04.1. Meine Bikegeschichte

ja nur ganz kurz ein zwei Randnotizen zum Thema ( neudeutsch ) Bike. Ja ich fahre gerne mit dem Rad, am liebsten täglich und bei jedem Wetter.

Die historische „Geschichte“

„Fahrrad Nr.1“ Ja damals, als man noch Kröte war. Ganz dunkel kann ich mich auf jeden Fall noch an die Tatsache erinnern, daß ich als Kröte immer noch jene Fahrräder gefahren habe, die andere in gleichem Alter schon lange abgetan hatten. Ich war meiner Zeit nie weit voraus, sondern eher ein Nachzügler.

Erinnern kann ich mich noch an ein Kinderrad in dunkelgrün. Immer wenn ich unterwegs war, kam ich vermackt nach Hause. An eine Situation, wo es mich heftigst getroffen hatte, kann ich mich, wenn auch nur dunkel, noch recht gut erinnern. Fst noch bildlich.

Wir fuhren ein Rennen um einen Häuserblock. Die Kumpels alle mit hochkarätigem Gerät unterwegs, ich aber immer ganz nah dran. Irgendwann doch kam eine Kurve, ich mich Vollgas drauf zu, um eine ordentliche Platzierung rauszuholen. Dumm war nur, das man mit Stempelbremsen vor einer Kurve kaum zum halten kommt. Und so bin ich, wieder einmal, schön mit den Ellenbogen und Kniene über den Apshalt gerutscht. Mehrer Meters rabiater Kraftreduktion mittels körpereigener Reibung brauchten ich auch zum stehen zu kommen, oder besser gesagt zum liegen. Geschätzt habe ich geheult wie ein Schosshund. Kein Wunder, war im Sommer, also kurze Klamotten an.

„Fahrrad Nr.2“ Irgendwann  war ich größer und dann stolzer Besitzer eine Klapprades, die wohl damals so aufkamen, geworden. Gut die Bremsen waren dort wohl kaum besser, aber unsere Rennen wurden auch nicht langsamer.
Ab einem bestimmten Zeitpunkt kam dann der erste Individualisierungsdrang auf und jenes Klappfahrrad wurde mittels Sprühdose silber lackiert. War eben cool. Nur leider wurde der Speed nicht schneller. Meines Kumpels hatten alle schon die ersten Rennräder mit Zehngangschaltung und einer hatte sogar eine Zwölfgangschaltung – Hammer. Und ich immer hinten dran, getrampelt wie ein Blöder und dann, wie so oft…

…ab einem Punkt-X wieder auf die Fresse geflogen.

Mit jenem Klapprad sind wir übrigens auch das erste mal auf einer Motorcross-Strecke gewesen. Das war eine alte Halde, wo es am Fuße einen Modelflugplatz gab. Dort waren wir öfters zum zuschauen.
Wir werden wohl bemerkt haben das oben auf der Halde was los war und wir sind dann wohl hoch. Oben angekommen gab´s schöne breite Fahrspuren, mächtige Trichter, die sich bei Regen ordentlich mit Wasser füllten.

Wir haben dann die Strecke genutzt und die Motorcrossfahrer dort, mit ihren Maschienen, war nicht immer amüsiert, wenn wir da rumkrochen. Klar die hatten ja ordentlich Speed drauf. Gut wenn nix los war haben wir halt unsere Runden gedreht, wenn es zu „eng“ wurde sind wir an den Haldenrand.

Haldenrand bot auch damals schon Abfahrten an. Ja richtig, steile Abfahrt, oft mit Schotter oder losem geröll. Da sind wir dann runter.
Mit Sicherheit nicht im Full-Spped, aber für damalige Verhältnisse ohne Helm oder Protektoren und mit den Bremsen die es eben so gab – am Klappfahrrad !

Ja ich gebe es zu, es gab auch Tage wo wir ne´n Köttel in der Buxe hatten und uns zu keiner Abfahrt entschieden haben. Was wahrscheinlich besser so war.

Ach ja und dann ist da noch die Story mit den neuen weißen Turnschuhen. Wir also mal wieder mit dem Rad auf der Halde unterwegs, die Trichter voll Wasser und ich mit den neuen Turnschuhen unterwegs. Nein sie wurden nicht einfach so nass, denn als ich durch einen mit Wasser gefüllten Krater fuhr, konnte ich den fetten Steinbrocken im Wasser liegend nicht sehen.
Ich rammte jenen brutalst, machte mich der Länge nach in der Drecksbrühe samt der neuen Turnschuhe lang. Ich muß ausgesehen haben wie eine Drecksau. Was für ein Spaß, gut für Mutti nicht.

„Fahrrad Nr.3“ Das nächste Rad, das erste Rennrad kaufte ich zwar etwas wiederwillig, denn im Radladen an der Ecke standen schon die ersten BMX Räder. MTB´s kamen so gerade eben auf. Die Krater locken, ich wollte eines haben, aber der Verkäufer meinte wohl nach langem überreden, das wird sich eh nicht durchsetzten hier in Duetschland. Interessant nicht ?

Also bekam ich ein Zwölfgang Rennrad in Rotmetallic. Keine Ahnung von welcher Marke, aber ich fuhr´s sehr lange.

„Fahrrad Nr.4“ Von einem Kumpel konnte ich dann noch ein kaum gebrauchtes Rennrad aus dem Keller erwerben, das er nicht mehr brauchte, dafür aber eher den kleinen Betrag. Schnappkauf sozusagen. Aber ohne schlechtes Gewissen, denn weder er noch ich hatten Ahnung um was es dawohl ging. Ich komme jetzt gerade nicht auf den Namen der Marke, meine aber es war was englisches. Ach ja, es war ein weißer Rahmen, teilweise blau abgesetzt und es war ein Raleigh.

Jenes habe ich irgendwann meinem Onkel vemacht der damit noch ein paar Runden düste und es irgendwann auf dem Sperrmüll entsorgte. Heute könnte ich darüber heulen…

Ja und das war so die Vergangenheit.

Die neuzeitliche „Geschichte“

Hierzu nutzte ich ein Rad, daß ich von meiner Schwägerin kostenlos übernommen habe – sie wollte sich zusammen mit meinem Schwager je ein Neues leisten – weil ich einfach mal so ausprobieren wollte, wie es ist mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Naja und seid dem sind dreieinhalb Jahre vergangen und weit über 7.000km gefahren. Wie gesagt bei Wind und Wetter und nur um mal so zu schauen wie das so ist.

Dazu nutzte ich dieses Rad.

Ich gebe nicht viel auf dieses Rad – aber bis jetzt hat es gehalten. Es ist mir eigentlich viel zu klein, wen wundert´s bin ich doch gut einen Kopf größer als meine Schwägerin.

Natürlich habe ich mich nicht vom ersten Tag an gleich nur noch mit dem Fahrrad bewegt. Angefangen habe ich irgendwann im Frühsommer, glaube ich. Erstmal so zum schauen ein zwei Tage zur Firma, damals nur knapp 13km Oneway. Dann mal zwei Tage, dann vier naja und dann immer so weiter.
Irgendwann dann auch mal bei Regen, oder wenn es schon kühl war, bis ich irgendwann merkte, diese Fahrten über die einsamen Landwirtschaftwege, Waldwege und auch auf der Landstraße, die tuen einem wirklich gut. Natürlich war das in der ersten Zeit teilweise schon eine Plakerei. Letztendlich muß ich ja auch sagen, das meine Radfahrkleidung hauptsächlich aus Discounterware, Alltagskleidung oder, wenn es „hoch kam“ aus Joggingsachen bestand. Aber gerade im ersten Winter, wo ich es gewagt hatte, wurde es teilweise echt megamäßig. Kann mir einer erzählen was er will, aber mit diesem Discounterzeugs und superwarem Fleecesachen, ist man nur solange warm, bis man anfängt zu schitzten. Dann kommt der meist eiskalte Wind, und dann muß man zusehen, schnell in´s Warme zu kommen und die nassen Klamotten ausziehen.
Und so habe ich nach und nach natürlich die richtige Kleidung für Winterfahrten zugelegt. Ein kleines vermögen, sollte ich es mal nachrechnen, aber es hat sich mehr als bezahlt gemacht.

Natürlich strebt mein Herz nach etwas Neuem.

Anbei habe ich noch mal mein altes ( ursprüngliches ) Stahl Rennrad rausgeholt und geputzt. Was dann auch schon die einzige Beschäftigung für dieses Rad ist. Dieses Rad habe ich mir damals so richtig im Schichtdienst zusammenverdient und dann bei Händler auch richtig selbst zusammengeschraubt. Er gab mir viele Tipps – und Werkzeug. Dieses Rad sieht aus wie neu. Na gut bis auf ein paar winzige Mäckchen. Der Rahmen ist vollverchromt, auch unter dem edelschwarzen Lack. Es hat, wenn es hoch kommt eventuell, aber nur mit viel gutem Willen, etwa 1.000km gelaufen. Es ist eine reine Rennmaschiene, jedenfalls zu damaligen Zeiten.

Leider ist es zu gut, ungefedert und ohne wintertaugliche Bremscheiben. Deshalb muß ja was neues her ! Nebenbei schone ich so die Umwelt, mach noch was für die Fitness und das menthale Wohlbefinden.

Nach dem Stahl Renner gab´s recht schell noch eine Art Allroundfahrrad. Das hatte ich bei meinem damaligen Stammladen, dem „Radhaus“ auf der Bismarckstraße in Gelsenkirchen gekauft. Gekauft deshalb, weil mir das fahren bei schlecht Wetter der Stahl Renner zu schade war. Der Besitzer des „Radhause´s“ hatte eine eigenen kleinere Serie aufgekegt und die verkauft. 26″ Laufräder, rote Schutzbleche, Gepäckträger und einen schwarzen Rahmen. Es gab zwar noch traditionelle Bremsen, aber die Schalthebel waren schon so wie man sie heute kennt per Hebel am Lenker. Also nur kurz auslösen und der Gang springt um.

Und da meine Bikestory hier nicht endet geht es hier weiter. Und wer noch Interesse hat etwas über vergangenen Tage zu lesen darf sich hier dran ergötzen.

Noch ein paar andere Worte zu der Sache mit der Radfahrleidenschaft findet der werte Leser hier .

Noch viel Spaß beim weiterstöbern

Editiert am 10.09.2012/ 21.03.2013/ 14.05.2014 letztes Edit = einfügen der historischen Geschichte

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