. Wenn ich hier, in der Küche hockend, oft mitbekomme, was drüben aus der Bilderflutkiste so an Schwachsinn herausquillt, schwillt mir oft der Hals an.

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